Die Gipfelkrater
Die Kraterzone ist bei Voralarm für jeden tabu. Geführte Gipfeltouren gehen nur in der ruhigsten Phase – vor dem Buchen beim Anbieter fragen, welche Route heute gegangen wird.
Bei Tag ist er ein Berg aus schwarzem Stein.
Dann geht die Sonne – und der Boden fängt an zu leuchten.
Bei Nacht sieht man, dass er nie geschlafen hat.
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die Sonne geht unter
Seit Juni läuft am Ätna eine Eruption, im August flossen Lavaströme ins Valle del Bove. Der Zivilschutz hält die Phase Voralarm: Die Zone der Gipfelkrater ist für alle gesperrt – auch mit Bergführer. Alles darunter ist offen, und genau von dort sieht man das Glühen am besten.
Die Kraterzone ist bei Voralarm für jeden tabu. Geführte Gipfeltouren gehen nur in der ruhigsten Phase – vor dem Buchen beim Anbieter fragen, welche Route heute gegangen wird.
Von der Talstation am Rifugio Sapienza (1.923 m) schwebt die Seilbahn auf 2.500 m, Unimog-Busse fahren weiter in die Lavawüste. Rund zweieinhalb Stunden. Bei Wind oder Alarm fällt die Fahrt aus – ohne Erstattung.
Die erloschenen Kegel von 1892 liegen direkt an der Straße. Wer bleibt, bis es dunkel ist, sieht bei klarer Sicht den roten Schein über den Gipfelkratern.

Foto: gnuckx · CC BY 2.0
Lava leuchtet erst, wenn das Tageslicht geht. Deshalb fahren die besten Touren am Nachmittag los: hinauf durch die Lavafelder, in eine Lavahöhle, und zum Sonnenuntergang auf 2.000 Meter – mit Blick auf den Gipfel, wenn er zu glühen beginnt.
Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 21.09.2026. Ob Lava zu sehen ist, entscheidet der Berg.
Am Ätna spricht viel dafür, die Seilbahn erst vor Ort zu kaufen: Online-Tickets werden bei Wind, Wetter oder Vulkanalarm nicht erstattet – und genau das entscheidet sich oft erst am Morgen.
Mit dem Auto oder dem AST-Bus (6,60 € hin und zurück, ab Catania 8:15 Uhr, zurück 16:30 Uhr) zum Rifugio Sapienza. Dort entscheiden: Silvestri-Krater zu Fuß (5 €), Seilbahn auf 2.500 m (54 €) oder die Tour auf 3.000 m mit Geländebus und Bergführer (82 €).
Halbtagestouren mit Abholung, Lavahöhle und Verkostung bleiben meist auf rund 2.000 m – ohne Seilbahn. Für den Sonnenuntergang sind sie die einzige Möglichkeit ohne Mietwagen, weil der letzte Bus um 16:30 Uhr fährt. Vor dem Buchen prüfen, ob die Seilbahn enthalten ist.
| Attenzione (Normalzustand) | Alles: Silvestri-Krater, Seilbahn, Tour auf 3.000 m, Gipfelkrater mit zugelassenem Bergführer (höchstens 10 je Führer, 300 am Tag). |
| Preallarme – gilt heute | Silvestri-Krater, Seilbahn, Tour auf etwa 3.000 m und alle Abendtouren laufen. Die Kraterzone ist für alle gesperrt – Gipfeltouren fallen aus oder weichen aus. |
| Allarme | Alles oberhalb von rund 2.500 m wird gesperrt und geräumt, also auch die Tour auf 3.000 m. Ob die Seilbahn fährt, entscheidet der Betreiber. Die tieferen Lagen bleiben zugänglich. |
Am Ätna gibt es keine feste Höhengrenze mehr. Ein Frühwarnsystem des Vulkaninstituts INGV meldet, wie wahrscheinlich eine Lavafontäne ist – und die Sperrungen folgen automatisch, manchmal mehrmals am Tag. Tippe eine Phase an und sieh, was der Berg dann tut.
Rechtsgrundlage: Noten des Zivilschutzes Sizilien Nr. 28490 vom 30.06.2023 und Nr. 37727 vom 21.08.2025, umgesetzt durch Verordnungen der Bürgermeister (u. a. Belpasso Nr. 135/2026). Aktuelle Phase: protezionecivilesicilia.it.Ohne Auto: Einziger Linienbus: AST ab Catania, Piazza Giovanni XXIII (am Bahnhof) 8:15 Uhr, zurück ab Rifugio Sapienza 16:30 Uhr, Fahrzeit rund 2 Stunden, täglich außer 25.12., 1.1., 1.5., 15.8. und Ostersonntag. Zur Nordseite (Piano Provenzana) fährt kein Linienbus.
Mit dem Auto: Südseite: über Nicolosi auf der SP 92 zum Rifugio Sapienza; gebührenpflichtige Gemeindeparkplätze (Parkschein im Infobüro des Centro Servizi). Nordseite: über Linguaglossa auf der Mareneve nach Piano Provenzana. Achtung 2026: Die Mareneve zwischen Fornazzo und Rifugio Citelli wurde am 13.08.2026 gesperrt.
Mai/Juni und September/Oktober: schneefrei, weniger Andrang als im August, klarere Sicht. Früh starten – ab Mittag ziehen oft Quellwolken um den Gipfel. Im Winter liegt oberhalb 1.800 m Schnee (Pistenraupe statt Bus).
Ja. Rifugio Sapienza, Seilbahn und alle tieferen Lagen sind zugänglich. Gesperrt ist nur die Zone der Gipfelkrater, solange die Phase Voralarm gilt.
Garantieren kann das niemand. Bei laufender Aktivität und klarer Sicht ist der Schein über den Gipfelkratern von den Südhängen aus oft zu sehen; fließende Lava aus der Nähe nur, wenn ein Strom erreichbar und nicht gesperrt ist.
Nein, es gibt eine Kasse an der Talstation. Online-Tickets sparen die Schlange, werden bei Wind, Wetter oder Vulkanalarm aber nicht erstattet – bei unsicherer Lage lieber vor Ort kaufen.
Feste Schuhe, lange Hose, Windjacke, Mütze. Auf 2.900 m ist es auch im August oft einstellig kalt und sehr windig. An der Bergstation kann man Jacken und Schuhe leihen.
Der AST-Linienbus fährt morgens um 8:15 Uhr von Catania zum Rifugio Sapienza und um 16:30 Uhr zurück, 6,60 € hin und zurück. Für den Sonnenuntergang braucht man deshalb eine Tour oder einen Mietwagen.
In der Phase ATTENZIONE darf man auf markierten Wegen in die Gipfelzone oberhalb 2.500 m, aber nicht in die abgesperrte Kraterzone ZPP. Eine feste Höhenzahl gibt es nicht mehr; die Grenze ist vor Ort markiert. Bei ALLARME endet der erlaubte Bereich schon bei rund 2.500 m.
Stand September 2026 kostet die Hin- und Rückfahrt 54 €, die Kombination mit Geländebus und Bergführer ('Tour 3000') 82 €. Kinder bis 4 Jahre fahren frei, 5- bis 10-Jährige ermäßigt.
Die 'Tour 3000' mit Seilbahn, Geländebus und Führer dauert laut Betreiber rund 2,5 Stunden. Wer nur die Seilbahn nimmt, ist schneller zurück. Geführte Gipfelkratertouren sind Tagestouren und finden nur in der Phase ATTENZIONE statt.
Seilbahn, Crateri Silvestri und die Geländebustouren sind mit Kindern gut machbar. Für die Kraterzone gelten Helmpflicht und eine Gesundheitserklärung; ob Kinder mitdürfen, entscheidet das Führerbüro.
In den frei zugänglichen Bereichen ist das Risiko gering, solange man Absperrungen beachtet. Gefährlich sind plötzliche Lavafontänen, Bombenwurf und pyroklastische Ströme nahe den Gipfelkratern – am 08.08.2026 gab es einen solchen Strom. Deshalb die abgestuften Sperrungen.
Die Gemeinden zeigen Verstöße nach Art. 650 des italienischen Strafgesetzbuchs bei der Justiz an. Ein fester Bußgeldbetrag steht in den Ätna-Verordnungen nicht.
Das hängt vom Ziel ab. 54 € (hin und zurück, Stand 09/2026) sind viel für 577 Höhenmeter, und auf 2.500 m steht man noch weit unter den Gipfelkratern – wer dort nur kurz schaut und wieder hinunterfährt, ist oft enttäuscht. Sinnvoll ist die Bahn als Zubringer: für die Tour 3000 (82 € inkl. Geländebus und Führer, ca. 2,5 Stunden), für eine Wanderung von der Bergstation weiter hinauf oder mit Kindern und wenig Zeit. Wer gut zu Fuß ist, kann die Strecke auch kostenlos auf der Piste hinaufgehen; wer nur einen Eindruck will, bekommt ihn für 5 € an den Silvestri-Kratern neben dem Parkplatz. Bei Wind oder Zivilschutz-Alarm steht die Bahn – laut Verkaufsbedingungen ohne Erstattung.
Teilweise. Ohne Führer darf man in der Phase ATTENZIONE auf markierten Wegen in die Gipfelzone (grob oberhalb 2.500 m) – aber nicht in die Kraterzone ZPP rund um die aktiven Gipfelkrater: Dort gilt immer Führerpflicht mit zugelassenen Guide Alpine oder Vulcanologiche, höchstens 10 Gäste je Führer und Helm. Eine feste Höhengrenze gibt es seit der Neuabgrenzung vom 21.08.2025 nicht mehr, maßgeblich ist die vor Ort markierte ZPP-Grenze. Stand 21.09.2026 gilt die Phase PREALLARME: Die Kraterzone ist für alle gesperrt, auch mit Führer; bei ALLARME wird die gesamte Zone oberhalb ca. 2.500 m geräumt. Verstöße werden nach Art. 650 des italienischen Strafgesetzbuchs angezeigt.
Es gibt fünf Stufen. (1) Silvestri-Krater auf 1.886–1.986 m direkt an der Straße beim Rifugio Sapienza: Rundgang von etwa 30 Minuten, 5 € Eintritt, täglich 8:30–17 Uhr, auch mit Hund. (2) Seilbahn bis 2.500 m: 54 €, ohne Führer, gut als Ausgangspunkt für eigene Wanderungen. (3) Tour 3000: Seilbahn, Geländebus und Führer bis zum höchsten erlaubten Punkt (je nach Lage ca. 2.750–3.000 m), 82 €, etwa 2,5 Stunden – der beste Kompromiss für die meisten. (4) Gipfelkrater über 3.300 m: nur mit zugelassenem Bergführer und nur in der Phase ATTENZIONE; Stand 21.09.2026 gesperrt. (5) Nordseite ab Piano Provenzana (1.800 m): Geländebus bis etwa 2.900 m in rund 2,5 Stunden, ruhiger und landschaftlich wilder. «Die beste» gibt es nicht: Wer einmal hoch hinaus will, nimmt die Tour 3000 oder den Nordbus; wer wandern will, die geführte Gipfeltour, sobald sie wieder erlaubt ist.
Ätna Süd (Rifugio Sapienza, 1.923 m, Gemeinde Nicolosi) ist die erschlossene Seite: Seilbahn bis 2.500 m, Geländebusse bis rund 3.000 m, Silvestri-Krater, große Parkplätze, Busverbindung ab Catania – und entsprechend viel Betrieb. Ätna Nord (Piano Provenzana, 1.800 m, Gemeinde Linguaglossa) hat keine Seilbahn; hier fahren zugelassene Geländebusse über die Piste bis etwa 2.900 m (Piano delle Concazze, Observatorium Pizzi Deneri), im Winter ist es ein kleines Skigebiet. Der Norden ist ruhiger, waldreicher und von Taormina aus näher, aber ohne Auto schlecht erreichbar. Die Sperrregeln der Behörden gelten auf beiden Seiten gleich.
Quellen · abgerufen am 21.09.2026