Anlage Ōwakudani
Seilbahnstation, Aussichtsbereich, Kurotamago-kan mit den schwarzen Eiern, Geomuseum und Informationszentrum. Erreichbar per Seilbahn, Bus oder Auto. Bei erhöhten Gaswerten wird per Durchsage geräumt – das kann jederzeit passieren.
Erst schwebt man über einen Hang, auf dem nichts mehr wächst.
Dann riecht man es: Schwefel. Der Berg darunter ist wach.
Am Ende der Fahrt liegt ein stiller See da – und bei klarer Sicht der Fuji.
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über das Tal zum See
Hakone ist ein aktiver Vulkan. Die japanische Wetterbehörde JMA führt ihn auf Warnstufe 1 von 5, unverändert seit dem 7. Oktober 2019. Die Anlage Ōwakudani ist täglich von 9 bis 17 Uhr zugänglich, ohne Eintritt. Ins Fumarolenfeld selbst kommt man nur geführt – und für manche Menschen ist das ganze Tal tabu.
Seilbahnstation, Aussichtsbereich, Kurotamago-kan mit den schwarzen Eiern, Geomuseum und Informationszentrum. Erreichbar per Seilbahn, Bus oder Auto. Bei erhöhten Gaswerten wird per Durchsage geräumt – das kann jederzeit passieren.
Vier Termine am Tag (10:00, 11:30, 13:00, 14:30 Uhr), je höchstens 30 Personen, rund 40 Minuten. Nur mit Online-Reservierung, ab Grundschulalter, und man muss im Notfall rennen können.
Fährt ganzjährig, Februar bis November 9–17 Uhr, im Dezember und Januar bis 16:15 Uhr. Wind ab 30 m/s, Gewitter, erhöhte Gaswerte und die Jahresrevision legen sie still. Den Betriebsstand von heute zeigt nur hakonenavi.jp – wir konnten ihn am 21.09. nicht auslesen.
Der Weg von Bōgasawa zur Station Sōunzan ist vollständig gesperrt, ebenso der Naturerkundungsweg Ōwakudani–Kojiri – wegen der vulkanischen Aktivität.
Präfektur, Parkverwaltung und Seilbahnbetreiber warnen gleichlautend – und deutlicher, als es die meisten Reiseführer weitergeben. Schon Spuren von Schwefeldioxid können einen Asthmaanfall auslösen.
Wer Asthma, eine Bronchial-, Atemwegs- oder Lungenerkrankung, ein Herzleiden oder einen Herzschrittmacher hat oder sich nicht wohlfühlt, soll Ōwakudani nicht besuchen: Das Gas kann lebensgefährlich sein. Die Seilbahn nimmt diese Personen auf der Fahrt über dem Tal nicht mit; die Parkverwaltung bittet sie, im Auto zu bleiben.
Diese Gruppen können schon auf geringe Gasmengen reagieren. Die Betreiber bitten, den Besuch gut zu überlegen. Wer starken Geruch oder Reizung von Augen, Nase oder Hals bemerkt, verlässt den Bereich sofort.
Ab 5 ppm Schwefeldioxid oder 10 ppm Schwefelwasserstoff müssen alle in die Gebäude. Ab 10 ppm SO₂ oder 50 ppm H₂S wird die Anlage vollständig geräumt. In der Seilbahn liegen feuchte Tücher für Mund und Nase bereit, in allen Stationen gibt es Sanitätsräume.

Foto: Ka23 13 · CC BY 4.0
Ōwakudani entstand vor rund 3.000 Jahren bei einer Explosion des Hakone-Vulkans. Heute dampft es dort ununterbrochen aus dem Hang, der Boden ist gelb und kahl, und die Seilbahn schwebt rund 130 Meter darüber hinweg.
Man riecht das Tal, bevor man es sieht. An der Station ist es auch im Sommer kühl, oft neblig und windig – eine Jacke gehört in den Rucksack. Im Kurotamago-kan gibt es die Kuro-tamago: Eier, im schwefelhaltigen Thermalwasser gekocht, mit schwarzer Schale. Der Volksmund verspricht sieben Jahre längeres Leben pro Ei.
Bei klarem Wetter steht hinter dem Dampf der Fuji. Die Chancen sind von November bis Februar und am frühen Morgen am besten – also die erste Gondel um 9 Uhr nehmen. Im Sommer steckt der Berg meist in Wolken.
Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 21.09.2026. Fast alle Tagestouren ab Tokio verbinden Hakone mit dem Fuji – dieselben Touren stehen deshalb auch auf unserer Fuji-Seite. Ob die Seilbahn fährt und ob der Fuji zu sehen ist, entscheiden Wind, Gas und Wetter.
Hakone besucht man nicht an einem Punkt, sondern auf einer Runde mit vier Verkehrsmitteln. Der Hakone Freepass deckt sie alle ab. Morgens zuerst die Betriebslage auf hakonenavi.jp ansehen: Steht die Seilbahn wegen der Jahresrevision, fahren Ersatzbusse, und die Runde dauert länger.
Mit der Odakyu-Linie. Der Romancecar fährt in rund 80 Minuten direkt, alle Plätze reserviert, 1.200 Yen Zuschlag je Richtung – zusätzlich zu Fahrkarte oder Freepass. Normale Züge bis Odawara sind im Freepass enthalten.
Die Hakone-Tozan-Bahn klettert von Hakone-Yumoto hinauf nach Gōra. Im Freepass enthalten.
Von Gōra zur Talstation der Seilbahn. Im Freepass enthalten.
Eine Station bis Ōwakudani, dort umsteigen. Gondeln für 18 Personen etwa im Minutentakt, keine Reservierung. Weiter über Ubako hinunter nach Tōgendai am Ashi-See.
Ab Tōgendai fahren die Ausflugsschiffe über den Kratersee – ebenfalls im Freepass. Bei klarer Sicht mit Fuji im Hintergrund.
Hakone-Tozan-Bus und die anderen Buslinien im Geltungsbereich gehören zum Pass. Im Dezember und Januar schließt alles schon gegen 16 Uhr – früh starten.
Zum 1. Oktober 2025 hat die Odakyu-Gruppe kräftig erhöht: Freepass ab Shinjuku von 6.100 auf 7.100 Yen, Seilbahn einfach von 1.500 auf 2.000 Yen. Viele Ratgeber nennen noch die alten Zahlen. Für die klassische Runde rechnet sich der Pass trotzdem fast immer – allein die Seilbahn-Rückfahrt kostet einzeln 3.000 Yen.
| Hakone Freepass 2 Tage ab Shinjuku · Kinder 1.600 ¥ | 7.100 ¥ (ca. 39 €) |
| Hakone Freepass 3 Tage ab Shinjuku · Kinder 1.850 ¥ | 7.500 ¥ (ca. 42 €) |
| Hakone Freepass 2 Tage ab Odawara · Kinder 1.500 ¥ | 6.000 ¥ (ca. 33 €) |
| Romancecar-Zuschlag Shinjuku – Hakone-Yumoto, einfach · Kinder 600 ¥ · nicht im Freepass | 1.200 ¥ (ca. 7 €) |
| Freepass 2 Tage ab Shinjuku plus Romancecar hin und zurück | 9.500 ¥ (ca. 53 €) |
| Hakone-Seilbahn einfach · Kinder 700 ¥ | 2.000 ¥ (ca. 11 €) |
| Hakone-Seilbahn hin und zurück, 2 Tage gültig, Zwischenhalte erlaubt · Kinder 1.000 ¥ | 3.000 ¥ (ca. 17 €) |
| Geführter Naturpfad Ōwakudani, pro Person, nur bargeldlos | 800 ¥ (ca. 4,50 €) |
| Parkplatz Ōwakudani, Pkw, Tageshöchstsatz werktags / Wochenende | 1.300 / 2.600 ¥ (ca. 7 / 14 €) |
Seilbahn und Anlage brauchen keine Reservierung. Der Naturpfad schon – und wer mit dem Auto kommt, sollte die Uhr im Blick behalten.
| Hakone-Seilbahn · Sōunzan – Ōwakudani – Ubako – Tōgendai | Februar–November 9–17 Uhr, Dezember–Januar 9–16:15 Uhr. Einfach 2.000 Yen, hin und zurück 3.000 Yen, im Freepass enthalten. Tickets an allen vier Stationen, auch digital mit QR-Code; kein Zeitfenster. Rollstuhlfahrer können im Rollstuhl einsteigen. Hunde nur in geschlossener Transportbox. |
| Geführter Naturpfad · Rundweg ca. 700 m, etwa 40 Minuten | Täglich 10:00, 11:30, 13:00 und 14:30 Uhr, je 30 Personen, zwei Sicherheitsaufseher je Gruppe. 800 Yen, nur Karte oder IC-Karte. Pflicht-Reservierung bei der Hakone Tourist Association. Treffpunkt: Ōwakudani Information Center, spätestens 20 Minuten vorher. Über eine Absage wegen Wetter oder Gas wird 30 Minuten vor dem Termin entschieden. |
| Auto · Präfekturstraße 734, Parkplatz mit 147 Plätzen | Zufahrt nur 9–17 Uhr. Einfahrt bis 16:20 Uhr (Dezember–Januar 16:00 Uhr), Ausfahrt bis 16:40 Uhr – danach kommt das Auto nicht mehr heraus. Werktags höchstens 1.300 Yen, am Wochenende bis 2.600 Yen. Keine Reservierung; im Winter Winterreifen. |

Foto: Jaspermatt · CC BY-SA 3.0
Ohne Auto: Ab Tokio-Shinjuku mit der Odakyu-Linie. Der Limited Express Romancecar fährt in rund 80 Minuten direkt nach Hakone-Yumoto; alle Plätze sind reserviert, nötig sind Zuschlagkarte (1.200 Yen einfach) plus Fahrkarte oder Freepass. Der Hakone Freepass enthält eine Hin- und Rückfahrt Shinjuku–Odawara mit normalen Odakyu-Zügen und danach beliebig viele Fahrten mit acht Verkehrsmitteln: Hakone-Tozan-Bahn, Standseilbahn, Seilbahn, Ausflugsschiff auf dem Ashi-See, Hakone-Tozan-Bus, Odakyu-Highway-Bus und Tokai-Bus im Geltungsbereich. Nach Ōwakudani: Tozan-Bahn Hakone-Yumoto–Gōra, Standseilbahn nach Sōunzan, von dort eine Station mit der Seilbahn. Der Pass gibt außerdem Rabatt in rund 70 Bädern, Museen und Lokalen.
Mit dem Auto: Zufahrt über die Präfekturstraße 734, nur 9–17 Uhr offen. 147 Pkw-Plätze, keine Reservierung; die Parkverwaltung empfiehlt Werktage, weil dann weniger Verkehr ist und der Tarif halb so hoch ausfällt. Ausfahrt bis 16:40 Uhr.
Für den Fuji-Blick aus der Seilbahn und von Ōwakudani gelten dieselben Muster wie am Fuji selbst: Nach den Langzeitbeobachtungen der Stadt Fuji ist der Berg von November bis Februar am häufigsten frei und im Juni bis August am seltensten, morgens öfter als nachmittags. Also die erste Gondel um 9 Uhr nehmen. Werktage sind leerer und am Parkplatz billiger. Die Seilbahn geht im Winter für die abschnittsweise Jahresrevision mehrere Wochen außer Betrieb (2025: Mitte Januar bis Ende Februar) – vor einer Winterreise die Termine prüfen. Im Dezember und Januar schließt alles schon gegen 16 Uhr.
Wer die Runde selbst fährt, braucht im Grunde nur einen Pass. Wer Hakone und den Fuji an einem Tag will, ist mit einer Bustour schneller – die teureren fahren mit dem Shinkansen zurück. Auch diese Fuji-Hakone-Touren findest du auf unserer Fuji-Seite wieder.
Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 21.09.2026. Beim Pass vor dem Buchen prüfen, ab welchem Bahnhof er gilt und ob der Romancecar-Zuschlag dabei ist – der offizielle Freepass enthält ihn nicht.
Ja. Die letzte, sehr kleine Eruption war am 29./30. Juni 2015 in Ōwakudani, mit Ascheniederschlag bis rund 1,2 km Entfernung. Seit dem 7. Oktober 2019 gilt Warnstufe 1 von 5. Die Fumarolen in Ōwakudani sind dauerhaft stark aktiv – deshalb die Gasmessung rund um die Uhr.
Die Anlage ist bei Warnstufe 1 regulär geöffnet. Für Menschen mit Asthma, Lungen- oder Herzleiden kann das Gas aber lebensgefährlich sein – sie sollen laut Behörden gar nicht hin. Ab 5 ppm Schwefeldioxid müssen alle in die Gebäude, ab 10 ppm wird geräumt. Durchsagen sofort befolgen.
Einen ganzen Tag. Schon die Anreise mit dem Romancecar dauert rund 80 Minuten je Richtung, dazu kommen Bergbahn, Standseilbahn, Seilbahn und Schiff. Die Seilbahn fährt erst ab 9 Uhr und im Dezember und Januar nur bis 16:15 Uhr.
Ja. Der Kurotamago-kan gehört zum frei zugänglichen Teil der Anlage. Reservieren muss man nur den geführten Naturpfad ins Fumarolenfeld.
Die Jahresrevision läuft abschnittsweise über mehrere Wochen im Winter – 2025 von Mitte Januar bis Ende Februar, überbrückt mit Ersatzbussen. Termine für 2027 waren am 21.09.2026 nicht zu finden; vor einer Winterreise auf hakonenavi.jp nachsehen.
Mit einer Bustour ab Tokio ja, viele Touren sind genau so gebaut. Auf eigene Faust sind es zwei getrennte Anreisen ab Shinjuku – Highway-Bus oder Zug nach Kawaguchiko, Odakyu-Linie nach Hakone. Dafür besser zwei Tage einplanen.
Stand 21. September 2026 ja: Die japanische Wetterbehörde führt Hakone auf Warnstufe 1, die Anlage ist täglich von 9 bis 17 Uhr zugänglich. Bei erhöhten Gaswerten, Sturm oder einer Hochstufung kann kurzfristig geräumt oder gesperrt werden. Den Tagesstand zeigen hakonenavi.jp und die Seite der Präfektur Kanagawa.
Stufe 1 von 5 – das bedeutet keine Sperrzone, aber den Hinweis, dass es ein aktiver Vulkan ist. Sie gilt seit dem 7. Oktober 2019. Ab Stufe 2 würde Ōwakudani gesperrt und die Seilbahn über dem Tal eingestellt, wie 2015 und 2019 geschehen.
Die Behörden raten klar ab: Bei Asthma, Bronchial- und Lungenerkrankungen, Herzleiden oder Herzschrittmacher kann das Vulkangas lebensgefährlich sein. Die Seilbahn befördert diese Personen auf dem Abschnitt über dem Tal nicht. Schwangere, Kleinkinder, Ältere und Allergiker sollen den Besuch gut abwägen.
Für die Anlage, die Seilbahnstation und den Eierkauf nicht. Nur der Naturpfad ins Fumarolenfeld ist reservierungspflichtig: geführt, viermal täglich, höchstens 30 Personen, 800 Yen. Gebucht wird online bei der Hakone Tourist Association.
Ab Shinjuku 7.100 Yen für zwei und 7.500 Yen für drei Tage, das sind rund 39 bzw. 42 Euro; Kinder zahlen 1.600 bzw. 1.850 Yen. Ab Odawara kostet der Zwei-Tage-Pass 6.000 Yen. Diese Preise gelten seit dem 1. Oktober 2025.
Für die klassische Runde fast immer. Er deckt die Fahrt ab Shinjuku, Bergbahn, Standseilbahn, Seilbahn, Schiff und Busse ab – allein die Seilbahn-Rückfahrt kostet einzeln 3.000 Yen. Dazu gibt es Rabatte in rund 70 Bädern, Museen und Restaurants.
Mit der Odakyu-Linie ab Shinjuku. Der Romancecar braucht etwa 80 Minuten bis Hakone-Yumoto und kostet 1.200 Yen Zuschlag zusätzlich zu Fahrkarte oder Freepass; alle Plätze sind reserviert. Normale Züge bis Odawara sind im Freepass enthalten.
Bei Wind ab 30 m/s, Gewitter, erhöhten Gaswerten oder während der Jahresrevision steht die Bahn ganz oder abschnittsweise. Bei der Revision setzt der Betreiber Ersatzbusse ein, die mit Freepass oder Seilbahnticket genutzt werden können. Die aktuelle Lage steht auf hakonenavi.jp.
Bei klarem Wetter ja, besonders aus der Seilbahn und von Ōwakudani. Die Chancen sind von November bis Februar und am frühen Morgen am höchsten; im Sommer ist der Berg meist wolkenverhangen. Garantieren lässt sich die Sicht nie.
Ja, mit Einschränkungen. Seilbahn und Anlage sind unkompliziert, es gibt Kindertarife. Für Säuglinge und Kleinkinder raten die Betreiber wegen des Gases zur Vorsicht, und auf den geführten Naturpfad dürfen Kinder erst ab dem Grundschulalter.
Ja, die Zufahrt ist von 9 bis 17 Uhr offen, der Parkplatz hat 147 Pkw-Plätze. Werktags kostet er höchstens 1.300 Yen, am Wochenende bis 2.600 Yen. Letzte Einfahrt ist um 16:20 Uhr (im Winter 16:00 Uhr), bis 16:40 Uhr muss man wieder draußen sein.
Quellen · abgerufen am 21.09.2026