Volcano·Guide
Der schneebedeckte Kegel des Cotopaxi über der Laguna de Limpiopungo, davor Páramo-Gras unter blauem Himmel Wanderer auf dem grauen Aschehang oberhalb des Parkplatzes am Cotopaxi, der Gipfel in Wolken Das Refugio José Rivas am Cotopaxi mit gelbem Dach, Neuschnee auf dem Aschehang, ein Wanderer davor

Cotopaxi

Von der Lagune aus sieht er aus wie gemalt: ein Kegel, fast symmetrisch, oben weiß.

Ab 4.600 m trägt dich nur noch der Aschesand – jeder Schritt rutscht einen halben zurück.

4.864 m, das Refugio. Bis hierher darf jeder. Darüber beginnt der Gletscher, und der gehört den Führern.

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hinauf zum Refugio

Stand 22. September 2026Cotopaxi heute: Park offen, Gipfel offen – mit Regeln

Der Nationalpark kostet keinen Eintritt, und bis zum Refugio José Rivas auf 4.864 m darf jeder ohne Führer. Der Gipfel war von Oktober 2022 bis Februar 2024 gesperrt und ist seit November 2024 wieder vollständig für geführte Gruppen frei. Das IG-EPN meldet am 4. September 2026 niedrige Aktivität ohne Änderung. Viele deutsche Seiten beschreiben noch die Sperre.

Offen, ohne Führer
4.864m

Park, Laguna Limpiopungo, Refugio José Rivas

Registrierung mit Pass am Kontrollposten Caspi oder Norte, Einlass 8 bis 15 Uhr. Mit dem Wagen bis zum Parkplatz auf rund 4.600 m, zu Fuß in 45 bis 60 Minuten zum Refugio.

Eintritt seit 2012 für alle frei0 US-$
Nur mit Führer
5.897m

Gletscher und Gipfel

Oberhalb des Refugios gilt Hochgebirge: zertifizierter Bergführer (ASEGUIM/UIAGM), Anmeldung bei der Parkverwaltung, Refugio-Reservierung, Haftungsausschluss und Autorisierungs-Armband. Zwei Gäste je Führer sind Standard.

Zweitagestour mit Führer, Anbieterab ca. 300 US-$
Aktivität niedrig
04.09.2026

IG-EPN: „baja, sin cambios“

Die Eruptionsphase endete mit der letzten Ascheemission am 6. Juli 2023. Seitdem stuft das Instituto Geofísico die interne und oberflächliche Aktivität durchgehend als niedrig ein, zuletzt in der Meldung vom 4. September 2026.

Alarmstufe Gelb der SNGR seit 2022 für die Lahar-Zonen im Umland; eine Aufhebung ist nicht bekannt
Quellen: IG-EPN, Meldung vom 04.09.2026 und Vulkanseite igepn.edu.ec/cotopaxi · Parkverwaltung Latacunga (La Gaceta, 11/2024: Gipfel „habilitado al 100 %“) · Wiedereröffnungsregeln des Ministerio del Ambiente vom 21.02.2024 · Acuerdo Ministerial 006/2012 (Eintritt frei). Kurzsperrungen einzelner Zugänge kommen vor, zuletzt am 10./11.08.2026 am Control Caspi.
Der Cotopaxi mit Gletscherkappe hinter einem Wolkenband, im Vordergrund gelbes Páramo-Gras
5.897 Meter, fast perfekt symmetrisch – und morgens meist wolkenfrei. Nachmittags zieht er sich fast immer zu.

Foto: Bernard Gagnon · CC BY-SA 3.0

Das ErlebnisDie Wanderung zum Refugio – der Cotopaxi für alle

Der Parkplatz liegt höher als jeder Alpengipfel. Von dort sind es nur 260 Höhenmeter zum Refugio, aber die Luft hat halb so viel Sauerstoff wie am Meer, und der Aschesand gibt bei jedem Schritt nach. Eine knappe Stunde, die sich anfühlt wie drei.

Die Fahrt beginnt am Kontrollposten Caspi, kurz hinter Kilometer 42 der Panamericana. Nach der Registrierung geht es auf Schotter durch den Páramo: Wildpferde, Andenmöwen, die flache Laguna de Limpiopungo auf 3.800 m mit dem Kegel dahinter. Der Rundweg um die Lagune dauert 45 Minuten und ist das, was Tagestouren meist zuerst machen.

Dann die Kehren durch den Aschesand hinauf zum Parkplatz auf rund 4.600 m. Ab hier zu Fuß: ein breiter Pfad im Zickzack, oben das gelbe Dach des Refugio José Rivas. Wind und Schneetreiben sind jederzeit möglich, auch mittags liegt die Temperatur oft um null Grad. Im Refugio gibt es Coca-Tee, Snacks und die Schlafplätze der Gipfelaspiranten, die gegen Mitternacht aufbrechen.

Wer weitergehen will, sieht nach 30 bis 60 Minuten den Gletscherrand auf etwa 5.000 m – nur mit Führer. Für alle anderen ist das Refugio das Ziel, und der Blick vom Hang hinunter über den Páramo bis zum Rumiñahui reicht völlig.

Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 22.09.2026. Ob der Gipfel zu sehen ist, entscheidet das Wetter – morgens stehen die Chancen am besten.

Das Refugio José Rivas als kleines Gebäude auf dem dunklen Aschehang des Cotopaxi, oben Schnee und Wolken
Von unten wirkt das Refugio winzig – die 260 Höhenmeter vom Parkplatz sind auf 4.800 m eine ernsthafte Stunde.

Foto: diego_cue · CC BY-SA 3.0

Die RegelGipfel nur mit Führer: was für den Aufstieg verlangt wird

Für Park und Refugio genügt der Pass. Für alles oberhalb gilt seit der Wiedereröffnung am 21. Februar 2024 eine Anforderungsliste des Umweltministeriums – in der Praxis erledigt sie der Anbieter, aber du solltest wissen, was dazugehört.

1

Registrierung am Kontrollposten

Pass oder Ausweis vorzeigen, Name wird eingetragen. Ohne Registrierung kein Einlass. Einlass 8 bis 15 Uhr, für Gipfeltouren an Caspi und Norte bis 16 Uhr.

2

Zertifizierter Führer, zwei Gäste je Führer

Verlangt wird ein professioneller Hochgebirgsführer mit Zertifikat – in der Praxis ASEGUIM (IFMGA/UIAGM). Legalisierte Bergclubs kommen mit Vereinsausweis.

3

Kontingent, Refugio, Haftungsausschluss

Der Anbieter beantragt das Kontingent bei der Parkverwaltung (cotopaxi@ambiente.gob.ec), registriert dich im Umweltsystem SIB und reserviert das Refugio. Dazu Haftungsausschluss mit Ausweiskopie.

4

Armband, Gasmaske, Versicherung

Am Eingang gibt es ein Autorisierungs-Armband – ohne Armband kein Weiterweg oberhalb des Refugios. Verlangt werden außerdem Lebensversicherung, Notfallset, Nachweis der IG-EPN-Sicherheitsschulung und eine Gasmaske mit Filter.

Offizielle Preise · Stand 09/2026
Eintritt Parque Nacional Cotopaxi, In- und Ausländer (Acuerdo Ministerial 006/2012)frei
Registrierung am Kontrollposten mit Pass oder Ausweisfrei, Pflicht
Refugio José Rivas: Übernachtung mit Abendessen, Mitternachtsimbiss und Frühstück (Betreiber/Portale, nicht amtlich)ca. 34–35 US-$
Refugio José Rivas: nur Schlafplatz (Portale, nicht amtlich)ca. 20–30 US-$
Quellen: Anforderungsliste des Ministerio del Ambiente zur Wiedereröffnung vom 21.02.2024 (El Telégrafo, Teleamazonas, Primicias) · Parkverwaltung Latacunga, 11/2024 · Broschüre „Áreas Protegidas de la Sierra“ des Ministeriums, 11/2024. Der Vorlauf für die Gipfelanmeldung wird unterschiedlich angegeben (24 Stunden bis 4 Tage) – rechne mit einer Woche. Alkohol und Haustiere sind im Park verboten. Ecuador rechnet in US-Dollar.
Zwei Bergsteiger am Seil auf dem Gletscher der Normalroute des Cotopaxi, darunter ein Wolkenmeer
Die Normalroute über die Nordflanke: 6 bis 8 Stunden Gletscher in der Nacht, Schwierigkeit PD-, und ein Führer für je zwei Gäste.

Foto: Bbb-Commons · CC BY-SA 3.0

Wege hinaufVon der Kontrollhütte bis zum Kraterrand

Etappen am Cotopaxi · Stand 09/2026
Fahrstraße Control Caspi (3.400 m) – Laguna Limpiopungo – Parkplatz (ca. 4.600 m)ca. 1 Stunde Fahrt auf Schotter, oben Kehren im Aschesand; Allrad empfohlen, nicht Pflicht. Frei. Taxi oder Camioneta ab Panamericana laut Reiseführer 15–30 US-$.
Fußweg Parkplatz – Refugio José Rivas (4.864 m)260 Höhenmeter, 45–60 Minuten hinauf im lockeren Aschesand, 20–30 Minuten hinunter. Ohne Führer, frei. Refugio-Büro 8–17 Uhr.
Refugio – Gletscherrand (ca. 5.000–5.100 m)30–60 Minuten. Nur mit Führer und Anmeldung – Tagesanbieter ab Quito kalkulieren rund 60–100 US-$ inklusive Transport.
Normalroute Nordflanke – Gipfel (5.897 m)Start gegen Mitternacht, 6–8 Stunden Aufstieg mit Steigeisen, Pickel und Seil (PD-), 3–4 Stunden Abstieg. Zweitagestour nach 2–4 Akklimatisationstagen, mit ASEGUIM-Führer ab ca. 300–450 US-$.
Beste Fenster für den Gipfel: Dezember bis Februar und Juni bis September; März bis Mai regnet es am meisten. Bei Sturm, Neuschnee oder offenen Spalten brechen die Führer ab. Nach dem Beben vom 16.08.2025 warnte das IG-EPN vor Gletscherinstabilität.
Der Gipfelkrater des Cotopaxi: ein dunkler Schlund mit steilen Eiswänden, ringsum Schnee und Wolken
Der Kraterrand auf 5.897 m. Hier können sich CO₂ und SO₂ sammeln – deshalb steht die Gasmaske in der Anforderungsliste.

Foto: Pete from USA · CC BY-SA 2.0

Das Eingangsschild des Parque Nacional Cotopaxi am Kontrollposten Caspi neben der Zufahrtsstraße
Control Caspi, der Südzugang: Pass zeigen, eintragen lassen, weiterfahren. Geld wird hier nicht verlangt.

Foto: Bernard Gagnon · CC BY-SA 3.0

Gut zu wissenAnreise, beste Zeit, Höhe, Tipps

Anreise

Ohne Auto: Bus ab Quito (Terminal Quitumbe) Richtung Latacunga, Ausstieg an der Abzweigung Control Caspi (Panamericana km 42) oder in Machachi für den Nordzugang; von dort Camioneta/Taxi zum Park (Reiseführer: 15–30 US-$ je Fahrt bis zum Kontrollposten, deutlich mehr bis zum Parkplatz). Ohne Fahrzeug ist der Park praktisch nicht zu erkunden – Tagestouren ab Quito (meist mit Limpiopungo, Refugio und optional Mountainbike-Abfahrt) sind der übliche Weg.

Mit dem Auto: Ab Quito auf der Panamericana Sur (E35) nach Süden; Südzugang: bei km 42 (kurz vor Lasso) links ab, 15 Minuten Asphalt bis Control Caspi. Nordzugang: in Machachi ab nach Güitig und über Kopfsteinpflaster nach El Pedregal, 20 Minuten bis zur Kontrollhütte. Im Park Schotter; Parkplatz am Refugio auf ca. 4.600 m, kostenlos. Registrierung am Kontrollposten mit Pass.

  • Ab Quito · 1,5–2 Stunden bis zum Kontrollposten, weitere ca. 1 Stunde bis zum Parkplatz
    Panamericana Sur bis km 42 (Caspi) oder über Machachi (Norte); Tagestour oder Mietwagen
  • Ab Latacunga · ca. 45 Minuten bis Control Caspi
    Panamericana Nord bis km 42 / Abzweig Caspi
  • Ab Machachi · ca. 40 Minuten bis zur Kontrollhütte
    über Güitig und El Pedregal zum Control Norte

Beste Zeit

Trockenere und klarere Monate sind Juni bis September sowie Dezember bis Februar; März bis Mai regnet es am meisten (Ministeriumsbroschüre nennt März/April/Mai als niederschlagsreichste Monate). Der Gipfel zeigt sich am ehesten früh morgens – wer ihn sehen will, ist um 8 Uhr am Kontrollposten. Nachmittags ziehen fast immer Wolken auf. Für den Gipfelaufstieg gelten Dezember–Februar und Juni–Juli/August als beste Fenster.

Für wen es passt

Kinder
Bis Limpiopungo (3.800 m) und zum Parkplatz problemlos, viele Familien laufen auch zum Refugio. Kinder reagieren empfindlicher auf Höhe – bei Kopfweh oder Übelkeit sofort umkehren. Gipfel: Anbieter setzen meist 16–18 Jahre Mindestalter (nicht amtlich).
Mindestalter
keines amtlich für Park und Refugio; Gipfel laut Anbietern meist ab 16–18 Jahren mit Einverständnis der Eltern
Kondition
Refugio-Aufstieg: kurz, aber auf 4.600–4.864 m und in Aschesand anstrengend. Gipfel: Kondition für 6–8 Stunden Gletscheraufstieg nachts, Erfahrung mit Steigeisen von Vorteil, mehrere Akklimatisationstage nötig.
Höhe
Sehr relevant: Der Parkplatz liegt höher als jeder Alpengipfel. Wer direkt aus Quito (2.850 m) kommt, sollte langsam gehen, viel trinken, keinen Alkohol. Symptome (Kopfschmerz, Übelkeit, Schwindel) = abbrechen und abfahren. Vor einem Gipfelversuch mindestens 2–4 Tage in Höhe verbringen (z. B. Rucu Pichincha, Iliniza Norte, Rumiñahui).
Herz und Atemwege
Bei Herz-, Lungen- oder Kreislauferkrankungen vorher ärztlich abklären; Sauerstoffpartialdruck am Refugio liegt bei rund 55 % des Meeresniveaus. Vulkanische Gase: Am Gipfel und Kraterrand kann sich CO₂ und SO₂ sammeln; die Regel 02/2024 verlangt eine Gasmaske mit Filter und weist darauf hin, dass gegen CO₂ kein Filter schützt – gasreiche Senken meiden.
Rollstuhl
Fahrstraße bis zum Parkplatz befahrbar; Laguna Limpiopungo hat einen flachen Rundweg (teils Bohlen), aber keine ausgewiesene Barrierefreiheit. Refugio nicht erreichbar.
Hunde
Haustiere sind im Nationalpark verboten (Parkverwaltung 11/2024).
Kleidung
Zwiebelprinzip: Funktionsunterwäsche, Fleece, winddichte Regenjacke, Mütze, Handschuhe, Sonnenbrille (UV auf Schnee), Sonnencreme. Am Refugio sind auch mittags 0–5 °C und starker Wind üblich. Gipfel: Daunenjacke, Gletscherbrille, Helm, Steigeisen, Pickel, Klettergurt – wird von Anbietern gestellt.
Schuhe
Zum Refugio feste Wanderschuhe (Aschesand rutscht). Gipfel: steigeisenfeste Bergstiefel.

Tipps, die man vor Ort braucht

  • Früh da sein: Der Cotopaxi ist meist nur vormittags wolkenfrei; Eintritt ab 8 Uhr, letzter Einlass 15 Uhr.
  • Pass mitnehmen – ohne Registrierung am Kontrollposten kein Einlass.
  • Refugio-Aufstieg gemütlich angehen: 4.864 m sind mehr, als die Strecke vermuten lässt. Coca-Tee gibt es oben.
  • Für den Gipfel keinen Anbieter ohne ASEGUIM-Führer, Kontingent und Refugio-Reservierung buchen; das Armband am Eingang ist die Eintrittskarte nach oben.
  • Mountainbike-Abfahrt vom Parkplatz (4.600 m) zum Südeingang (3.400 m) ist eine beliebte Tourvariante – auf Schotter und Aschesand nur mit Helm.
  • Aktuellen Stand am Vorabend prüfen: IG-EPN-Seite bzw. Telegram-Kanal 'Sismos & Volcanes IGEPN', dazu Alarmstufe der SNGR.
  • Bargeld in kleinen US-Dollar-Scheinen für Refugio, Camionetas und Snacks; Kartenzahlung gibt es im Park nicht.
  • Nächtliche Ausgangssperren des Ausnahmezustands betreffen Stand 22.09.2026 nur Küstenprovinzen; die Sierra-Route Quito–Latacunga ist frei, Straßenblockaden bei Protesten aber jederzeit möglich (Auswärtiges Amt).

Kurze Geschichte

  • Der Name bedeutet in Quechua sinngemäß 'Hals des Mondes'; für die indigenen Völker war der Berg heilig.
  • 1742, 1744 und 1768: schwere Ausbrüche; 26.06.1877 der bislang zerstörerischste – Lahare erreichten über 100 km entfernt den Pazifik und den Amazonasraum.
  • 28.11.1872: Erstbesteigung durch den deutschen Geologen Wilhelm Reiss und den Kolumbianer Ángel Escobar.
  • 24.07.1970–April 1971: Bau des Refugio José F. Ribas durch den Grupo Ascensionismo des Colegio San Gabriel (Quito) unter Pater José Ribas SJ; Einweihung 01.05.1971 vor rund 2.000 Menschen; Erweiterung 1976/77.
  • 11.08.1975: Gründung des Nationalparks (Acuerdo Interministerial 0259-A).
  • Ostern 1996: Eislawine trifft das Refugio, 13 Tote.
  • 14.08.2015: Wiedererwachen nach 138 Jahren; SNGR erklärt Alerta Amarilla (Resolution 042-2015), Gipfel gesperrt; Aktivität endet 24.01.2016; 04.10.2017 Gipfel wieder frei.
  • 21.10.2022–06.07.2023: Eruptionsphase mit Aschefall bis Quito; Alerta Amarilla seit 22.10.2022 (Resolution SNGRE-311-2022); 21.02.2024 progressive Wiedereröffnung des Gipfels, ab November 2024 vollständig.
  • 16.08.2025: Beben M 4,8 zehn Kilometer nordöstlich des Vulkans mit 180 Nachbeben; IG-EPN verstärkt Überwachung, keine Eruption.
Die Laguna de Limpiopungo im Cotopaxi-Nationalpark mit einem Uferweg, dahinter der zerklüftete Rumiñahui
Limpiopungo, 3.800 m: der flache Rundweg dauert 45 Minuten und ist der Teil des Parks, der auch ohne Höhenkopfschmerz geht.

Foto: Bernard Gagnon · CC BY-SA 3.0

Zwei Ziele, ein TagCotopaxi und Quilotoa an einem Tag

Die meistgebuchten Touren ab Quito verbinden den Cotopaxi mit dem Kratersee Quilotoa: morgens Limpiopungo und Refugio-Aufstieg, nachmittags der Blick in die türkise Lagune. Zehn bis elf Stunden, viel Auto – aber die Kombination, die sonst zwei Tage kostet.

Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 22.09.2026. Bei Kombi-Touren vorher fragen, ob der Aufstieg zum Refugio dabei ist oder nur die Lagune.

Der Cotopaxi stößt im August 2015 eine graue Aschesäule aus, im Vordergrund die Häuser von Quito
August 2015, von Quito aus gesehen: das Wiedererwachen nach 138 Jahren. Heute ist der Berg ruhig – aber so nah liegt die Hauptstadt.

Foto: Agencia de Noticias ANDES · CC BY-SA 2.0

Veraltet im NetzWas anderswo falsch steht

„Der Nationalpark kostet 10 US-$ Eintritt.“
Seit dem Acuerdo Ministerial 006 vom 17.01.2012 ist der Eintritt in alle kontinentalen Schutzgebiete Ecuadors frei, auch für Ausländer. Nur die Registrierung ist Pflicht.
„Man darf nur bis zum Refugio, der Gipfel ist gesperrt.“
Das galt 2015–2017 und von Oktober 2022 bis Februar 2024. Seit 21.02.2024 ist der Gipfel schrittweise, seit November 2024 vollständig für geführte Gruppen offen.
„Der Cotopaxi ist noch in Eruption.“
Die Eruptionsphase endete mit der letzten Ascheemission am 06.07.2023. Das IG-EPN meldet seit 2024 durchgehend niedrige Aktivität, zuletzt am 04.09.2026.
„Ohne Führer bis zum Gletscher ist erlaubt.“
Alles oberhalb des Refugios zählt als Hochgebirge mit Anmeldepflicht und Führer – auch die Stunde bis zum Gletscherrand.
„5.897 m: der höchste aktive Vulkan der Welt.“
Einer der höchsten, nicht der höchste. Ojos del Salado (6.893 m) und Llullaillaco sind höher. Das Ministerium formuliert korrekt „uno de los volcanes activos más altos del mundo“.

Kurz gefragtVor der Fahrt in den Park

Kann man den Cotopaxi aktuell besteigen?

Ja. Seit November 2024 ist die Gipfelroute vollständig für geführte Gruppen offen, und das IG-EPN stuft die Aktivität am 04.09.2026 als niedrig und unverändert ein. Nötig sind ein zertifizierter Führer, Anmeldung bei der Parkverwaltung und eine Refugio-Reservierung – der Anbieter erledigt das.

Braucht man für den Cotopaxi-Nationalpark ein Ticket?

Nein. Der Eintritt ist seit 2012 frei; am Kontrollposten wird man mit Pass oder Ausweis registriert. Es gibt keine Online-Buchung und keine Zeitfenster.

Wie hoch liegt das Refugio José Rivas und wie kommt man hin?

Auf 4.864 m. Vom Parkplatz auf rund 4.600 m läuft man 45 bis 60 Minuten bergauf im Aschesand, ohne Führer. Vom Kontrollposten zum Parkplatz braucht man etwa eine Stunde Fahrt auf Schotter.

Lohnt sich eine Tagestour ab Quito?

Ohne eigenes Fahrzeug ist sie der übliche Weg: Der Park ist ohne Auto praktisch nicht zu erkunden, Taxis ab der Panamericana kosten laut Reiseführern 15–30 US-$ bis zum Kontrollposten und deutlich mehr bis zum Parkplatz. Tagestouren mit Limpiopungo und Refugio starten ab rund 50 €.

Was bedeutet die Alarmstufe Gelb am Cotopaxi?

Die SNGR erklärte am 22.10.2022 Alerta Amarilla für die Lahar-Zonen entlang der Flüsse im Umland – nicht für den Parkbesuch. Park und Gipfel sind offen; bei Sirenenalarm sind die Flusstäler zu verlassen. Eine förmliche Aufhebung war bis 22.09.2026 nicht zu finden.

Ist der Cotopaxi aktuell offen?

Ja, Stand 22.09.2026 sind Nationalpark, Refugio und Gipfelroute geöffnet. Das IG-EPN stuft die Aktivität am 04.09.2026 als niedrig und unverändert ein; die SNGR-Alarmstufe Gelb aus dem Jahr 2022 betrifft die Lahar-Zonen im Umland, nicht den Parkbesuch. Kurzsperrungen einzelner Zugänge gibt es bei Veranstaltungen (zuletzt 10./11.08.2026 am Control Caspi).

Was kostet der Eintritt in den Parque Nacional Cotopaxi?

Nichts. Alle kontinentalen Schutzgebiete Ecuadors sind seit 2012 für In- und Ausländer gratis. Am Kontrollposten wird man mit Pass oder Ausweis registriert. Kosten entstehen nur für Transport, Refugio-Übernachtung und Führer.

Wie lange dauert die Besteigung?

Zum Refugio läuft man vom Parkplatz 45 bis 60 Minuten. Der Gipfel ist eine Zweitagestour: Anreise und Übernachtung im Refugio, Start gegen Mitternacht, 6 bis 8 Stunden Aufstieg über den Gletscher, 3 bis 4 Stunden zurück. Davor sollten 2 bis 4 Akklimatisationstage liegen.

Ist der Cotopaxi für Kinder geeignet?

Der Park mit Laguna Limpiopungo und die Fahrt zum Parkplatz sind familientauglich, der Aufstieg zum Refugio geht mit gehfreudigen Kindern. Die Höhe von über 4.600 m kann aber Kopfweh und Übelkeit auslösen – dann sofort abfahren. Für den Gipfel setzen Anbieter meist 16 bis 18 Jahre voraus.

Was muss man anziehen?

Auch bei Sonne in Quito: Fleece, winddichte Regenjacke, Mütze, Handschuhe, Sonnenbrille und Sonnencreme, feste Wanderschuhe. Am Refugio liegt die Temperatur oft um den Gefrierpunkt bei starkem Wind. Gipfelausrüstung (Stiefel, Steigeisen, Pickel, Helm, Gurt) stellt der Anbieter.

Wie kommt man zum Cotopaxi?

Ab Quito auf der Panamericana Sur bis km 42 zum Südzugang Control Caspi (1,5–2 Stunden) oder über Machachi zum Control Norte. Im Park führt eine Schotterpiste über Limpiopungo bis zum Parkplatz auf 4.600 m. Ohne Auto: Bus bis zum Abzweig und Camioneta, oder eine Tagestour ab Quito.

Ist der Cotopaxi gefährlich?

Der Vulkan ist aktiv, aber seit Juli 2023 ruhig; das Risiko im Park ist derzeit gering. Real sind Höhenkrankheit (Parkplatz 4.600 m), Wetterumschwünge und am Gipfel Spalten, Lawinen und vulkanische Gase – deshalb die Führerpflicht. Im Umland gilt Alarmstufe Gelb wegen möglicher Lahare bei einem künftigen Ausbruch.

Wie hoch ist der Cotopaxi und ist er der höchste aktive Vulkan der Welt?

5.897 m nach IG-EPN. Er ist der zweithöchste Berg Ecuadors nach dem Chimborazo und einer der höchsten aktiven Vulkane der Erde, aber nicht der höchste – Ojos del Salado in Chile/Argentinien ist mit 6.893 m höher.

Wann ist der Cotopaxi zuletzt ausgebrochen?

Vom 21.10.2022 bis zur letzten Ascheemission am 06.07.2023, mit Aschefall bis Quito. Davor 2015/16 nach 138 Jahren Ruhe. Der letzte Großausbruch mit Laharen bis zum Pazifik war 1877.

Wie bucht man die Gipfelbesteigung?

Über einen lizenzierten Anbieter oder legalisierten Bergclub, der bei der Parkverwaltung (cotopaxi@ambiente.gob.ec) das Kontingent beantragt, die SIB-Registrierung erledigt und das Refugio reserviert. Zwei Gäste je Führer sind Standard; Anbieter verlangen Lebensversicherung und Nachweis der IG-EPN-Sicherheitsschulung.

Kann man im Refugio José Rivas übernachten, ohne auf den Gipfel zu wollen?

Ja, Tagesgäste und Übernachtungsgäste sind willkommen; Schlafplätze in Mehrbettzimmern, Essen auf Vorbestellung. Reservierung per E-Mail (reservasrefugiocotopaxi@gmail.com) oder über die Facebook-Seite; Übernachtung mit Verpflegung laut Betreiberangaben um 35 US-$.

Quellen · abgerufen am 22.09.2026