Fumarolen im Ort
Der Largo das Caldeiras mitten in Furnas ist immer zugänglich: Caldeira Grande, Caldeira do Asmodeu, die Maiskocher. Hinter den Absperrungen bleiben – die Quellen haben bis 96 °C.
Von oben ein grünes Tal mit einem See darin.
Unten steigt aus dem Boden Dampf.
Und ganz nah kocht es. 96 Grad.
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hinunter ins Tal
Am 8. September 2026 registrierte CIVISA eine Bebenserie unter dem Furnas-Vulkan, stärkstes Beben Magnitude 2,9, im Ort mit Intensität V zu spüren. Die Alarmstufe stieg für acht Tage auf V1 – die erste Anhebung für Furnas seit Jahren. Seit dem 17. September gilt wieder V0, die Seismik liegt im Normalbereich. Gesperrt war nichts; heute führt die Alarmseite Furnas nicht mehr.
Schwarm unter dem Vulkan, Epizentrum 4 km westsüdwestlich von Furnas. CIVISA hebt den Alarm noch am selben Tag auf V1 – metastabiles Gleichgewicht.
Die Seismizität ist wieder im Normalbereich. CIVISA senkt den Alarm; Sperrungen von Attraktionen wurden in der ganzen Zeit nicht gemeldet.
Die CIVISA-Alarmseite führt für São Miguel kein System mehr. V0 heißt: normale Aktivität – Beben, Änderungen der Entgasung und kleine Dampfexplosionen bleiben jederzeit möglich.
Der Largo das Caldeiras mitten in Furnas ist immer zugänglich: Caldeira Grande, Caldeira do Asmodeu, die Maiskocher. Hinter den Absperrungen bleiben – die Quellen haben bis 96 °C.
Das eingezäunte Feld am Südufer der Lagoa, in dem der Cozido gart. Gemeindepersonal täglich 6–20 Uhr, Kasse am Eingang; Azoren-Residenten und Kinder unter 12 frei, Parkplatz frei.
Parque Terra Nostra 10:30–16:30 Uhr, 17 € (Kinder/Senioren 14,50 €). Poça da Dona Beija 8:30–23 Uhr, 12 € bis 17:30 Uhr, 16 € ab 18 Uhr, nur online, 90 Minuten Aufenthalt.

Foto: The Cosmonaut · CC BY-SA 4.0
Furnas riecht man, bevor man es sieht. Schwefel, nasser Stein, Dampf, der aus Gullys und Gärten steigt. Der Ort liegt in einer Caldera, die 1630 die größte historische Eruption der Azoren hervorbrachte – und seither nicht aufgehört hat zu dampfen.
Am Largo das Caldeiras blubbert die Caldeira Grande hinter einem niedrigen Geländer, daneben stecken Leute Maiskolben in Netzen ins heiße Wasser. Drei Kilometer weiter, am Südufer der Lagoa, liegt das zweite Feld: gelber Boden, Dampf aus Dutzenden Löchern, und dazwischen kleine Erdhügel mit Holzdeckeln. Darunter garen die Töpfe.
Zwischen 11 und 13 Uhr kommen die Restaurants und graben aus. Ein Mann mit Schaufel, ein Topf an einer Stange, Dampf, der aus der Erde schlägt – das ist der Cozido das Furnas, sechs Stunden im Vulkanboden bei 64 bis 96 Grad. Mittags ist er in den Restaurants oft ausverkauft.
Danach ins Wasser: eisenbraun, 36 bis 42 Grad, unter Baumfarnen im Parque Terra Nostra oder abends in den Becken der Poça da Dona Beija. Dunkle Badesachen mitnehmen. Das Eisen färbt.
Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 22.09.2026. Ob der Cozido im Preis steckt, steht in der Beschreibung des Anbieters – nicht jede Tour mit Mittagessen meint den Eintopf aus der Erde.

Foto: Schnobby · CC BY-SA 4.0
Man muss nicht ins Restaurant. Wer einen hitzefesten Topf hat, kann ihn bei der Gemeinde anmelden und selbst in der Erde garen lassen. Die Gemeinde Povoação hat das Verfahren veröffentlicht – Schritt für Schritt.
Am Posten der Gemeinde am Südufer der Lagoa (Tel. +351 926 381 798), täglich 8–20 Uhr, ganzjährig. Am besten am Vortag – die genaue Vorlauffrist ist nicht veröffentlicht.
Die Gemeindemitarbeiter setzen private Töpfe ab 6 Uhr in die Gruben. Der Topf muss hitzefest sein, Deckel fest, Zutaten geschichtet. Garzeit 6–7 Stunden bei 64–96 °C.
Die Grube kostet 3 € (Restaurants 2,50 €), dazu 3 € Eintritt in die Zone für jede Person ohne Wohnsitz auf den Azoren. Kinder unter 12 frei, Parkplatz frei.
Zwischen 11 und 13 Uhr holen die Restaurants ihre Töpfe; private Töpfe nach Absprache. Gegessen wird am Picknickplatz nebenan – oder man nimmt den Topf mit ins Quartier.
| Eintritt Kochgruben-Zone Lagoa das Furnas, Nicht-Residenten · Kinder unter 12 und Azoren-Residenten frei, Parkplatz frei | 3 € |
| Garen eines privaten Cozido-Topfs / Restauranttopf | 3 € / 2,50 € |
| Centro de Interpretação Ambiental: Erwachsene / Junior 7–14 und Senioren / Familie · bis 6 Jahre und Residenten frei | 3 € / 1 € / 5 € |
| Parque Terra Nostra: Erwachsene / Kinder und Senioren – Park, Thermalbecken und Jacuzzis | 17 € / 14,50 € |
| Poça da Dona Beija: Erwachsene bis 17:30 Uhr / ab 18 Uhr · Kinder 2–6 Jahre 10 € / 14 € · unter 2 frei · 90 Minuten | 12 € / 16 € |
| Dona Beija Extras: Handtuch / Schließfach (je + 20 € Pfand) / Warmdusche | 4 € / 2 € / 1 € |
| Fumarolen im Ort, Seeufer, Pico do Ferro, Rundweg PRC6SMI | frei |
Furnas hat keinen Gipfel. Es hat zwei Fumarolenfelder, einen See mit Rundweg und einen Aussichtspunkt, von dem man das alles auf einmal sieht.
| Caldeiras da Vila – Fumarolen am Largo das Caldeiras mitten im Ort, neben dem Parque Terra Nostra; immer zugänglich | 20–40 Minuten · frei |
| Caldeiras da Lagoa – Kochgruben-Zone am Südufer, 3 km vom Ort, eingezäunt, 56 Gruben, Picknickplatz, Café; Personal täglich 6–20 Uhr | 30–60 Minuten · 3 € |
| PRC6SMI Lagoa das Furnas – Rundweg ab Largo das Três Bicas über den Pico do Milho um den See, Kapelle Nossa Senhora das Vitórias, Kochgruben; 9,4 km, leicht | 3 Stunden · frei |
| Miradouro do Pico do Ferro (567 m) – Abzweig von der ER2-1ª nordwestlich von Furnas, Parkplatz, Rollstuhlrampe, Bänke; morgens vor den Wolken | 15 Minuten · frei |

Foto: Bybbisch94, Christian Gebhardt · CC BY-SA 4.0

Foto: Kritzolina · CC BY-SA 4.0
Ohne Auto: Linienbus 318 (Varela & Cª) Ponta Delgada – Vila Franca – Furnas, ca. 1,5 Stunden, an Werktagen laut Fahrplanauszügen vier Fahrten (06:40, 08:30, 10:15, 16:00 ab Ponta Delgada), am Wochenende zwei – vor Ort prüfen. Alternativ Tagestouren ab Ponta Delgada.
Mit dem Auto: Von Ponta Delgada über die Schnellstraße Richtung Vila Franca do Campo/Povoação, dann ER1-1ª/ER2-1ª nach Furnas, ca. 40 km, 45 Minuten. Parken: frei am Kochgruben-Parkplatz am See (Gemeinde), am Largo das Três Bicas (Start PRC6SMI), am Pico do Ferro; Terra Nostra: Parkplatz am Casino; Dona Beija: eigener Parkplatz nach Verfügbarkeit.
Ganzjährig; Furnas liegt oft unter Wolken, deshalb Pico do Ferro morgens bei klarer Sicht ansteuern. An den Kochgruben ist 11–13 Uhr die Zeit, in der die Restaurant-Töpfe ausgegraben werden. Die Fumarolen im Ort sind bei kühlem Morgenwetter am eindrucksvollsten (mehr Dampf). Poça da Dona Beija ist abends ab 18 Uhr teurer, aber stimmungsvoll; wer sparen will, geht vor 17:30 Uhr. Terra Nostra schließt schon um 16:30 Uhr – Bad und Garten am Vormittag einplanen.

Foto: Ymblanter · CC BY-SA 4.0
Die Poça da Dona Beija ist bis 23 Uhr offen, und die Abendtouren ab Ponta Delgada verbinden das Bad mit einem Abendessen. Wer den Tag nutzen will, kombiniert Furnas mit den Teeplantagen an der Nordküste.
Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 22.09.2026.

Foto: Carlos Pacheco from Toronto, Canada · CC BY 2.0

Foto: Diego Delso · CC BY-SA 4.0
CIVISA hat den Alarm am 17.09.2026 auf V0 gesenkt; die Seismik liegt wieder im Normalbereich, und gesperrt war während der acht Tage auf V1 nichts. V0 heißt normale Aktivität – Beben und kleine Dampfexplosionen sind in einem Hydrothermalfeld nie ausgeschlossen. Den Stand von heute zeigt civisa.pt/alertas.
Nicht im Ort, sondern in der Kochgruben-Zone am Südufer der Lagoa das Furnas, 3 km vom Zentrum. Eintritt 3 €, Parkplatz frei, Gemeindepersonal täglich 6–20 Uhr.
Dona Beija ja – Tickets gibt es nur online, Einlass nach Reihenfolge, 90 Minuten. Terra Nostra verkauft an der Kasse und online, aber online nur 15 Tage im Voraus; das Ticket gilt für Park und Bad zusammen.
Terra Nostra ist ein botanischer Park mit einem großen eisenbraunen Becken und zwei Jacuzzis, offen 10:30–16:30 Uhr, 17 €. Dona Beija sind fünf kleinere Becken am Bach, offen bis 23 Uhr, 12–16 €, Aufenthalt auf 90 Minuten begrenzt.
Ja, an den Fumarolen riecht es nach Schwefelwasserstoff. Im Freien ist das unproblematisch; wer Asthma hat, hält Abstand. Die eigentliche Gefahr sind die kochenden Quellen – deshalb hinter den Absperrungen bleiben, der Boden ist stellenweise nur eine dünne Kruste.
Stand 22.09.2026: alles offen. CIVISA hatte den Alarm vom 8. bis 17. September 2026 wegen einer Bebenserie (stärkstes Beben Magnitude 2,9) auf V1 gehoben und dann auf V0 gesenkt; die Alarmseite führt Furnas heute nicht mehr. Gefährlich sind im Alltag nur die kochenden Quellen – hinter den Absperrungen bleiben.
Die Fumarolen im Ort sind frei. Die Kochgruben-Zone am See kostet 3 € pro Person (Azoren-Residenten und Kinder unter 12 frei), der Parkplatz ist kostenlos. Das Interpretationszentrum kostet 3 €, Terra Nostra 17 €, Dona Beija 12–16 €.
Ja. Topf bei der Gemeinde Povoação anmelden (Posten am See, Tel. +351 926 381 798, Anmeldung 8–20 Uhr), 3 € Gebühr, hitzefester Topf; die Gemeindemitarbeiter setzen private Töpfe ab 6 Uhr ein, Garzeit 6–7 Stunden bei 64–96 °C.
Die Restaurants holen ihre Töpfe zwischen 11 und 13 Uhr; dann sieht man am meisten. Wer mitessen will, reserviert vorher in einem Restaurant in Furnas.
17 € für Erwachsene, 14,50 € für Kinder und Senioren, inklusive Thermalbecken und Jacuzzis. Geöffnet 10:30–16:30 Uhr, letzter Einlass 16 Uhr, ganzjährig außer 25. Dezember. Tickets an der Kasse oder online (15 Tage im Voraus).
12 € pro Person bis 17:30 Uhr, 16 € ab 18 Uhr; Kinder von 2 bis 6 Jahren 10 bzw. 14 €, unter 2 frei. Tickets gibt es nur online, der Aufenthalt ist auf 90 Minuten begrenzt, geöffnet 8:30–23 Uhr (letzter Einlass 21:30).
Nein. Alle Sehenswürdigkeiten sind auf eigene Faust zugänglich; Führungen gibt es nur optional im Interpretationszentrum (Vorbestellung 72 Stunden, 45 Minuten) und über Tourenanbieter.
Mit dem Auto etwa 40 km und 45 Minuten über die Südküste. Der Linienbus 318 (Varela) braucht rund 1,5 Stunden und fährt werktags nur wenige Male; Fahrplan vor Ort prüfen.
Ja, sehr: kurze Wege, warmes Badewasser, gekochter Mais aus der Fumarole. Kinder an den Fumarolen und am See an der Hand halten; in der Kochgruben-Zone sind Kinder unter 12 frei.
Regenjacke, dunkle Badekleidung (Eisenwasser färbt), Handtuch, Badeschuhe und Kleingeld für Duschen und Schließfächer. Für den Seerundweg feste Schuhe.
Der Miradouro do Pico do Ferro (567 m) an der ER2-1ª nordwestlich des Orts mit Blick auf Lagoa, Fumarolen und Tal, mit Parkplatz und Rollstuhlrampe. Morgens hinfahren, bevor Wolken ins Tal ziehen.
1630: Vom 3. September bis 2. November tobte die stärkste historische Eruption der Azoren mit mehreren hundert Toten. Seither dampft der Vulkan nur; CIVISA überwacht ihn dauerhaft.
Quellen · abgerufen am 22.09.2026