Volcano·Guide
Befestigter Weg durch den moosbewachsenen Zwergwald im Nationalpark Vulkan Poás, ein Besucher geht voraus Blick vom Kraterrand in den Hauptkrater des Vulkans Poás: graue Aschehänge, milchig-türkiser Säuresee, Wolken ziehen über den Rand Der Säuresee Laguna Caliente im Krater des Poás aus der Nähe, am Ufer steigt eine Dampffahne aus einer Fumarole

Vulkan Poás

Der Weg beginnt harmlos: ein paar hundert Meter durch knorrigen Nebelwald.

Dann öffnet sich der Wald – und davor liegt ein Loch von anderthalb Kilometern Breite.

Unten ein See mit einem pH-Wert nahe null. Er dampft. Du hast zwanzig Minuten.

Scrollen –
vom Nebelwald an den Kraterrand

Stand 21. September 2026Vulkan Poás aktuell: offen – mit Helm, Zeitfenster und halber Kapazität

Der Nationalpark Vulkan Poás ist geöffnet. Am 27. August 2026 schleuderte eine Eruption nachts Material rund 600 m weit; tags darauf hat die Parkverwaltung SINAC die Regeln verschärft. Seitdem dürfen nur noch 1.064 Besucher pro Tag hinein, am Aussichtspunkt gilt Helmpflicht. Ein Enddatum gibt es nicht – und eine Schließung am selben Tag bleibt jederzeit möglich.

Offen mit Auflagen
20Min.

Hauptweg zum Krater-Aussichtspunkt

Befestigter, fast ebener Weg vom Besucherzentrum zum Mirador am Rand des Hauptkraters. Einlass nur zur gebuchten Uhrzeit, höchstens 56 Personen gleichzeitig und maximal 20 Minuten am Mirador, Helmpflicht. Letzter Einlass laut Tico Times um 14 Uhr.

Eintritt Ausländer ab 13 Jahren, inkl. 13 % MwSt. (ca. 15 €)16,95 US-$
Offen mit Helm

Sendero Sombrilla de Pobre

Kurzer Naturweg durch den Zwergwald mit den Riesenblättern der Gunnera, die dem Weg den Namen geben („Schirm der Armen“). In den Meldungen vom 28.08. und 03.09.2026 als geöffnet genannt – ebenfalls mit Helm.

im Eintritt enthalten
Stand unklar

Weg zur Laguna Botos

Der Weg zum kalten Regenwassersee im erloschenen Nebenkrater war 2024 und 2025 vorsorglich gesperrt. Die Meldungen von 2026 nennen nur Hauptweg und Sombrilla de Pobre als offen. Einen Beleg für den heutigen Stand haben wir nicht gefunden – nicht fest einplanen.

vor Ort oder per E-Mail beim Park nachfragen
Gesperrt

Krater und alles abseits der Wege

Der Krater selbst und das Gelände neben den freigegebenen Wegen sind tabu. Seit dem 30.04.2026 gilt dafür das Bußgeldgesetz Ley 10.861: drei Basisgehälter, für Guides deutlich mehr, dazu die Rettungskosten.

Bußgeld 2026₡1.386.600
Beleglage: Die Auflagen seit dem 28.08.2026 (Tageskapazität 1.064 statt 2.052, 56 Personen und 20 Minuten am Mirador, Helmpflicht, letzter Einlass 14 Uhr) stammen aus Presseberichten über Mitteilungen von SINAC und CNETico Times vom 28.08.2026, El Observador und Monumental vom 03.09.2026. Die offizielle Parkseite von SINAC und die Website der CNE waren am 21.09.2026 nicht abrufbar. Aus erster Hand geprüft: das Buchungssystem SICORE (Bedingungen) und die Aktivitätsstufe des OVSICORI. Eine Meldung über eine erneute Schließung zwischen dem 3. und 21.09.2026 haben wir nicht gefunden.
Besucher auf der Aussichtsplattform am Kraterrand des Vulkans Poás mit Schutzunterstand aus Beton, im Hintergrund die grauen Kraterhänge (April 2023)
Die Betonkästen sind keine Kioske. Es sind Unterstände gegen fliegende Steine.

Foto: Mariordo (Mario Roberto Durán Ortiz) · CC BY-SA 4.0

Das ErlebnisZwanzig Minuten am Rand eines aktiven Kraters

Der Poás ist einer der wenigen aktiven Krater der Welt, an dessen Rand man auf einem befestigten Weg spaziert. Genau deshalb ist der Besuch so streng getaktet.

Vom Besucherzentrum sind es wenige hundert Meter, fast eben, durch niedrigen, vom Wind verbogenen Wald. Dann stehst du an einer Brüstung, und der Boden fällt 300 m ab. Der Hauptkrater misst rund 1,5 km im Durchmesser. Am Grund liegt die Laguna Caliente, ein milchig-türkiser See mit pH-Werten nahe null – einer der sauersten der Welt. Vom Ufer steigen Dampf- und Gasfahnen auf, und wenn der Wind dreht, riechst du den Schwefel.

Auf rund 2.700 m ist es windig und deutlich kälter als in San José. Rund um die Uhr messen automatische Sensoren Schwefeldioxid und Schwefelwasserstoff. Die Schutzdächer am Mirador fassen genau 56 Personen – daher die Obergrenze. Nach 20 Minuten ist die nächste Gruppe dran.

Und manchmal siehst du gar nichts: Ab dem späten Vormittag steigt fast täglich Nebel in den Krater, in der Regenzeit von Mai bis November oft schon gegen 10 Uhr. Geld zurück gibt es dafür nicht. Wer das früheste verfügbare Zeitfenster bucht, hat die besten Karten.

Ohne MietwagenPoás-Touren ab San José

Der Kraterbesuch selbst ist kurz: ein paar hundert Meter Weg, höchstens 20 Minuten am Mirador. Die Touren ab San José verbinden ihn deshalb mit einer Kaffeeplantage und dem Wasserfall La Paz. Touren ab San José enthalten laut Anbieter das Ticket für den Nationalpark – prüfe das vor dem Buchen in der Leistungsbeschreibung, denn ohne personalisiertes Onlineticket kommt am Tor niemand hinein.

Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 21.09.2026. Ob der Krater frei ist oder im Nebel steckt, entscheidet der Berg – und wenn SINAC den Park schließt, fällt der Kraterbesuch aus.

Die RegelPoás Tickets: nur online, nur mit Zeitfenster

Am Parktor gibt es keine Kasse – seit der Wiedereröffnung 2018 nicht mehr, und das Umweltministerium MINAE hat es 2025 noch einmal bekräftigt. Eintrittskarten verkauft ausschließlich das SINAC-System SICORE unter serviciosenlinea.sinac.go.cr. So läuft die Buchung:

  1. Schritt 1 · zu HauseKonto anlegen

    Im SICORE ein Benutzerkonto registrieren. Das Passwort kommt per E-Mail, manchmal mit Verzögerung. Bleibt es länger als einen Tag aus: an reservaciones.sinac@sinac.go.cr schreiben. SINAC empfiehlt Chrome oder Edge im Inkognito-Modus.

  2. Schritt 2Park, Datum und Uhrzeit wählen

    „Parque Nacional Volcán Poás“ auswählen, dann Tag und Zeitfenster. Nimm das früheste, das frei ist. An Wochenenden und Feiertagen sind die Fenster seit der Halbierung der Kapazität schnell weg.

  3. Schritt 3Passnummern eintragen

    Für jede Person Name, Ausweisnummer und Herkunftsland. Tickets sind personengebunden, Namen lassen sich nachträglich nicht ändern. Pro Transaktion höchstens 10 Tickets.

  4. Schritt 4Mit Karte zahlen

    Kredit- oder Debitkarte mit 3-D-Secure; Pop-ups im Browser zulassen. Erwachsene 16,95 US-$, Kinder von 2 bis 12 Jahren 5,65 US-$.

  5. Schritt 5 · am TorBuchungscode und genau diesen Ausweis zeigen

    Eingelassen wird nur zur gebuchten Uhrzeit. Wer sich verspätet, soll den Park vorab per E-Mail informieren.

  6. WichtigKeine Erstattung

    Auch nicht bei Nebel oder Regen, und nicht übertragbar auf andere Parks. Nur wenn der Park wegen eines Notfalls schließt, bucht SINAC per E-Mail auf ein anderes Datum um.

Eintritt Nationalpark Vulkan Poás · offiziell · Stand 09/2026
Ausländer ab 13 Jahren (15 US-$ + 13 % MwSt.)16,95 US-$ (ca. 15 €)
Ausländische Kinder 2–12 Jahre (5 US-$ + MwSt.)5,65 US-$ (ca. 5 €)
Kinder unter 2 Jahrenfrei
Einheimische und Residenten: Erwachsene / Kinder (ohne MwSt.)₡1.000 / ₡500
24. August (Tag der Nationalparks) – Ticketpflicht und Kontingent bleibenEintritt frei
Quellen: Buchungsbedingungen im SINAC-System SICORE, abgerufen am 21.09.2026 (Registrierung, verbindliches Zeitfenster, keine Erstattung, Umbuchung bei Notfallschließung, max. 10 Tickets, Kartenzahlung) · Tourismusinstitut ICT (Tarif 15/5 US-$ netto) · Área de Conservación Guanacaste (Bruttopreise 16,95/5,65 US-$). Euro-Werte nach EZB-Referenzkurs vom 18.09.2026, gerundet. Wie viele Wochen im Voraus sich buchen lässt und wann genau die Zeitfenster beginnen, war ohne Login nicht einsehbar.

Seit 28. August 2026Helmpflicht, 56 Personen, 20 Minuten: die aktuellen Auflagen

Einen Tag nach der Eruption vom 27. August hat SINAC den Besuch wieder auf das strengste Modell zurückgestellt. Der Park bleibt offen, aber mit halb so vielen Plätzen wie zuvor.

1.064

Besucher pro Tag

Vorher waren es 2.052. Wer an einem Wochenende oder Feiertag kommen will, bucht zuerst das Ticket – und dann erst Mietwagen oder Unterkunft.

56

Personen am Mirador

So viele passen unter die Schutzdächer gegen Auswurf. Die Zahl gilt gleichzeitig; nach höchstens 20 Minuten wechselt die Gruppe.

Helm

Pflicht auf beiden Wegen

Auf dem Hauptweg und auf Sombrilla de Pobre. Ob die Helme am Eingang gestellt werden und ob das etwas kostet, steht in keiner Quelle, die wir abrufen konnten.

14Uhr

Letzter Einlass

Laut Tico Times ist der Park von 8 bis 16 Uhr offen, letzter Einlass um 14 Uhr. Das Tourismusinstitut ICT nennt 8 bis 15:30 Uhr. Maßgeblich ist die Uhrzeit auf deinem Ticket.

Alle vier Auflagen laut Presseberichten über SINAC-/CNE-Mitteilungen: Tico Times, 28.08.2026 · El Observador, 09/2026. Eine amtliche Veröffentlichung im Wortlaut lag uns nicht vor. Dass 56 der Kapazität der Schutzdächer entspricht: delfino.cr, Januar 2024.

Sachlich betrachtetWie aktiv ist der Poás? Eruptionen 2025 und 2026

Der Poás bricht nicht mit Lavaströmen aus, sondern mit plötzlichen Dampf-, Schlamm- und Ascheexplosionen. Glut gibt es für Besucher nicht zu sehen. Zwei Behörden bewerten die Lage unabhängig voneinander.

  1. 26. März 2025Schließung auf unbestimmte Zeit

    Beginn der heftigsten Phase seit 2017. Am 21. und 23. April steigen Aschesäulen über 4 km hoch, die Notfallkommission CNE ruft für den Park Alarmstufe Rot aus. Letzte größere Eruption: 19. Mai 2025.

  2. 30. Juli 2025Wiedereröffnung nach vier Monaten

    Die CNE stuft am 2. Juli auf Grün zurück. Der Park öffnet mit 19 Gruppen zu höchstens 108 Personen im 20-Minuten-Takt, Tickets nur online.

  3. 27. August 2026Eruption um 2:36 Uhr nachts

    Material fliegt rund 600 m weit – mitten in der Nacht, außerhalb der Öffnungszeiten. Tags darauf halbiert SINAC die Tageskapazität und führt Helmpflicht und die 56er-Grenze wieder ein.

  4. Anfang September 2026CNE: Alerta Verde

    Vorbeugender Zivilschutz-Alarm für den Nationalpark und fünf umliegende Distrikte. Laut CNE kann die Aktivität Tage, Wochen oder Monate anhalten. Am 7. September meldet das OVSICORI: Der Poás entgast weiter, keine auffällige Verformung.

  5. HeuteOVSICORI: Stufe 2 von 4 – „Advertencia“

    Gelb auf der Skala des Vulkanobservatoriums: deutliche Aktivität, kleine Eruptionen, saure Gase, Auswurf im Nahbereich, leichter Aschefall möglich. Grafik vom 24.07.2026, abgerufen am 21.09.2026.

Quellen: OVSICORI-UNA, Aktivitätsstufen · Tico Times 28.08.2026 · El Observador und Monumental 03.09. und 07.09.2026 · delfino.cr und La Nación zur Phase 2025. „Grün“ der CNE heißt am Poás nicht „alles normal“, sondern: offen mit Auflagen und jederzeit mögliche Sofortschließung.

Im ParkWege im Nationalpark Poás

Eine Wanderung ist der Poás nicht. Der Weg zum Krater ist befestigt, fast eben und wenige hundert Meter lang. Längen und Gehzeiten der Nebenwege nennt keine Quelle, die wir prüfen konnten.

Weg → was dich erwartet · Stand 09/2026
Hauptweg zum Mirador Cráter PrincipalVom Besucherzentrum am Parkplatz zur Aussichtsplattform am Rand des Hauptkraters, mit Schutzunterständen. Befestigt, fast eben. Maximal 20 Minuten am Mirador, Helmpflicht. Im Eintritt enthalten.
Sendero Sombrilla de PobreKurzer Naturweg durch den Zwergwald mit Gunnera-Riesenblättern. Laut Meldungen vom 28.08. und 03.09.2026 geöffnet, mit Helmpflicht. Im Eintritt enthalten.
Weg zur Laguna BotosVom Mirador zu einem kalten Regenwassersee in einem erloschenen Nebenkrater. Seit Januar 2024 bzw. März 2025 als vorsorglich gesperrt gemeldet; Stand 2026 nicht belegt.
Riesenblätter der Gunnera (Sombrilla de Pobre) im Nationalpark Vulkan Poás, dahinter die kahlen grauen Hänge des Kraters unter Wolken
Hier wächst alles. Hundert Meter weiter wächst nichts mehr.

Foto: MongeNajera · CC BY-SA 3.0

Gut zu wissenAnreise ab San José, beste Zeit, Tipps

Anreise

Mit dem Auto: Ab dem Flughafen San José/Alajuela über Alajuela und Fraijanes oder über Heredia und Vara Blanca nach Poasito und weiter zum Parktor (drei Routen laut ICT). Parkplatz am Besucherzentrum.

  • Ab San José · etwa 1,5 Stunden
    Mietwagen über Alajuela–Fraijanes–Poasito; organisierte Halbtagestouren ab San José
  • Ab La Fortuna · etwa 2,5 Stunden
    Mietwagen über San Miguel de Sarapiquí und Vara Blanca
  • Ab Liberia · etwa 4 Stunden
    Interamericana bis Alajuela, dann hinauf nach Poasito – als Tagesausflug kaum sinnvoll

Beste Zeit

Das früheste verfügbare Zeitfenster buchen: Ab dem späten Vormittag steigt fast täglich Nebel in den Krater, in der Regenzeit (Mai bis November) oft schon gegen 10 Uhr. Dezember bis April bringt die meisten klaren Morgen, ist aber auch am stärksten gebucht; seit der Halbierung der Tageskapazität Ende August 2026 sind Wochenenden und Feiertage besonders knapp. Am Reisetag morgens die OVSICORI-Webcam und die SINAC-Kanäle prüfen – Schließungen kommen ohne Vorlauf.

Für wen es passt

Kinder
Möglich, der Weg ist kurz und eben. SINAC riet beim Start des Sicherheitsmodells 2018 aber vom Besuch mit Kindern unter 12 Jahren ab; ob die Empfehlung 2026 noch in den Buchungsbedingungen steht, ist offen.
Mindestalter
kein verbindliches Mindestalter belegt
Kondition
Sehr leicht: befestigter Weg, wenige hundert Meter.
Höhe
Der Kraterrand liegt auf rund 2.600–2.700 m. Wer direkt aus dem Tiefland kommt, kann leichte Kurzatmigkeit spüren; ernsthafte Höhenkrankheit ist bei dem kurzen Aufenthalt unwahrscheinlich.
Herz und Atemwege
Vorsicht: Am Mirador wurden in einer Studie der Universidad Nacional kurzzeitig SO2-Spitzen von 7,4 ppm gemessen (Grenzwert für 15 Minuten: 5 ppm). SINAC riet 2018 Menschen über 65 und Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen vom Besuch ab. Mit Asthma, COPD oder Herzerkrankung vorher ärztlich klären und bei Schwefelgeruch sofort zurückgehen.
Rollstuhl
Der Hauptweg ist befestigt und nahezu eben; eine offizielle Aussage zur Barrierefreiheit unter den aktuellen Auflagen wurde nicht gefunden.
Hunde
In allen SINAC-Schutzgebieten verboten.
Kleidung
Warme Jacke und Regenschutz: Auf 2.700 m ist es windig und deutlich kälter als in San José.
Schuhe
Normale feste Schuhe genügen.

Tipps, die man vor Ort braucht

  • Ticket buchen, bevor Mietwagen oder Tour feststehen – ohne Onlineticket kommt am Tor niemand hinein, und seit Ende August 2026 gibt es nur halb so viele Plätze.
  • Konto im SINAC-System schon zu Hause anlegen: Das Passwort kommt per E-Mail, manchmal mit Verzögerung. Für jede Person wird die Passnummer abgefragt.
  • Exakt den Ausweis mitnehmen, dessen Nummer im Ticket steht; Namen lassen sich nachträglich nicht ändern.
  • Frühestes Fenster wählen und pünktlich sein. Nebel ist kein Erstattungsgrund.
  • Am Morgen des Besuchs die Webcam des OVSICORI und die Meldungen von SINAC/CNE prüfen. Bei Schließung per E-Mail an reservaciones.sinac@sinac.go.cr umbuchen lassen.
  • Helm und die 20-Minuten-Grenze sind keine Schikane: Die Schutzdächer am Mirador fassen genau 56 Personen. Anweisungen der Ranger sofort folgen, bei Alarm in den Unterstand.
  • Jacke einpacken – am Kraterrand ist es oft nur um die 10 °C und windig.
  • Haustiere sind verboten; mitgebrachtes Essen ist erlaubt, Müll muss wieder mit hinaus.

Kurze Geschichte

  • Der Hauptkrater misst rund 1,5 km im Durchmesser und ist 300 m tief. Sein See, die Laguna Caliente, gehört mit pH-Werten nahe null zu den sauersten der Welt; die Laguna Botos füllt einen seit Jahrtausenden erloschenen Nebenkrater.
  • 1910 warf der Poás eine große Schlamm- und Aschefontäne aus; 1953 bis 1955 folgte eine lange Phase mit hohen Eruptionssäulen aus Schlamm, Schlacke und Gestein.
  • Am 12. April 2017 begannen phreatomagmatische Ausbrüche, die den Lavadom im Krater zerstörten und den See austrocknen ließen. Der Park blieb fast 17 Monate geschlossen.
  • Bei der Wiedereröffnung am 1. September 2018 führte SINAC das heutige Sicherheitsmodell ein: Onlinetickets, Gruppen von 50 Personen, 20 Minuten am Mirador, Gassensoren, Helme und Schutzunterstände.
  • Im Januar 2024 wurde die Zahl der Personen am Mirador nach der stärksten Eruption seit 2019 auf 56 begrenzt – so viele passen unter die Ballistik-Schutzdächer. Vom 2. bis 8. April 2024 war der Park kurz geschlossen.
  • 2025 folgte die heftigste Phase seit 2017: Schließung ab 26. März, am 21./23. April Aschesäulen von über 4 km Höhe und CNE-Alarmstufe Rot, letzte größere Eruption am 19. Mai, Rückstufung auf Grün am 2. Juli, Wiedereröffnung am 30. Juli 2025 mit 19 Gruppen zu höchstens 108 Personen im 20-Minuten-Takt.
  • Am 27. August 2026 schleuderte eine Eruption um 2:36 Uhr nachts Material rund 600 m weit. Tags darauf halbierte SINAC die Tageskapazität auf 1.064, begrenzte den Mirador wieder auf 56 Personen und führte die Helmpflicht wieder ein; Anfang September rief die CNE Alerta Verde für Park und fünf Distrikte aus.
  • Im Oktober 2022 nahm die IUGS den Poás in ihre Liste der ersten 100 geologischen Welterbestätten auf.

Kleinere Gruppen, anderer StartortWeitere Touren zum Vulkan Poás

Der Korb ist hier dünn: Diese Angebote haben erst wenige Bewertungen. Wir zeigen sie, weil sie etwas anderes bieten – eine halbprivate Gruppe, eine reine Parkführung oder den Start in Alajuela nahe dem Flughafen.

Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 21.09.2026. Vor dem Buchen prüfen, ob der Parkeintritt in der Leistungsbeschreibung steht.

Veraltet im NetzWas anderswo falsch steht

„Der Poás ist wegen der Ausbrüche geschlossen.“
Veraltet. Geschlossen war er vom 26. März bis 30. Juli 2025. Stand 21.09.2026 ist der Park offen – mit Helmpflicht, 56 Personen am Mirador und halber Tageskapazität. Eine Sofortschließung bleibt möglich.
„Tickets gibt es am Parkeingang.“
Seit 2018 nicht mehr. Eintrittskarten werden ausschließlich elektronisch über das SINAC-System verkauft.
„Gebucht wird über sinacweb.sinac.go.cr.“
Das offizielle System heißt SICORE und läuft unter serviciosenlinea.sinac.go.cr. Ticketportale verkaufen dasselbe Ticket mit Aufschlag.
„Der Eintritt kostet 15 Dollar.“
Netto. Mit 13 % Mehrwertsteuer zahlst du 16,95 US-$, für Kinder 5,65 US-$.
„Das erste Zeitfenster ist um 7 Uhr, pro Fenster dürfen 50 Personen hinein.“
Beides ist der Stand von 2018. Aktuell öffnet der Park um 8 Uhr, letzter Einlass ist um 14 Uhr; am Mirador stehen höchstens 56 Personen gleichzeitig, 1.064 am Tag.

Kurz gefragtVor dem Besuch am Poás

Ist der Vulkan Poás aktuell geöffnet?

Ja, Stand 21. September 2026 ist der Nationalpark offen. Seit dem 28. August 2026 gelten laut Presseberichten über SINAC-Mitteilungen verschärfte Auflagen: nur 1.064 Besucher pro Tag, höchstens 56 gleichzeitig am Krater, Helmpflicht. Die Behörden können jederzeit kurzfristig schließen.

Wo kaufe ich Poás Tickets?

Nur online im SINAC-System SICORE unter serviciosenlinea.sinac.go.cr. Konto anlegen, Datum und Uhrzeit wählen, für jede Person Name und Passnummer eintragen, mit Karte zahlen. An der Parkkasse gibt es keine Tickets.

Kann ich Poás Tickets stornieren oder umbuchen?

Eine Erstattung gibt es nicht, auch nicht bei Nebel oder Regen. Nur bei einer Notfallschließung des Parks bucht SINAC auf ein neues Datum um – per E-Mail an reservaciones.sinac@sinac.go.cr.

Ist bei einer Tour ab San José das Poás-Ticket dabei?

Touren ab San José enthalten laut Anbieter das Ticket. Verlass dich nicht blind darauf: Lies vor dem Buchen die Leistungsbeschreibung, denn Tickets sind personengebunden und am Tor wird niemand ohne eingelassen.

Lohnt sich der Poás bei Nebel?

Bei dichtem Nebel siehst du vom Krater nichts, und Geld gibt es nicht zurück. Die Chancen sind im frühesten Zeitfenster am besten, in der Trockenzeit von Dezember bis April gibt es die meisten klaren Morgen. Am Reisetag lohnt ein Blick auf die Webcam des OVSICORI.

Sieht man am Poás Lava?

Nein. Der Poás ist aktiv, aber seine Ausbrüche sind Dampf-, Schlamm- und Ascheexplosionen. Zu sehen sind der Säuresee, Fumarolen und Gasfahnen.

Was kostet der Eintritt zum Poás 2026?

Ausländische Erwachsene zahlen 15 US-$ plus 13 % Mehrwertsteuer, also 16,95 US-$ (etwa 15 €). Kinder von 2 bis 12 Jahren zahlen 5,65 US-$, Kleinkinder nichts.

Wie lange darf man am Krater bleiben?

Höchstens 20 Minuten am Aussichtspunkt, und nie mehr als 56 Personen gleichzeitig. Diese Zahl entspricht den Plätzen unter den Schutzdächern gegen Auswurf.

Muss man am Poás einen Helm tragen?

Derzeit ja. Seit dem 28. August 2026 sind Schutzhelme auf dem Hauptweg zum Krater und auf dem Weg Sombrilla de Pobre vorgeschrieben. Die Regel gilt, bis die Aktivität nachlässt.

Brauche ich einen Führer für den Poás?

Nein. Der Besuch läuft selbstständig auf einem kurzen, befestigten Weg. Bindend sind nur das gebuchte Zeitfenster und die Anweisungen der Ranger.

Was passiert, wenn der Park an meinem Tag schließt?

Geld zurück gibt es nicht, aber SINAC bucht bei einer Notfallschließung auf ein anderes Datum um. Dafür schreibt man an reservaciones.sinac@sinac.go.cr. Nebel oder Regen gelten nicht als Grund.

Wann sieht man den Krater am besten?

Möglichst im ersten Zeitfenster ab 8 Uhr. Im Lauf des Vormittags füllt sich der Krater fast täglich mit Nebel, in der Regenzeit besonders früh. Die klarsten Morgen bringt die Trockenzeit von Dezember bis April.

Ist der Poás gefährlich?

Er ist ein aktiver Vulkan mit plötzlichen Dampf- und Ascheexplosionen; zuletzt flog am 27. August 2026 Material 600 m weit. OVSICORI führt ihn auf Stufe 2 von 4, die CNE hat Alerta Verde ausgerufen. Das Besuchsmodell mit Sensoren, Helmen, Unterständen und kurzer Verweildauer soll das Restrisiko klein halten – ausschließen kann es niemand.

Ist der Poás für Kinder und ältere Menschen geeignet?

Der Weg ist leicht, das Problem sind Gase und die Höhe von rund 2.700 m. SINAC riet 2018 vom Besuch mit Kindern unter 12, für Menschen über 65 und bei gesundheitlichen Einschränkungen ab. Mit Asthma oder Herzproblemen sollte man vorher ärztlichen Rat einholen.

Wie komme ich von San José zum Poás?

Mit dem Mietwagen über Alajuela und Fraijanes nach Poasito, etwa anderthalb Stunden. Viele Anbieter fahren Halbtagestouren ab San José; das Ticket muss auch dann vorab gebucht sein.

Kann man zur Laguna Botos wandern?

Das ist unsicher. Der Weg war 2024 und 2025 vorsorglich gesperrt, und die aktuellen Meldungen nennen nur den Hauptweg und Sombrilla de Pobre als offen. Am besten vor Ort oder per E-Mail beim Park nachfragen.

Quellen · abgerufen am 21.09.2026