Der Paricutín ist der einzige Vulkan, dessen ganzes Leben Wissenschaftler von der ersten Stunde bis zum letzten Tag beobachtet haben. Heute ist er still. Was bleibt, ist ein 424 m hoher Kegel, ein schwarzes Meer aus Lava, das der Wald langsam zurückholt – und eine Kirche, die mitten darin steht.
Am Mirador von Angahuan warten die Purépecha-Führer mit ihren Pferden. Von hier führt ein Waldweg hinunter, dann beginnt die Lava: scharfkantige Blöcke, schwarz und rostrot, zwischen denen Kiefern und Kakteen wachsen. Nach etwa 30 Minuten taucht der Kirchturm auf. Die Lava ist bis in den Altarraum geflossen und hat dort aufgehört; vorn stehen Kerzen und Kreuze, Pilger kommen bis heute.
Hinter der Kirche wird der Weg zur Sache: 8 bis 10 km über das Lavafeld ohne Markierung, im Sattel oder zu Fuß, dann steht der Kegel vor dir – ein Haufen aus dunkler Schlacke, erstaunlich glatt. Die letzten 30 Minuten steigt jeder selbst: sehr steil, zwei Schritte vor, einer zurück. Oben ein Krater, ein paar warme Fumarolen, und rundherum die ganze Meseta Purépecha bis zum Horizont.
Die Lava speichert Hitze. Wer um neun in Angahuan startet, ist mittags am Kegel, wenn das Feld ein Backofen ist, und in der Regenzeit kommt am Nachmittag das Gewitter. Rechne mit 5 bis 8 Stunden für den ganzen Weg, 19 bis 23 km hin und zurück – oder mit rund 4 Stunden im Sattel plus dem Anstieg.
Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 22.09.2026. Nur zwei Angebote, je eine Bewertung – der Paricutín ist kein Massenziel. Beide starten in Morelia, der einzigen Stadt Michoacáns, die das Auswärtige Amt ausnimmt. Vor Ort in Angahuan buchst du Führer und Pferd direkt bei der Gemeinde.