Volcano·Guide
Das Crow Valley am Pinatubo: eine graue Lahar-Ebene mit Jeepspuren, links und rechts ockerfarbene, zerklüftete Aschewände Zwei Wanderer im Flussbett des O'Donnell am Pinatubo, zwischen hohen hellgrauen Lahar-Wänden, blauer Himmel Der türkisblaue Kratersee des Pinatubo in der Caldera, steile Felswände ringsum, am Ufer eine Gruppe Besucher

Pinatubo

Eine Stunde im offenen 4x4 durch die Lahar-Schluchten des Crow Valley.

Dann zu Fuß, anderthalb bis zwei Stunden im Flussbett des O'Donnell, ohne Schatten.

Und plötzlich: der See, türkis, in einer zweieinhalb Kilometer weiten Caldera.

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vom Jeep zum Kratersee

Stand 23. September 2026Was am Pinatubo heute gilt

Der Pinatubo (1.486 m) verursachte am 15. Juni 1991 den zweitgrößten Vulkanausbruch des 20. Jahrhunderts. Heute füllt ein Kratersee die Caldera, und der Weg dorthin ist ein geregelter Tagesausflug: Registrierung im Morgengrauen, zugeteilter Jeep, zugeteilter Führer. Vulkanisch ist Ruhe – Alert Level 0 seit August 2021. Die eigentliche Gefahr sind Sturzfluten im Flussbett, durch das man wandert: Am 29. August 2026 hat PHIVOLCS wegen des Monsuns eine Lahar-Warnung ausgegeben, ausdrücklich auch für den O'Donnell.

Offen · Regenzeit
5:00Uhr

Capas-Route ab Santa Juliana

Seit 23.06.2025 wieder in Betrieb, nach zwei Monaten Sperrung. Nur Tagestouren: Registrierung ab etwa 4:45 Uhr, letzter Einlass je nach Quelle 5:30 bis 7:00 Uhr. Bis November Regenzeit – an Regentagen wird nicht gestartet.

Gebühren Capas + Botolan/Aeta + Jeep + Führer, siehe untenab ca. 1.500 PHP p. P.
Pflicht für Ausländer

Visit Clearance der Luftwaffe

Die Route führt durch die Colonel Ernesto Rabina Air Base im Crow Valley. Seit 10.03.2024 brauchen Ausländer eine Freigabe der Philippine Air Force – Passkopie 20 bis 35 Tage vorher über Anbieter oder Tourismusbüro. Ohne Pass und Kopie am Tourtag kein Einlass.

laut Anbietern kostenlos0 PHP
Verboten

Schwimmen im Kratersee

Seit Januar 2013, nachdem ein Besucher ertrunken war. Das Wasser enthält laut PHIVOLCS-Analyse Arsen, Aluminium und Bor. Strafen treffen Gast und Führer. Boote gibt es nicht mehr.

DOT-Warnung vom 05.01.2013
Ohne Clearance

Inararo-Route ab Clark

Alternative über Sitio Inararo (Porac) zu den Ana-An-Wasserfällen und zum Gipfelgrat – nicht durch Militärgelände, also ohne Luftwaffen-Freigabe. Anspruchsvoll, laut Anbieter ab 13 bzw. 16 Jahren.

Anbieterpaketeab 3.450 PHP p. P.
Quellen: HazardHunterPH (DOST-PHIVOLCS) – Alert Level 0 seit 12.08.2021 · PHIVOLCS-Lahar-Warnung vom 29.08.2026 (Philstar, Daily Tribune) · Wiedereröffnung der Capas-Route 23.06.2025 (TripZilla, Anbieter) · Philippine Air Force, Visit Clearance wirksam 10.03.2024 (Anbieter Pinatubo Mountainero, aktualisiert 27.02.2026). Die Tarifliste der Gemeinde Capas war am 22.09.2026 nicht erreichbar; alle Gebühren stammen von Anbieter- und Reiseseiten (06/2025–02/2026).
Grünes Schild „Welcome Mt. Pinatubo Crater“ am Aussichtspunkt, dahinter der blaue Kratersee und die Calderawände
Das Schild am Ende des Weges. Wer hier steht, war um fünf Uhr in Santa Juliana.

Foto: Lance Vanlewen · CC BY-SA 4.0

Das ErlebnisDurch die Asche von 1991 zu einem See, der erst 1992 entstand

Die Jeepfahrt ist staubig und ruppig: Das Crow Valley ist eine Ebene aus Lahar-Sand, in die sich Bäche eingeschnitten haben, links und rechts stehen Wände aus hellgrauer Asche. Dann steigst du aus und gehst im Flussbett des O'Donnell weiter, mehrere Male knietief durchs Wasser, ohne einen Meter Schatten. Der Schlussanstieg dauert zwanzig Minuten und ist steiler. Oben liegt der See – 1,83 km², rund 100 m tief, gefüllt mit Regen seit 1992. Baden darfst du nicht. Hinsetzen, schauen, essen: ja.

Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 22.09.2026. Nur zwei Angebote, wenige Bewertungen – der Korb ist dünn. Ausländer: Vor dem Buchen klären, dass der Anbieter die Visit Clearance der Luftwaffe beantragt und wie viele Tage Vorlauf er braucht. Bei behördlichem Abbruch (Regen, Übungen) gibt es laut Anbietern keine Erstattung.

Hellgraue Lahar-Ablagerungen am Pinatubo: eine ausgewaschene Aschewand mit Rinnen, davor das breite, flache Flussbett
Alles, was hier grau ist, kam 1991 aus dem Berg. Bei Starkregen setzt es sich wieder in Bewegung – deshalb die Lahar-Warnungen.

Foto: Neureiter · CC BY 2.5

Die RegelSo läuft der Pinatubo-Trek – Schritt für Schritt

Frei ist am Pinatubo nichts. Der Zugang beginnt am Municipal Tourism Office in Santa Juliana (Capas, Tarlac) und endet an zwei Militärposten, Falcon Gate und Condor Gate. Wer die Reihenfolge kennt, spart sich die Abweisung.

1

Vorabend: nach Santa Juliana

Ab Manila 2,5–3 Stunden über NLEX und SCTEX, oder Bus bis Capas Junction und Tricycle (300–600 PHP). Homestays im Barangay. Wer um 5 Uhr nicht am Tourismusbüro steht, riskiert trotz Buchung die Abweisung.

2

Registrierung ab 4:45 Uhr

Warteschlangennummer, Verzichtserklärung, ab 40 Jahren Blutdruckmessung, ab 60 ärztliches Attest oder Reiseversicherung. Ausländer: Pass und Kopie, die Freigabe der Luftwaffe muss vorliegen. Letzte Registrierung 5:30 bis 7:00 Uhr je nach Quelle.

3

Jeep und Führer werden zugeteilt

Private Fahrzeuge dürfen nicht ins Crow Valley. Ein örtlicher 4x4 mit Fahrer (2.500–3.500 PHP, bis 5 Personen) und ein Führer (500 PHP je Gruppe), überwiegend Aeta, sind Pflicht. Alles bar – in Santa Juliana gibt es keinen Geldautomaten.

4

Zurück bis 13–15 Uhr

Eine Stunde Jeep, 1,5–2 Stunden zu Fuß, Zeit am See, derselbe Weg zurück. In der Trockenzeit fahren die Jeeps weiter, dann bleiben 30–60 Minuten Fußweg. Duschen in den Homestays 50–100 PHP.

Gebühren am Pinatubo · Stand 02/2026 (Anbieter- und Reiseseiten)
Umwelt-/Conservation Fee der Gemeinde Capas, je Person300 PHP (ca. 4,50 €)
Botolan-/Aeta-Gebühr (Gemeinde Botolan, Ancestral Domain), je Person – Anbieter nennen 400 bis 700 PHP400–700 PHP (ca. 6–10,50 €)
4x4-Jeep mit Fahrer (Pflicht), je Fahrzeug für bis zu 5 Personen2.500–3.500 PHP (ca. 37–52 €)
Örtlicher Führer (Pflicht), je Gruppe bzw. je Jeep500 PHP (ca. 7,50 €)
Zuschlag eigenes 4x4 statt Miet-Jeep (nur Privattouren) · Parkplatz am Tourismusbüro 50 PHP · Dusche 50–100 PHP550 PHP
Visit Clearance der Philippine Air Force für Ausländerkostenlos (laut Anbieter)
Als Gruppe von fünf im Jeep kommst du auf rund 1.500–2.000 PHP je Person (ca. 22–30 €); allein zahlst du leicht über 4.000 PHP. Anbieterpakete ab Santa Juliana beginnen bei etwa 2.700–3.000 PHP, ab Clark bei 3.000–3.600 PHP. Rechtsgrundlage der Botolan-Gebühr laut SunStar: Municipal Ordinance No. 1 s. 2015 (700 PHP); welcher Betrag seit der Wiedereröffnung 2025 amtlich gilt, ist nicht belegt. Eine Ordinance-Nummer der Gemeinde Capas haben wir nicht gefunden.
Ein schmaler Pfad windet sich zwischen grün bewachsenen, spitzen Aschetürmen am Pinatubo bergauf
Der Schlussanstieg: zwanzig Minuten steiler als der Rest, zwischen Aschetürmen, die der Regen seit 1991 geschnitten hat.

Foto: Lance Vanlewen · CC BY-SA 4.0

Wege hinaufDrei Routen, eine davon Standard

Der Krater liegt auf dem Gebiet von Botolan (Zambales), der übliche Startpunkt in Capas (Tarlac) – deshalb kassieren zwei Gemeinden, und deshalb konnte Botolan 2025 den Trek per Executive Order stoppen.

Standard

Capas-Route: Crow Valley und O'Donnell

4x4 ca. 1 Stunde je Richtung, dann 5,5–7 km zu Fuß (1,5–2 Stunden) mit rund 300 Höhenmetern, Schwierigkeit 2 von 9 auf der philippinischen Skala. Gesamt 6–8 Stunden ab Santa Juliana. In der Trockenzeit fahren die Jeeps weiter, der Fußweg schrumpft auf 3–4 km.

Dezember–Mai beste Zeit, Januar–März klarste Sicht1.500–2.000 PHP p. P.
Ohne Militärgelände

Inararo-Route ab Clark

Ab Sitio Inararo (Porac, Abholung in Clark/Angeles): 1 km zu den Ana-An-Wasserfällen, weitere 4,8 km zum „Pinatubo Summit“. Seit März 2022 von der Aeta-Organisation des Ortes aufgebaut; lief 2025 auch während der Sperrung der Capas-Route.

ganztägig, ab 13 bzw. 16 Jahren laut Anbieterab 3.450–3.750 PHP p. P.
Kaum angeboten

Botolan-Route (Westseite)

Mehrtägig ab Botolan/Villar in Zambales. 2025 zusammen mit der Capas-Route geschlossen; heute nur noch vereinzelt im Angebot.

keine belastbaren Preise
Besucher sitzen am grasbewachsenen Hang über dem Kratersee des Pinatubo, das Wasser blaugrün, gegenüber die Calderawand
Am Ufer ist Schluss: Seit 2013 gilt Schwimmverbot, Boote fahren nicht mehr. Abstand zu den Wänden halten – Steinschlag.

Foto: Lance Vanlewen · CC BY-SA 4.0

Gut zu wissenAnreise, beste Zeit, Ausrüstung

Anreise

Ohne Auto: Bus ab Manila (Cubao oder Pasay; Victory Liner, Five Star oder andere Linien Richtung Baguio/Pangasinan/Tarlac) bis Capas Junction (Haltestelle beim McDonald's), 210–280 PHP, 2,5–3 Stunden; dann Tricycle nach Santa Juliana, 20–24 km, 300–600 PHP je Fahrt – Rückfahrt gleich vereinbaren. Wegen der Registrierung um 5 Uhr fahren die meisten am Vorabend hin oder buchen einen Transfer ab Manila/Clark (Abholung 2:30–4:00 Uhr).

Mit dem Auto: NLEX bis Dau/SCTEX, weiter auf der SCTEX bis Ausfahrt Capas oder New Clark City, dann durch Capas nach Santa Juliana (ab Manila 2,5–3 Stunden). Parken am Tourismusbüro 50 PHP. Ins Crow Valley darf das eigene Auto nicht.

  • Ab Manila · 2,5–3 Stunden (Capas liegt 108 km nördlich von Manila, Santa Juliana weitere ca. 20 km westlich)
    Auto/Van über NLEX und SCTEX (Ausfahrt Capas oder New Clark City) oder Bus bis Capas Junction + Tricycle
  • Ab Clark / Angeles City · ca. 1 Stunde
    Van-Transfer der Anbieter, Abholung meist 3:30–4:00 Uhr
  • Ab Tarlac City · ca. 1 Stunde
    über Capas (16 km) nach Santa Juliana

Beste Zeit

Dezember bis Mai (Trockenzeit): Die Jeeps kommen weit ins Tal, der Fußweg ist kurz, der See leuchtet türkis; Januar bis März gelten als beste Wochen mit klarer Sicht. Ab April brütende Hitze im Canyon und – meist zweite April-Hälfte bis Anfang Mai – die Balikatan-Übung mit möglichen Sperrtagen. Juni bis November Südwestmonsun: Sturzfluten im O'Donnell, Lahar-Warnungen von PHIVOLCS, längere Fußstrecke, verschlammter See. Immer so früh wie möglich starten: um 5 Uhr registrieren, gegen 8 Uhr am Krater, vor der Mittagshitze zurück.

Für wen es passt

Kinder
Machbar für gehfreudige Kinder ab Schulalter: flacher, aber langer und schattenloser Weg, dazu eine sehr ruppige Jeepfahrt. Anbieter lassen Kinder ab 6 Jahren (Pinatubo Mountainero) bzw. ab 7 Jahren (e-Philippines) zu.
Mindestalter
6 bzw. 7 Jahre (Anbieterregel; eine Vorgabe der Gemeinde wurde nicht gefunden). Ab 40 Jahren Blutdruckkontrolle bei der Registrierung (Grenze 140/90 laut Tunex), ab 60 Jahren ärztliches Attest oder Reiseversicherung, sonst kein Start.
Kondition
Gering bis mittel: 11–14 km hin und zurück auf Kies und Lahar-Sand mit Bachdurchquerungen, ca. 300 Höhenmeter, Schwierigkeitsgrad 2 von 9 auf der philippinischen Skala. Der eigentliche Gegner ist die Hitze im schattenlosen Canyon.
Höhe
nein (Kraterrand unter 1.500 m)
Herz und Atemwege
Bluthochdruck ist ein Ausschlussgrund ohne Attest (Blutdruckmessung ab 40 bei der Registrierung). Asthmatiker: Die Jeepfahrt durch das Lahar-Tal ist extrem staubig – Tuchmaske oder Buff mitnehmen. Am Kraterrand vor Steinschlag und Rutschungen warnen DOT (2013) und PHIVOLCS (2021).
Rollstuhl
nicht möglich
Hunde
keine Regel gefunden; wegen Jeeps, Hitze und Flussfurten praktisch ausgeschlossen
Kleidung
Leichte, lange Kleidung gegen Sonne, Hut oder Kappe, Sonnencreme, Tuch/Maske gegen Staub, Wechselkleidung für die Rückfahrt, mindestens 1,5–2 Liter Wasser, Snacks; in der Regenzeit Regenjacke und wasserdichte Tasche.
Schuhe
Trekkingschuhe oder feste Trailrunner, die nass werden dürfen – mehrere knietiefe Bachquerungen; Sandalen sind ungeeignet, ein Ersatzpaar für den Jeep ist sinnvoll.

Tipps, die man vor Ort braucht

  • Am Vorabend nach Santa Juliana (Homestays) oder Capas fahren: Wer um 5 Uhr nicht am Tourismusbüro steht, riskiert trotz Buchung die Abweisung.
  • Ausländer: Passkopie 35 Tage vorher an den Anbieter oder das Tourismusbüro schicken – die Luftwaffe stellt die Visit Clearance nicht am Tor aus. Pass und Kopie am Tourtag dabeihaben.
  • Bar zahlen: 300 PHP Umweltgebühr, 400–700 PHP Botolan-/Aeta-Gebühr je Person, dazu Anteil an Jeep (2.500–3.500 PHP) und Führer (500 PHP) – kein Geldautomat in Santa Juliana.
  • Jeep voll machen: Die Fahrzeugmiete gilt je Jeep für bis zu fünf Personen; Einzelreisende zahlen bei Anbietern bis zum Dreifachen.
  • Zwischen Mitte April und Anfang Mai (Balikatan) beim Tourismusbüro Capas oder Anbieter nachfragen, ob das Crow Valley gesperrt ist oder die Cut-off-Zeit vorgezogen wurde.
  • Nicht in den See: Schwimmverbot seit 2013 mit Strafen für Gast und Führer, keine Boote mehr. Am Ufer Abstand zu den Wänden halten (Steinschlag, laut PHIVOLCS auch CO2).
  • Bei Regenwarnung nicht drängen: 2009 starben sieben Menschen im O'Donnell-Hochwasser. Wenn der Führer umkehrt, umkehren.
  • Staubtuch und Sonnenbrille für die Jeepfahrt, Wasserschuhe für die Bachquerungen, Wechselkleidung im Jeep lassen; Duschen gibt es in den Homestays für 50–100 PHP.

Kurze Geschichte

  • Vor 1991 war der Pinatubo ein 1.745 m hoher, bewaldeter und weitgehend unbekannter Vulkan; die Aeta lebten an seinen Hängen. Am 02.04.1991 begannen phreatische Explosionen, PHIVOLCS und USGS bauten binnen Wochen ein Überwachungsnetz auf.
  • 15.06.1991: Klimax mit VEI 6, Eruptionssäule 34–40 km hoch, rund 10 km³ Auswurf – der zweitgrößte Ausbruch des 20. Jahrhunderts nach Novarupta 1912. Zeitgleich zog Taifun Yunya über Luzon; nasse Asche ließ Dächer einstürzen. 847 Tote, der Großteil durch Dacheinstürze. Die Evakuierung von etwa 60.000 Menschen und der Clark Air Base verhinderte nach USGS-Schätzung 5.000–20.000 weitere Opfer.
  • Rund 20 Millionen Tonnen Schwefeldioxid in der Stratosphäre kühlten die Erde 1991–1993 um etwa 0,5 °C. Der Gipfel sackte auf 1.486 m ab, an seiner Stelle blieb eine 2,5 km weite Caldera.
  • 1990er Jahre: Lahare aus den Pyroklastika-Ablagerungen verwüsteten jahrelang Täler in Zambales, Tarlac und Pampanga; Zehntausende Aeta wurden in Umsiedlungsgebiete verlegt. Die Caldera füllte sich bis 1992 mit Regenwasser zum Lake Pinatubo (1,83 km², heute rund 95–115 m tief, Wasserspiegel um 900 m).
  • September 2001: Aus Angst vor einem Durchbruch der Kraterwand ließ die Regierung am Maraunot Notch einen 5 m breiten Kanal graben und ein Viertel des Seevolumens ablassen. Am 10.07.2002 brach die Wand bei Sturmregen trotzdem: Schätzungsweise 160 Mio. m³ Wasser und Sediment fuhren als Lahar den Bucao hinunter Richtung Botolan.
  • 1998 begannen die ersten geführten Treks der Aeta; ab 2005 übernahm die Gemeinde Capas die Pinatubo Development Corp. und damit die Verwaltung der Route ab Santa Juliana. Ein 'Skyway' für 4x4 verkürzte zeitweise den Fußweg, wurde in der Regenzeit 2011 zerstört.
  • 06.08.2009: Bei Monsunregen durch Taifun Kiko reißt ein Lahar-Hochwasser des O'Donnell zwei Jeeps mit; sieben Tote, darunter drei französische Touristen und zwei Führer. Die Polizei prüfte fahrlässiges Handeln der Gemeindeverantwortlichen, das DOT rügte den Start trotz Sturmwarnung.
  • 02.01.2013: Ein 44-jähriger Auslandsfilipino ertrinkt nach einem Sprung in den Kratersee – der erste Todesfall im See. DOT warnt am 05.01.2013 vor Arsen, Aluminium, Bor und weiteren Stoffen im Wasser und erklärt den See zur 'keinem Spielplatz für Schwimmen, Kajak oder Wasserräder'; Schwimmverbot seit Januar 2013, Bootsfahrten (früher 350 PHP) wurden eingestellt.
  • 2009/2010: Die NCIP erteilt den Aeta den Certificate of Ancestral Domain Title für das Gebiet um den Pinatubo. 2015/2016: Gebührenstreit zwischen Botolan (Ordinance No. 1 s. 2015, 700 PHP) und Capas; Capas setzt die Treks im März 2016 aus, im April 2016 sperrt Balikatan das Crow Valley vom 04. bis 15.04.
  • 04.03.2021: Nach 25 Jahren Ruhe hebt PHIVOLCS auf Alert Level 1 (1.722 schwache Beben seit Januar); 12.08.2021 zurück auf Alert Level 0.
  • 10.03.2024: Die Philippine Air Force verlangt für Ausländer eine Visit Clearance, weil die Route durch die Colonel Ernesto Rabina Air Base führt.
  • 18.04.2025: Aeta blockieren die Zufahrt und fordern Anteil an den Einnahmen; zwei Festnahmen. 02.05.2025: Botolan setzt mit EO No. 05 s. 2025 alle Tourismusaktivitäten aus, DOT unterstützt. 23.06.2025: Wiedereröffnung der Capas-Route mit neuen, mit den Aeta-Clans abgestimmten Regeln.
  • 29.08.2026: PHIVOLCS-Lahar-Warnung für die Flüsse des Pinatubo (darunter der O'Donnell) wegen anhaltenden Monsunregens – ohne vulkanische Aktivität.
Ein klarer Bach fließt über dunkle Steine durch das Flussbett am Pinatubo, dahinter eine hohe hellgraue Aschewand
Die Bachquerungen sind knietief – bei gutem Wetter. Nach Regen wird aus dem Bach ein Lahar; 2009 starben hier sieben Menschen.

Foto: Sindre Helvik · CC BY 3.0

Wann es nicht gehtVier Akteure können den Pinatubo sperren

Der Trek hängt nicht an einer Behörde, sondern an vieren. Aktuelle Sperrungen erscheinen auf der Facebook-Seite des Capas Tourism Office und bei den akkreditierten Anbietern – vorher fragen.

1

Die Luftwaffe

Bei Schießübungen im Crow Valley, vor allem während der jährlichen Balikatan-Übung mit den USA (2016: gesperrt 04.–15.04.; 2024: Betrieb mit früherer Cut-off-Zeit; 2026 ab 20.04., eine Sperrung wurde nicht gefunden). Von Mitte April bis Anfang Mai nachfragen.

2

Die Gemeinde Botolan

Per Executive Order: Nr. 05 s. 2025 setzte ab 02.05.2025 alle Tourismusaktivitäten aus, nachdem Aeta am 18.04.2025 die Zufahrt blockiert hatten – sie forderten einen Anteil an den Einnahmen. Wiedereröffnung 23.06.2025 mit neuen, mit den Aeta-Clans abgestimmten Regeln.

3

Die Gemeinde Capas

Bei Gebührenstreit (März 2016) oder schlechtem Wetter. Nach den sieben Toten vom 06.08.2009 forderte das Tourismusministerium die alte Regel ein: erst nach zwei Tagen stabilen Wetters wieder starten.

4

PHIVOLCS und DOT

Bei vulkanischer Unruhe: 2021 lag der Pinatubo fünf Monate auf Alert Level 1, PHIVOLCS riet, den Krater zu meiden. Unabhängig von der Stufe gibt es bei Monsunregen Lahar-Warnungen – zuletzt am 29.08.2026.

Die Jeep-Piste im Crow Valley am Pinatubo: eine steinige Fahrspur im breiten Flussbett, links und rechts hohe Aschewände unter Wolken
Die Piste durch das Crow Valley. Militärgelände – deshalb die Posten, deshalb die Freigabe für Ausländer, deshalb die Sperrtage.

Foto: Lyndon Aguila · CC BY-SA 4.0

Veraltet im NetzWas anderswo falsch steht

„Man kann im Kratersee baden.“
Seit Januar 2013 gilt ein Schwimmverbot, nachdem ein Besucher ertrunken war; DOT und PHIVOLCS warnen vor Arsen und weiteren Stoffen im Wasser. Auch Bootsfahrten gibt es nicht mehr.
„Der Pinatubo ist ein lockerer Tagesausflug ab Manila, einfach hinfahren.“
Ohne Registrierung bis spätestens 5:30–7:00 Uhr, zugeteilten Jeep und Führer geht nichts, und Ausländer brauchen seit 10.03.2024 eine Freigabe der Luftwaffe mit bis zu 35 Tagen Vorlauf.
„Eintritt ein paar hundert Pesos.“
Die Umweltgebühr von Capas (300 PHP) ist nur ein Teil. Dazu kommen die Botolan-/Aeta-Gebühr (400–700 PHP je Person), der Pflichtjeep (2.500–3.500 PHP) und der Führer (500 PHP) – für eine Person allein leicht über 4.000 PHP.
„Der Vulkan ist erloschen.“
PHIVOLCS stuft ihn als aktiv ein; 2021 lag er fünf Monate auf Alert Level 1, und die Lahar-Warnungen (zuletzt 29.08.2026) gelten dem Flussbett, in dem man wandert.
„Die Wanderung dauert nur 30 Minuten.“
Das stimmt nur in der Hochsaison, wenn die Jeeps weit hineinfahren dürfen. Im Normalfall sind es 5,5–7 km und 1,5–2 Stunden je Richtung, in der Regenzeit mehr.

Kurz gefragtVor dem Wecker um vier

Kann man den Pinatubo ohne Tour machen?

Ja, aber nicht ohne Jeep und Führer: Beides teilt die Gemeinde Capas am Tourismusbüro in Santa Juliana zu. Wer selbst anreist, spart nur den Transfer. Ausländer müssen die Luftwaffen-Freigabe dann über das Tourismusbüro beantragen.

Wie kommt man ab Clark oder Angeles zum Pinatubo?

Anbieter holen in Clark und Angeles City ab, meist zwischen 3:30 und 4:00 Uhr; die Fahrt nach Santa Juliana dauert rund eine Stunde (45 km). Ab Manila sind es 2,5–3 Stunden über NLEX und SCTEX.

Braucht man für den Pinatubo eine Reiseversicherung?

Ab 60 Jahren verlangt die Registrierung ein ärztliches Attest oder eine Reiseversicherung. Für alle anderen ist sie nicht Pflicht, aber sinnvoll: Der Abbruch wegen Wetters wird laut Anbietern nicht erstattet.

Wie hoch ist der Pinatubo?

1.486 m. Vor dem Ausbruch von 1991 waren es 1.745 m; der Gipfel sackte ab, zurück blieb eine 2,5 km weite Caldera mit dem See auf rund 900 m. Höhenkrankheit spielt keine Rolle.

Ist der Pinatubo-Trek aktuell offen?

Stand 22.09.2026: Der Vulkan steht auf PHIVOLCS Alert Level 0 (seit 12.08.2021), die Capas-Route ist seit 23.06.2025 wieder in Betrieb. Im September läuft aber noch die Regenzeit mit Lahar-Warnungen (zuletzt 29.08.2026); an Regentagen wird nicht gestartet. Vor der Anreise beim Capas Tourism Office oder einem akkreditierten Anbieter den Tagesstatus abfragen.

Was kostet der Pinatubo-Trek?

Als Gruppe von fünf im Jeep rund 1.500–2.000 PHP je Person: 300 PHP Umweltgebühr Capas, 400–700 PHP Botolan-/Aeta-Gebühr, anteilig 2.500–3.500 PHP für den 4x4 und 500 PHP für den Führer (Stand 02/2026). Anbieterpakete ab Santa Juliana beginnen bei etwa 2.700–3.000 PHP, ab Clark bei 3.000–3.600 PHP, ab Manila bei knapp 2.000 PHP plus Transfer.

Brauchen Ausländer eine Genehmigung für den Pinatubo?

Ja, seit 10.03.2024 eine Visit Clearance der Philippine Air Force, weil die Route durch die Colonel Ernesto Rabina Air Base führt. Passkopie 20–35 Tage vorher (je nach Quelle) über Anbieter oder Tourismusbüro einreichen; kostenlos. Ohne Pass und Kopie am Tourtag kein Einlass. Die Inararo-Route ab Clark kommt ohne Clearance aus.

Wann muss man morgens in Santa Juliana sein?

Registrierung ab etwa 4:45–5:00 Uhr. Als letzte Registrierung nennen Anbieter 5:30 Uhr, spätestens 7:00 Uhr fahren die Jeeps ab; danach wird niemand mehr eingelassen. Während Militärübungen wird die Grenze vorgezogen.

Wie lang und wie anstrengend ist die Wanderung?

Nach etwa einer Stunde Jeepfahrt folgen 5,5–7 km zu Fuß je Richtung durch das flache Flussbett des O'Donnell mit Bachquerungen und einem kurzen steilen Schlussanstieg (rund 300 Höhenmeter), 1,5–2 Stunden je Richtung. Technisch leicht, aber schattenlos und heiß; in der Trockenzeit fahren die Jeeps weiter und es bleiben teils nur 30–60 Minuten.

Darf man im Kratersee schwimmen?

Nein. Seit Januar 2013 gilt ein Schwimmverbot, nachdem ein Besucher ertrunken war; Strafen treffen Gast und Führer. Das Wasser enthält laut PHIVOLCS-Analyse Arsen, Aluminium, Bor und weitere Stoffe. Auch Bootsfahrten wurden eingestellt.

Ist der Pinatubo für Kinder geeignet?

Anbieter nehmen Kinder ab 6 bzw. 7 Jahren mit. Der Weg ist flach, aber lang und heiß, die Jeepfahrt sehr holprig und staubig. Für kleinere Kinder ist die Inararo-Ecotour (nur Jeep, kein Trek) die Alternative.

Wann wird der Pinatubo wegen Militärübungen gesperrt?

Das Crow Valley ist Übungsgelände der Luftwaffe. Bei Schießübungen, vor allem während der jährlichen Balikatan-Übung (2026 ab 20.04.), kann der Zugang tageweise gesperrt werden (2016: 04.–15.04.) oder die Cut-off-Zeit wird vorgezogen (so 2024). Sperrungen kündigt das Capas Tourism Office an; im April/Mai vorher nachfragen.

Ist der Pinatubo-Trek gefährlich?

Vulkanisch derzeit nicht (Alert Level 0). Die reale Gefahr sind Sturzfluten und Lahare im O'Donnell bei Regen – 2009 starben sieben Menschen, darunter drei Franzosen – sowie Hitze. Deshalb: nur bei stabilem Wetter, früh starten, Anweisungen des Führers befolgen, nicht in den See.

Welche Jahreszeit ist am besten?

Dezember bis Mai, ideal Januar bis März: klare Sicht, türkiser See, kurze Fußstrecke. Juni bis November ist Regenzeit mit Sturzflutgefahr, Lahar-Warnungen und längerem Weg.

Was muss man mitnehmen?

Feste Schuhe, die nass werden dürfen, Hut, Sonnencreme, Staubtuch oder Maske für die Jeepfahrt, 1,5–2 Liter Wasser, Snacks, Wechselkleidung, Bargeld für alle Gebühren, Ausländer Pass plus Kopie.

Quellen · abgerufen am 22.09.2026