Volcano·Guide
Blick vom Kraterrand des Ngorongoro über den Kraterboden mit dem hellen Magadi-See, 610 Meter tiefer Wolken fallen wie ein Wasserfall über den bewaldeten Kraterrand des Ngorongoro, davor ein See auf dem Kraterboden Ein Elefant überquert die Piste im Ngorongoro-Krater, dahinter warten drei Safari-Geländewagen mit Gästen im offenen Dach

Ngorongoro-Krater

Vom Rand aus ist der Krater eine Landkarte: 260 Quadratkilometer, 610 Meter tiefer.

Die Piste kippt nach unten, während die Wolken über die Kante fallen.

Unten steht ein Elefant auf dem Weg – und niemand steigt aus.

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hinunter in den Krater

Stand 23. September 2026Ngorongoro-Krater aktuell: offen, aber nur im Geländewagen

Der Krater ist geöffnet – Stand 23.09.2026 gibt es weder bei der Parkbehörde NCAA noch beim Auswärtigen Amt eine Sperrung oder Warnung für das Schutzgebiet. Aber niemand fährt einfach hinein: Auf den Kraterboden kommst du nur im geschlossenen Allradfahrzeug mit lizenziertem Guide, die Abfahrt schließt um 16 Uhr, und bezahlt wird bargeldlos – in der Praxis vorab über den Veranstalter.

Offen
6–16Uhr

Abfahrt in den Krater (Seneto)

Die Seneto-Straße auf der Westseite ist seit dem 14.07.2022 nur noch für die Abfahrt zugelassen, Einfahrt zwischen 6 und 16 Uhr. Hinauf geht es ausschließlich über die Lerai-Straße im Süden – bis 18 Uhr muss jedes Fahrzeug den Krater verlassen haben.

Crater Service Fee je Fahrzeug und Abfahrt (rund 258 €)295 US-$
Offen
6–18Uhr

Die Tore des Schutzgebiets

Loduare (14 km von Karatu), Naabi, Endoro und Nasera Rock öffnen täglich 6–18 Uhr. Das Permit gilt für eine Einfahrt innerhalb von 24 Stunden – wer an zwei Tagen hinunter will, zahlt die Kratergebühr zweimal.

Eintritt pro Person ab 16 Jahren, inkl. 18 % VAT (rund 62 €)70,80 US-$
Gesperrt

Zu Fuß auf dem Kraterboden

Aussteigen darfst du nur an den ausgewiesenen Picknick- und Toilettenplätzen, etwa an der Ngoitokitok-Quelle. Wanderungen gibt es nur außerhalb des Kraters – Empakaai, Olmoti, Kraterrand – und nur mit bewaffnetem NCAA-Ranger.

Walking Safari mit Ranger, 1–4 Stunden, pro Person23,60 US-$
Quellen: NCAA-Besucherregeln, Tarifseite und Informationsseite (ncaa.go.tz), abgerufen 22.09.2026 · TATO-Meldung zur Eröffnung der Seneto-Straße vom 14.07.2022 · Auswärtiges Amt, Reise- und Sicherheitshinweise Tansania, Stand 22.09.2026 (unverändert seit 25.08.2026): Lage nach den Wahlen vom Oktober 2025 volatil, Demonstrationen meiden, erhöhte Kriminalität – keine Warnung, die Nordtansania oder die Safari-Parks betrifft. Wetterbedingte Sperrungen der steilen Kraterstraßen sind möglich, werden aber nicht online veröffentlicht; die NCAA-Nachrichtenseite wurde zuletzt 2023 aktualisiert.
Ein Löwenmännchen schläft im hohen Gras des Ngorongoro-Kraters, gelbe Blüten um ihn herum
Rund 25.000 Großtiere auf 260 Quadratkilometern – und die Löwen haben es nicht eilig.

Foto: Diego Delso · CC BY-SA 4.0

Die Safari-ArenaEin Tag im Ngorongoro-Krater

Die Caldera eines vor zwei Millionen Jahren erloschenen Vulkans, 19 bis 20 Kilometer im Durchmesser, ringsum 610 Meter hohe Wände. Vulkanisch passiert hier nichts mehr. Was passiert, ist unten auf dem Boden.

Um sechs Uhr steht der Wagen am Seneto-Tor, der Kraterrand liegt im Nebel, es hat acht Grad. Dann kippt die Piste nach unten, und mit jedem Meter wird es wärmer. 500 Höhenmeter später ist der Boden eine Ebene ohne Horizont: Gras, der weiße Rand des Magadi-Sees, dahinter die Wand, über die die Wolken laufen.

Was den Krater von jeder anderen Safari unterscheidet, ist die Dichte. Die Tiere verlassen die Caldera kaum: Gnus, Zebras, Büffel, Hyänen, Löwen und die wenigen Spitzmaulnashörner leben das ganze Jahr auf denselben 260 Quadratkilometern. Du musst nicht suchen, du musst hinschauen. Giraffen fehlen – die steilen Wände und der Mangel an Akazien halten sie fern.

Gegen Mittag steht die Sonne senkrecht, im Wagen sind es über 25 Grad, an der Ngoitokitok-Quelle stehlen Schwarzmilane die Sandwiches aus der Hand. Bis 18 Uhr muss der Wagen über die Lerai-Straße wieder oben sein – und die meisten fahren deutlich früher, weil die Raubtiere am Vormittag aktiv sind.

Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 22.09.2026. Der Korb ist dünn: Nur das erste Angebot hat mehr als 50 Bewertungen. Vor dem Buchen prüfen, ob Kratergebühr und Eintritt im Preis enthalten sind.

Zwergflamingos im flachen Wasser des Magadi-Sees im Ngorongoro-Krater, dahinter die bewaldete Kraterwand
Der Magadi-See ist ein Sodasee – deshalb die Flamingos, und deshalb der weiße Rand.

Foto: William Warby from London, England · CC BY 2.0

Permit, Guide, TorzeitenWas die NCAA vorschreibt

Der Ngorongoro ist kein Nationalpark, sondern ein Mehrfachnutzungs-Schutzgebiet mit eigener Behörde und eigenen Tarifen. Die Ngorongoro Conservation Area Authority schreibt vor, wer hinein darf, womit und wann – und sie nimmt kein Bargeld.

1

Ohne Veranstalter kein Permit

Eintritt, Fahrzeugpermit und Crater Service Permit werden vorab im NCAA-System ausgestellt – in der Praxis durch den Safari-Veranstalter. Selbstfahrer klären vorher, wer das Permit ausstellt: Die NCAA nennt nur die Zahlungsmittel, nicht den Ablauf, und ein Selbstfahrer-Portal schreibt, am Tor gebe es keine Permits.

2

Nur 4x4 bis 3.500 kg, nur mit Guide

In den Krater dürfen ausschließlich geschlossene Allradfahrzeuge bis 3.500 kg Leergewicht, begleitet von einem lizenzierten Guide oder einem NCAA-Guide. Selbstfahrer nehmen einen NCAA-Ranger mit, der mitfährt, aber nicht fährt (laut Selbstfahrer-Portal 40 US-$ bar).

3

Bargeldlos an allen Toren

Visa, MasterCard oder tansanisches Mobile Money (M-Pesa, Tigo Pesa, Airtel Money), in TZS oder US-$. Bargeld wird an den Toren nicht angenommen; alternativ vorab per Bankeinzahlung.

4

Im Wagen bleiben, 25 km/h

Aussteigen nur an den ausgewiesenen Plätzen, Off-Road nur mit Genehmigung, Tempolimit 50 km/h im Schutzgebiet und 25 km/h im Krater. Haustiere und Plastiktüten sind verboten, Fotos von Maasai nur in den bezahlten Kulturdörfern. Verstöße kosten Bußgeld – Beträge nennt die NCAA nicht.

Offizielle NCAA-Tarife · Stand 09/2026 · Beträge inkl. 18 % VAT
Eintritt NCA, ausländische Gäste ab 16 Jahren, pro Person und 24 Stunden (rund 62 €)70,80 US-$
Eintritt Kinder 5–15 Jahre (NCAA nennt nur „ermäßigt“, Betrag laut Veranstaltern) · unter 5 Jahren frei23,60 US-$
Crater Service Fee je Fahrzeug und Abfahrt in den Krater, eine Einfahrt (rund 258 €)295 US-$
Fahrzeugpermit, ausländisches Kennzeichen, bis 2.000 kg · 2.001–3.000 kg 177 US-$47,20 US-$
Public Campsite (Simba A am Kraterrand) pro Person und Nacht · Special Campsite 70,80 US-$, Vorreservierung Pflicht35,40 US-$
Walking Safari mit bewaffnetem Ranger, 1–4 Stunden, pro Erwachsenem · über 4 Stunden 29,50 US-$23,60 US-$
Olduvai-Schlucht und Shifting Sands (ab 16) · Laetoli-Fußspuren 23,60 US-$ · Maasai-Kulturdorf 20 US-$ je Fahrzeug35,40 US-$
Quelle: NCAA-Tarifseite ncaa.go.tz/tariffs, abgerufen 22.09.2026. Die Seite trägt kein Datum und keinen Hinweis zur Mehrwertsteuer; dass die Beträge VAT-inklusiv sind, ergibt sich aus der Rechnung 60 + 18 % und aus Veranstalterangaben. Ob für das Geschäftsjahr 2026/27 neue Tarife beschlossen wurden, ließ sich nicht klären – am 22.09.2026 zeigte die Seite die genannten Beträge; die Regierung hatte die Gebühren im Mai 2025 für mindestens zwölf Monate eingefroren. Umrechnung 1 US-$ = 0,874 € (22.09.2026).
Eine Herde Streifengnus grast auf dem grünen Kraterboden des Ngorongoro, im Hintergrund die blaue Kraterwand
Die Gnus im Krater wandern nicht. Sie müssen nicht – Wasser und Gras gibt es das ganze Jahr.

Foto: Diego Delso · CC BY-SA 4.0

Abfahrt, Aufstieg, WanderungenDie Wege in den Krater – und die um ihn herum

Route → was dich erwartet
Pirschfahrt: Seneto-Abstieg (West) → Kraterboden → Lerai-Aufstieg (Süd) · 5–6 StundenVom Kraterrand auf rund 2.300 m in etwa 30 Minuten hinunter auf rund 1.800 m. Rundwege um den Magadi-See, durch den Lerai-Wald und zur Ngoitokitok-Quelle; üblich sind 5–6 Stunden, weil das Kraterpermit nur eine Einfahrt erlaubt. Einfahrt 6–16 Uhr, Ausfahrt bis 18 Uhr. In der großen Regenzeit (März–Mai) schlammig, aber befahrbar.
Wanderung Empakaai-Krater · ca. 45 km nordöstlich · 2–3 StundenAbstieg zum Sodasee, der über 75 % des Kraterbodens bedeckt, mit Flamingos; laut Veranstaltern 2–3 Stunden hinunter und hinauf. Nur mit bewaffnetem NCAA-Ranger; Walking-Safari-Gebühr 23,60 US-$ (1–4 Stunden) plus NCA-Eintritt.
Wanderung Olmoti-Krater und Munge-Wasserfall · 1–2 StundenVom Dorf Nainokanoka am Nordrand zum Kraterrand des Olmoti mit Blick auf den Lolmalasin, den dritthöchsten Berg Tansanias; laut Veranstaltern 1–2 Stunden. Gebühr wie Empakaai, Ranger Pflicht.
Olduvai-Schlucht und Laetoli · auf dem Weg zur SerengetiFundstätte der Hominiden-Fossilien mit Museum, 6 km von der Hauptstraße; Eintritt 35,40 US-$ ab 16 Jahren. Die 3,6 Millionen Jahre alten Laetoli-Fußspuren am Südrand der Serengeti-Ebenen kosten 23,60 US-$.
Quellen: NCAA-Besucherregeln, Tourismus- und Tarifseite (ncaa.go.tz), abgerufen 22.09.2026. Dauer und Höhen der Wanderungen sind Veranstalterangaben; die Höhenangaben zu Kraterrand und Kraterboden variieren je nach Quelle.
Blick vom Boden des Ngorongoro-Kraters zur südlichen Kraterwand, über die eine Wolkenbank hängt, davor Gras und ein Teich
Von unten sieht man, warum nichts hinauskommt: 610 Meter Wand, an der die Wolken hängen bleiben.

Foto: Bjørn Christian Tørrissen · CC BY-SA 3.0

Gut zu wissenAnreise, beste Zeit, Tipps

Anreise

Ohne Auto: Keine Direktverbindung ins Schutzgebiet. Busse/Daladalas fahren Arusha–Karatu; ab Karatu braucht man ein Safarifahrzeug mit Veranstalter (Permits werden nicht am Tor an Fußgänger oder Taxis ausgegeben). Nächster Flugplatz: Ngorongoro Airstrip am Kraterrand (Charter- und Linienflüge der Buschfluglinien ab Arusha), außerdem Manyara Airport (74 km) und Ndutu Airstrip.

Mit dem Auto: Ab Arusha auf der asphaltierten A104/B144 über Makuyuni und Mto wa Mbu nach Karatu (ca. 140 km, 3 Std.), dann 14 km zum Loduare-Tor. Selbstfahrer: nur 4x4 bis 3.500 kg Leergewicht in den Krater, Off-Road verboten, Tempolimit 50 km/h in der NCA und 25 km/h im Krater; NCAA-Ranger Pflicht (laut Selbstfahrer-Portal 40 US-$ bar). Parken nur an den ausgewiesenen Plätzen (Kraterrand-Aussichtspunkte, Picknickplätze).

  • Ab Arusha · 3–4 Stunden bis zum Kraterrand
    Auto/Safarifahrzeug über Karatu, durchgehend Asphalt bis zum Loduare-Tor
  • Ab Karatu · 30 Minuten bis zum Tor, etwa 1,5 Stunden bis zum Seneto-Abstieg
    Asphaltstraße zum Loduare-Tor, dann Piste zum Kraterrand (ca. 15 km, 30–60 Min.)
  • Ab Kilimanjaro International Airport (JRO) · 4–5 Stunden
    Auto über Arusha und Karatu (NCAA nennt 227,3 km)
  • Ab Serengeti (Seronera) · ca. 3 Stunden ohne Tierbeobachtungsstopps
    Piste über das Naabi-Tor und Olduvai

Beste Zeit

Ganzjährig lohnend, weil die Tiere den Krater kaum verlassen. Trockenzeit Juni bis Oktober: beste Sicht und Wege, aber die meisten Fahrzeuge und höchste Lodgepreise. Januar/Februar: grüner Krater, Kälberzeit, weniger Andrang. März bis Mai (große Regenzeit): Schlamm, Nebel am Kraterrand, dafür leere Straßen und Nebensaisonpreise. Tagsüber immer so früh wie möglich hinein: Um 6 Uhr öffnet das Seneto-Tor, dann ist der Boden noch leer und die Raubtiere sind aktiv; ab 16 Uhr ist keine Einfahrt mehr möglich.

Für wen es passt

Kinder
Gut geeignet, weil alles vom Fahrzeug aus stattfindet; Kinder unter 5 zahlen keinen Eintritt, 5–15 ermäßigt. Lange Fahrzeiten (ab Arusha 3–4 Stunden) und 5–6 Stunden Pirschfahrt sind für kleine Kinder anstrengend.
Mindestalter
keines für den Krater; Ballonfahrt ab 8 Jahren (NCAA-Tarif)
Kondition
keine nötig – Pirschfahrt im Fahrzeug; Wanderungen am Empakaai und Olmoti sind leicht bis mittel (2–3 Stunden, Ranger dabei)
Höhe
Kraterrand rund 2.300 m, Kraterboden rund 1.800 m – für Gesunde unproblematisch; Lodges am Rand liegen auf über 2.200 m, nachts 0–10 °C.
Herz und Atemwege
Staub auf dem Kraterboden in der Trockenzeit (Tuch oder Maske); ansonsten keine besonderen Belastungen. Nächstes Krankenhaus in Karatu bzw. Arusha, Rettungsflüge über Flying Doctors (Versicherung prüfen).
Rollstuhl
Eingeschränkt möglich: Der Besuch findet im Fahrzeug statt, Einstieg in hohe Geländewagen und Toiletten an Picknickplätzen sind die Hürden; keine amtlichen Angaben zur Barrierefreiheit.
Hunde
Haustiere sind im Schutzgebiet verboten (NCAA-Besucherregeln).
Kleidung
Zwiebelprinzip: morgens am Kraterrand oft unter 10 °C und neblig, mittags im Krater über 25 °C; Fleece und Windjacke, Sonnenhut, Sonnenschutz, Fernglas. Plastiktüten sind in Tansania verboten (Auswärtiges Amt).
Schuhe
Bequeme geschlossene Schuhe reichen; für Empakaai/Olmoti Wanderschuhe.

Tipps, die man vor Ort braucht

  • Die 295 US-$ Kraterservicegebühr gelten pro Fahrzeug und Abfahrt – wer sie sich mit sechs Mitfahrern teilt, zahlt unter 50 US-$ pro Kopf; eine zweite Abfahrt am nächsten Tag kostet erneut.
  • Kein Bargeld an den Toren: Permits werden vorab vom Veranstalter gebucht, Zahlung per Karte oder Mobile Money; als Selbstfahrer vorher klären, wer das Permit ausstellt.
  • So früh wie möglich einfahren (Seneto öffnet um 6 Uhr) – die Einfahrt endet um 16 Uhr, und die meisten Fahrzeuge kommen zwischen 8 und 10 Uhr.
  • Im Krater nicht aussteigen, außer an den Picknickplätzen; an der Ngoitokitok-Quelle stehlen Schwarzmilane Sandwiches aus der Hand – im Auto essen.
  • Warm anziehen: Der Kraterrand liegt auf rund 2.300 m, morgens ist es oft unter 10 °C und neblig.
  • Übernachtung am Kraterrand ist teuer (Lodges ab mehreren hundert Euro), Karatu 30–45 Minuten entfernt deutlich günstiger; die einzige Budget-Option am Rand ist der Simba-Public-Campsite (35,40 US-$).
  • Drohnen bleiben im Koffer – Flugverbot in tansanischen Schutzgebieten; Fotos von Maasai nur in den bezahlten Kulturdörfern (NCAA-Regel).
  • Plastiktüten sind in Tansania verboten; wiederverschließbare kleine Beutel für Flüssigkeiten sind ausgenommen (Auswärtiges Amt).

Kurze Geschichte

  • Vor etwa 2,45 bis 2 Millionen Jahren war der Ngorongoro ein aktiver Vulkan, nach Schätzungen 4.500 bis 5.800 m hoch; nach dem Entleeren der Magmakammer stürzte der Gipfel ein und hinterließ die heutige Caldera mit 610 m Tiefe und 260 km² Boden.
  • 1959: Die Ngorongoro Conservation Area Ordinance trennt das Gebiet vom Serengeti-Nationalpark ab und schafft die NCAA; Ziel ist die Mehrfachnutzung durch Naturschutz, Tourismus und Maasai-Weidewirtschaft.
  • 1979: Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste (Naturerbe); 2010 Erweiterung zum gemischten Natur- und Kulturerbe wegen Olduvai und Laetoli.
  • 1993 bis 2018 stieg die Zahl der Spitzmaulnashörner im Krater von 13 auf 55 Tiere; die Maasai-Bevölkerung der NCA wuchs von rund 8.700 (1966) auf 93.136 (2017).
  • Juli 2016: Umstellung der Gebühren auf 18 % Mehrwertsteuer – seither kostet die Kraterservicegebühr 295 US-$ (zuvor 250 bzw. 300 US-$ je nach Quelle).
  • 14.07.2022: Die neu gebaute Seneto-Abstiegsstraße wird eröffnet; die Lerai-Straße ist seither nur noch für den Aufstieg zugelassen.
  • Geschäftsjahr 2022/23: 752.232 Besucher in der NCA; die NCAA wirbt 2025 mit der Auszeichnung 'Africa's #1 Tourist Attraction'.
  • 26.05.2025: Tansania friert die Parkgebühren von TANAPA und NCAA für mindestens 12 Monate ein; Anpassungen frühestens ab März 2026 – bis 22.09.2026 nennt die NCAA-Tarifseite unverändert 70,80 / 295 US-$.
Silhouette einer Schirmakazie am Kraterrand des Ngorongoro im Morgenlicht, dahinter die neblige Caldera
Kurz nach sechs am Kraterrand: acht Grad, Nebel, und unten wacht der Krater auf.

Foto: James Wagner · CC BY-SA 4.0

Weitere AngeboteTagestouren ab Moshi und Karatu

Wer am Kilimandscharo unterwegs ist, kann den Krater als Tagestour ab Moshi buchen – ein langer Tag mit 4–5 Stunden Fahrt je Richtung. Ab Karatu, 14 km vor dem Loduare-Tor, ist es entspannter.

Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 22.09.2026. Bei Preisen um 100 € pro Person prüfen, ob Eintritt und Kratergebühr wirklich enthalten sind – die NCAA-Gebühren allein liegen bei rund 62 € pro Person plus 258 € je Fahrzeug.

Zwei Safari-Fahrzeuge mit offenem Dach stehen auf der Piste im Ngorongoro-Krater, ein Elefant kommt über das Gras auf sie zu
Die Regel ist einfach: Der Elefant bestimmt den Abstand, nicht der Fahrer.

Foto: George Lamson · CC BY-SA 2.0

Veraltet im NetzWas anderswo falsch steht

„Der Ngorongoro ist ein Nationalpark.“
Nein – ein Mehrfachnutzungs-Schutzgebiet (Conservation Area) nach der Ordinance von 1959 mit eigener Behörde (NCAA) und eigenen Tarifen. Die TANAPA-Tarife der Nationalparks gelten hier nicht.
„Eintritt 60 US-$, Kratergebühr 250 US-$.“
Das sind die Nettobeträge. Die NCAA-Tarifseite nennt 70,80 bzw. 295 US-$ inklusive 18 % VAT. Wer auf 70,80 US-$ noch einmal 18 % aufschlägt, rechnet doppelt.
„Man darf nur sechs Stunden in den Krater.“
Die 6-Stunden-Regel steht nicht in den NCAA-Besucherregeln. Amtlich sind Einfahrt bis 16 Uhr und Ausfahrt bis 18 Uhr; Veranstalter planen 5–6 Stunden, weil das Kraterpermit nur eine Einfahrt erlaubt.
„Am Tor kann man bar bezahlen.“
Die Tore arbeiten bargeldlos: Karte oder Mobile Money, in TZS oder US-$. Üblich ist, dass der Veranstalter die Permits vorab bucht und bezahlt.
„Die Big Five sieht man garantiert.“
Leoparden sind im Krater selten, Giraffen fehlen ganz. Löwen, Büffel, Elefanten und mit Glück ein Spitzmaulnashorn – mehr verspricht niemand seriös.

Kurz gefragtVor der Safari

Ist der Ngorongoro-Krater ein Vulkan?

Ja – die eingestürzte Caldera eines Vulkans, der vor rund zwei Millionen Jahren erlosch und einst 4.500 bis 5.800 m hoch gewesen sein soll. Heute passiert hier vulkanisch nichts mehr; der nächste aktive Vulkan ist der Ol Doinyo Lengai rund 60 km nordöstlich.

Was kostet eine Ngorongoro-Safari ab Arusha?

Tagestouren ab Arusha beginnen bei GetYourGuide um 320 € pro Person, dreitägige Safaris mit Serengeti bei rund 785 € (Stand 22.09.2026). Darin stecken die NCAA-Gebühren: 70,80 US-$ Eintritt pro Person plus 295 US-$ Kratergebühr je Fahrzeug – deshalb wird es pro Kopf günstiger, je voller der Wagen ist.

Geht der Ngorongoro-Krater als Tagestour ab Arusha?

Ja, aber es wird lang: 180 km Asphalt bis zum Loduare-Tor, 3–4 Stunden je Richtung, dazu 5–6 Stunden im Krater. Wer um 6 Uhr am Seneto-Tor sein will, übernachtet in Karatu oder am Kraterrand.

Lohnt sich der Ngorongoro-Krater in der Regenzeit?

Ja: Die Tiere bleiben, der Krater ist grün, die Straßen sind leer und die Lodges günstiger. März bis Mai ist es schlammig und am Rand neblig; die Kraterstraßen bleiben in der Regel befahrbar.

Wie kombiniert man Ngorongoro und Serengeti?

Der Krater liegt am Weg: Von Seronera in der Serengeti sind es rund 140 km Piste über das Naabi-Tor und Olduvai, etwa 3 Stunden ohne Tierstopps. Die meisten 3-Tage-Safaris ab Arusha fahren Serengeti und Ngorongoro hintereinander.

Ist der Ngorongoro-Krater aktuell geöffnet?

Ja. Stand 22.09.2026 gibt es weder auf der NCAA-Website noch beim Auswärtigen Amt eine Sperrung oder Warnung für die NCA. Die Tore öffnen täglich 6–18 Uhr, der Krater-Abstieg 6–16 Uhr.

Was kostet der Ngorongoro-Krater?

Pro Person 70,80 US-$ Eintritt für 24 Stunden in der NCA (Kinder 5–15: 23,60 US-$, unter 5 frei) plus 295 US-$ Kraterservicegebühr je Fahrzeug und Abfahrt plus Fahrzeuggebühr (ab 47,20 US-$). Die Beträge der NCAA-Tarifseite enthalten bereits 18 % Mehrwertsteuer (Stand September 2026).

Kann man den Ngorongoro-Krater ohne Führer oder auf eigene Faust besuchen?

Nein. Die NCAA verlangt für jeden Kraterbesuch einen lizenzierten Guide oder einen NCAA-Guide, zu Fuß darf niemand hinunter. Selbstfahrer brauchen ein Allradfahrzeug bis 3.500 kg, ein vorab ausgestelltes Permit und einen NCAA-Ranger im Wagen.

Wie lange darf man im Krater bleiben?

Amtlich gilt: Einfahrt am Seneto-Tor nur zwischen 6 und 16 Uhr, Ausfahrt bis 18 Uhr. Die oft genannte 6-Stunden-Grenze ist eine Veranstalterregel; das Kraterpermit gilt für eine einzige Einfahrt.

Darf man im Krater aussteigen?

Nur an den ausgewiesenen Picknickplätzen mit Toiletten, etwa an der Ngoitokitok-Quelle. Überall sonst bleibt man im Fahrzeug; Wanderungen gibt es nur mit bewaffnetem Ranger außerhalb des Kraters (Empakaai, Olmoti, Kraterrand).

Wie kommt man zum Ngorongoro-Krater?

Ab Arusha 180 km Asphalt über Karatu bis zum Loduare-Tor, 3–4 Stunden; ab Kilimanjaro International Airport rund 227 km. Am Kraterrand gibt es einen Flugplatz für Buschflüge ab Arusha. Ohne Safarifahrzeug und Veranstalter kommt man nicht hinein.

Kann man am Tor mit Kreditkarte oder bar zahlen?

Bargeldlos: Die NCAA akzeptiert Visa, MasterCard und tansanisches Mobile Money, in TZS oder US-$. Bargeld wird an den Toren nicht angenommen; üblich ist, dass der Veranstalter die Permits vorab bucht und bezahlt.

Wann ist die beste Zeit für den Ngorongoro-Krater?

Tiere sieht man ganzjährig. Juni bis Oktober ist trocken und voll, Januar/Februar grün mit Jungtieren und ruhiger, März bis Mai nass und leer. Unabhängig vom Monat: um 6 Uhr am Seneto-Tor sein.

Ist der Krater für Kinder geeignet?

Ja, weil man nicht laufen muss und Kinder unter 5 keinen Eintritt zahlen. Einplanen sollte man aber lange Fahrzeiten und 5–6 Stunden im Fahrzeug; Picknickpausen sind nur an den ausgewiesenen Plätzen möglich.

Wie hoch liegt der Ngorongoro-Krater und wird es kalt?

Der Kraterrand liegt auf rund 2.300 m, der Boden 610 m tiefer auf etwa 1.800 m. Morgens am Rand sind 5–10 °C und Nebel normal, mittags im Krater über 25 °C – Zwiebelprinzip.

Was ist die Kraterservicegebühr und gilt sie pro Person?

Die Crater Service Fee von 295 US-$ ist eine Fahrzeuggebühr je Abfahrt in den Krater, unabhängig von der Zahl der Insassen; Tansanier zahlen 11.800 TZS. Wer an zwei Tagen hinunter will, zahlt zweimal.

Quellen · abgerufen am 22.09.2026