Der Berg hat drei Seiten, und sie sind nicht kurz miteinander verbunden. Ein Wechsel von West nach Ost kostet mehrere Stunden. Deshalb entscheidet man sich vorher – und plant pro Seite einen Tag.
Westseite, ab Castle Rock. Eine Stunde von der I-5, rund 70 Kilometer Landstraße durch das Tal des Toutle River, das der Schlammstrom von 1980 ausgeräumt hat. Bei Meile 43 kommt Coldwater mit Ausstellung, kurzem Weg und Blick auf den Coldwater Lake. Zwei Meilen weiter steht das Tor. Wer trotzdem zum Loowit Viewpoint und nach Johnston Ridge will, kann laut Forest Service vom Hummocks Trail über den Boundary Trail hinlaufen – ein langer Tagesmarsch ohne Versorgung.
Ostseite, ab Randle. 19 Meilen auf der FR 25, dann 16 Meilen auf der FR 99: eine lange, kurvige Bergstraße bis Windy Ridge. Dort steht man rund fünf Kilometer vom Krater entfernt, unter sich den Spirit Lake mit den treibenden Baumstämmen von 1980. Eine Treppe mit 368 Stufen führt auf den Aussichtshügel.
Südseite, ab Cougar. Die ganzjährig befahrbare Seite. Hier liegen die Ape Cave – mit rund vier Kilometern der drittlängste Lavatunnel Nordamerikas, konstant 5,6 Grad kalt – und der Lava Canyon, eine Schlucht, die der Schlammstrom von 1980 freigelegt hat. Von hier startet auch die Gipfelroute über Monitor Ridge.
Klare Sicht ist in Washington kein Selbstläufer. Vor der Fahrt lohnt der Blick auf die Wettervorhersage und die Webcams des Cascades Volcano Observatory.
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