Volcano·Guide
Blick vom Kiefernhang des Acatenango am Nachmittag: Wolken ziehen um den Volcán de Fuego, über dem Krater steht eine helle Aschewolke Abenddämmerung am Acatenango: oranger Horizont über dem Wolkenmeer, der Volcán de Fuego stößt eine Aschewolke aus, davor Kiefern als Silhouetten Nächtliche Eruption des Volcán de Fuego, vom Acatenango aus gesehen: glühendes Material fliegt aus dem Krater und rollt die Flanke hinab

Acatenango

Am Nachmittag kommst du an. Der Nachbar raucht, halb in den Wolken.

Dann sinkt die Sonne, und es wird schnell kalt.

Im Dunkeln zeigt der Fuego, warum alle hier oben wach bleiben.

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es wird Nacht am Lager

Stand 21. September 2026Acatenango aktuell: offen – der Fuego-Kamm ist verboten

Die Übernachtungstour auf den Acatenango läuft. Verboten ist die Zusatzwanderung hinüber zum Volcán de Fuego: Die Gemeinde Acatenango hat den Aufstieg über ihren Park am 1. April 2026 unbefristet untersagt und das Verbot am 7. August 2026 bekräftigt. Das Vulkaninstitut INSIVUMEH nennt La Meseta und El Camellón im Bulletin vom 20. September ausdrücklich als Sperrzonen. Den Fuego siehst du trotzdem – vom Lager aus, und dafür kommt man her.

Verboten
3.763m

Fuego-Kamm: La Meseta und El Camellón

Nicht annähern, nicht aufhalten, nicht zelten – auch nicht mit Führer. Auf dem Kamm schlagen glühende Blöcke aus dem Krater ein. Manche Anbieter verkaufen die Zusatztour weiter, zum Teil erst im Lager gegen Bargeld. Lehne ab.

Verbot der Gemeinde seit 01.04.2026, unbefristet
Offen
3.976m

Acatenango: Lager und Gipfel

Seit der Wiedereröffnung am 7. August 2026 sind die freigegebenen Wege und Lagerplätze offen – mit autorisiertem Anbieter, Kontrolle am Eingang in La Soledad und Armband. Der Gipfelgang startet gegen 4 Uhr.

Eintritt für Ausländer, bar am Tor · rund 11,50 €100 Q
Kurzfristig
5–8pro Stunde

Explosionen: Der Fuego entscheidet über den Park

Bulletin vom 20.09.2026: schwache bis mäßige Explosionen, Aschesäulen bis 4.800 m, nachts glühende Auswürfe. Wird es stärker, schließt die Gemeinde „bis auf Weiteres“ – zuletzt vom 3. bis 7. August 2026, ohne Vorlauf.

Vor der Tour das Tagesbulletin lesen
Quellen: INSIVUMEH, Boletín vulcanológico diario vom 20.09.2026 (am 21.09. das jüngste) · Gemeinde Acatenango, Verbot vom 01.04.2026 und Comunicado Oficial Nr. 09-08-2026 zur Wiedereröffnung am 07.08.2026 (beides über Presseberichte gelesen, die Gemeinde veröffentlicht in sozialen Medien) · Eintritt laut acatenangovolcano.gt. Eine amtliche Mitteilung nach dem 20.09., die „offen“ eigens bestätigt, liegt nicht vor; das Bulletin nennt nur die Fuego-Zonen als verboten. Tagesaktuell: insivumeh.gob.gt.
Der Kegel des Volcán de Fuego im Morgenlicht, vom Acatenango aus gesehen: aus dem Krater steigt eine dunkle Aschewolke
Erst kommt die Wolke. Das Grollen braucht ein paar Sekunden länger.

Foto: Bex Walton · CC BY 4.0

Das ErlebnisAcatenango-Wanderung: eine Nacht gegenüber vom Fuego

Der Acatenango selbst ruht. Er ist die Tribüne: Vom Lager schaust du über einen Sattel direkt auf den Krater des Nachbarn. Der Fuego ist daueraktiv und wirft in tätigen Phasen mehrmals in der Stunde Asche und glühendes Gestein aus.

Morgens holt dich der Anbieter in Antigua ab, nach rund einer Stunde Fahrt beginnt in La Soledad auf etwa 2.400 m der Aufstieg: steil, auf losem Vulkansand, mit dem Gepäck für die Nacht. Anbieter rechnen vier bis fünf Stunden bis zum Lager, das je nach Anbieter zwischen 3.400 und 3.700 m liegt.

Bei Tag siehst du Aschewolken aufsteigen und hörst das Grollen mit Verzögerung. Wenn es dunkel ist, wird aus der grauen Wolke Glut: rote Bögen über dem Krater, glühende Brocken, die die Flanke hinunterrollen. Wie oft das passiert, schwankt stark – und Wolken können die Sicht stundenlang nehmen. Garantieren kann das niemand.

Gegen 4 Uhr geht es mit Stirnlampe in ein bis anderthalb Stunden auf den Pico Mayor, 3.976 m. Oben ist es windig und eisig, unter dir liegt das Wolkenmeer, daneben raucht der Fuego im ersten Licht. Gegen Mittag bist du zurück in Antigua.

Ab Antigua, zwei Tage, eine NachtAcatenango-Tour ab Antigua buchen

Am Eingang wird ein autorisierter Anbieter verlangt, öffentliche Busse bis La Soledad gibt es praktisch nicht. Die Tour ist deshalb der normale Weg. Frag vor dem Buchen, ob du in einer Hütte oder im Zelt schläfst und welche warme Ausrüstung gestellt wird. Der Eintritt von 100 Q ist meist nicht im Preis.

Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 21.09.2026. Buche keine Zusatztour zum Fuego („Fuego hike“, „Double Whammy“), auch wenn sie beim Buchen oder im Lager angeboten wird: Sie ist verboten. Ob der Fuego nachts zu sehen ist, entscheiden Berg und Wolken.

Die RegelEintritt, Führer, Sperrzonen: was am Acatenango gilt

Der Berg gehört zu einem Schutzgebiet der Gemeinde Acatenango. Sie kassiert, kontrolliert und sperrt. INSIVUMEH liefert die fachliche Grundlage, die Tourismusbehörde INGUAT und der Katastrophenschutz CONRED reden mit. Eine Reservierung oder ein Besucherlimit gibt es nicht.

1

Eintritt bar am Tor

In La Soledad zahlst du 100 Q in bar und zeigst Pass oder Ausweis (eine Kopie genügt). Du bekommst ein Armband und eine Quittung. Das Armband bleibt bis zum Ende der Tour am Handgelenk.

2

Nur mit autorisiertem Anbieter

Die Auflagen zur Wiedereröffnung vom August 2026 verlangen eine gebuchte Tour und dass du den Anweisungen der Führer folgst. Der Wortlaut der Parkordnung ist online nicht auffindbar; belegt ist die Pflicht über Behördenmitteilungen und Presse.

3

Nur freigegebene Wege und Lager

Gezeltet wird auf den zugelassenen Plätzen am Acatenango. La Meseta und El Camellón am Fuego sind tabu. CONRED rät außerdem von Nachtaufstiegen und Aufstiegen bei schlechtem Wetter ab.

4

Schließung ohne Vorlauf

Bei Fuego-Krisen, nach Erdbeben und bei Unwetter schließt die Gemeinde den Park „bis auf Weiteres“. Eine amtliche Erstattungsregel gibt es nicht. Frag den Anbieter vor dem Buchen, ob er erstattet oder umbucht.

Eintritt Parque Regional Municipal Volcán de Acatenango · Stand 09/2026
Ausländische Besucher · rund 11,50 € (Kurs vom 21.09.2026)100 Q
Guatemalteken25 Q
Guatemaltekische Schüler und Studierende mit gültigem Ausweis10 Q
Einheimische der Gemeindefrei
Quelle: offizielle Parkseite acatenangovolcano.gt (Verwaltung: Municipalidad de Acatenango), abgerufen am 21.09.2026. Sperrungen stützt die Gemeinde auf Artikel 26 ihrer Parkordnung (Mitteilung vom 03.08.2026). Bußgeldbeträge sind nicht veröffentlicht.

Das unterschätzte RisikoKälte und Höhe: daran sterben am Acatenango Menschen

Nicht der Fuego ist auf dieser Tour die Hauptgefahr, sondern Frost, Wind und Erschöpfung auf fast 4.000 m. Im Januar 2017 starben sechs guatemaltekische Bergwanderer in einer Kaltfront am Gipfel; der Sturm hatte ihre Zelte weggerissen. Am 2. August 2026 starb ein 17-Jähriger beim Aufstieg an Unterkühlung und Erschöpfung.

< 0°C

Nachts friert es

Anbieter nennen Temperaturen unter null am Lager, am Gipfel kommt starker Wind dazu. Funktionsunterwäsche, Fleece, warme Jacke, Regenschutz, Mütze, Handschuhe, Stirnlampe. Gute Anbieter verleihen Jacke, Mütze und Handschuhe – kläre das vorher.

1.500Höhenmeter

Steil, sandig, mit Gepäck

Anbieter stufen die Tour als schwer ein. Stöcke helfen im losen Sand sehr. Für Kinder ist sie ungeeignet; ein amtliches Mindestalter gibt es nicht. Bei Herz- oder Lungenerkrankungen vorher ärztlich abklären.

48Stunden vorher

Erst in Antigua ankommen

Du schläfst auf rund 3.400 bis 3.700 m. Anbieter empfehlen, vorher mindestens 48 Stunden in Antigua auf rund 1.500 m zu verbringen. Kopfschmerz mit Übelkeit oder Schwindel heißt: nicht weiter aufsteigen.

Quellen: Prensa Libre zur Untersuchung der Gerichtsmedizin Inacif (Januar 2017: drei der sechs Toten starben an Unterkühlung, drei an Verletzungen bzw. Lungenödem) · Infobae vom 02.08.2026 · Empfehlungen von CONRED, INSIVUMEH und INGUAT vom August 2026. Temperatur- und Höhenangaben der Lager stammen von Anbietern.

ReisehinweiseSicherheit: was das Auswärtige Amt zu Vulkanen sagt

Das Auswärtige Amt nennt den Besuch von Vulkanen in Guatemala ausdrücklich als Überfallrisiko und rät, nur mit lizenzierten Führern oder Polizeibegleitung zu gehen. Das US-Außenministerium rät, keinen Vulkan ohne qualifizierten örtlichen Führer zu begehen. Praktisch heißt das: in der Gruppe bleiben, Wertsachen in Antigua lassen (die Anbieter lagern Gepäck ein) und Fahrzeuge nur bewacht parken.

Quelle: Auswärtiges Amt, Reise- und Sicherheitshinweise Guatemala, Stand 21.09.2026 (unverändert seit 20.08.2026).

Wege hinaufDie Route – und die, die es nicht mehr gibt

Routen am Acatenango · Stand 09/2026 · Gehzeiten laut Anbietern
Normalroute ab La Soledad (Übernachtungstour)Vom Parkeingang auf rund 2.400 m in 4–5 Stunden zum Lager auf etwa 3.400–3.700 m. Am zweiten Morgen ab etwa 4 Uhr in 1–1,5 Stunden auf den Pico Mayor (3.976 m). Rund 1.500 Höhenmeter insgesamt, Rückkehr nach Antigua gegen Mittag. Ganzjährig, solange nicht gesperrt.
Zusatzwanderung zum Fuego-Kamm (La Meseta / El Camellón) – verbotenFrüher 3–4 Stunden hin und zurück vom Lager, für 200–250 Q Aufpreis. Seit 01.04.2026 von der Gemeinde Acatenango untersagt; INSIVUMEH führt das Verbot im Bulletin vom 20.09.2026 weiter. Angebote dieser Art widersprechen dem Verbot.
  1. 09.03.2025Fuego-Ausbruch

    Die Gemeinde Alotenango untersagt Aufstiege auf Fuego und Acatenango und den Aufenthalt am Camellón.

  2. 05.06.2025INGUAT-Verbot

    Pyroklastische Ströme am Fuego. Acatenango, Fuego und Camellón gesperrt, am 6. Juni wieder frei.

  3. 01.04.2026Fuego-Aufstieg verboten

    Die Gemeinde Acatenango untersagt unbefristet den Aufstieg zum Fuego über ihren Park.

  4. 03.08.2026Park geschlossen

    Starke Fuego-Phase, CONRED ruft die institutionelle Alarmstufe Orange aus. INGUAT verbietet den Aufstieg auf beide Vulkane.

  5. 07.08.2026Wiedereröffnung

    Nur die zuvor freigegebenen Wege am Acatenango. Der Fuego bleibt verboten.

Morgendämmerung am Gipfel des Acatenango: Blick hinunter auf den Kegel des Volcán de Fuego mit Aschefahne, am Horizont ein oranger Streifen
Vier Uhr aufstehen, minus irgendwas, Sand in den Schuhen. Und dann das.

Foto: Bex Walton · CC BY 4.0

Gut zu wissenAnreise ab Antigua, beste Zeit, Tipps

Anreise

Ohne Auto: Keine sinnvolle öffentliche Verbindung bis La Soledad. Üblich ist der Transfer des Touranbieters ab Antigua (Abfahrt je nach Anbieter zwischen 6:30 und 9 Uhr).

Mit dem Auto: Mit eigenem Wagen bis zur Aldea La Soledad möglich, Routenbeschreibung und bewachte Parkmöglichkeiten sind nicht amtlich dokumentiert. Das Auswärtige Amt rät, Fahrzeuge nur auf bewachten Parkplätzen abzustellen.

  • Ab Antigua Guatemala · ca. 1 Stunde (Anbieterangabe)
    Shuttle des Touranbieters bis zum Parkeingang La Soledad
  • Ab Guatemala-Stadt
    Zuerst nach Antigua (Shuttle oder Taxi; INGUAT vermittelt geprüfte Taxis unter Kurzwahl 1500), Tour startet dort am Morgen – Vorabend-Anreise nötig

Beste Zeit

Trockenzeit von November bis April: klare Nächte und die beste Chance auf freie Sicht zum Fuego, dafür die kältesten Temperaturen (Dezember–Februar mit Frost und Sturm am Gipfel). In der Regenzeit (Mai–Oktober; Hurrikansaison laut Auswärtigem Amt Juni–Ende November) ziehen nachmittags oft Wolken und Gewitter auf, die Wege werden rutschig, und INSIVUMEH warnt bei Regen vor Laharen in den Fuego-Schluchten. Die Eruptionen wirken nur im Dunkeln – deshalb die Übernachtung.

Für wen es passt

Kinder
Kein amtliches Mindestalter gefunden. Wegen Höhe, Kälte und 1.500 Höhenmetern nur für ausdauernde, bergerfahrene Jugendliche; am 2. August 2026 starb ein 17-Jähriger beim Aufstieg an schwerer Unterkühlung und Erschöpfung.
Mindestalter
amtlich keines veröffentlicht; Anbieter setzen eigene Grenzen
Kondition
Anspruchsvoll: rund 1.500 Höhenmeter auf steilem, losem Vulkansand mit Gepäck; Anbieter stufen die Tour als 'schwer' ein. Träger lassen sich am Eingang mieten (Preise nur aus Anbieter-/Infoseiten).
Höhe
Relevant: Schlafhöhe um 3.400–3.700 m, Gipfel 3.976 m. CONRED nennt ausdrücklich Kopfschmerz, Schwindel und Übelkeit als Warnzeichen. Anbieter empfehlen, vorher mindestens 48 Stunden in Antigua (rund 1.500 m) zu verbringen. Bei Symptomen nicht weiter aufsteigen.
Herz und Atemwege
Nicht empfehlenswert bei Herz- oder Lungenerkrankungen; das Auswärtige Amt rät Menschen mit Atemwegserkrankungen, sich in der Nähe aktiver Vulkane zu schützen (Aschefall). Vorher ärztlich abklären.
Rollstuhl
nicht möglich
Hunde
keine Regel veröffentlicht
Kleidung
Nachts Frost: Anbieter nennen unter 0 °C am Lager, am Gipfel kommt starker Wind dazu; bei der Tragödie im Januar 2017 fiel die Temperatur auf etwa 0 °C und der Wind riss die Zelte weg. Nötig sind Funktionsunterwäsche, Fleece, warme Jacke, Regenschutz, Mütze, Handschuhe, Stirnlampe. CONRED empfiehlt auffällige, leuchtende Kleidung, Pfeife und Rettungsdecke. Gute Anbieter verleihen Jacke, Mütze und Handschuhe.
Schuhe
Feste Berg- oder Trekkingschuhe (Gemeinde verlangt 'geeignetes Bergschuhwerk'); Stöcke helfen im Sand sehr.

Tipps, die man vor Ort braucht

  • Am Vorabend und am Morgen der Tour das INSIVUMEH-Tagesbulletin und die Kanäle der Gemeinde Acatenango prüfen – Schließungen kommen 'bis auf Weiteres' und ohne Vorlauf.
  • Keine Fuego-Kammwanderung buchen, auch wenn sie im Lager noch gegen Bargeld angeboten wird: Sie ist verboten, und INSIVUMEH warnt dort vor glühenden Wurfgeschossen mit schweren Verbrennungen.
  • 100 Q Eintritt in bar und den Pass (oder eine Kopie) griffbereit haben; das Armband bis zum Ende der Tour tragen.
  • Mindestens zwei Nächte vorher in Antigua schlafen, viel trinken, am Berg langsam gehen – bei Kopfschmerz mit Übelkeit oder Schwindel nicht weiter aufsteigen.
  • Beim Anbieter vorab klären, welche warme Ausrüstung gestellt wird (Jacke, Schlafsack mit Komfortbereich, Hütte oder Zelt); eigene Mütze, Handschuhe und eine winddichte Schicht mitnehmen.
  • Einen Puffertag einplanen: Wird der Park wegen Aktivität geschlossen, lässt sich die Tour oft auf den Folgetag schieben; als Ersatz bietet sich der Pacaya an.
  • Wertsachen in Antigua lassen (Anbieter lagern Gepäck ein) und nur in der Gruppe mit Führer gehen – sowohl das Auswärtige Amt als auch das US-Außenministerium warnen vor Überfällen an Vulkanen.

Kurze Geschichte

  • Der Acatenango hat zwei Gipfel: Pico Mayor (3.976 m) und Yepocapa (3.880 m, auch 'Tres Hermanas'). Der südlich anschließende Fuego ist laut INSIVUMEH 3.763 m hoch.
  • Historische Ausbrüche des Acatenango: phreatische Explosionen 1924–1927 und im Dezember 1972, mit Bombenwurf im Gipfelbereich und Asche bis 25 km weit.
  • Januar 2017: Sechs guatemaltekische Bergwanderer sterben am Gipfel in einer Kaltfront; laut Gerichtsmedizin (Inacif) drei an Unterkühlung, drei an Verletzungen bzw. Lungenödem. Der Sturm hatte ihre Zelte weggerissen.
  • 3. Juni 2018: Ausbruch des Volcán de Fuego mit pyroklastischen Strömen durch die Barranca Las Lajas; San Miguel Los Lotes und El Rodeo werden verschüttet. Offiziell mindestens 190 Tote und über 250 Vermisste (Stand Juli 2018); der Flughafen La Aurora wurde wegen Asche geschlossen.
  • 9. März und 5. Juni 2025: Fuego-Ausbrüche mit pyroklastischen Strömen – Aufstiege auf Acatenango und Fuego sowie der Aufenthalt am Camellón werden jeweils vorübergehend verboten.
  • 1. April 2026: Die Gemeinde Acatenango verbietet unbefristet den Aufstieg zum Fuego über ihren Park.
  • 2. August 2026: Ein 17-Jähriger stirbt beim Aufstieg an Unterkühlung und Erschöpfung.
  • 3.–7. August 2026: Starke Fuego-Phase, CONRED ruft institutionelle Alarmstufe Orange aus, Park geschlossen; Wiedereröffnung am 7. August mit Auflagen (Comunicado 09-08-2026).

Veraltet im NetzWas anderswo falsch steht

„Für 200 Q extra geht es abends auf den Fuego-Kamm.“
Nicht mehr. Die Gemeinde Acatenango hat den Fuego-Aufstieg über den Park am 01.04.2026 verboten und das am 07.08.2026 bekräftigt. INSIVUMEH nennt La Meseta und El Camellón im Bulletin vom 20.09.2026 als verbotene Zonen – Annähern, Aufenthalt und Zelten.
„Der Eintritt kostet 50 Quetzales.“
Ausländer zahlen laut Gemeinde 100 Q. Die 50 Q tauchen auf privaten Infoseiten als Summe für Guatemalteken auf (25 Q Acatenango plus 25 Q Alotenango).
„Man kann auch ohne Guide auf eigene Faust hoch.“
Die Auflagen vom August 2026 verlangen einen autorisierten Anbieter, am Eingang wird kontrolliert. Das Auswärtige Amt rät ausdrücklich nur zu lizenzierten Führern oder Polizeibegleitung.
„Der Fuego bricht zuverlässig alle 15 bis 20 Minuten aus.“
Die Rate schwankt stark. Das Bulletin vom 20.09.2026 nennt 5–8 Explosionen pro Stunde; vor dem Ausbruch vom 09.03.2025 war der Fuego über 40 Tage fast ruhig. Und Wolken verdecken die Sicht oft ganz.
„Es sind die Tropen – eine leichte Jacke reicht.“
Am Lager herrscht nachts Frost. 2017 starben sechs Menschen in einer Kaltfront am Gipfel, im August 2026 ein Jugendlicher an Unterkühlung.

Kurz gefragtVor der Tour

Kann man eine Wanderung auf den Vulkan Fuego in Guatemala buchen?

Buchen lässt sie sich mancherorts noch, erlaubt ist sie nicht. Seit dem 1. April 2026 ist der Aufstieg zum Fuego über den Park der Gemeinde Acatenango verboten; INSIVUMEH nennt La Meseta und El Camellón als Sperrzonen. Den Fuego sieht man vom Lager am Acatenango aus.

Was kostet eine Acatenango-Tour ab Antigua?

Bei GetYourGuide beginnen Zwei-Tages-Touren am 21.09.2026 bei rund 50 € pro Person, Kleingruppen mit Hütte kosten um 150 €. Anbieter vor Ort nennen zwischen etwa 49 und über 200 US-Dollar. Der Eintritt von 100 Q (rund 11,50 €) kommt meist dazu.

Sieht man vom Acatenango wirklich Lava?

Man sieht nachts die glühenden Auswürfe des Fuego, wenn er tätig ist und die Sicht frei bleibt. Beides ist nicht sicher: Die Aktivität schwankt, und Wolken können den Berg die ganze Nacht verdecken.

Kann man den Acatenango als Tagestour machen?

Es gibt vereinzelt Tagesangebote mit Start in der Nacht. Die Glut des Fuego ist aber nur im Dunkeln zu sehen – deshalb ist die Übernachtung der Normalfall. CONRED rät von Nachtaufstiegen ab.

Acatenango oder Pacaya – welcher Vulkan ab Antigua?

Der Pacaya ist ein halber Tag, leicht und familientauglich, zeigt derzeit aber keine Glut. Der Acatenango kostet zwei Tage, ist hart und nachts eisig – dafür schaut man auf einen tätigen Vulkan.

Ist der Acatenango aktuell offen?

Stand 21.09.2026: ja. Die Gemeinde Acatenango hat den Park nach der Fuego-Krise vom 3. August am 7. August 2026 wieder geöffnet. Verboten bleibt der Aufstieg zum Fuego samt den Zonen La Meseta und El Camellón. Das kann sich binnen Stunden ändern – vor der Tour das INSIVUMEH-Tagesbulletin prüfen.

Was kostet der Eintritt am Acatenango?

Ausländer zahlen 100 Quetzales (rund 11,50 € bzw. 13 US-$, Stand September 2026), Guatemalteken 25 Q, Schüler mit Ausweis 10 Q. Bezahlt wird bar am Eingang in La Soledad; bei den meisten Touren ist der Eintritt nicht enthalten.

Kann man den Acatenango ohne Führer besteigen?

Davon ist auszugehen, dass nein: Die Auflagen der Gemeinde vom August 2026 verlangen eine Tour mit autorisiertem Anbieter, und am Eingang wird kontrolliert. Auch das Auswärtige Amt und das US-Außenministerium raten wegen Überfällen und Orientierungsproblemen dringend zu lizenzierten Führern.

Darf man noch auf den Fuego wandern?

Nein. Seit dem 1. April 2026 ist der Aufstieg zum Fuego über den Park verboten; INSIVUMEH nennt im Bulletin vom 20.09.2026 La Meseta und El Camellón als Sperrzonen, weil dort glühende Blöcke einschlagen können. Wer die Tour trotzdem angeboten bekommt, sollte ablehnen.

Wie lange dauert die Acatenango-Tour?

Üblich sind zwei Tage: morgens Abfahrt in Antigua, vier bis fünf Stunden Aufstieg zum Lager, nachts Blick auf den Fuego, gegen 4 Uhr Gipfelgang zum Sonnenaufgang und mittags zurück in Antigua. Die Zeiten stammen von Anbietern; amtliche Angaben gibt es nicht.

Wie kalt wird es auf dem Acatenango?

Nachts fällt die Temperatur am Lager unter den Gefrierpunkt, am Gipfel kommt starker Wind hinzu. Mütze, Handschuhe, mehrere warme Schichten und eine winddichte Jacke sind Pflicht; seriöse Anbieter verleihen sie.

Bekommt man auf dem Acatenango Höhenkrankheit?

Das ist möglich, denn man schläft auf rund 3.400 bis 3.700 m und steigt bis 3.976 m. Vorher mindestens zwei Tage in Antigua auf 1.500 m verbringen, langsam gehen und viel trinken. Bei Kopfschmerz mit Übelkeit oder Schwindel absteigen.

Ist die Tour gefährlich?

Die Hauptrisiken sind Kälte, Höhe und Erschöpfung – daran starben 2017 sechs Menschen und im August 2026 ein Jugendlicher. Am Acatenango selbst ist man außerhalb der Wurfweite des Fuego, solange man die gesperrten Zonen meidet. Hinzu kommt das allgemeine Überfallrisiko an Vulkanen, das die Reisehinweise nennen.

Ist der Acatenango für Kinder geeignet?

Ein amtliches Mindestalter gibt es nicht, aber 1.500 Höhenmeter, Frost und fast 4.000 m Höhe sind für Kinder ungeeignet. Für Familien passt der Pacaya deutlich besser.

Wie kommt man von Antigua zum Acatenango?

Mit dem Shuttle des Touranbieters in etwa einer Stunde zur Aldea La Soledad auf rund 2.400 m. Öffentliche Busse bis zum Eingang gibt es praktisch nicht. Wer aus Guatemala-Stadt kommt, reist am Vortag nach Antigua.

Wann ist die beste Reisezeit für den Acatenango?

November bis April: In der Trockenzeit sind die Nächte klar und die Chance auf freie Sicht zum Fuego am größten – allerdings ist es dann auch am kältesten. In der Regenzeit drohen nachmittags Gewitter, Wolken und rutschige Wege.

Was passiert, wenn der Park kurzfristig geschlossen wird?

Die Gemeinde schließt 'bis auf Weiteres' und öffnet meist nach wenigen Tagen wieder (August 2026: vier Tage). Eine amtliche Erstattungsregel gibt es nicht; ob Geld zurückkommt oder umgebucht wird, hängt vom Anbieter ab – vor der Buchung fragen.

Halber Tag oder zwei TageWelcher Vulkan ab Antigua?

Beide Touren starten in Antigua – und könnten kaum verschiedener sein. Pacaya: ein halber Tag, leicht, für Familien machbar, derzeit ohne Glut. Acatenango: zwei Tage, 1.500 Höhenmeter, Frost in der Nacht – dafür der Blick auf einen tätigen Vulkan. Der Pacaya ist auch der übliche Ersatz, wenn der Acatenango kurzfristig gesperrt wird.

Quellen · abgerufen am 21.09.2026