Volcano·Guide
Lavafontäne am Ätna bei Nacht – ein Ausbruch, bei dem Warnstufe, Alarmphase und Flug-Farbcode gleichzeitig auf drei verschiedene Farben zeigen können

Vulkan-Warnstufen erklärt

Gelb am Ätna, Gelb auf Island, Gelb am Taal – und jedes Mal heißt es etwas anderes. Hier steht, wer die Farben vergibt und was sie für dich bedeuten.

Foto: Giuseppe Amenta · CC BY-SA 4.0

Stand heute

Alle Warnstufen, die wir heute Morgen abgerufen haben

Jede Zeile zeigt die Stufe, die die zuständige Behörde heute meldet, dazu die Skala, das Abrufdatum und die Quelle. Was die Farbe im Einzelfall bedeutet, steht weiter unten – denn eine gelbe Stufe in Italien ist etwas anderes als eine gelbe in Island oder auf den Philippinen.

Zehn Länder, zehn Skalen

Warum es kein einheitliches Warnsystem gibt

Eine Vulkan-Warnstufe ist keine Messgröße, sondern eine Verwaltungsentscheidung. Jedes Land legt fest, wer sie vergibt, wie viele Stufen es gibt und was folgt. Deshalb heißt Gelb in Italien „verstärkte Überwachung, nichts gesperrt“, in Chile „instabile Aktivität“, in Island „erhöhte Unruhe“ – und auf den Philippinen gibt es gar kein Gelb, sondern Ziffern von 0 bis 5. Nur der Farbcode für die Luftfahrt ist weltweit gleich; er gilt Piloten, nicht Besuchern.

Was eine Stufe für den Zugang bedeutet, steht nur dort, wo wir es mit Verordnung oder Behördentext belegen können. Steht „regelt nicht den Zugang“, beschreibt die Stufe den Vulkan – über Wege und Sperrzonen entscheidet jemand anderes.

Italien: Warnstufe des nationalen Zivilschutzes

Grün, Gelb, Orange, Rot, vergeben vom Dipartimento della Protezione Civile in Rom nach INGV-Daten, geändert nur nach Bewertungsrunden. Grün ist die Basisstufe. Gelb heißt „Attenzione“: Der Vulkan ist aus dem Gleichgewicht, die Überwachung verschärft – gesperrt ist deshalb nichts. Orange wäre Voralarm mit Vorbereitung der Räumung, Rot Alarm mit Evakuierung der Roten Zone. Ätna, Stromboli und Campi Flegrei stehen seit Jahren auf Gelb, Vesuv und Vulcano auf Grün.

Regelt den Zugang nicht direkt. Am Stromboli setzt der Bürgermeister von Lipari die Aufstiegsgrenzen aber je Stufe fest.

Sizilien: Alarmphasen am Ätna

Attenzione, Preallarme, Allarme – die operative Phase des Zivilschutzes Sizilien, ausgerufen per Avviso, teils mehrmals am Tag, nach dem Frühwarnsystem ETNAS des INGV. Attenzione: Kraterzone mit zugelassenem Bergführer. Preallarme: Kraterzone für alle gesperrt, Seilbahn und Geländebus bis etwa 3.000 m fahren. Allarme: alles oberhalb von rund 2.500 m gesperrt und geräumt. Die Phase hängt nicht an der nationalen Stufe – im August 2026 blieb die Stufe Gelb, während die Phase dreimal auf Allarme ging.

Regelt den Zugang zur Gipfelzone – die einzige Skala auf dieser Seite, die genau dafür gemacht ist.

Island: VALS des Wetterdienstes

Stufe 0 Grün, 1 Gelb, 2 Orange, 3 Rot – das Volcano Alert Level System des isländischen Wetterdienstes (IMO), seit Oktober 2025 über eine offene Schnittstelle veröffentlicht. 0 ist Hintergrundaktivität, 1 erhöhte Unruhe, 2 deutlich erhöhte Unruhe ohne Ausbruch, 3 Ausbruch. Reykjanes steht seit dem 15. Oktober 2025 auf Stufe 2, Fagradalsfjall auf 0. Daneben führt das IMO den Flug-Farbcode – Reykjanes dort Gelb.

Regelt den Zugang nicht. Sperrungen spricht der Polizeichef von Suðurnes mit dem Zivilschutz aus, auf Grundlage der IMO-Gefahrenkarte.

Weltweit: Aviation Colour Code (VONA)

Grün, Gelb, Orange, Rot nach den Definitionen der Luftfahrtorganisation ICAO, vom Observatorium gesetzt und per VONA (Volcano Observatory Notice for Aviation) an Flugsicherung und Vulkanasche-Zentren gemeldet. Am Ätna setzt ihn das INGV Osservatorio Etneo, auf Island das IMO, auf Hawaii das USGS. Die vier Definitionen stehen im Abschnitt Flüge.

Regelt den Zugang nicht. Rot am Ätna heißt Asche in der Luft – und sagt nichts darüber, ob die Seilbahn fährt.

USA: USGS Normal / Advisory / Watch / Warning

Vier Stufen für Gefahren am Boden, vergeben vom US Geological Survey und seinen Observatorien. Normal: typischer Hintergrund. Advisory: erhöhte Unruhe über dem bekannten Hintergrund. Watch: deutlich erhöhte oder zunehmende Unruhe mit erhöhter Ausbruchswahrscheinlichkeit – oder ein Ausbruch mit begrenzten Gefahren. Warning: ein gefährlicher Ausbruch steht bevor, läuft oder wird vermutet. Der Kīlauea stand im September 2026 auf Watch/Orange, obwohl die Eruption pausierte.

Regelt den Zugang nicht. Über Wege und Sperrungen entscheidet der National Park Service.

Japan: JMA-Warnstufen 1 bis 5

Die Japan Meteorological Agency vergibt fünf Stufen nach dem betroffenen Gebiet: Stufen 2 und 3 betreffen das Kraterumfeld, 4 und 5 Wohngebiete. In der Praxis heißt Stufe 2 eine Sperrzone von etwa 1 km um den Krater (Aso seit 1. September 2026), Stufe 3 eine Zone von 2 km (Sakurajima seit Juli 2022). Stufe 5 bedeutet Evakuierung – am Sakurajima galt sie im Juli 2022 für drei Tage.

Regelt den Zugang mittelbar: Die Sperrzone folgt der Stufe. Am Aso war die Kratersicht 2026 ab Stufe 2 geschlossen.

Philippinen: PHIVOLCS Alert Level 0 bis 5

Sechs Ziffern statt Farben, vergeben vom Philippine Institute of Volcanology and Seismology mit täglichem Bulletin. 0 Normal, 1 schwache Unruhe, 2 mäßige Unruhe, ab 3 steigende Ausbruchsgefahr, 4 und 5 gefährlicher Ausbruch. Auch bei Stufe 0 bleibt die Permanent Danger Zone gesperrt – 6 km um den Mayon-Krater, am Taal die ganze Vulkaninsel. 2013 starben am Mayon fünf Bergsteiger bei Stufe 0 durch eine Explosion ohne Vorwarnung.

Regelt den Zugang: Die Sperrzone ist Teil der Skala und gilt auf jeder Stufe.

Mexiko: Semáforo de Alerta Volcánica

Eine Ampel mit Unterphasen, festgelegt von der Zivilschutzkoordination auf Empfehlung des Wissenschaftlichen Beirats; die Daten liefert das CENAPRED. Verde: Der Vulkan ist ruhig. Amarillo Fase 1 bis 3: aufmerksam bleiben – von häufiger Seismik (Fase 1) über Dampffahnen, leichten Aschefall und glühende Fragmente (Fase 2) bis zu wachsenden Domen und starken Explosionen (Fase 3). Rojo Fase 1 und 2: Gefahr, explosive Tätigkeit bis extremer Reichweite. Der Popocatépetl steht seit dem 6. Juni 2023 auf Amarillo Fase 2.

Regelt den Zugang nicht direkt; der 12-km-Radius gilt unabhängig von der Phase. Einziger legaler Punkt ist der Paso de Cortés.

Chile: Alerta Técnica Volcánica

Verde, Amarilla, Naranja, Roja – die technische Warnstufe des geologischen Dienstes SERNAGEOMIN. Gelb beschreibt nach den veröffentlichten Definitionen instabile Aktivität mit Beobachtung und Abstandsempfehlung; Evakuierungen gehören zu Rot. Gelistet werden nur Vulkane oberhalb von Grün. Villarrica wurde am 4. September 2026 wegen eines aufsteigenden Lavasees auf Gelb gehoben, Osorno steht seit 2018 auf Grün.

Regelt den Zugang am Villarrica: Das Protokoll der Gemeinde Pucón erlaubt Krateraufstiege nur bei Grün.

Kanaren: Semáforo des Plans PEVOLCA

Verde, Amarillo, Naranja, Rojo, vergeben von der Kanarischen Regierung über den Zivilschutzplan PEVOLCA, je Insel oder Gebiet. Grün: Risiko so niedrig, dass keine Schutzmaßnahmen nötig sind. Gelb: Anomalien deuten mittelfristig auf eine voreruptive Phase. Orange: höchste Alarmstufe, eine voreruptive Phase läuft. Rot: Ausbruch bestätigt. Teneriffa steht trotz der Bebenschwärme 2026 auf Grün, die Cumbre Vieja auf La Palma seit 2021 auf Gelb, weil Gase und Bodentemperaturen noch nicht normalisiert sind.

Regelt den Zugang nicht direkt. Wege öffnet oder sperrt das Cabildo – auf La Palma nur mit Zustimmung des PEVOLCA.
Spaltenausbruch am Litli-Hrútur auf Island 2023 – ein Ausbruch, bei dem der Flug-Farbcode auf Rot und die Besucherregeln auf Zuschauen standen
Island 2023: Flug-Farbcode Rot – und Tausende durften zum Lavafeld wandern. Die Stufe beschreibt den Vulkan, die Polizei entscheidet über den Weg.

Foto: Giles Laurent · CC BY-SA 4.0

Der häufigste Irrtum

Warnstufe ist nicht Zugangsregel

Die Farbe sagt, wie unruhig der Vulkan ist. Ob du hinauf darfst, steht in einer Verordnung – von einem Bürgermeister, einem Polizeichef, einer Parkverwaltung. Drei Beispiele von unseren Tagesseiten.

Ätna: Die Phase entscheidet, nicht die Stufe

Die nationale Warnstufe steht seit dem 26. Juni 2026 auf Gelb. Die Alarmphase des sizilianischen Zivilschutzes wechselte im selben Sommer zwischen Preallarme und Allarme, zuletzt per Avviso Nr. 13 vom 22. August 2026 auf Preallarme: Kraterzone gesperrt, Seilbahn und Geländebus fahren. Wie weit du hinaufkommst, sagt die Phase – nicht die Stufe. Ätna aktuell zeigt alle drei Signale nebeneinander.

Stromboli: Gelb heißt 290 und 400 Meter

Hier ist die Stufe mit dem Zugang verknüpft – über den Umweg einer Verordnung. Der Bürgermeister von Lipari passt die Grenzen an die DPC-Stufe an: Bei Gelb gelten seit Verordnung Nr. 16 vom 5. Mai 2025 290 m frei und 400 m mit Führer. Bei Orange war 2024 alles oberhalb von 290 m gesperrt, bei Rot im Juli 2024 der Aufstieg ganz untersagt. Der Gipfel bleibt auf jeder Stufe zu. Tagesstand: Stromboli aktuell.

Island: Stufe vom IMO, Sperrung vom Polizeichef

Der Wetterdienst setzt VALS und Flug-Farbcode, über Sperrungen entscheidet der Polizeichef von Suðurnes mit dem Zivilschutz, auf Grundlage der IMO-Gefahrenkarte und nach Art. 23 des Zivilschutzgesetzes. So steht Reykjanes auf VALS-Stufe 2, Grindavík ist aber seit dem 21. Oktober 2024 ohne Kontrollposten offen, während die Sundhnúkur-Krater gesperrt bleiben. Die Stufe steht in der Schnittstelle, die Sperrung nicht. Beides auf Island aktuell.

Belege: DPC-Pressemitteilung vom 26.06.2026 · Avvisi des Zivilschutzes Sizilien Nr. 3–13/2026 · Verordnungen der Gemeinde Lipari Nr. 23, 31, 50/2024 und 16/2025 · Bekanntmachung des Polizeichefs von Suðurnes vom 31.07.2024. Diese Übersicht ersetzt keine Anordnung vor Ort.
Explosion am Stromboli bei Nacht mit glühender Schlacke über dem Krater – der Vulkan steht auf Warnstufe Gelb
Stromboli bei Gelb: Aufstieg bis 290 m frei, bis 400 m mit Führer. Dieselbe Farbe wie am Ätna – andere Regel.

Foto: kuhnmi · CC BY 2.0

Flüge

Der Flug-Farbcode und was er für deinen Flug bedeutet

Der Aviation Colour Code ist das einzige weltweit gleich definierte Warnsystem – Piloten können nicht in jedem Land eine andere Skala lernen. Das Observatorium setzt ihn und meldet ihn per VONA an Flugsicherung und Vulkanasche-Zentrum (für Europa das VAAC Toulouse). Für den Boden sagt er nichts.

Grün

Normalzustand

Der Vulkan ist im normalen, nicht eruptiven Zustand – oder nach einer höheren Stufe wieder dorthin zurückgekehrt.

Gelb

Unruhe

Anzeichen erhöhter Unruhe über dem bekannten Hintergrund – oder nach einer höheren Stufe deutlich abnehmende Aktivität, weiter eng beobachtet.

Orange

Ausbruch möglich oder ohne Asche

Deutlich erhöhte Unruhe mit erhöhter Ausbruchswahrscheinlichkeit – oder ein Ausbruch läuft ohne oder mit geringem Ascheausstoß.

Rot

Asche in der Luft

Ein Ausbruch läuft mit erheblichem Ascheausstoß in die Atmosphäre. Das ist das Signal, bei dem Flughäfen im Windschatten Flüge streichen.

Catania: Was Rot in der Praxis heißt

Der Flughafen liegt 30 km südlich des Gipfels. Rot sperrt ihn nicht automatisch – entscheidend ist, wohin der Wind die Asche trägt. Zieht sie nach Süden oder Südosten, wird der Luftraum sektorweise gesperrt, Landungen werden gedrosselt oder nach Palermo und Comiso umgeleitet. Im August 2026 zählte die Betreibergesellschaft SAC rund 1.900 betroffene Flüge, etwa 36 Prozent gestrichen und 630 umgeleitet. Am 15. September 2026 war der Flughafen bis 22 Uhr geschlossen, am 24. September waren statt 12 nur 5, später 10 Landungen je Stunde erlaubt.

Deine Rechte nach EU-Verordnung 261/2004

Fällt ein Flug ab einem EU-Flughafen oder mit einer EU-Airline wegen Vulkanasche aus, ist das ein außergewöhnlicher Umstand: Der Europäische Gerichtshof hat 2013 im Fall McDonagh gegen Ryanair (C-12/11) die Luftraumsperrung nach dem Eyjafjallajökull-Ausbruch so eingestuft. Folge: keine Ausgleichszahlung nach Art. 7 (Art. 5 Abs. 3). Es bleiben nach Art. 8 die Wahl zwischen Erstattung binnen sieben Tagen und Umbuchung, nach Art. 9 Verpflegung, Hotel und Transfer – laut EuGH ohne zeitliche oder finanzielle Obergrenze. Zahlt die Airline nicht, kann der Fluggast die notwendigen, angemessenen und vernünftigen Auslagen zurückfordern.

Quellen: ICAO-Definitionen des Aviation Colour Code, wie der isländische Wetterdienst sie in seiner Schnittstelle veröffentlicht · SAC, zitiert in Il Fatto Quotidiano, 14.08.2026 · Flughafen Catania laut ANSA, 25.09.2026 · Verordnung (EG) Nr. 261/2004, Art. 5, 8, 9 · EuGH, 31.01.2013, C-12/11. Keine Rechtsberatung; im Streitfall hilft die Schlichtungsstelle.
Der Ätna in der Abenddämmerung über dem Meer bei Augusta, eine Dampffahne weht vom Gipfel nach Süden
Die Richtung der Fahne entscheidet mehr als die Farbe: Zieht sie wie hier nach Süden, liegt Catania darunter.

Foto: Andrew Malone · CC BY 2.0

Kurz gefragt

Die häufigsten Fragen zu Vulkan-Warnstufen

Was bedeutet Warnstufe Gelb am Vulkan?

Das hängt vom Land ab. In Italien heißt Gelb „Attenzione“: verschärfte Überwachung, nichts gesperrt. Auf Island ist Gelb die VALS-Stufe 1 für erhöhte Unruhe. Im Flug-Farbcode heißt Gelb Unruhe über dem Hintergrund. Auf den Kanaren bedeutet Gelb, dass Anomalien mittelfristig auf eine voreruptive Phase deuten – La Palma steht seit 2021 darauf, ohne Sperrung. Gemeinsam ist allen: Gelb ist keine Evakuierungsstufe.

Darf ich bei Orange noch auf den Ätna?

Am Ätna gibt es drei Orange-Varianten. Die nationale Warnstufe Orange wäre Voralarm – sie galt 2026 nicht. Der Flug-Farbcode Orange ist der Normalzustand eines unruhigen Vulkans und sperrt nichts. Die Alarmphase Preallarme, die wir orange darstellen, sperrt die Kraterzone; Seilbahn, Geländebus bis etwa 3.000 m und alle Touren darunter laufen weiter. Erst Allarme sperrt alles oberhalb von rund 2.500 m.

Fliegt mein Flugzeug bei VONA Rot?

Vielleicht. Rot heißt, dass gerade Asche in die Atmosphäre steigt. Ob ein Flughafen schließt, entscheidet die Flugsicherung nach Windrichtung und Aschekonzentration, oft sektor- und stundenweise. Am Ätna führte Rot im September 2026 einmal zur Schließung Catanias bis 22 Uhr, ein anderes Mal nur zu gedrosselten Landungen. Bei Rot früh den Flugstatus prüfen und Puffer einplanen.

Wer legt die Warnstufe fest?

Meist eine Zivilschutzbehörde auf Empfehlung des Vulkaninstituts: in Italien das Dipartimento della Protezione Civile nach INGV-Daten, in Mexiko die Zivilschutzkoordination nach dem Wissenschaftlichen Beirat, auf den Kanaren die Regierung über den Plan PEVOLCA. In Island, Japan, Chile, den Philippinen und den USA vergibt das Observatorium die Stufe selbst. Den Flug-Farbcode setzt immer das Observatorium.

Was ist der Unterschied zwischen Warnstufe und Alarmphase?

Am Ätna bewertet die Warnstufe (Grün bis Rot) die große Lage und ändert sich selten. Die Alarmphase (Attenzione, Preallarme, Allarme) ist das operative Signal des sizilianischen Zivilschutzes, regelt den Zugang zur Gipfelzone und kann mehrmals am Tag wechseln. Im August 2026 blieb die Stufe Gelb, während die Phase dreimal auf Allarme ging.

Was bedeutet VONA?

Volcano Observatory Notice for Aviation – die Meldung, mit der ein Observatorium den Flug-Farbcode an Flugsicherung und Vulkanasche-Zentrum übermittelt. Das INGV veröffentlicht die VONA für den Ätna auf seiner Website; wir lesen sie täglich aus. Eine VONA ist keine Warnung an Besucher.

Gilt eine Sperrzone auch bei der niedrigsten Stufe?

Oft ja. Auf den Philippinen bleibt die Permanent Danger Zone auch bei Alert Level 0 gesperrt – 6 km am Mayon, am Taal die ganze Vulkaninsel. Am Popocatépetl gilt der 12-km-Radius seit 1994 unabhängig von der Phase. Am Stromboli ist der Gipfel auf jeder Stufe zu. Grün oder 0 heißt nur, dass der Vulkan ruhig ist – nicht, dass alles offen ist.

Wie aktuell sind die Stufen auf dieser Seite?

Die Ampel oben rufen wir jeden Morgen um 6 Uhr automatisch bei den Behörden ab; an jeder Zeile stehen Abrufdatum und Quelle. Wo eine Behörde keine Schnittstelle bietet (CENAPRED, IG-EPN, Präfektur La Réunion), prüfen wir von Hand und schreiben das dazu. Vor dem Aufstieg immer zusätzlich die verlinkte Quelle öffnen.

Quellen · abgerufen am 2. Oktober 2026