Volcano·Guide
Holztreppe im nebligen Laubwald des Eorimok-Wegs im Hallasan-Nationalpark auf Jeju Blühende Azaleenfelder vor dem Gipfelfelsen des Hallasan unter blauem Himmel Der Kratersee Baengnokdam auf dem Gipfel des Hallasan, umgeben von grasbewachsenen Kraterwänden

Hallasan

Unten beginnt es im Wald: Holzstufen, Nebel, kein Ausblick.

Über der Baumgrenze wird der Berg weit – im Mai blühen die Azaleen bis zum Gipfel.

Ganz oben liegt ein See im Krater. Wer ihn sehen will, braucht eine Reservierung.

Scrollen –
vom Wald zum Kratersee

Stand 23. September 2026Hallasan heute: offen – Gipfel nur mit Reservierung

Der Hallasan ist mit 1.947 m der höchste Berg Südkoreas und ein ruhender Schildvulkan; keine Gase, keine Warnstufe. Gesperrt wird hier wegen Wetter und Bauarbeiten, nicht wegen Lava. Eintritt kostet der Nationalpark nicht. Aber auf den Gipfel Baengnokdam kommt nur, wer online reserviert hat – und wer früh genug an der Zwischenhütte ist.

Offen
9,6km

Seongpanak-Weg zum Gipfel

Läuft laut Reservierungssystem normal. Kostenlose Online-Reservierung Pflicht, QR-Code und Ausweis werden am Einstieg geprüft. Die Jindallaebat-Hütte (km 7,3) muss je nach Saison bis 12, 12:30 oder 13 Uhr passiert sein.

Einlass ab 5–6 Uhr je Saisonfrei
Ab 24.09. wieder offen
8,7km

Gwaneumsa-Weg zum Gipfel

Der Abschnitt Samgakbong–Baengnokdam war seit 1. August für Steinschlagsicherung gesperrt. Wiedereröffnung am 24. September 2026 um 5 Uhr; Buchungen für 24.–30.09. seit 21.09. möglich. Steiler als Seongpanak, viele Treppen.

Reservierung Pflichtfrei
Ohne Reservierung
1.700m

Eorimok und Yeongsil

Die Nebenwege zur Witseoreum-Hütte brauchen keine Buchung: Eorimok 6,8 km, Yeongsil 5,8 km, je rund drei Stunden hinauf. Kein Gipfel, dafür der Blick auf die Südwand – die Wahl für alle ohne Gipfelplatz.

Sperre an der Hütte mittags bis 15 Uhr je Saisonfrei
Wettervorbehalt

Kurzfristige Sperren

Bei Sturm-, Starkregen-, Schnee- oder Taifunwarnung schließt das Parkmanagement die Wege ganz oder ab den Hütten – auch mit gültiger Reservierung. Der Tagesstand steht auf visithalla.jeju.go.kr unter «Echtzeit-Sperrinformation».

Hotline 064-713-9953, werktags 9–17:30 Uhr
Quellen: Hallasan-Reservierungssystem der Provinz Jeju (Stand 22.09.2026, Hinweis vom 18.09. zur Wiedereröffnung Gwaneumsa) · Hallasan National Park · Kyunghyang Shinmun 22.06.2026 (Sperrung 01.08.–30.09.). Der Hallasan wird von der Provinz Jeju verwaltet, nicht vom Korea National Park Service – Regeln und Buchung stehen deshalb auf jeju.go.kr.
Grüne, wolkenverhangene Hänge des Hallasan-Nationalparks am Yeongsil-Weg auf Jeju
Kein Krater, der raucht, kein Gasalarm – am Hallasan entscheidet die Wolke, ob man etwas sieht.

Foto: Basile Morin · CC BY-SA 4.0

Der Berg, aus dem die Insel bestehtHallasan-Wanderung: 19 Kilometer bis zum Baengnokdam

Jeju ist der Hallasan. Rund 360 Schlackenkegel liegen auf seinen Flanken, und der ganze Berg ist Nationalpark, Biosphärenreservat und Welterbe. Die Gipfeltour ist kein Klettern, sondern Ausdauer: 1.200 Höhenmeter, Lavagestein, Holzbohlen, Treppen – und eine Uhr, die mitläuft.

Über Seongpanak beginnt es flach im Wald, stundenlang zwischen Buchen und Bambusgras, ohne Ausblick. Erst an der Jindallaebat-Hütte öffnet sich der Berg: Über der Baumgrenze wird das Gelände weit, im Mai und Juni blühen hier die Azaleen, im Herbst färbt sich das Laub. Das letzte Stück ist steil, und dann steht man am Rand des Baengnokdam, des «Teichs des weißen Hirsches» – ein Einsturzkrater, rund 100 Meter tief, mit einem See, der nach Regen groß ist und im Spätsommer oft nur eine Pfütze.

Auf dem Gipfel ist es meist zehn Grad kälter als an der Küste und windig; bei klarem Wetter reicht der Blick über die ganze Insel bis zum Meer. Verkauft wird oben nichts, auch an den Hütten nicht mehr. Wer Nudeln kocht, trägt die Brühe wieder ins Tal. Und um 13:30, 14:00 oder 14:30 Uhr – je nach Saison – muss der Gipfel leer sein.

Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 22.09.2026. Keine dieser Rundtouren bringt dich auf den Gipfel Baengnokdam – dafür bräuchte die Gruppe eigene Reservierungen und einen ganzen Tag. Die Touren zeigen den Hallasan von unten oder auf kurzen Wegen und kombinieren ihn mit Seongsan Ilchulbong, der Manjanggul-Höhle oder den Wasserfällen bei Seogwipo. Für den Gipfel: selbst buchen, siehe unten.

Kostenlos, aber PflichtHallasan-Reservierung: So bekommst du einen Gipfelplatz

Seit 2021 gilt für Seongpanak und Gwaneumsa ein Reservierungssystem mit Tageskontingent. Es kostet nichts, aber die Wochenendplätze sind laut mehreren Reiseführern binnen Minuten weg. Buchung nur über visithalla.jeju.go.kr – auf Koreanisch, Englisch, Japanisch oder Chinesisch.

1

Am ersten Werktag des Vormonats, 9 Uhr

Dann öffnet die Buchung für den ganzen Folgemonat – 9 Uhr koreanischer Zeit ist 2 Uhr nachts MESZ. Wochenenden und Feiertage sind sofort voll, Werktage bleiben oft bis kurz vorher frei. Stornierungen machen laufend Plätze frei, ein zweiter Blick lohnt.

2

Weg, Datum, Einlassfenster, bis zu vier Personen

Name und Telefonnummer oder E-Mail (Ausländer ohne koreanische Nummer über E-Mail-Verifizierung). Immer das früheste Fenster nehmen: Wer um 8 Uhr startet, schafft die Mittagssperre an der Hütte kaum. Unvollständige Buchungen löscht das System nach einem Tag.

3

QR-Code plus Reisepass am Einstieg

Der QR-Code kommt nach der Bestätigung, gilt für Ein- und Ausstieg und ist personengebunden. Am Kiosk werden Code und Ausweis (Pass oder lesbare Kopie) geprüft. Als Screenshot sichern – Netz gibt es am Berg nicht überall.

4

Nicht erscheinen kostet

Wer nicht kommt und nicht bis zum Vortag storniert, ist drei Monate für Buchungen gesperrt, beim zweiten Mal ein Jahr. Wer den Code weitergibt: ein Jahr. Ohne Reservierung am Einstieg gibt es nur bei freien Plätzen eine Chance am Kiosk – darauf sollte niemand bauen.

Die Uhr läuft mitEinlass- und Umkehrzeiten am Hallasan

Die Sperre gilt nicht am Parkplatz, sondern an der Zwischenhütte: Jindallaebat (Seongpanak, km 7,3) und Samgakbong (Gwaneumsa, km 6). Wer später ankommt, wird zurückgeschickt – mit oder ohne Reservierung. Der Reservierungs-Leitfaden des Parks nennt drei Saisons; die Wegseiten weichen davon ab (siehe Hinweis unter der Tabelle).

Saisonzeiten laut Reservierungs-Leitfaden · Stand 09/2026
Winter (November–Februar) · Einlass ab 6:00 UhrHütte bis 12:00 Uhr · Gipfel verlassen bis 13:30 Uhr
Frühjahr und Herbst (März, April, September, Oktober) · Einlass ab 5:30 UhrHütte bis 12:30 Uhr · Gipfel verlassen bis 14:00 Uhr
Sommer (Mai–August) · Einlass ab 5:00 UhrHütte bis 13:00 Uhr · Gipfel verlassen bis 14:30 Uhr
Eintritt Nationalpark, alle Wege · Reservierung Seongpanak/Gwaneumsafrei · kostenlos
Parken Pkw an den Park-Parkplätzen · erste Stunde, dann 500 KRW je 20 Min., Tageshöchstsatz 13.000 KRW (ca. 8 €)1.000 KRW (ca. 0,60 €)
Campingplatz Gwaneumsa je Nacht · Stellplatz 11–30 m² / ab 31 m²7.000 / 9.000 KRW (ca. 4,50 / 5,80 €)
Quellen: Reservierungs-Leitfaden (Saisonzeiten, QR-Code, Sperren) · Gebührenseite (Parken, Camping). Achtung: Die Wegseiten des Parks für Seongpanak und Gwaneumsa nennen abweichend Einlass ab 5 Uhr ganzjährig und Hüttensperre 11:30 Uhr (Oktober–März) bzw. 12:30 Uhr (April–September). Welche Fassung am Berg gilt, konnten wir am 22.09.2026 nicht klären – im Zweifel gilt die frühere Zeit, und die Hotline 064-713-9953 weiß es. Ob die Parkgebühr auch an Seongpanak und Gwaneumsa erhoben wird, ist nicht belegt. Euro grob mit 1.550 KRW je Euro.
Holzbohlenweg mit Seilgeländer auf dem Yeongsil-Weg, dahinter die Berge des Hallasan-Nationalparks und Wolken
Yeongsil, ohne Reservierung: Wer keinen Gipfelplatz bekommt, geht hier bis zur Witseoreum-Hütte – und sieht die Südwand statt den See.

Foto: Basile Morin · CC BY-SA 4.0

Zwei Gipfelwege, fünf NebenwegeWege auf den Hallasan: Seongpanak, Gwaneumsa, Eorimok

Alle Wege sind markiert, mit Kilometersteinen und Schutzhütten; eine Führerpflicht gibt es nicht. Beliebt: Aufstieg über Gwaneumsa, Abstieg über Seongpanak, zurück mit Bus 281. Für den Abstieg genügt in der Praxis die Buchung des Aufstiegswegs – vor Ort bestätigen lassen.

Weg → Länge, Dauer, Bedingungen
Seongpanak-Weg · 9,6 km einfach · 750 → 1.947 m · Reservierung PflichtParkangabe 4,5 Stunden einfach, hin und zurück realistisch 8–9 Stunden. Lang, aber gleichmäßig: Stufe C (leicht) bis zur Sara-ak-Quelle, B bis Jindallaebat, A (schwer) im Gipfelstück. Kein Kiosk, drei Toiletten. Parkplatz 156 Plätze, meist vor Morgengrauen voll; Ausweichparkplatz mit Shuttle an der Jeju International University. Bus 281 hält direkt am Einstieg.
Gwaneumsa-Weg · 8,7 km einfach · 620 → 1.947 m · Reservierung PflichtParkangabe 5 Stunden einfach, 10 Stunden hin und zurück. Steiler und schöner: Tamna-Tal, Samgakbong-Hütte (km 6), Yongjingak-Hängebrücke, lange Treppen; Stufen B und A. Parkplatz 192 Plätze, Bus 475 ab 6:20 Uhr alle 45–90 Minuten – viele nehmen früh ein Taxi. Bis 23.09.2026 oberhalb Samgakbong gesperrt.
Eorimok-Weg · 6,8 km bis Witseoreum (1.700 m) · ohne ReservierungRund 3 Stunden hinauf ab dem Besucherzentrum (Parkhauptbüro). Von der Hütte weiter nach Yeongsil oder Donnaeko, nicht zum Gipfel. Einlass-Sperre laut Leitfaden zwischen 12 Uhr (Winter) und 15 Uhr (Sommer), Rückweg ab Witseoreum bis 15, 16 oder 17 Uhr.
Yeongsil-Weg · 5,8 km bis Witseoreum · ohne ReservierungKürzester Weg über die Baumgrenze, Holzbohlen, Blick auf die Yeongsil-Felsen und die Südwand; Azaleenfelder im Frühsommer. Gleiche Sperrzeiten wie Eorimok.
Winter (etwa Ende November bis März) · alle WegeOhne Steigeisen oder Grödel wird nicht eingelassen (so die Reiseführer; der Park schreibt «아이젠 mitbringen»). Dazu Gamaschen, Mütze, Handschuhe, Thermoskanne. Leihen geht in Outdoorläden in Jeju-Stadt, nicht im Park.
Vereiste Gipfelhütte und Geländer auf dem Hallasan im Winter, Wanderer im Raureif, dahinter die Küste Jejus
Novemberfrost auf 1.947 Metern: Der Berg ist dann spektakulär – und ohne Grödel endet die Tour am Einstieg.

Foto: Jaccoob23 · CC BY-SA 4.0

Gut zu wissenAnreise ab Jeju-Stadt, beste Zeit, Ausrüstung

Anreise

Ohne Auto: Seongpanak: Linie 281 (Jeju-Busterminal – Seogwipo, hält an der 5.16-Straße direkt am Einstieg) im 10–14-Minuten-Takt ab etwa 6 Uhr; Schnellbusse 181/182 alle 30–50 Minuten (181 ab Flughafen, rund 40–50 Minuten). Gwaneumsa: Linie 475 ab Jeju-Stadt (Umstieg an der Jeju National University), erste Fahrt 6:20 Uhr, letzte 19:45 Uhr, alle 45–90 Minuten; wegen des dünnen Takts nehmen viele früh ein Taxi (Reiseführer: 15.000–25.000 KRW ab Jeju-Stadt, nachts 20 % Zuschlag). Beliebte Kombination: Aufstieg Gwaneumsa, Abstieg Seongpanak, zurück mit 281.

Mit dem Auto: Seongpanak: 156 Plätze, laut Parkhinweis vom 05.06.2026 sehr früh voll; kostenloser Ausweichparkplatz (199 Plätze) an der Jeju International University mit Shuttle über die 5.16-Straße. Falschparken am Straßenrand wird verfolgt. Gwaneumsa: 192 Plätze inklusive Bus-, Behinderten- und E-Auto-Plätzen. Parkgebühr laut Gebührenseite des Parks: 1.000 KRW erste Stunde, dann 500 KRW je 20 Minuten, max. 13.000 KRW am Tag.

  • Ab Jeju-Stadt (Flughafen) · 40–50 Minuten
    Bus 181 direkt oder 281 ab Busterminal zum Seongpanak; Taxi 30–40 Minuten
  • Ab Seogwipo · ca. 40 Minuten
    Bus 281 über die 5.16-Straße zum Seongpanak
  • Ab Jeju-Stadt · 20–30 Minuten
    Bus 475 oder Taxi zum Gwaneumsa-Einstieg

Beste Zeit

Oktober bis Anfang November (Herbstlaub, klare Sicht, milde Temperaturen) und Mai/Juni (Azaleenblüte am Jindallaebat, Mitte Mai bis Anfang Juni). Der Winter ist spektakulär, aber nur mit Steigeisen und bei stabilem Wetter; Sperrungen wegen Schnee und Sturm sind häufig. Juli und August bringen Monsunregen, Hitze im Tal und Taifune – Wochen mit Sperrungen. Immer das früheste Einlassfenster nehmen: Wer spät startet, schafft die Hüttensperre nicht. Baengnokdam führt nur nach Regen viel Wasser; im Spätsommer ist der See oft klein.

Für wen es passt

Kinder
Der Gipfel ist für ausdauernde Kinder ab etwa 10 Jahren machbar (19 km, 1.200 Höhenmeter, 8–10 Stunden). Für jüngere Kinder sind Eorimok oder Yeongsil bis Witseoreum die bessere Wahl. Reservierungen gelten pro Person, auch für Kinder.
Mindestalter
keines
Kondition
Seongpanak ist lang, aber gleichmäßig; Gwaneumsa steil mit vielen Treppen. Der Park stuft die Gipfelstücke beider Wege als Stufe A (schwer) ein. Die Uhrzeitsperren an den Hütten setzen ein Tempo von rund 2 km/h bergauf voraus.
Herz und Atemwege
Keine vulkanischen Gase. Belastung durch Länge und Höhenmeter; im Winter Kälte und Wind auf dem Gipfelplateau.
Rollstuhl
Die Gipfelwege nicht. Barrierearme kurze Wege gibt es an den Besucherzentren Eorimok und Seongpanak; Seongsan Ilchulbong hat einen freien Küstenweg ohne Treppen, der Gipfel ist Treppe. Manjanggul hat seit 2026 ein ebenes Edelstahldeck, aber Treppen am Eingang.
Hunde
Haustiere sind im Nationalpark nicht erlaubt (allgemeine Regel koreanischer Nationalparks; Hallasan-Seite nicht ausdrücklich gelesen – siehe unsicher).
Kleidung
Wind- und Regenjacke ganzjährig; auf dem Gipfel ist es oft 10 Grad kälter als an der Küste und windig. Winter (etwa Ende Nov–März): Steigeisen/Grödel Pflicht, Gamaschen, Mütze, Handschuhe, Thermoskanne. Der Park verlangt, dass alle Vorräte mitgebracht werden: 1,5–2 Liter Wasser, Verpflegung, eigene Mülltüte – auf den Wegen gibt es keinen Kiosk, die Hütten verkaufen nichts mehr.
Schuhe
Feste Wanderschuhe; große Teile des Seongpanak-Wegs sind Lavagestein und Holzbohlen, Gwaneumsa hat lange Treppenstücke.

Tipps, die man vor Ort braucht

  • Am ersten Werktag des Vormonats um 9 Uhr koreanischer Zeit (2 Uhr MESZ) am Rechner sitzen – Wochenendplätze sind sofort weg. Werktage bleiben länger frei.
  • Immer das früheste Einlassfenster buchen. Wer um 8 Uhr startet, kommt kaum vor der Mittagssperre an der Jindallaebat-Hütte an.
  • QR-Code als Screenshot sichern und den Reisepass mitnehmen; der Code ist personengebunden.
  • Nicht erscheinen ohne Stornierung kostet drei Monate Buchungssperre – lieber am Vortag online stornieren.
  • Alles Essen und Trinken selbst tragen: Auf den Wegen gibt es keinen Kiosk mehr, Ramyeon-Brühe darf nicht ausgeschüttet werden, Müll geht mit ins Tal.
  • Winter: Grödel gehören in den Rucksack, sonst endet die Tour am Einstieg. Ausleihen geht in Jeju-Stadt in Outdoorläden, nicht im Park.
  • Aufstieg über Gwaneumsa (schöner, steiler), Abstieg über Seongpanak (gleichmäßiger, besser Busanschluss) – beide Wege brauchen je eine Reservierung, wenn man auf beiden den Gipfelabschnitt läuft; für den Abstieg genügt in der Praxis die Buchung des Aufstiegswegs (vor Ort bestätigen lassen).
  • Seongsan Ilchulbong vor 7 Uhr: Für den Sonnenaufgang öffnet der Gipfelweg je nach Saison ab 4:30–6 Uhr; wer nur den Küstenweg geht, zahlt nichts.

Kurze Geschichte

  • Jeju entstand ab dem Pliozän durch Vulkanismus auf dem flachen Schelf; der Hallasan ist der Schildvulkan im Zentrum, dazu rund 360 Schlackenkegel (Oreum) auf der Insel.
  • Baengnokdam («Teich des weißen Hirsches») ist ein Einsturzkrater auf dem Gipfel, etwa 100 m tief, Umfang bis zu 2 km; der See darin schwankt je nach Regen stark.
  • 1007 n. Chr.: Letzte in Chroniken überlieferte Eruption auf Jeju; geologisch belegte Aktivität liegt mindestens rund 2.000 Jahre zurück.
  • 1970: Ausweisung als 9. Nationalpark Südkoreas (153 km²), verwaltet von der Provinz Jeju statt vom nationalen Parkdienst.
  • 2002: UNESCO-Biosphärenreservat; 2007: Welterbe «Jeju Volcanic Island and Lava Tubes» mit Hallasan, Seongsan Ilchulbong und dem Geomunoreum-Röhrensystem (Manjanggul).
  • 2021: Einführung des Reservierungssystems für die Gipfelwege Seongpanak und Gwaneumsa, um Andrang und Trittschäden zu begrenzen (Datum nicht aus Primärquelle bestätigt).
  • Dezember 2023: Steinschlag am Eingang der Manjanggul-Höhle, Schließung; Wiedereröffnung 30.05.2026 nach Komplettumbau.
  • 01.08.–30.09.2026: Sperrung des oberen Gwaneumsa-Wegs für Steinschlagsicherung, Wiedereröffnung 24.09.2026 – Auftakt eines Fünfjahresplans für alle fünf Hauptwege.
Hortensien in der blauen Stunde vor dem Tuffkegel Seongsan Ilchulbong an der Ostküste Jejus
Seongsan Ilchulbong, 182 Meter: der zweite Vulkan des Welterbes – 20 Minuten Treppen statt neun Stunden Weg.

Foto: Basile Morin · CC BY-SA 4.0

Das übrige WelterbeSeongsan Ilchulbong und Manjanggul: Vulkan-Jeju ohne Reservierung

Das UNESCO-Welterbe «Jeju Volcanic Island and Lava Tubes» besteht aus drei Teilen: dem Hallasan, dem Tuffkegel Seongsan Ilchulbong und dem Geomunoreum-Lavaröhrensystem mit der Manjanggul-Höhle. Die beiden Nebenziele brauchen keine Buchung, kosten ein paar Tausend Won und passen in einen halben Tag.

Offen
182m

Seongsan Ilchulbong

Vor rund 6.700 Jahren im flachen Meer entstandener Tuffkegel an der Ostküste, Krater rund 600 m breit. Treppenweg zum Kraterrand in 20–30 Minuten. Öffnet je nach Saison zwischen 4:30 und 6 Uhr für den Sonnenaufgang; Kasse schließt eine Stunde vor Schluss. Ruhetag: erster Montag im Monat. Der Küstenweg unten ist kostenlos, Jeju-Bewohner zahlen nichts.

Erwachsene · Jugendliche 2.500 KRW · ca. 70 Min. ab Flughafen5.000 KRW
Seit 30.05.2026 wieder offen
7,4km

Manjanggul-Lavahöhle

Nach dem Steinschlag vom Dezember 2023 zweieinhalb Jahre geschlossen, seit 30. Mai 2026 mit durchgehendem Edelstahldeck, Steinschlagschutz und gedimmtem LED-Licht wieder offen. Rund 1 km begehbar bis zur 7,6 m hohen Lavasäule. 11–15 °C, Jacke mitnehmen. Täglich 9–18 Uhr, letzter Einlass 17 Uhr; Ruhetag erster Mittwoch im Monat.

Erwachsene · Kinder 2.000 KRW · Preise laut Reiseblogs4.000 KRW
Ohne Reservierung
1.700m

Witseoreum-Hütte

Ziel der Wege Eorimok und Yeongsil: Blick auf die Südwand des Hallasan, im Frühsommer Azaleenfelder. Kein Gipfel, keine Buchung – und für Familien mit kleineren Kindern die bessere Tour.

3 Stunden hinauffrei
Quellen: Wikipedia (Seongsan Ilchulbong) · Seoul Shinmun 28.05.2026 (Wiedereröffnung Manjanggul) · Reiseführer 2026 (Preise, Zeiten, Ruhetage). Die Primärseiten der Welterbe-Behörde und visitjeju.net waren am 22.09.2026 nicht erreichbar; Preise und Ruhetage stammen deshalb aus Reiseblogs und Presse.

Ostküste und SüdenJeju-Rundtouren zu Seongsan Ilchulbong und Manjanggul

Ohne Mietwagen sind die Ziele an der Ostküste mit Bus mühsam. Die geführten Tagestouren fahren sie in einer Runde ab – meist mit Seongsan Ilchulbong, der Haenyeo-Show der Taucherinnen und der Manjanggul-Höhle. Was genau dabei ist, steht im Titel und in der Beschreibung des Anbieters.

Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 22.09.2026. Preise gelten pro Person; Eintritte wie die 5.000 KRW für Seongsan Ilchulbong sind je nach Anbieter enthalten oder nicht – vor dem Buchen nachlesen.

Erstarrte Lavaformen und Wandstrukturen im beleuchteten Gang der Manjanggul-Lavahöhle auf Jeju
Manjanggul, zweieinhalb Jahre zu, seit Mai 2026 wieder offen: dieselbe Lava wie auf dem Gipfel, nur von innen.

Foto: AhmadElq · CC BY-SA 4.0

Veraltet im NetzWas anderswo falsch steht

„Die Hallasan-Wanderung kostet Eintritt.“
Nein. Der Nationalpark verlangt keinen Eintritt, die Reservierung ist kostenlos. Bezahlt wird nur Parken, Camping oder das freiwillige Gipfelzertifikat.
„Man kann einfach hinfahren und loslaufen.“
Für die Gipfelwege Seongpanak und Gwaneumsa gilt seit 2021 Reservierungspflicht mit Tageskontingent und QR-Code-Kontrolle. Ohne Buchung wird man am Einstieg abgewiesen. Frei bleiben nur die Nebenwege ohne Gipfel.
„Einlass bis mittags heißt: bis mittags am Parkplatz sein.“
Die Sperrzeit gilt an der Zwischenhütte Jindallaebat bzw. Samgakbong, nicht am Einstieg. Wer um 11 Uhr unten startet, erreicht die Hütte nicht rechtzeitig.
„Auf den Hütten gibt es Nudeln und Wasser zu kaufen.“
Der Verkauf an den Hütten ist eingestellt. Die Parkverwaltung schreibt ausdrücklich, dass es auf den Wegen keinen Kiosk gibt – 1,5 bis 2 Liter Wasser gehören in den Rucksack.
„Die Manjanggul-Höhle ist geschlossen.“
Das galt vom 29.12.2023 bis 29.05.2026. Seit 30.05.2026 ist sie mit neuem Deck wieder offen, Ruhetag ist der erste Mittwoch im Monat.

Kurz gefragtVor der Hallasan-Tour

Kann man den Hallasan ohne Reservierung besteigen?

Den Gipfel nicht. Seongpanak und Gwaneumsa sind reservierungspflichtig; am Einstieg werden QR-Code und Ausweis geprüft. Ohne Buchung bleiben die Nebenwege Eorimok, Yeongsil und Donnaeko bis zur Witseoreum-Hütte auf 1.700 m – frei zugänglich, aber ohne Kratersee.

Wann öffnet die Hallasan-Reservierung?

Am ersten Werktag jedes Monats um 9 Uhr koreanischer Zeit (2 Uhr nachts MESZ) für den ganzen Folgemonat. Wochenend- und Feiertagsplätze sind laut Reiseführern binnen Minuten vergeben; Werktage bleiben länger frei, und durch Stornierungen werden laufend Plätze frei.

Welcher Weg ist besser: Seongpanak oder Gwaneumsa?

Seongpanak ist länger (9,6 km), aber gleichmäßiger und hat den besseren Busanschluss (Linie 281). Gwaneumsa ist kürzer (8,7 km), steiler, mit Hängebrücke und mehr Aussicht – und bis 23.09.2026 oberhalb Samgakbong gesperrt. Viele steigen über Gwaneumsa auf und über Seongpanak ab.

Ist der Gwaneumsa-Weg gesperrt?

Bis 23. September 2026 ja, oberhalb der Samgakbong-Hütte, wegen Steinschlagsicherung. Ab 24. September 2026, 5 Uhr, ist er wieder offen; die Buchung für den 24.–30.09. lief am 21.09. an. Die Arbeiten sind Auftakt eines Fünfjahresplans für alle fünf Hauptwege – weitere Sperrungen sind zu erwarten.

Braucht man im Winter Steigeisen am Hallasan?

Ja. Von etwa Ende November bis März wird laut Reiseführern ohne Grödel nicht eingelassen; die Parkverwaltung nennt sie auf der Startseite als Pflichtausrüstung. Ausleihen geht in Outdoorläden in Jeju-Stadt, nicht im Park.

Wie kommt man ohne Auto zum Seongpanak-Einstieg?

Bus 281 ab Jeju-Busterminal (alle 10–14 Minuten ab etwa 6 Uhr) hält direkt am Einstieg an der 5.16-Straße; die Schnellbusse 181/182 fahren alle 30–50 Minuten, 181 ab Flughafen in 40–50 Minuten. Fahrpreise konnten wir nicht amtlich prüfen; Reiseführer nennen bis 3.000 KRW.

Ist der Hallasan aktuell offen?

Stand 22. September 2026 ja. Der Seongpanak-Weg läuft normal, der Gwaneumsa-Weg war für Bauarbeiten oberhalb Samgakbong bis 30.09. gesperrt und öffnet am 24.09.2026 um 5 Uhr wieder. Kurzfristige Wettersperren stehen tagesaktuell im Reservierungssystem visithalla.jeju.go.kr.

Braucht man für den Hallasan eine Reservierung?

Für die beiden Gipfelwege Seongpanak und Gwaneumsa ja – kostenlos, online, mit QR-Code und Ausweiskontrolle am Einstieg. Die Buchung öffnet am ersten Werktag des Vormonats um 9 Uhr koreanischer Zeit. Die Nebenwege Eorimok, Yeongsil und Donnaeko sind ohne Reservierung begehbar, führen aber nicht zum Gipfel.

Was kostet der Hallasan?

Nichts. Eintritt und Reservierung sind kostenlos. Bezahlt wird nur das Parken (1.000 KRW für die erste Stunde, dann 500 KRW je 20 Minuten, höchstens 13.000 KRW am Tag) oder auf Wunsch das Gipfelzertifikat.

Wie viele Leute dürfen pro Tag auf den Hallasan?

Es gibt Tageskontingente je Weg; Reiseführer nennen für 2026 1.000 Plätze für Seongpanak und 500 für Gwaneumsa. Die Parkverwaltung zeigt die freien Plätze im Buchungssystem an. Wochenenden und Feiertage sind meist innerhalb von Minuten ausgebucht.

Bis wann muss man oben sein?

Die Sperre gilt an der Zwischenhütte: Jindallaebat (Seongpanak) bzw. Samgakbong (Gwaneumsa) müssen im Winter bis 12 Uhr, im Frühjahr/Herbst bis 12:30 Uhr und im Sommer bis 13 Uhr passiert sein. Der Gipfel ist bis 13:30, 14:00 bzw. 14:30 Uhr zu verlassen. Einlass ist ab 6, 5:30 bzw. 5 Uhr.

Wie lange dauert die Wanderung zum Baengnokdam?

Über Seongpanak rechnet der Park 4,5 Stunden einfach, über Gwaneumsa 5 Stunden; hin und zurück sind es 8–10 Stunden. Mit Pausen und Fotostopps am Kratersee sollte man den ganzen Tag einplanen und früh starten.

Ist der Hallasan mit Kindern machbar?

Der Gipfel ist etwas für ausdauernde Kinder ab etwa zehn Jahren – 19 km und 1.200 Höhenmeter. Mit kleineren Kindern sind Eorimok oder Yeongsil bis zur Witseoreum-Hütte (1.700 m) besser; dafür braucht es keine Reservierung.

Was muss man anziehen und mitnehmen?

Feste Wanderschuhe, Wind- und Regenjacke, warme Schicht für den Gipfel, 1,5–2 Liter Wasser, Verpflegung und eine Mülltüte. Im Winter sind Grödel Pflicht, dazu Gamaschen, Mütze und Handschuhe. Auf den Wegen und Hütten wird nichts verkauft.

Ist der Hallasan ein aktiver Vulkan? Ist es gefährlich?

Er gilt als ruhend: keine Eruption seit rund tausend Jahren, keine Gase, keine gemeldete Unruhe. Gefährlich sind Wetterumschwünge, Wind und Eis auf dem Gipfelplateau sowie Zeitdruck durch die Sperrzeiten – nicht der Vulkan.

Was passiert, wenn man die Reservierung nicht wahrnimmt?

Wer nicht kommt und nicht storniert, wird drei Monate für Buchungen gesperrt, beim zweiten Mal ein Jahr. Wer seinen QR-Code weitergibt, wird ein Jahr gesperrt. Stornieren geht online bis zum Vortag ohne Nachteil.

Lohnt sich Seongsan Ilchulbong zusätzlich?

Ja, als Halbtagesziel an der Ostküste: 182 m hoher Tuffkegel, UNESCO-Welterbe, 20–30 Minuten Treppen zum Kraterrand, 5.000 KRW (Jeju-Bewohner frei), Sonnenaufgangsöffnung ab 4:30–6 Uhr je nach Saison, erster Montag im Monat geschlossen. Der Küstenweg unten ist kostenlos.

Quellen · abgerufen am 22.09.2026