Reserve und Refugio Hermanos Carrel
Registrierung mit Name und Ausweis am Kontrollposten El Arenal, dann 8 km Schotter bis zum Parkplatz am Refugio – dem höchsten Refugio-Parkplatz Ecuadors. Cafeteria, Toiletten, 52 Betten. Täglich 8 bis 16 Uhr.
Von Riobamba aus ist er einfach ein großer weißer Berg über den Feldern.
Im Arenal, auf 4.300 Metern, wird die Landschaft zur Wüste – und die Vicuñas schauen dich an.
Am Refugio Carrel, 4.850 m, endet die Straße. Darüber: Eis, Steinschlag, und der Punkt, der dem Weltall am nächsten ist.
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hinauf in die Reserve
Die Reserva de Producción de Fauna Chimborazo ist offen, das Refugio Hermanos Carrel auf 4.850 m mit dem Auto erreichbar, und bis zur Laguna Cóndor Cocha auf 5.100 m darf jeder ohne Führer. Der Eintritt ist frei – wer am Zugang Geld verlangt, handelt laut Umweltministerium nicht autorisiert. Für den Gletscher und den Gipfel braucht es einen zertifizierten Bergführer. Der Vulkan selbst ruht seit dem ersten Jahrtausend.
Registrierung mit Name und Ausweis am Kontrollposten El Arenal, dann 8 km Schotter bis zum Parkplatz am Refugio – dem höchsten Refugio-Parkplatz Ecuadors. Cafeteria, Toiletten, 52 Betten. Täglich 8 bis 16 Uhr.
Vom Refugio Carrel zu Fuß rund 1 km und 45 Minuten zum geschlossenen Refugio Whymper (ca. 5.000 m), weitere 500 m zur Lagune. Ein Führer ist nur für Gruppen ab 16 Personen Pflicht. Über 5.000 m – nur akklimatisiert.
Oberhalb der Lagune beginnt Gletscher- und Steinschlaggelände. Gipfeltouren gehen nur mit ASEGUIM-/UIAGM-Führer, zwei Gäste je Führer, Start gegen 22 bis 23 Uhr vom Refugio Carrel oder dem High Camp auf 5.300 m.

Foto: David Torres Costales · CC BY-SA 3.0
Der Chimborazo ist der einzige Berg Ecuadors, an dem man mit dem Auto höher als auf den Montblanc kommt. Vom Parkplatz am Refugio Carrel führt ein kurzer Weg über die 5.000-Meter-Marke – ohne Führer, ohne Gebühr, aber mit jedem Atemzug spürbar.
Die Zufahrt von der Straße Riobamba–Guaranda führt acht Kilometer durch den Arenal, eine Sandwüste auf 4.300 m. Hier leben die Vicuñas: 1988 mit 200 Tieren aus Chile und Peru wiederangesiedelt, 2018 waren es 6.743, heute schätzt man über 8.000. Man sieht sie vom Auto aus, fast garantiert, morgens und am späten Nachmittag am aktivsten.
Am Refugio Hermanos Carrel endet die Straße. 4.850 m, Cafeteria, Blick auf die Gletscher, und 0 bis 12 Grad bei Wind und oft Nebel. Der Weg zum Refugio Whymper ist nur einen Kilometer lang, aber er führt über 5.000 m – 45 Minuten, in denen man sehr langsam wird. Die Hütte ist seit Jahren geschlossen und verfällt; die kleine Laguna Cóndor Cocha 500 m weiter auf 5.100 m ist das Ziel für alle ohne Führer.
Darüber beginnt eine andere Welt: Gletscher, Steinschlag, der Grat El Castillo. Was von unten wie eine Kuppel aussieht, ist eine Zweitagestour mit Nachtaufstieg und mindestens einer Woche Akklimatisation. Und ganz oben, auf 6.263 m, der Punkt der Erdoberfläche, der am weitesten vom Erdmittelpunkt entfernt liegt.
Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 22.09.2026. Das Angebot am Chimborazo ist klein und jung – wenige Bewertungen sagen wenig über die Qualität, nur über die Nachfrage. Gipfeltouren bucht man direkt bei Anbietern mit ASEGUIM-Führern.

Foto: Bernard Gagnon · CC BY-SA 3.0
Die Regeln am Chimborazo sind einfach, aber sie werden am Zugang nicht immer eingehalten: 2025 verlangten Personen bis zu 45 US-$ für „Führung“ oder „Eintritt“. Das Ministerium hat Anzeige erstattet. Was tatsächlich gilt:
Am Kontrollposten El Arenal trägt man Name und Ausweisnummer ein. Das war's. Alle kontinentalen Schutzgebiete Ecuadors sind seit 2012 gratis – für Einheimische und Ausländer.
Wer „Eintritt“ oder einen „Pflichtführer“ verkaufen will, ist laut Ministerium nicht autorisiert. Freundlich ablehnen, registrieren, weiterfahren. Legitim ist der Gemeindetransport vom Kontrollposten zum Refugio (25–35 US-$ je Fahrzeug), wenn man kein eigenes Auto hat.
Unterhalb der Laguna Cóndor Cocha ist ein Führer nur für Gruppen ab 16 Personen Pflicht. Der GAD Riobamba empfiehlt wegen Nebel einen Naturführer, verlangt ihn aber nicht. Für Gletscher und Gipfel: zertifizierter ASEGUIM-/UIAGM-Führer, zwei Gäste je Führer.
52 Betten, Reservierung über refugioschimborazo@gmail.com oder Tel. 0979084401; laut Portalen ca. 15 US-$ Bett, ca. 30 US-$ mit Verpflegung. Das private High Camp auf 5.300 m gibt es nur über Anbieter. Das Refugio Whymper ist geschlossen.
| Eintritt Reserva de Producción de Fauna Chimborazo, In- und Ausländer (Acuerdo Ministerial 006/2012) | frei |
| Registrierung am Kontrollposten (Name, Ausweisnummer) | frei, Pflicht |
| Refugio Hermanos Carrel: Bett (Portale, nicht amtlich) | ca. 15 US-$ |
| Refugio Hermanos Carrel: Bett mit Verpflegung (Portale, nicht amtlich) | ca. 30 US-$ |
| Gemeindetransport Kontrollposten – Refugio, je Fahrzeug (nicht amtlich) | 25–35 US-$ |
| „Führung“ durch Personen am Zugang (bis 45 US-$) – laut Ministerium unautorisiert | nicht zahlen |

Foto: Bernard Gagnon · CC BY-SA 3.0
| Fahrstraße El Arenal (4.300 m) – Refugio Hermanos Carrel (4.850 m) | 8 km Schotter, 15–20 Minuten mit dem Auto, zu Fuß ca. 2 Stunden durch das Vicuña-Gebiet. Frei; Gemeindetransport 25–35 US-$ je Fahrzeug. 8–16 Uhr. Schnee auf der Piste möglich. |
| Fußweg Refugio Carrel – Refugio Whymper (ca. 5.000 m) – Laguna Cóndor Cocha (5.100 m) | Ca. 1 km und 45 Minuten bis Whymper, weitere 500 m zur Lagune, zurück 30 Minuten. Ohne Führer, frei. Geröll und Schnee, nur akklimatisiert. |
| Normalroute Arista Occidental / El Castillo – Cumbre Veintimilla – Cumbre Whymper (6.263 m) | Start 22–23 Uhr vom Refugio Carrel oder High Camp (5.300 m); 8–12 Stunden Aufstieg, davon rund 5 auf dem Gletscher; von Veintimilla eine weitere Stunde zum Hauptgipfel, wenn der Schnee trägt; 3–5 Stunden Abstieg. Nur mit ASEGUIM-/UIAGM-Führer, ab ca. 400–600 US-$. |
| Mountainbike-Abfahrten Refugio Carrel – Talahua / Cruz del Arenal – Yurak Uksha | 1–3 Stunden auf ausgewiesenen Radrouten des Ministeriums, 1.000 Höhenmeter abwärts. Anbieter ab Riobamba ab ca. 45 US-$ inklusive Transport. Helm. |

Foto: Morgen Mills · CC BY-SA 4.0
Die Erde ist keine Kugel, sondern am Äquator rund 21 Kilometer dicker als an den Polen. Der Chimborazo steht 1,5 Grad südlich des Äquators, der Everest fast 28 Grad nördlich. Deshalb liegt der Gipfel des Chimborazo weiter vom Erdmittelpunkt entfernt als jeder andere Punkt der Erdoberfläche – gemessen, nicht geschätzt.
Abstand vom Erdmittelpunkt: 6.384.415,98 m (± 3 m). Gemessen per GPS auf dem Gipfel am 5. Februar 2016 von einer franko-ecuadorianischen Mission aus IGM, IRD und IG-EPN – 280 Jahre nach der ersten französischen Geodäsiemission von 1735.
Über dem Meeresspiegel 2.586 m höher – vom Erdmittelpunkt aus aber rund 2,1 km näher. Wer auf dem Chimborazo steht, ist dem Weltall näher als jeder Everest-Bergsteiger. Humboldt hielt den Chimborazo 1802 noch für den höchsten Berg der Welt.

Foto: Bernard Gagnon · CC BY-SA 3.0
Ohne Auto: Ab Terminal Riobamba Bus Richtung Guaranda, Ausstieg am Abzweig zur Reserve (km 44/45); von dort 8 km zum Refugio – Gemeindefahrzeuge 25–35 US-$ je Wagen oder zu Fuß ca. 2 Stunden. Praktischer sind Touren oder Camionetas ab Riobamba (Tageslogistik mit Refugio-Besuch ab ca. 45 US-$ p. P.).
Mit dem Auto: Ab Riobamba über Calpi und San Juan auf der Straße nach Guaranda (E491) bis zum Abzweig El Arenal, dann 8 km Schotter bis zum Parkplatz am Refugio Carrel (4.850 m). Auch von Ambato über die Straße Ambato–Guaranda erreichbar. Die Provinz plant ab 2026 die Sanierung der 41 km Calpi–San Juan–El Arenal; bis dahin schlechte Fahrbahn. Parken am Refugio kostenlos.
Trockenere Fenster Dezember–Januar und Juni–September; Februar bis Mai am nassesten. Für die Sicht auf den Gipfel früh am Tag kommen – nach Angabe der Presse ist das Fenster 11–14 Uhr am verlässlichsten, Bergführer schwören auf den frühen Morgen; ab Nachmittag Nebel. Vicuñas sieht man ganzjährig entlang der Zufahrt im Arenal.

Foto: David Torres Costales · CC BY-SA 4.0

Foto: Bernard Gagnon · CC BY-SA 3.0
Ja. Mit dem Auto geht es bis zum Refugio Carrel auf 4.850 m, zu Fuß in 45 Minuten zum Refugio Whymper und zur Laguna Cóndor Cocha auf 5.100 m – ohne Führer, ohne Eintritt. Bergerfahrung braucht nur, wer auf den Gletscher will.
Nein. Die Reserve ist wie alle kontinentalen Schutzgebiete Ecuadors seit 2012 gratis, es gibt nur die Registrierung am Kontrollposten. Wer dort Geld für „Eintritt“ oder „Pflichtführung“ verlangt, ist laut Ministerium nicht autorisiert.
Bis zum Parkplatz am Refugio Hermanos Carrel auf 4.850 m – höher als der Montblanc. 8 km Schotter ab dem Kontrollposten El Arenal, 15 bis 20 Minuten. Ohne eigenes Auto fahren Gemeindefahrzeuge für 25–35 US-$ je Wagen.
Der Anbieter meldet Gipfeltouren bei der Reservatsverwaltung an und stellt den zertifizierten Führer; ein förmliches Kontingent wie am Cotopaxi ist für den Chimborazo nicht belegt. Ohne ASEGUIM-/UIAGM-Führer geht es nicht.
Ja – die Vicuñas im Arenal sieht man fast immer, und der Weg über 5.000 m ist ein Erlebnis für sich. Für die Sicht auf den Gipfel früh kommen; laut Presse ist das Fenster 11 bis 14 Uhr am verlässlichsten, Bergführer schwören auf den frühen Morgen.
Ja, Stand 22.09.2026 sind Reserve, Refugio Carrel und Gipfelroute offen; es gibt keine Alarmstufe und keine Sperrmeldung. Der Vulkan selbst ist seit dem ersten Jahrtausend ruhig. Kurzsperrungen gab es zuletzt nach der Lawine im Oktober 2021.
Nichts – alle kontinentalen Schutzgebiete Ecuadors sind seit 2012 frei. Am Kontrollposten wird man mit Ausweis registriert. Wer am Zugang Geld für 'Eintritt' oder 'Pflichtführung' verlangt, ist laut Ministerium nicht autorisiert; Anzeige wurde 2025 erstattet.
Mit dem Auto bis zum Refugio Hermanos Carrel auf 4.850 m, zu Fuß weiter zum geschlossenen Refugio Whymper (ca. 5.000 m) und zur Laguna Cóndor Cocha (5.100 m). Ein Führer ist unterhalb des Gletschers nur für Gruppen ab 16 Personen Pflicht; für Gletscher und Gipfel braucht es einen zertifizierten ASEGUIM-/UIAGM-Führer.
Zwei Tage: Anreise zum Refugio Carrel oder High Camp (5.300 m), Aufbruch gegen 22–23 Uhr, 8–12 Stunden bis zur Cumbre Veintimilla, eine weitere Stunde bis zum Whymper-Hauptgipfel bei tragendem Schnee, 3–5 Stunden Abstieg. Davor mindestens eine Woche Akklimatisation.
Die Fahrt zum Refugio Carrel und die Vicuñas sind familientauglich; der Weg zum Refugio Whymper führt über 5.000 m und ist nur mit akklimatisierten Kindern sinnvoll – bei Kopfweh sofort zurück. Der Gipfel ist Erwachsenen mit Bergerfahrung vorbehalten.
Auch für den Refugio-Besuch Winterkleidung: 0–12 °C, Wind, oft Regen oder Schnee. Fleece, winddichte Jacke, Mütze, Handschuhe, Sonnenbrille und Sonnencreme, feste Schuhe. Gletscherausrüstung für den Gipfel stellt der Anbieter.
Rund 50 km, 1,5–2 Stunden: über Calpi und San Juan auf der Straße nach Guaranda bis zum Abzweig El Arenal (km 44/45), dann 8 km Schotter zum Refugio. Ohne Auto: Bus Richtung Guaranda bis zum Abzweig und Gemeindefahrzeug (25–35 US-$ je Wagen) oder Tagestour ab Riobamba ab ca. 45 US-$.
Vulkanisch nicht – keine Aktivität seit über 1.300 Jahren. Die Risiken sind Höhe (Parkplatz 4.850 m), Wetter und am Gletscher Lawinen und Steinschlag: Im Oktober 2021 starben sechs Bergsteiger in einer Lawine, die alte Route über Whymper gilt seit 2019 als zu gefährlich. Deshalb Nachtaufstieg und Führerpflicht.
Ja. Weil die Erde am Äquator um rund 21 km 'dicker' ist, liegt der Gipfel 6.384.415,98 m (±3 m) vom Erdmittelpunkt entfernt – etwa 2,1 km weiter als der Everest. Gemessen hat das eine franko-ecuadorianische GPS-Mission (IGM, IRD, IG-EPN) am 05.02.2016.
6.263 m (GPS-Messung 2016: 6.263,47 m). Der ältere Wert 6.310 m steht noch auf vielen Seiten. Der Hauptgipfel heißt Whymper, der Vorgipfel Veintimilla; insgesamt hat der Berg vier Gipfel.
Im Refugio Hermanos Carrel (4.850 m, 52 Betten, Cafeteria) ja – Reservierung über refugioschimborazo@gmail.com, Tel. 0979084401, laut Portalen ca. 15 US-$ Bett bzw. 30 US-$ mit Verpflegung; die Ausstattung (Wasser, Strom, Heizung) wurde 2025 von Bergführern bemängelt. Das Refugio Whymper ist geschlossen.
Ganzjährig und fast garantiert entlang der 8 km Zufahrt durch den Arenal, morgens und am späten Nachmittag am aktivsten. Die Population wuchs von 200 Tieren 1988 auf über 6.700 (Zählung 2018) bis geschätzt über 8.000 (2023).
Quellen · abgerufen am 22.09.2026