Uhuru Peak über sieben Routen
Alle Routen zum Gipfel sind begehbar – mit lizenziertem Führer, Assistenzführer, Koch und Trägern. Fünf bis neun Tage, keine Kletterei. Die Gipfelnacht startet um Mitternacht und dauert 12 bis 16 Stunden.
Von der Ebene aus ist er ein weißer Streifen über den Akazien.
Auf halber Höhe stehst du im Nebel zwischen Pflanzen, die es sonst nirgends gibt.
Ganz oben liegt das Eis – und wird jedes Jahr weniger.
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fünf Klimazonen hinauf
Der Park ist geöffnet, Stand 23.09.2026 meldet weder TANAPA noch das Auswärtige Amt eine Sperrung. Nur: Du kommst an keinem Tor vorbei ohne Permit über einen registrierten tansanischen Veranstalter und ohne lizenzierten Bergführer – auch nicht für die Tageswanderung zur Mandara-Hütte. Und die Parkgebühren zahlst du zusätzlich zu allem anderen.
Alle Routen zum Gipfel sind begehbar – mit lizenziertem Führer, Assistenzführer, Koch und Trägern. Fünf bis neun Tage, keine Kletterei. Die Gipfelnacht startet um Mitternacht und dauert 12 bis 16 Stunden.
Vom Marangu Gate durch den Regenwald zur Mandara-Hütte und weiter zum Maundi-Krater, je Richtung rund 8 km, insgesamt 5 bis 7 Stunden. Auch hier sind Permit und Führer Pflicht; das Tagespermit gilt 12 Tageslichtstunden.
Ohne registrierten Veranstalter gibt es kein Permit, Solo-Bergsteiger werden am Tor abgewiesen. Kinder unter 10 Jahren dürfen laut TANAPA nicht über 3.700 m – darüber nur mit vorab erteilter Sondergenehmigung von KINAPA.

Foto: BerotBurns · CC BY-SA 3.0
Der höchste freistehende Vulkan der Erde: drei Kegel – Kibo, Mawenzi, Shira –, der Kibo ruhend, mit Fumarolen im Gipfelkrater. Seine letzte Tätigkeit liegt 150.000 bis 200.000 Jahre zurück. Gefährlich ist er trotzdem, nur nicht vulkanisch.
Der erste Tag läuft im Regenwald: warm, nass, Moos an den Bäumen, Colobus-Affen über dem Weg. Am zweiten Tag hört der Wald auf wie abgeschnitten, und du stehst in der Heide zwischen Riesen-Senecien, die aussehen wie Kandelaber. Hier oben ist es tagsüber heiß und nachts frostig.
Ab 4.000 Metern ist alles Stein. Die alpine Wüste des Kibo hat keinen Schatten, kein Wasser, nur Geröll und Wind. Am Barafu- oder Kibo-Camp legst du dich um 19 Uhr hin und stehst um 23 Uhr wieder auf: Der Gipfelgang beginnt nachts, damit der Schotter gefroren und du bei Sonnenaufgang oben bist.
Die letzten 1.200 Höhenmeter sind die eigentliche Prüfung – nicht technisch, sondern wegen der Luft. Am Stella Point (5.739 m) steht ein grünes Schild, das dir gratuliert; bis zum Uhuru Peak sind es noch 45 Minuten am Kraterrand entlang, vorbei an den Resten der Gletscher. Danach gehst du an einem Tag rund 2.700 Meter wieder hinunter.
Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 22.09.2026. Das sind Tageswanderungen, keine Gipfelbesteigungen – die vermittelt GetYourGuide für den Kilimandscharo nicht. Prüfe vor dem Buchen, ob die Parkgebühren (mindestens 108 US-$ am Tag) im Preis stecken.

Foto: Sergei Andreichuk · CC BY-SA 4.0
Der Kilimanjaro-Nationalpark gehört der tansanischen Parkbehörde TANAPA, verwaltet wird er von KINAPA. Die Regeln sind kurz: Permit über einen registrierten Veranstalter, lizenzierter Führer, nur ausgewiesene Wege und Camps – und auf jede Gebühr kommen 18 Prozent Mehrwertsteuer.
TANAPA stellt Permits im eigenen Reservierungssystem aus; buchen kann sie nur ein registrierter tansanischer Veranstalter. Am Tor selbst wird nichts verkauft – dort wird registriert, mit Pass, üblicherweise zwischen 7 und 10 Uhr.
Bei Mehrtagestouren gehört ein ganzes Team dazu; Alleingänge werden am Tor abgewiesen. Auch die Tageswanderung braucht einen lizenzierten Führer. Jedes Crewmitglied wird registriert, jede Trägerlast gewogen.
Für Touristen gibt es keine Barzahlung am Tor: TANAPA rechnet über das staatliche Zahlungsportal GePG, Karte oder Mobile Money ab. Der Veranstalter zahlt die Gebühren vor dem Aufstieg ein.
Unter 10 Jahren ist bei 3.700 m Schluss – das steht in den TANAPA-Parkregeln. Manche Veranstalter nennen 3.100 m; amtlich belegt ist das nicht. Ausnahmen muss KINAPA vorab genehmigen.
| Conservation Fee pro Person und Tag, ausländische Gäste ab 16 Jahren (rund 61 €) · Kinder 5–15: 20 US-$, unter 5 frei | 70 US-$ |
| Camping pro Person und Nacht auf Machame, Lemosho, Rongai, Umbwe, Mweka · Kinder 10 US-$ | 50 US-$ |
| Hütte Mandara, Horombo oder Kibo auf der Marangu-Route, pro Person und Nacht · Kinder 20 US-$ | 60 US-$ |
| Rettungsgebühr pro Person und Tour, nicht erstattbar | 20 US-$ |
| Crew-Gebühr je tansanischem Führer, Träger oder Koch und Tour | 5.000 TZS |
| Crater Camping bzw. Upper Barafu pro Person und Nacht · Mawenzi-Kletterei 750 US-$ am Tag | 100 US-$ |
| Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen bis 2.000 kg, z. B. Transfer zum Londorossi Gate | 40 US-$ |

Foto: Christoph Strässler from Oberdorf BL, Schweiz · CC BY-SA 2.0
| Marangu („Coca-Cola-Route“), ab 1.840 m · 5–6 Tage | Die einzige Hüttenroute: Mandara (2.700 m), Horombo (3.720 m), Kibo (4.700 m), Abstieg auf demselben Weg. Gipfelquote nach KINAPA-Daten von 2006 rund 30 % in 5 Tagen, rund 50 % mit Akklimatisationstag. Parkgebühren 6 Tage rund 873 US-$ inkl. VAT. |
| Machame („Whiskey-Route“), ab 1.640–1.800 m · 6–7 Tage | Die beliebteste Zeltroute: Shira-Plateau, Barranco Wall, Barafu Camp (4.670 m), Abstieg über Mweka. Gipfelquote rund 50 % in 6 Tagen, rund 70 % in 7. Parkgebühren 7 Tage rund 956 US-$ inkl. VAT. Die Barranco Wall ist bei Nässe und Eis heikel. |
| Lemosho (Westseite), ab ca. 2.100 m · 7–8 Tage | Die längste Akklimatisation und die höchste Erfolgsquote: rund 85 % in 7 Tagen, rund 90 % in 8. Anfahrt zum Londorossi Gate 3–4 Stunden mit Allrad. Parkgebühren 8 Tage rund 1.097 US-$ inkl. VAT plus Fahrzeuggebühr ab 40 US-$. |
| Rongai (Nordseite), ab ca. 1.950 m · 6–7 Tage | Die trockenste Route, deshalb auch in den Regenzeiten gewählt: über Mawenzi Tarn und die Kibo-Hütte, Abstieg über Marangu. Gipfelquote rund 50 bzw. 70 %. Die Gipfelnacht gilt als hart, weil kaum „hoch gehen, tief schlafen“ möglich ist. |
| Tageswanderung Marangu Gate – Mandara-Hütte – Maundi-Krater · 5–7 Stunden | Rund 8 km je Richtung durch den Regenwald, 3–4 Stunden hinauf, 2–3 hinunter, von 1.840 auf 2.700 m. Vom Maundi-Krater sieht man den Chala-, den Jipe- und den Nyumba-ya-Mungu-See. Führer und Permit Pflicht, Tagespermit 12 Tageslichtstunden. |

Foto: KpokeJlJla · CC BY-SA 4.0
Der Berg braucht keine Kletterei – und genau deshalb unterschätzen ihn viele. Das Auswärtige Amt warnt für Kilimandscharo und Meru ausdrücklich vor Höhenkrankheit und schreibt, dass eine Bergrettung „so gut wie nicht vorhanden“ ist.
Vom Tor auf rund 1.800 Metern bis zum Uhuru Peak auf 5.895 sind es über 4.000 Höhenmeter in wenigen Tagen. Wer fünf Tage bucht, spart Geld und riskiert den Gipfel: Nach den KINAPA-Daten erreicht auf der 5-Tage-Marangu-Route nur etwa jeder Dritte den Kraterrand, auf acht Tagen Lemosho rund neun von zehn.
Nach Zahlen, die Veranstalter von den Behörden zitieren, sterben jedes Jahr 3 bis 10 Menschen am Berg – bei 30.000 bis 50.000 Bergsteigern, fast immer an Höhenlungen- oder Höhenhirnödem. Eine amtliche Statistik dazu gibt es nicht.
Praktisch heißt das: lange Route buchen, vorher zwei Nächte in Moshi oder Arusha bleiben oder den Mount Meru als Akklimatisierung gehen, viel trinken, und bei Kopfschmerz mit Übelkeit absteigen statt weiterzugehen. Die Führer messen meist täglich die Sauerstoffsättigung. Und: Versicherung mit Deckung für Trekking bis 6.000 Meter und Hubschrauberrettung abschließen – ob der Rettungsdienst Kilimanjaro SAR noch fliegt, ist widersprüchlich belegt.

Foto: Caelo80 · CC BY-SA 3.0
Ohne Auto: Internationale Flüge nach Kilimanjaro International Airport (JRO) zwischen Arusha und Moshi; Visum bei Ankunft (50 bzw. 100 US-$ je nach Staatsangehörigkeit) oder e-Visum vorab über visa.immigration.go.tz. Vom Flughafen mit Shuttle oder Taxi nach Moshi (ca. 42 km, 40 Minuten) oder Arusha (ca. 50 km, 50 Minuten). Zu den Toren fahren die Veranstalter; Daladalas fahren von Moshi nach Marangu und Machame, ohne Führer nützt das aber nichts.
Mit dem Auto: Marangu Gate: 41 km von Moshi, 86 km vom Flughafen (TANAPA), Asphalt; Machame Gate 30 km Asphalt; Rongai 70 km (2–2,5 Std.); Lemosho/Londorossi 3–4 Stunden mit 4x4. Fahrzeuggebühr laut Tarif ab 40 US-$ (ausländisches Kennzeichen). Parken an den Toren möglich; Wertsachen nicht im Auto lassen (Auswärtiges Amt: Kriminalität hoch).
TANAPA nennt zwei Trockenzeiten mit klaren Tagen und kühlen Nächten: Ende Juni bis September und Dezember bis Anfang März. Januar/Februar sind am klarsten und daher am vollsten, Juli/August ebenso; September/Oktober sind ruhiger bei noch gutem Wetter. Große Regenzeit März bis Mai (Schnee am Gipfel, Schlamm im Wald), kleine Regenzeit Oktober/November – wer dann geht, nimmt eher die trockenere Rongai-Route. Gipfelversuch immer nachts, um bei Sonnenaufgang oben zu sein.

Foto: Altezzatravel · CC BY-SA 4.0
Wer nicht auf den Berg will oder nach dem Abstieg noch einen Tag hat: Am Südhang bei Moshi liegen der Materuni-Wasserfall und die Chagga-Dörfer mit ihren Kaffeegärten – ohne Parkgebühr und ohne Permit, weil das alles unterhalb der Parkgrenze liegt.
Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 22.09.2026. Diese Touren führen an den Fuß des Kilimandscharo, nicht in den Nationalpark – der Gipfel bleibt dabei außer Reichweite.

Foto: Diego Delso · CC BY-SA 4.0
Die Parkgebühren allein liegen bei rund 956 US-$ für 7 Tage und rund 1.097 US-$ für 8 Tage, jeweils inklusive Mehrwertsteuer. Veranstalterpakete beginnen bei etwa 2.750 US-$ (Marangu) bis 3.150 US-$ (Lemosho); dazu kommen Trinkgelder von 250 bis 350 US-$ für die Crew. Angebote unter 1.500 US-$ sparen fast immer an Trägerlöhnen oder Sicherheit.
Lemosho in 8 Tagen – rund 90 % nach den KINAPA-Daten. Machame in 7 Tagen liegt bei rund 70 %, die 5-Tage-Marangu-Route bei rund 30 %. Der Unterschied ist fast reine Akklimatisationszeit.
Technisch ja, es wird nirgends geklettert. Gefordert sind 5 bis 7 Stunden Gehen am Tag, eine Gipfelnacht von 12 bis 16 Stunden bei bis zu −15 °C und die Bereitschaft umzukehren. Wer nie mehrtägig gewandert ist, sollte vorher trainieren.
Die Parkgebühren betragen mindestens 108 US-$ pro Person (70 US-$ Conservation Fee, 20 US-$ Rettungsgebühr, Crew-Gebühr, alles zzgl. VAT). Veranstalter ab Moshi verlangen 170 bis 275 US-$ mit Führer, Transfer und Mittagessen; auf GetYourGuide beginnen vergleichbare Tagestouren bei rund 72 €.
Frühmorgens und am späten Nachmittag in den Trockenzeiten – tagsüber verschwindet der Gipfel meist in Wolken. Von Amboseli in Kenia und von der Straße Moshi–Arusha ist er bei klarer Luft am deutlichsten.
Ja. Üblich ist das e-Visum über visa.immigration.go.tz mit Vorlauf; ein Visum bei Ankunft am Kilimanjaro International Airport ist je nach Staatsangehörigkeit möglich. Die Gebührenangaben dazu stammen aus Veranstalterquellen, nicht von der Behörde.
Ja, Stand 22.09.2026 ist der Park geöffnet; TANAPA und das Auswärtige Amt melden keine Sperrung. Das AA weist auf die volatile Lage nach den Wahlen 2025 hin (Demonstrationen meiden) und warnt am Berg selbst vor Höhenkrankheit und fehlender Bergrettung.
Laut TANAPA-Tarif 2023/2026: 70 US-$ pro Tag Conservation Fee, 50 US-$ pro Nacht Camping oder 60 US-$ Hütte, 20 US-$ Rettungsgebühr, 5.000 TZS je Crewmitglied – alles zzgl. 18 % Mehrwertsteuer. Für 7 Tage Machame sind das rund 956 US-$ pro Person, für 8 Tage Lemosho rund 1.100 US-$.
Fünf bis neun Tage je nach Route. KINAPA-Daten zeigen: 5 Tage Marangu ca. 30 % Gipfelquote, 7 Tage Machame ca. 70 %, 8 Tage Lemosho ca. 90 %. Weniger als 6 Tage sind aus Höhengründen nicht empfehlenswert.
Technisch nicht, medizinisch ja: Jedes Jahr sterben laut Behördenangaben 3–10 Menschen, meist an Höhenlungen- oder Höhenhirnödem. Das Auswärtige Amt warnt, dass die Bergrettung praktisch nicht existiert – deshalb langsame Route, Versicherung mit Hubschrauberdeckung und rechtzeitig umkehren.
Unter 10 Jahren nur bis 3.700 m (TANAPA-Regel), also etwa bis zur Horombo-Hütte; darüber nur mit vorab erteilter Sondergenehmigung von KINAPA. Ab 10 Jahren gilt keine amtliche Altersgrenze mehr, Veranstalter setzen aber oft 12 Jahre an.
Ja: von Marangu Gate zur Mandara-Hütte (ca. 2.700 m) und zum Maundi-Krater, rund 8 km je Richtung, 5–7 Stunden. Auch dafür sind Führer und Permit Pflicht; die Parkgebühren betragen 70 US-$ plus Rettungsgebühr und Crew-Gebühr zzgl. VAT, Veranstalter verlangen 170–275 US-$ mit allem.
Die Trockenzeiten Ende Juni bis September und Dezember bis Anfang März (TANAPA). Januar/Februar und Juli/August sind am klarsten und vollsten, September/Oktober ruhiger. März bis Mai ist große Regenzeit.
Flug zum Kilimanjaro International Airport (JRO) zwischen Arusha und Moshi; Visum bei Ankunft oder e-Visum. Moshi liegt 42 km entfernt, das Marangu Gate 86 km. Die Veranstalter holen am Flughafen oder Hotel ab und fahren zum Tor.
Ausrüstung für fünf Klimazonen: Regenschutz für den Wald, Fleece und Daunenjacke, Mütze und Handschuhe für die Gipfelnacht mit bis zu −15 °C, Schlafsack bis −10 °C, wasserdichte eingelaufene Bergstiefel, Stirnlampe. Träger tragen bis 25 kg inklusive eigener Sachen.
Der Uhuru Peak liegt auf 5.895 m. Der Kibo ist ein ruhender Vulkan mit Fumarolen im Krater; seine letzte Aktivität liegt 150.000 bis 200.000 Jahre zurück. Ein Ausbruch spielt bei der Besteigung keine Rolle.
Nein. TANAPA rechnet bargeldlos über das staatliche Zahlungsportal, Karten und Mobile Money ab; die Gebühren zahlt der Veranstalter vor dem Aufstieg ein. Am Tor werden nur Pässe registriert und Trägerlasten gewogen.
Quellen · abgerufen am 22.09.2026