Auf eigene Faust
Ab Stromboli-Ort über die Strada vicinale Parroco und den alten Maultierpfad. Steil, staubig, beim Abstieg stockdunkel: Stirnlampe, Wasser, feste Schuhe.
Man sitzt im Dunkeln. Und wartet.
Alle 10 bis 20 Minuten wirft er Feuer. Seit Jahrtausenden.
Foto: kuhnmi · CC BY 2.0
Auf den Gipfel darf niemand mehr. Das macht nichts: Die Krater liegen auf rund 700 Metern, und man schaut von unten und von der Seite direkt hinein. Am stärksten wirkt es nach Sonnenuntergang – deshalb am späten Nachmittag los und eine Nacht auf der Insel bleiben.
Ab Stromboli-Ort über die Strada vicinale Parroco und den alten Maultierpfad. Steil, staubig, beim Abstieg stockdunkel: Stirnlampe, Wasser, feste Schuhe.
Höher geht es für niemanden. Höchstens 25 Gäste je Führer, 75 Menschen gleichzeitig am Berg, Touren nur zwischen 11 und 24 Uhr. Helm und Staubmaske stellt der Führer.
Die „Feuerrutsche“ ist die schwarze Flanke, über die alles ins Meer rollt. Abends ankern die Boote davor, Motor aus – und dann hört man ihn.

Foto: Unukorno · CC BY 3.0
Zu Fuß bis an die Grenze oder mit dem Boot vor die Flanke – beides endet im Dunkeln mit Blick auf die Krater.
Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 21.09.2026. Wie oft und wie stark er ausbricht, entscheidet der Berg.
Der Zivilschutz stuft den Vulkan ein, der Bürgermeister von Lipari zieht mit einer Verordnung nach. Zwischen Juni 2024 und Mai 2025 wechselte die Grenze viermal.
Oberhalb von 290 m alles gesperrt, darunter nur mit Führer.
Lavastrom bis ans Meer. Aufstieg ganz verboten, nachts auch die Strände.
Frei nur bis zum Observatorium auf 100 m, mit Führer bis 400 m.
290 m frei, 400 m mit Führer. Gilt bis heute.
Ohne Auto: Nur per Schiff. Haupthafen für die Überfahrt ist Milazzo; Tragflügelboote von Liberty Lines laufen Stromboli und Ginostra an, die Autofähren fährt Caronte & Tourist Isole Minori unter der Marke Siremar.
Mit dem Auto: Auto am Hafen von Milazzo abstellen; für den Vulkanbesuch braucht man auf der Insel keines.
Mai/Juni und September/Anfang Oktober: weniger heiß, Schiffe fahren noch dicht, Dämmerung nicht zu spät. Die Ausbrüche wirken in der Dunkelheit am stärksten, deshalb am späten Nachmittag aufsteigen und mindestens eine Nacht bleiben. Ab Oktober dünnt der Fahrplan aus (nur noch vier Abfahrten ab Milazzo) und Herbststürme legen die Boote öfter lahm.
Ja. Von beiden Höhen blickt man über die Sciara del Fuoco auf die Kraterterrasse in etwa 700 m Höhe. Bei Dunkelheit sind die Lavafetzen gut zu sehen.
Für den freien Bereich nicht. Zwischen 290 und 400 m braucht man einen zugelassenen Führer, der die Gruppe bei der Gemeinde anmeldet.
Mit dem Tragflügelboot von Liberty Lines ab Milazzo: im Sommer 2026 bis zu neun Abfahrten täglich, ab 1. Oktober vier. Herbststürme legen die Boote öfter lahm.
Der Weg bis 290 m geht mit trittsicheren Kindern, ist aber steil, staubig und beim Abstieg dunkel. Ein amtliches Mindestalter gibt es nicht; bei geführten Touren entscheiden die Büros.
Nein. Oberhalb von 400 m ist der Vulkan für Besucher gesperrt, auch mit Führer. Grundlage ist die Verordnung Nr. 16 des Bürgermeisters von Lipari vom 05.05.2025, die am 21.09.2026 die jüngste auffindbare war.
Von Stromboli-Ort bis 290 m über dem Meer, und nur über die Strada vicinale Parroco und die Mulattiera Salvatore di Losa. Von Ginostra aus sind es 130 m. Der Sentiero Natura ist gesperrt.
500 € Verwaltungsstrafe pro Person, bei schwereren Fällen zusätzlich ein Strafverfahren. An den Wegen stehen Kontrollposten.
Der Weg bis 290 m ist mit trittsicheren Kindern möglich, aber steil, staubig und beim Abstieg dunkel. Ein amtliches Mindestalter gibt es nicht; für geführte Touren entscheiden die Büros.
Trekkingschuhe, Stirnlampe, Wasser, Proviant und eine Jacke für den Abend – diese Ausrüstung nennt die Verordnung ausdrücklich. Helm und Maske gibt es oberhalb 290 m vom Führer.
Die normale Tätigkeit ist vom erlaubten Bereich aus ungefährlich. Selten kommt es zu Paroxysmen, die Blöcke kilometerweit schleudern, und zu Tsunamis – zuletzt im Juli 2024 eine 40-cm-Welle. Deshalb die Höhengrenzen und das Sirenensystem.
Stand 21.09.2026: Warnstufe Gelb, 290 m frei, 400 m mit Führer. Das kann sich innerhalb eines Tages ändern – maßgeblich sind die DPC-Warnstufe und die Verordnungen der Gemeinde Lipari.
Ja. Auf der Insel gibt es zwei Orte: Stromboli im Nordosten und das winzige Ginostra im Südwesten, das nur per Schiff erreichbar ist. Wikipedia nennt rund 540 ständige Einwohner, davon etwa 30 in Ginostra; es gibt Hotels, Pensionen, Restaurants und schwarze Lavastrände, aber keine Autos – nur Elektrokarren und Roller. Die Insel steht beim Zivilschutz auf Gelb, zwei Sirenensysteme warnen vor Paroxysmen und Tsunami; Urlaub ist normal möglich, solange man die Verhaltensregeln kennt. Eine Übernachtung lohnt sich, weil die Ausbrüche nach Sonnenuntergang am eindrucksvollsten sind.
Der Stromboli bricht ständig aus – alle 10 bis 20 Minuten. Über das normale Maß hinaus gingen zuletzt zwei «größere Explosionen» am 23. Mai 2026 und am 12. Juni 2026 (INGV). Die letzte schwere Krise war im Sommer 2024: am 4. Juli Lavastrom bis ins Meer, pyroklastischer Strom und Warnstufe Rot, am 11. Juli 2024 ein Paroxysmus. Beim Paroxysmus vom 5. April 2003 erreichte Auswurfmaterial laut Zivilschutz sogar bewohnte Bereiche. Laut Zivilschutz kommen größere Explosionen mehrmals im Jahr vor, Paroxysmen im Abstand einiger Jahre.
Quellen · abgerufen am 21.09.2026