Volcano·Guide
Der Fuji mit erstem Schnee am Gipfel, gesehen über den Kawaguchi-See an einem klaren Oktobermorgen Bergsteiger auf der Yoshida-Route am Fuji: Lavaschotter, grüne Hänge und die Berghütten in den Wolken Sonnenaufgang vom Gipfel des Fuji: die Sonne steigt rot über den Horizont, darunter Bergketten und Wolken

Fuji

Vom See aus ist er ein Bild. Still, symmetrisch, weit weg.

Dann steht man drin: Lavaschotter, dünne Luft, eine Hütte nach der anderen.

Und um fünf Uhr früh geht auf 3.776 Metern die Sonne auf.

Scrollen –
vom See zum Gipfel

Stand 21. September 2026Fuji heute: Die Klettersaison ist vorbei – der Berg bleibt

Seit dem 10. September 2026 sind alle vier Routen zum Gipfel gesperrt. Die offizielle Seite meldet: «Mt. Fuji is currently closed». Hütten, Toiletten und Rettungsstationen sind zu. Was jetzt geht, ist der andere Fuji – der, den man sieht: von der 5. Station auf rund 2.300 m und vom Kawaguchi-See. Und das ist im Herbst und Winter ohnehin die bessere Zeit dafür.

Gesperrt
3.776m

Gipfel und alle vier Routen

Yoshida, Subashiri, Gotemba und Fujinomiya sind oberhalb der Kontrollstellen zu, ebenso die Kraterumrundung. Keine Hütte, keine Toilette, keine Erste Hilfe am Berg.

Saison 2026: 1. bzw. 10. Juli – 10. September
Offen
2.300m

5. Station der Fuji Subaru Line

Ohne Gebühr und ohne Registrierung. Der Linienbus ab Bahnhof Kawaguchiko fährt laut Fahrplan 2026 bis 30. Oktober, rund 65 Minuten je Richtung. Die Pkw-Sperre des Sommers ist seit 10. September aufgehoben; die Maut (2.800 Yen) geht nur bar. Bei Sturm oder Starkregen schließt die Straße.

Bus hin und zurück · ca. 19 €3.400 ¥
Offen

Kawaguchi-See

Der klassische Blick auf die Nordflanke – und Endpunkt des Highway-Busses ab Shinjuku (ca. 1 Std. 45 Min.). Von November bis Februar ist der Gipfel am häufigsten frei, morgens öfter als nachmittags.

Bus ab Tokio einfach · ca. 15 €2.750 ¥
Bis Anfang Nov.

Fujinomiya: 5. bis 6. Station

Auf der Südseite ist der kurze Abschnitt zwischen 5. und 6. Station gebührenfrei und 2026 bis Anfang November geöffnet. An der 6. Station ist Schluss – dort beginnt der gesperrte Teil.

geöffnet seit 23. Juni 2026
Quellen: fujisan-climb.jp (Umweltministerium, Präfekturen Yamanashi und Shizuoka), Status und Saisondaten, abgerufen 21.09.2026 · Fujikyu Bus, Tarif ab 01.07.2026 · Yamanashi Prefectural Road Corporation (Maut, Öffnungszeiten). Regeln für 2027 sind noch nicht veröffentlicht – alles, was unten zur Besteigung steht, beschreibt die Saison 2026.
Der verschneite Fuji über dem Kawaguchi-See an einem klaren Märzmorgen, im Vordergrund das Kiesufer
Im Sommer steigt man hinauf und sieht ihn nicht. Im Winter sieht man ihn – und bleibt unten.

Foto: Alpsdake · CC BY-SA 4.0

Fuji sehen, ohne ihn zu besteigenFuji-Tagesausflug ab Tokio: 5. Station und Kawaguchi-See

Die meisten Besucher wollen nicht auf den Fuji, sondern ihn sehen. Das geht als Tagesausflug ab Tokio – und es hängt fast nur am Wetter. Die Stadt Fuji schaut seit 1990 jeden Tag nach: 2025 war der Berg um 8 Uhr an 136 Tagen ganz zu sehen. Im Februar an 22 Tagen, im Juni an 2.

Was man erlebt: Am Kawaguchi-See steht der Berg frei über dem Wasser, fast zu gleichmäßig, um echt zu wirken. Eine gute Stunde später, an der 5. Station, ist er kein Bild mehr, sondern Boden – rotbrauner Lavaschotter, Wind, 2.300 Meter, und der Blick geht zum ersten Mal nach unten auf die Wolken statt nach oben. Auch hier oben kann die Höhe schon leichte Kopfschmerzen machen.

Auf eigene Faust: Highway-Bus ab Busta Shinjuku nach Kawaguchiko (2.750 Yen, online 2.450 Yen, alle Plätze reserviert) oder der Limited Express «Fuji Excursion» ohne Umsteigen in rund zwei Stunden. Ab Kawaguchiko weiter mit dem Linienbus zur 5. Station. Eine Tour nimmt dir die Umstiege ab und fährt mehrere Aussichtspunkte an einem Tag an – welche, steht im jeweiligen Titel.

Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 21.09.2026. Ob der Fuji zu sehen ist, entscheidet das Wetter – keine Tour kann das zusagen. Geführte Besteigungen waren am 21.09.2026 nicht in unserer Auswahl.

So war es 2026 – für 2027 amtlich noch offenFuji besteigen: Gebühr, Reservierung, Torschluss

Seit 2025 kostet die Besteigung auf allen vier Routen Geld, und zwischen 14 und 3 Uhr kommt ohne Hüttenreservierung niemand mehr durch die Kontrolle. Die Regeln für 2027 sind amtlich noch offen. Wir rechnen mit einem ähnlichen Rahmen – planen solltest du aber erst, wenn die Präfekturen ihn veröffentlicht haben.

1

4.000 Yen Pflichtgebühr

Pro Person, auf jeder der vier Routen (rund 22 €). Auch Hüttengäste zahlen. Die frühere freiwillige Spende von 1.000 Yen taucht in den Regelwerken 2026 nicht mehr auf.

2

Tor zu von 14 bis 3 Uhr

Auf allen Routen. Durch kommt in dieser Zeit nur, wer eine Hüttenübernachtung nachweist. So wollen die Behörden das «Bullet Climbing» beenden – den Nachtaufstieg ohne Pause. Absteigen darf man immer.

3

Yoshida: 4.000 Menschen am Tag

Nur die Yoshida-Route (Präfektur Yamanashi) hat ein Tageslimit; Hüttengäste zählen nicht mit. Reservieren ließ sich bis zum Tag selbst, solange Plätze frei waren. An der 5. Station wird kontrolliert: warme Kleidung, Regenjacke und Regenhose, Bergschuhe.

4

Shizuoka: App, Kurs, Test

Für Subashiri, Gotemba und Fujinomiya lief alles über die App «Shizuoka Prefecture FUJI NAVI»: E-Learning mit Abschlusstest, Tourdaten, Zahlung, QR-Code, am Einstieg ein Armband. Kein Tageslimit, Storno kostenlos bis zum Einstieg.

Offizielle Preise · Saison 2026 bzw. Stand 09/2026
Pflichtgebühr Besteigung, alle vier Routen, pro Person4.000 ¥ (ca. 22 €)
Linienbus Kawaguchiko/Bahnhof Fujisan – 5. Station, hin und zurück / einfach · Kinder halber Preis3.400 / 2.000 ¥ (ca. 19 / 11 €)
Highway-Bus Shinjuku – Kawaguchiko, einfach (online 2.450 ¥)2.750 ¥ (ca. 15 €)
Highway-Bus Shinjuku – 5. Station direkt, einfach, nur im Sommer (online 4.500 ¥)4.800 ¥ (ca. 27 €)
Fuji Subaru Line, Maut Pkw hin und zurück · nur bar oder Wertkarte, keine Kreditkarte, kein ETC2.800 ¥ (ca. 16 €)
Fujisan Parking während der Pkw-Sperre, pro Einfahrt · Shuttlebus zur 5. Station 3.400 ¥ hin und zurück1.000 ¥ (ca. 6 €)
  1. 8. Mai 2026Registrierung Shizuoka öffnet

    Die App FUJI NAVI nimmt Anmeldungen für Subashiri, Gotemba und Fujinomiya an.

  2. 1. JuliYoshida und Subashiri offen

    Die Kraterumrundung bleibt wegen Restschnee zunächst zu.

  3. 3. Juli, 18 UhrPkw-Sperre Fuji Subaru Line

    Privatwagen – auch Hybride – müssen am Fujisan Parking bleiben. Reine Elektroautos dürfen mit Bestätigung hinauf.

  4. 10. JuliAlle Routen offen

    Gotemba, Fujinomiya und die Kraterumrundung öffnen.

  5. 9./10. SeptemberStarkregen

    Zufahrten gesperrt, Busse eingestellt. Beide Präfekturen erstatten die Gebühr für diese Tage automatisch.

  6. 10. SeptemberSaisonende

    Alle Routen schließen, die Pkw-Sperre endet um 18 Uhr.

Quellen: Präfektur Yamanashi, Regelwerk Yoshida-Route 2026 (fujisan-climb.jp/en/info/28) · Präfektur Shizuoka, «Restrictions on climbing Mt. Fuji (2026)» vom 14.05.2026 (info/1722). Beide Regelungen gelten «by ordinance»; Nummern der Verordnungen weisen die Seiten nicht aus. Wie die Yoshida-Plätze zwischen Online- und Tagesverkauf aufgeteilt waren, ist amtlich nicht belegt – wir nennen dazu keine Zahl.

Vier Wege, zwei PräfekturenDie Routen auf den Fuji im Vergleich

Alle vier Routen beginnen an einer 5. Station und enden am Kraterrand. Sie unterscheiden sich in Saison, Regeln und vor allem in der Infrastruktur. Gehzeiten und Schwierigkeitsgrade nennen die amtlichen Seiten nicht – wir deshalb auch nicht.

Route → Saison 2026 und was sie ausmacht
Yoshida (Yamanashi) · ab Fuji Subaru Line 5th Station, ca. 2.300 m1. Juli – 10. September. Rund 1.450 Höhenmeter bis zum Gipfel. Die meiste Infrastruktur: rund 17 Hütten zwischen 5. und 8. Station, mehrere Erste-Hilfe-Stationen. Tageslimit 4.000, Ausrüstungskontrolle am Tor.
Subashiri (Shizuoka) · ab Subashiri 5. Station1. Juli – 10. September. Trifft oben auf die Yoshida-Route – beim Abstieg nahe der 8. Station auf die Schilder achten, sonst landet man in der falschen Präfektur. Erste Hilfe an der 5. Station.
Gotemba (Shizuoka) · ab Gotemba New 5th Station10. Juli – 10. September. Keine Erste-Hilfe-Station an der Route. Eine Pkw-Sperre nennt die amtliche Meldung 2026 hier nicht.
Fujinomiya (Shizuoka) · ab Fujinomiya 5. Station, Kontrolle ab 6. Station10. Juli – 10. September. Pkw-Sperre auf der Mt. Fuji Skyline, Umstieg am Parkplatz Mizugatsuka. Erste Hilfe an der 8. Station.
Kraterumrundung Ohachi-meguri10. Juli – 10. September, abhängig vom Schnee. In der Wegegebühr enthalten.
Lange Reihe bunt gekleideter Bergsteiger beim Abstieg über die Serpentinen der Yoshida-Route am Fuji, kurz nach Sonnenaufgang
Allein ist man hier oben nie. Genau deshalb gibt es das Tor.

Foto: Flittergreeze · CC BY-SA 4.0

Gut zu wissenAnreise ab Tokio, beste Zeit, Tipps

Anreise

Ohne Auto: Ab Tokio zwei direkte Wege zur Nordseite. Highway-Bus ab Busta Shinjuku (Fujikyu/Keio, alle Plätze reserviert, buchbar ab einem Monat vorher): bis Bahnhof Kawaguchiko ca. 1 Std. 45 Min., 2.750 Yen, online 2.450 Yen. In der Klettersaison fahren Direktbusse Shinjuku – Fuji Subaru Line 5th Station in ca. 2 Std. 30 Min. für 4.800 Yen (online 4.500 Yen): 2026 vom 1. Juli bis 31. August ohne Halt an den Seen, vom 1. bis 10. September über Kawaguchiko; dazu ab 3. Juli ein Nachtbus 23:25 Uhr ab Shinjuku mit Ankunft gegen 2:00 Uhr (bis 9. September) – passend zur Toröffnung um 3 Uhr. Bahn: der Limited Express «Fuji Excursion» fährt ohne Umsteigen Shinjuku – Kawaguchiko (rund 2 Stunden, alle Plätze reserviert). Ab Kawaguchiko oder Bahnhof Fujisan weiter mit dem Linienbus zur 5. Station (ca. 65 Min.).

Mit dem Auto: Die Fuji Subaru Line ist eine Mautstraße (Pkw 2.800 Yen hin und zurück, nur Barzahlung oder Wertkarten). «My-Car-Regelung» 2026: vom 3. Juli, 18 Uhr, bis 10. September, 18 Uhr, dürfen Privat-Pkw nicht hinauf – auch Hybridfahrzeuge nicht. Ausgenommen sind Busse, Taxis, Fahrräder, Fahrzeuge mit Menschen mit Behinderung sowie reine Elektro- und Brennstoffzellenautos, die sich vorher am Fujisan Parking eine Bestätigung holen müssen. Alle anderen parken am Fujisan Parking in Fujiyoshida (1.000 Yen pro Einfahrt, auch Motorräder ab 125 cm³) und nehmen den Shuttlebus (3.400 Yen hin und zurück, 2.000 Yen einfach; Betrieb 4. Juli – 10. September 2026). Shizuoka-Seite: Pkw-Sperre Mt. Fuji Skyline (Fujinomiya) 10. Juli 9 Uhr – 10. September 18 Uhr, Fuji-Azami-Line (Subashiri) 1. Juli 9 Uhr – 10. September 18 Uhr.

  • Ab Tokio (Shinjuku) · Bus ca. 1 Std. 45 Min. bis Kawaguchiko, ca. 2 Std. 30 Min. bis 5. Station; Zug rund 2 Std.
    Highway-Bus ab Busta Shinjuku nach Kawaguchiko oder – im Sommer – direkt zur 5. Station; alternativ Limited Express Fuji Excursion nach Kawaguchiko
  • Ab Kawaguchiko · ca. 65 Min.
    Fujikyu-Linienbus zur Fuji Subaru Line 5th Station

Beste Zeit

Für die Besteigung gibt es keine Wahl: nur 1. bzw. 10. Juli bis 10. September. Für die Sicht auf den Berg ist genau diese Zeit die schlechteste. Die Stadt Fuji beobachtet seit 1990 täglich vom Rathaus aus (8, 12 und 16 Uhr): 2025 war der Berg um 8 Uhr an 136 Tagen ganz und an 231 Tagen ganz oder teilweise zu sehen. Am besten schnitten Januar und Februar ab (19 bzw. 22 Tage mit vollständiger Sicht), am schlechtesten der Juni (2 Tage). Die Langzeitreihe zeigt dasselbe Muster – viel Sicht von November bis Februar, wenig von Juni bis August – und einen klaren Tagesgang: je früher am Morgen, desto häufiger ist der Gipfel frei. Wer wegen des Fuji-Blicks an den Kawaguchi-See fährt, plant also Spätherbst oder Winter und den frühen Vormittag; im Sommer ist ein wolkenfreier Fuji Glückssache.

Für wen es passt

Kinder
Eine amtliche Altersgrenze ist nicht belegt. Die Bus- und Shuttletarife kennen Kinderpreise (halber Preis). Für die 5. Station und die Seen ist der Fuji ein unkompliziertes Familienziel; die Besteigung ist eine lange Hochgebirgstour bis fast 3.800 m.
Kondition
Yamanashi rät Unerfahrenen zu einem Bergführer und verlangt volle Bergausrüstung. Von der 5. Station der Yoshida-Route sind rund 1.450 Höhenmeter zu überwinden; Gehzeiten sind in den ausgewerteten Primärquellen nicht beziffert.
Höhe
Das zentrale Risiko. Die Behörden begründen das Verbot des «Bullet Climbing» – nachts ohne Hüttenpause in einem Zug zum Gipfel – ausdrücklich mit Höhenkrankheit und Unterkühlung; deshalb der Torschluss 14–3 Uhr. Sinnvoll: an der 5. Station (ca. 2.300 m) mindestens eine Stunde akklimatisieren, in einer Hütte übernachten, langsam gehen, viel trinken und bei Kopfschmerz, Übelkeit oder Schwindel absteigen – Abstieg ist jederzeit erlaubt. Schon der Bus bringt Tagesgäste in kurzer Zeit auf 2.300 m; auch dort sind leichte Symptome möglich.
Herz und Atemwege
Keine amtliche Ausschlussregel belegt. Wegen Höhe, Kälte und langer Belastung vorher ärztlich abklären; Erste-Hilfe-Stationen gibt es nur in der Saison und nicht auf jeder Route (Gotemba: keine).
Rollstuhl
Die Besteigungsrouten sind nicht barrierefrei. Fahrzeuge mit Menschen mit Behinderung sind – gegen Vorlage des Ausweises – von der Privat-Pkw-Sperre der Fuji Subaru Line ausgenommen und dürfen zur 5. Station fahren.
Kleidung
Pflicht auf der Yoshida-Route und am Tor kontrolliert: warme (Winter-)Kleidung und zweiteilige Regenbekleidung aus Jacke und Hose. Ein Poncho oder Freizeitkleidung genügt nicht. Am Gipfel herrschen auch im August Temperaturen um den Gefrierpunkt.
Schuhe
Geeignete Bergschuhe sind die dritte Pflichtposition am Yoshida-Tor; ohne sie kein Durchlass.

Tipps, die man vor Ort braucht

  • Zuerst die Hütte buchen, dann den Weg: Hüttengäste fallen auf der Yoshida-Route nicht unter das 4.000er-Limit und dürfen auch nach 14 Uhr durchs Tor. Die Wegegebühr zahlen sie trotzdem, und beide Buchungen laufen getrennt.
  • Ohne Hütte gilt: bis spätestens 14 Uhr durch das Tor. Wer den Highway-Bus ab Shinjuku nimmt, sollte eine frühe Abfahrt wählen – oder den Nachtbus um 23:25 Uhr, der gegen 2 Uhr an der 5. Station ist, kurz bevor das Tor um 3 Uhr öffnet.
  • Warme Schicht, Regenjacke UND Regenhose sowie Bergschuhe gehören ins Gepäck, nicht ins Hotel – auf der Yoshida-Route wird an der 5. Station kontrolliert und ohne alle drei abgewiesen.
  • Für die Shizuoka-Routen die FUJI-NAVI-App schon zu Hause installieren: Das E-Learning mit Test braucht Zeit und muss komplett bestanden sein, bevor der QR-Code kommt. Dafür lässt sich dort bis zum Einstieg kostenlos stornieren.
  • Mit dem Mietwagen im Sommer nicht zur 5. Station planen: Vom 3. Juli bis 10. September ist die Fuji Subaru Line für Privat-Pkw gesperrt, auch für Hybride. Bargeld einstecken – die Maut lässt sich weder mit Karte noch per ETC zahlen.
  • Beim Abstieg an der 8. Station auf die Beschilderung achten: Dort trennen sich Yoshida- und Subashiri-Weg. Die Behörde lässt sich das bei der Reservierung eigens bestätigen, weil sich hier viele verlaufen.
  • Vor der Anreise die Meldungen auf fujisan-climb.jp prüfen. Bei Starkregen schließen die Zufahrtsstraßen kurzfristig; 2026 wurden Gebühren für solche Tage automatisch erstattet.
  • Wer nur den Berg sehen will, kommt besser zwischen November und Februar und am frühen Morgen – im Hochsommer steckt der Gipfel an den meisten Tagen in Wolken.

Kurze Geschichte

  • Der letzte Ausbruch war die Hōei-Eruption vom 16. Dezember 1707 bis etwa 1. Januar 1708; sie riss einen neuen Krater samt Nebengipfel in die Südostflanke.
  • Die erste überlieferte Besteigung wird dem Asketen En no Ozunu im Jahr 663 zugeschrieben.
  • Als erster Ausländer stand der britische Gesandte Sir Rutherford Alcock im September 1860 auf dem Gipfel.
  • Frauen war der Gipfel bis 1872 offiziell verboten; Tatsu Takayama gilt als erste Frau, die ihn – bereits 1832 – erreichte.
  • Am 22. Juni 2013 nahm die UNESCO den Berg als Kulturerbe «Fujisan, heiliger Ort und Quelle künstlerischer Inspiration» mit 25 Teilstätten auf.
  • 2024 führte die Präfektur Yamanashi auf der Yoshida-Route erstmals Tor, Tageslimit von 4.000 Personen und eine Pflichtgebühr von 2.000 Yen ein – als Antwort auf Überfüllung und Nachtaufstiege ohne Pause.
  • Seit der Saison 2025 kostet die Besteigung auf allen vier Routen 4.000 Yen; Shizuoka verzichtet auf ein Limit, verlangt aber Vorabregistrierung mit E-Learning und Test.
  • Am 15. September 2026 kündigte Yamanashi an, Hubschrauberrettungen außerhalb der Saison ab 2027 in Rechnung zu stellen.

Zwei Vulkane an einem TagMount-Fuji-Tour mit Hakone: Seilbahn, Ōwakudani, Ashi-See

Viele Tagestouren ab Tokio verbinden den Fuji mit Hakone, dem aktiven Vulkan rund 25 km südöstlich. Dieselben Touren stehen deshalb auch auf unserer Hakone-Seite. Wichtig: In Ōwakudani gilt eine ernst gemeinte Gaswarnung für Menschen mit Asthma, Lungen- oder Herzleiden.

Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 21.09.2026. Fährt die Seilbahn wegen Wind oder Gas nicht, ändert sich das Programm.

Veraltet im NetzWas anderswo falsch steht

„Den Fuji zu besteigen ist kostenlos – es gibt nur eine freiwillige Spende von 1.000 Yen.“
Überholt. Seit 2025 verlangen beide Präfekturen auf allen vier Routen 4.000 Yen Pflichtgebühr; die Regelwerke 2026 bestätigen den Betrag.
„Die Yoshida-Route kostet 2.000 Yen.“
Das war der Betrag der ersten Saison 2024. Seit 2025 sind es 4.000 Yen.
„Es dürfen höchstens 4.000 Menschen pro Tag auf den Berg.“
Das Limit gilt nur für die Yoshida-Route, und Hüttengäste werden nicht mitgezählt. Shizuoka hat für seine drei Routen ausdrücklich kein Tageslimit.
„Man kann abends losgehen und zum Sonnenaufgang oben sein.“
Genau das wollen die Behörden unterbinden: Zwischen 14 und 3 Uhr kommt auf keiner Route jemand ohne Hüttenreservierung durch die Kontrolle.
„Zur 5. Station fährt man mit dem Mietwagen.“
Im Sommer 2026 nicht: Vom 3. Juli bis 10. September war die Fuji Subaru Line für Privat-Pkw gesperrt. Und die Maut beträgt 2.800 Yen, nicht 2.100.

Kurz gefragtVor der Reise zum Fuji

Kann man den Fuji jetzt im Herbst besteigen?

Nein. Die Saison 2026 endete am 10. September; seither sind die Wege oberhalb der 5. Station (Fujinomiya: 6. Station) und die Kraterumrundung gesperrt. Hütten, Toiletten und Rettungsstationen sind geschlossen. Offen bleiben die 5. Stationen und die Seen.

Wann beginnt die Fuji-Saison 2027?

Das steht noch nicht fest. 2026 öffneten Yoshida und Subashiri am 1. Juli, Gotemba und Fujinomiya am 10. Juli. Shizuoka veröffentlichte sein Regelwerk 2026 am 14. Mai; neue Termine erscheinen auf fujisan-climb.jp. Bei viel Restschnee verschiebt sich der Start.

Wie plane ich einen Fuji-Tagesausflug ab Tokio?

Mit dem Highway-Bus ab Busta Shinjuku in etwa 1 Stunde 45 Minuten nach Kawaguchiko (2.750 Yen, online 2.450 Yen) oder mit dem Limited Express Fuji Excursion. Von dort fährt der Linienbus in rund 65 Minuten zur 5. Station (3.400 Yen hin und zurück, Fahrplan 2026 bis 30. Oktober). Früh starten: Morgens ist der Gipfel am häufigsten frei.

Gibt es geführte Touren auf den Gipfel?

Eine Führerpflicht gibt es nicht, die Präfektur Yamanashi empfiehlt Unerfahrenen aber ausdrücklich einen professionellen Bergführer. In unserer Auswahl vom 21.09.2026 standen nur Tagestouren zum Sehen des Berges, keine Besteigungen.

Was ist Goraikō?

So heißt der Sonnenaufgang vom Gipfel des Fuji – für viele der Grund der ganzen Tour. Erlaubt ist er nur mit Hüttenübernachtung oder einem Start nach 3 Uhr: Wer nachts ohne Hüttenreservierung ans Tor kommt, wird abgewiesen.

Fuji oder Hakone – was lohnt sich mehr?

Am Fuji geht es um den Berg selbst: den Blick vom See, die 5. Station, im Sommer den Aufstieg. Hakone ist ein aktives Vulkantal mit Dampf, Seilbahn und See – und bei klarer Sicht mit Fuji-Blick. Viele Tagestouren ab Tokio verbinden beides.

Was kostet die Besteigung des Fuji 2026?

Auf allen vier Routen 4.000 Yen pro Person, das sind rund 22 Euro. Die Gebühr ist Pflicht und wird auf der Yoshida-Route bei der Online-Reservierung, auf den Shizuoka-Routen über die App FUJI NAVI bezahlt. Dazu kommen Anreise, gegebenenfalls Hütte und Toilettengebühren unterwegs.

Muss ich die Fuji-Besteigung vorher reservieren?

Für die Yoshida-Route dringend empfohlen: Dort gilt ein Limit von 4.000 Personen pro Tag, und ist es erreicht, schließt das Tor. Für Subashiri, Gotemba und Fujinomiya ist eine Vorabregistrierung mit kurzem Online-Kurs und Test vorgeschrieben, die laut Präfektur Shizuoka auch vor Ort nachgeholt werden kann. Ein Tageslimit gibt es dort nicht.

Wann ist die Klettersaison am Fuji?

2026 waren Yoshida- und Subashiri-Route vom 1. Juli bis 10. September geöffnet, Gotemba- und Fujinomiya-Route sowie die Kraterumrundung vom 10. Juli bis 10. September. Bei viel Restschnee kann sich der Start verschieben. Außerhalb dieser Zeit sind die Wege gesperrt und Hütten, Toiletten und Rettungsstationen geschlossen.

Bis wann muss ich am Tor sein?

Bis 14 Uhr. Zwischen 14 Uhr und 3 Uhr morgens kommt nur durch, wer eine Hüttenreservierung nachweisen kann – das gilt auf allen vier Routen. Absteigen darf man zu jeder Uhrzeit.

Was ist Bullet Climbing und warum ist es verboten?

Gemeint ist der Nachtaufstieg in einem Zug zum Sonnenaufgang, ohne in einer Hütte zu schlafen. Die Behörden sehen darin die Hauptursache für Höhenkrankheit, Unterkühlung und Rettungseinsätze. Der Torschluss von 14 bis 3 Uhr soll genau das verhindern.

Welche Ausrüstung wird am Fuji kontrolliert?

Auf der Yoshida-Route prüft das Personal an der 5. Station drei Dinge: warme Kleidung, Regenbekleidung aus Jacke und Hose sowie richtige Bergschuhe. Fehlt eines davon, wird man nicht durchgelassen. Sinnvoll sind außerdem Stirnlampe, Handschuhe, Bargeld und genug Wasser.

Kann man den Fuji an einem Tag ohne Hütte besteigen?

Erlaubt ist es, wenn man zwischen 3 und 14 Uhr durch das Tor geht. Die Behörden empfehlen aber die Übernachtung, weil der Körper sonst kaum Zeit zur Höhenanpassung hat. Wer es versucht, sollte sehr früh starten und bei Symptomen umkehren.

Wie komme ich von Tokio zum Fuji?

Am einfachsten mit dem Highway-Bus ab Busta Shinjuku: in etwa 1 Stunde 45 Minuten nach Kawaguchiko (2.750 Yen, online 2.450 Yen) oder im Sommer direkt zur 5. Station in rund 2,5 Stunden (4.800 Yen). Alternativ fährt der Limited Express Fuji Excursion ohne Umsteigen von Shinjuku nach Kawaguchiko. Von dort braucht der Linienbus zur 5. Station etwa 65 Minuten.

Kann ich mit dem Auto zur 5. Station fahren?

Außerhalb des Hochsommers ja, über die mautpflichtige Fuji Subaru Line (2.800 Yen hin und zurück, nur bar). Vom 3. Juli bis 10. September 2026 waren Privat-Pkw einschließlich Hybridfahrzeugen gesperrt; man parkte für 1.000 Yen am Fujisan Parking und nahm den Shuttlebus für 3.400 Yen hin und zurück. Reine Elektroautos durften mit vorheriger Bestätigung hinauf.

Lohnt sich der Fuji auch ohne Besteigung?

Ja. Die 5. Station auf rund 2.300 m ist ohne Gebühr zugänglich, und der Kawaguchi-See bietet den bekanntesten Blick auf die Nordseite – beides geht als Tagesausflug ab Tokio. Wichtig ist die Jahreszeit: Im Sommer ist der Gipfel meist in Wolken, die besten Chancen hat man von November bis Februar am frühen Morgen.

Wann sieht man den Fuji am besten?

Nach den täglichen Beobachtungen der Stadt Fuji im Winter: 2025 war der Berg im Februar an 22 und im Januar an 19 Tagen um 8 Uhr vollständig zu sehen, im Juni nur an 2 Tagen. Über das Jahr waren es 136 Tage mit voller Sicht. Morgens ist die Chance durchweg höher als am Nachmittag.

Ist der Fuji gefährlich oder aktiv?

Der Fuji ist ein aktiver Vulkan, steht bei der japanischen Wetterbehörde JMA aber auf der niedrigsten Warnstufe 1; Anzeichen für einen Ausbruch gibt es nicht. Der letzte Ausbruch war 1707. Die realen Gefahren sind Höhe, Kälte, Steinschlag und Wetterstürze – und außerhalb der Saison fehlende Infrastruktur.

Muss ich eine Rettung am Fuji selbst bezahlen?

Bisher nicht. Die Präfektur Yamanashi hat aber im September 2026 angekündigt, Hubschraubereinsätze außerhalb der Saison künftig zu berechnen: 8.000 Yen je fünf Flugminuten für alle, die keinen Tourenplan eingereicht haben. Starten soll das mit der Wintersperre ab September 2027, sofern die Verordnung beschlossen wird.

Quellen · abgerufen am 21.09.2026