Stefanos-Krater
260 × 350 Meter, 27 Meter tief, Abstieg 5–10 Minuten. Reiseberichte bis August 2026 beschreiben ihn als begehbar; die letzte belegte Schließung war Anfang 2003 nach einer Unruhephase. Wer nur vom Rand schaut, zahlt nichts.
Vom Boot aus ist Nisyros nur ein dunkler Kegel im Meer, eine Stunde vor Kos.
Von Nikia aus sieht man in die Caldera – und den hellen Fleck in ihrer Mitte.
Unten am Rand riecht es nach Schwefel, und der Boden zischt. Man geht hinein. Ohne Führer.
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vom Boot in den Krater
Der Krater ist offen. Es gibt keine Warnstufe, keine Reservierung, kein Onlineticket und keinen Führerzwang: Du fährst zum Parkplatz am Kraterrand, zahlst 5 € am Häuschen – wenn es besetzt ist – und steigst über den Treppenpfad hinunter. Laut Universität Athen (NKUA) ist die seismische Aktivität 2026 „nahezu nicht vorhanden“. Die einzige Regel steht auf dem Kraterboden: die Seile um Schlammtöpfe und dünne Kruste.
260 × 350 Meter, 27 Meter tief, Abstieg 5–10 Minuten. Reiseberichte bis August 2026 beschreiben ihn als begehbar; die letzte belegte Schließung war Anfang 2003 nach einer Unruhephase. Wer nur vom Rand schaut, zahlt nichts.
Neben dem Parkplatz, nur besetzt, solange die Ausflugsboote ab Kos auf der Insel sind – etwa 10 bis 15 Uhr. Früh morgens und abends ist der Zugang unbewacht und faktisch frei. Keine Karte, kein Onlineticket, kein amtlicher Kinderpreis.
Der kostenlose Bus der Gemeinde fährt Mo–Sa um 8:00, 12:30 und 19:00 Uhr von Mandraki über Pali und Emporeios nach Nikia – und nicht in die Caldera. Zum Krater bringen dich die Busse der Reisebüros (ab 8 €), Taxis oder ein Mietroller.
Nisyros ist seit 2026 förmlich im Netzwerk der UNESCO Global Geoparks (Beschluss Herbst 2025): 481 km² mit den Inselchen Gyali, Pacheia, Pergousa, Strongyli und Kandeleousa. Zehn markierte Georouten, keine Begleitpflicht.

Foto: Ввласенко · CC BY-SA 3.0
Der Stefanos ist kein Krater zum Anschauen, sondern zum Betreten. Der Boden ist eben, hell und warm, an manchen Stellen so heiß, dass sich Flip-Flops lösen. Aus Löchern zischt Dampf mit über 100 °C, um sie herum wachsen gelbe Schwefelkristalle. In den Senken hinter den Seilen kochen die Schlammtöpfe. Es riecht nach faulen Eiern, und der Geruch bleibt in der Kleidung.
Zwischen 10:30 und 15 Uhr teilst du dir den Krater mit den Ausflugsbooten ab Kos. Davor und danach hast du ihn meist für dich – dann sind Kasse und Kantina zu, und der Zugang ist offen. Wer über Nacht bleibt, bekommt beides: den leeren Krater am Morgen und Nikia am Abend, das Dorf am Calderarand mit dem Kieselmosaik-Platz und dem Vulkanmuseum in der alten Schule.
Ehrlich gesagt: Lava gibt es hier nicht. Die letzte Explosion war 1888, eine Dampfexplosion ohne Magma. Was Nisyros bietet, ist ein Hydrothermalsystem zum Anfassen – und die Gewissheit, dass unter dem hellen Boden über 350 °C herrschen. Bei völliger Windstille sammelt sich schweres CO₂ in den tiefsten Senken; Schwindel ist das Signal, wieder hinaufzusteigen.
Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 22.09.2026. Der Kratereintritt von 5 € ist bei keinem Angebot enthalten – er wird bar vor Ort bezahlt. Bei starkem Meltemi fallen die kleinen Ausflugsboote aus.

Foto: S.Nikolakakos · CC BY-SA 4.0
Nisyros hat weniger Regeln als jeder italienische Vulkan. Genau deshalb musst du sie selbst kennen.
Bar am Kassenhäuschen neben dem Parkplatz, keine Kartenzahlung belegt. Ist niemand da, ist der Zugang offen. Ob Kinder weniger zahlen, nennt keine Quelle – auf den Kos-Booten zahlen 3- bis 13-Jährige den halben Preis.
Die Kruste ist stellenweise dünn, die Schlammtöpfe kochen bei über 100 °C, Verbrühungen hinterlassen Verätzungen. Die Absperrungen sind die einzige Regel im Krater – und sie sind ernst gemeint.
Schweres CO₂ sammelt sich am Boden der tiefsten Stellen. Bei völliger Windstille dort nicht lange stehen; Schwindel heißt: aufsteigen. Asthmatiker und Herzkranke halten den Aufenthalt kurz.
Kein Schatten im Krater, im Hochsommer über 35 °C. Der Boden ist heiß und die Kruste scharf – geschlossene Schuhe mit dicker Sohle. Mindestens ein Liter Wasser pro Person; die Kantina schließt mit den Booten.
| Eintritt Stefanos-Krater (Abstieg), bar am Kassenhäuschen · Blick vom Rand frei | 5 € |
| Vulkanologisches Museum Nikia (Reiseführerangabe 07/2026) | 4 € |
| Gemeindebus Mandraki–Pali–Emporeios–Nikia (nicht zum Krater) | kostenlos |
| Vulkan-Bustour ab Hafen Mandraki, 2 Stunden, ohne Kratereintritt | ab 8 € |
| Boot Kardamena–Nisyros hin und zurück / Vulkanbus auf Nisyros (Ticket Travel Kos) | 20 € / 10 € |
| Komplett-Tagesausflug ab Kos mit Hoteltransfer, Boot und Bus (Kos4all) | 30 € |
| Linienfähre Kos-Stadt–Nisyros, Fußgänger, ab | 6 € |

Foto: S.Nikolakakos · CC BY-SA 4.0
Drei Häfen auf Kos, drei verschiedene Ausflüge. Und auf der Insel selbst die Frage, wie du die 13 Kilometer vom Hafen in die Caldera zurücklegst.
Ausflugsboot täglich 9:30 Uhr, zurück 15:30 Uhr; Mo/Di/Do/Fr zusätzlich 12:00 mit Rückfahrt 18:30 Uhr. Boot 20 €, Vulkanbus auf Nisyros 10 €, Kinder 3–13 halber Preis. Etwa Mai bis Oktober; bei starkem Wind fällt es aus.
Katamarane von Dodekanisos Seaways in rund 50 Minuten, Blue Star „Diagoras“ in etwa 1 h 15, ab ca. 6 €. Ganzjährig, aber nicht täglich mit Hin- und Rückfahrt am selben Tag – für eine Übernachtung die beste Wahl.
Kamari Boats dienstags und samstags 9:45 Uhr (Angabe aus einem Reiseforum, kein veröffentlichter Fahrplan). Unregelmäßig; Alternative ist Kardamena, rund 25 km entfernt.
Asphaltstraße Mandraki–Emporeios–Caldera, 25 Minuten. Vulkanbus der Reisebüros nach Fährankunft (ab 8 €, 45 Minuten am Krater), Taxi oder Mietroller/-auto ab ca. 25 € am Tag. Oder mit dem Gemeindebus nach Nikia und zu Fuß hinunter, 45–60 Minuten.

Foto: Ввласенко · CC BY-SA 3.0
Ohne Auto: Kein Flughafen. Fähren ab Kos-Stadt (Dodekanisos Seaways ca. 50 Minuten, Blue Star ca. 1 h 15, ANE Kalymnou), Ausflugsboote ab Kardamena (9:30/15:30 täglich, zusätzlich Mo/Di/Do/Fr 12:00/18:30) und ab Kamari/Kefalos (Di/Sa 9:45); außerdem Verbindungen ab Rhodos, Tilos, Kalymnos und Piräus (Blue Star, mehrmals wöchentlich). Auf der Insel: kostenloser Gemeindebus Mandraki–Pali–Emporeios–Nikia (Mo–Sa 8:00, 12:30, 19:00), Vulkan-Busse der Reisebüros nach Fährankunft, Taxis, Roller- und Autovermietung in Mandraki.
Mit dem Auto: Mietwagen/Roller ab Mandraki; Straße Mandraki–Emporeios–Caldera–Krater asphaltiert, ca. 13 km / 25 Minuten. Parkplatz am Kraterrand neben Kasse und Kantina. Mitnahme eines Mietwagens von Kos nur mit Zustimmung des Vermieters und Autofähre (Panagia Skiadeni, Blue Star).
Mai/Juni und September/Oktober: warm, aber noch erträglich im schattenlosen Krater, klare Sicht von Nikia in die Caldera, Boote ab Kos fahren täglich. Am Krater vor 10:30 Uhr (vor Ankunft der Kos-Boote) oder nach 15 Uhr – dann ist man fast allein, allerdings sind Kasse und Kantina dann meist zu. Im Juli/August mittags meiden (über 35 °C am Kraterboden); im Winter ist die Insel ruhig, Fähren seltener, das Museum teils geschlossen.

Foto: Tomisti · CC BY-SA 4.0
Die zweite Art, herzukommen: Segel- und Motorboottouren, die Nisyros mit Gyali und Agios Antonios verbinden. Weniger Zeit am Krater, mehr Zeit im Wasser.
Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 22.09.2026.

Foto: Ввласенко · CC BY-SA 3.0
Ja. In den Stefanos-Krater führt ein Treppenpfad, 5–10 Minuten hinunter, ohne Führer und ohne Reservierung. Auf dem Kraterboden sind Schlammtöpfe und Bereiche mit dünner Kruste mit Seilen abgesperrt – dahinter ist Schluss.
5 € pro Person, bar am Kassenhäuschen neben dem Parkplatz am Kraterrand, Stand 2026. Das Häuschen ist nur besetzt, solange die Ausflugsboote ab Kos auf der Insel sind; wer nur vom Rand schaut, zahlt nichts.
Ab Kardamena etwa 7 Stunden: Abfahrt 9:30 Uhr, eine Stunde Überfahrt, Bus zum Krater, Nikia, Mandraki, Rückfahrt 15:30 Uhr. Die Linienfähre ab Kos-Stadt braucht 50 bis 75 Minuten, fährt aber nicht immer am selben Tag zurück.
Ja, und es lohnt sich: Mit der Linienfähre ab Kos-Stadt, einer Übernachtung in Mandraki und einem Mietroller (ab ca. 25 €) hast du den Krater vor 10:30 und nach 15 Uhr für dich. Der kostenlose Gemeindebus bringt dich nach Nikia, von dort geht es zu Fuß hinunter.
Ja, aber ruhend: Die letzte Dampfexplosion war 1888, seither gab es Unruhephasen 1996–98 und 2001–02. Laut NKUA ist die Seismizität 2026 nahezu null; eine amtliche Vulkan-Ampel wie in Italien gibt es in Griechenland nicht.
Auf Nisyros. Der Stefanos-Krater ist begehbar, dampft und riecht; auf Santorin ist die Caldera die Kulisse, der Vulkan selbst liegt auf der Insel Nea Kameni vor der Küste. Beide gehören zur selben südägäischen Vulkankette.
5 € pro Person, bar am Kassenhäuschen neben dem Parkplatz am Kraterrand. Die Kasse ist nur besetzt, solange die Ausflugsboote ab Kos auf der Insel sind (etwa 10–15 Uhr); wer nur vom Rand schaut, zahlt nichts.
Nein. Der Krater ist frei zugänglich, Tagesausflüge ab Kos haben eine Begleitung dabei, Individualreisende gehen allein hinunter. Absperrseile um Schlammtöpfe und dünne Kruste sind die einzige Regel.
Am einfachsten mit dem Ausflugsboot ab Kardamena (täglich 9:30, zurück 15:30; Mo/Di/Do/Fr auch 12:00/18:30; 20 € plus 10 € Vulkanbus), ab Kefalos/Kamari dienstags und samstags 9:45, oder mit der Linienfähre ab Kos-Stadt (Dodekanisos Seaways ca. 50 Minuten, ab ca. 6 €).
Der Abstieg dauert 5–10 Minuten, im Krater bleibt man 30–60 Minuten; Bustouren ab Mandraki rechnen 2 Stunden, davon 45 Minuten am Krater. Ein Tagesausflug ab Kos dauert etwa 7 Stunden inklusive Mandraki und Nikia.
Ja, mit Aufsicht: kurzer Treppenweg, ebener Boden, aber kochende Schlammtöpfe und heißer Untergrund hinter den Seilen. Kinder 3–13 zahlen bei den Kos-Booten den halben Preis; einen Kinderpreis am Krater nennt keine Quelle.
Feste geschlossene Schuhe (Flip-Flops lösen sich auf dem heißen Boden), Hut, Sonnencreme und reichlich Wasser – im Krater gibt es keinen Schatten, im Hochsommer über 35 °C. Der Schwefelgeruch setzt sich in Kleidung fest.
Ein Ausbruch ist nach Stand der Überwachung nicht absehbar (letzte Dampfexplosion 1888). Gefährlich sind Verbrühungen an Schlammtöpfen über 100 °C, Einbrechen der dünnen Kruste, CO₂-Ansammlung in Senken bei Windstille und Hitzschlag. Wer hinter den Seilen bleibt und nicht mittags kommt, ist sicher.
Der kostenlose Gemeindebus fährt Mo–Sa um 8:00, 12:30 und 19:00 Uhr von Mandraki über Pali und Emporeios nach Nikia – nicht zum Krater. Zum Krater bringen einen die Busse der Reisebüros (z. B. 8 € ab Hafen), Taxis oder ein Mietroller/-auto; von Nikia führt ein Wanderweg hinunter.
Vor 10:30 oder nach 15 Uhr, wenn die Kos-Boote nicht da sind; im Sommer generell früh oder spät wegen der Hitze. Beste Monate Mai/Juni und September/Oktober.
Das historische Gemeindebad Loutra bei Mandraki (Wasser bis 46 °C) ist restauriert, aber noch nicht in Betrieb. Frei baden kann man an den heißen Quellen im Meer bei Pali (Thermiani, 33 °C) und in der Bucht Avlaki (bis 59–61 °C), wo das Wasser direkt ins Meer läuft.
Die Universität Athen (NKUA) betreibt seit 2023 ein Seismometernetz auf der Insel, seit Juli 2026 mit permanenter Station in Emporeios im nationalen Netz; das Institut für Geodynamik des Nationalen Observatoriums Athen führt Seismik, GPS/InSAR-, Gas- und Thermikdaten zusammen. Eine amtliche Vulkan-Ampel wie in Italien gibt es nicht.
Quellen · abgerufen am 22.09.2026