Der Gipfel
Keine Sperrung bekannt, Stand 23.09.2026. Im Ernstfall sperrt der Katastrophenschutz SNPC – wie 2014, als er den Aufstieg und jede Annäherung auf 500 Meter an den Kegel verbot. Bei Sturm sagen die Führer selbst ab.
Die Straße führt über die Lava von 2014 hinauf ins Dorf auf 1.700 Metern.
Um sechs Uhr früh geht es los: 1.100 Höhenmeter Geröll, drei bis vier Stunden, kein Schatten.
Und dann der Abstieg – in einer knappen Stunde über die Asche hinunter.
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hinauf auf den Kegel
Der Pico do Fogo ist der höchste Berg Kap Verdes und ein aktiver Vulkan, der zuletzt 2014/15 ausbrach. Heute ist er ruhig: Nach dem Beben vom 12. Juli 2026 sah das Wetter- und Geophysik-Institut INMG keine Anomalien und keinen Grund zur Sorge. Es gibt keine Sperrung, keinen Eintritt und keine Onlinebuchung. Was es gibt, ist eine Regel, die im Park gelebt wird: Auf den Gipfel geht man mit einem Bergführer aus Chã das Caldeiras.
Keine Sperrung bekannt, Stand 23.09.2026. Im Ernstfall sperrt der Katastrophenschutz SNPC – wie 2014, als er den Aufstieg und jede Annäherung auf 500 Meter an den Kegel verbot. Bei Sturm sagen die Führer selbst ab.
Die Bergführer des Dorfes sind in der Associação de Guias Turísticos de Chã das Caldeiras organisiert. Gebucht wird über die Pension, in der man schläft – viele Wirte führen selbst. Eine Verordnung dazu haben wir nicht gefunden; die Regel ist Parkpraxis, und der Weg ist nicht markiert.
Bis ins Dorf und auf den Wegen durch die Caldera braucht es weder Führer noch Ticket. Der Parque Natural do Fogo erhebt keinen Eintritt. Nur der Forstposten Monte Velha auf dem Weg nach Mosteiros kassiert 200 CVE.

Foto: Cayambe · CC BY-SA 3.0
Chã das Caldeiras ist ein Ort, den es eigentlich nicht geben dürfte: rund 700 Menschen in einer neun Kilometer weiten Caldera, zwischen den Lavaströmen von 1951, 1995 und 2014, mit Weinreben im schwarzen Lapilli. Über allem steht der Kegel, fast symmetrisch, 1.100 Meter über dem Dorf.
Der Tag beginnt im Dunkeln. Um sechs Uhr steht der Führer vor der Pension, eine halbe Stunde geht es über das Lavafeld zum Fuß des Kegels. Dann wird es steil: loses Geröll, rund 30 Grad, jeder Schritt rutscht ein Stück zurück. Es gibt keinen markierten Weg, nur die Spur der Führer. Drei bis vier Stunden, ohne Schatten, mit Blick zurück auf die Bordeira, die bis zu 1.000 Meter hohe Caldera-Wand.
Oben, am Kraterrand, sichern Stahlseile die letzten Meter. Der Krater dampft aus kleinen Fumarolen, es riecht nach Schwefel, und bei klarer Sicht liegen die Nachbarinseln Santiago und Brava im Meer. Glühende Lava gibt es nicht – die letzte floss am 8. Februar 2015.
Der Abstieg ist der Teil, von dem alle erzählen: Statt zurück über das Geröll geht es in großen Sprüngen die Aschehänge hinunter, jeder Schritt ein halber Meter, der Kegel in einer knappen Stunde erledigt. Die Schuhe sind danach voller schwarzem Lapilli, die Knie merken es am Abend.
Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 22.09.2026. Die Auswahl für Fogo ist klein. Die Tagestour mit Kaffeeplantage ist eine Inselrundfahrt, kein Gipfelaufstieg. Wer im Dorf übernachtet, bucht den Führer meist direkt über die Pension.
Es gibt keine Kasse, keine Genehmigung und kein Kontingent. Die Organisation läuft über das Dorf – und über das Timing: Wer erst mittags mit dem Sammeltaxi aus São Filipe ankommt, kommt an diesem Tag nicht mehr auf den Gipfel.
Portela und Bangaeira haben seit dem Wiederaufbau rund zehn Pensionen mit etwa 100 Betten. Beispiel Casa do Alcindo: 3.500 CVE mit Frühstück, Abendessen 700 CVE. Die Wirte vermitteln den Führer – am Vortag reservieren, in der Hochsaison Dezember bis März früher.
Belegter Richtwert 2026: 6.000 CVE für eine Gruppe bis drei Personen, jede weitere 2.000 CVE. Bezahlt wird bar, Euro werden genommen, Wechselgeld ist knapp. Den einzigen Geldautomaten gibt es in São Filipe.
Start um 6 bis 6:30 Uhr, damit man vor der Mittagshitze oben ist. Drei bis vier Stunden über loses Geröll, am Kraterrand ein kurzes, mit Stahlseilen gesichertes Stück – Trittsicherheit nötig, keine Klettertechnik.
30 bis 60 Minuten hinunter, gesamt fünf bis sechs Stunden, mit Kindern bis sieben. Gamaschen oder hohe Schuhe halten den Lapilli draußen. Bei Sturm oder Gewitter – selten, August bis Oktober – sagen die Führer ab.
| Eintritt Parque Natural do Fogo | kein Eintritt |
| Bergführer Pico do Fogo, Gruppe bis 3 Personen · über die Pension gebucht | 6.000 CVE · ca. 54 € |
| Bergführer, jede weitere Person ab der vierten | 2.000 CVE · ca. 18 € |
| Kontrollposten Monte Velha auf dem Weg Chã – Mosteiros | 200 CVE · ca. 1,80 € |
| Sammeltaxi (aluguer) São Filipe – Chã das Caldeiras, einfache Fahrt | 900–1.000 CVE · ca. 8–9 € |
| Privattaxi São Filipe – Chã das Caldeiras, einfache Fahrt | 6.000 CVE · ca. 54 € |
| Tagestour ab São Filipe mit Transfer und Führer (Veranstalter) | 78–85 € |
| Pension in Chã das Caldeiras, Beispiel Casa do Alcindo mit Frühstück | 3.500 CVE · ca. 32 € |

Foto: Ji-Elle · CC BY-SA 3.0
Ein Kegel, ein Weg – aber drei Arten, ihn zu gehen. Alle beginnen in Portela auf rund 1.700 Metern und alle enden über die Aschehänge.
| Normalweg ab Portela – vom Dorf (ca. 1.717 m) über das Lavafeld zum Fuß des Kegels, dann auf loser Asche und Geröll zum Kraterrand (2.829 m); rund 8 km, 1.100–1.140 Höhenmeter, Alpenverein-Stufe T3 | 3–4 h hinauf · 30–60 min hinab · 6.000 CVE bis 3 Pers. |
| Rundtour über den Pico Pequeno – Gipfel, dann Abstieg zum Kegel von 1995 (ca. 2.020 m) und über die Lavafelder von 2014 zurück; 11–12 km | 6–7 h · Aufpreis ca. 2.000 CVE (Stand 03/2024) |
| Tagestour ab São Filipe – Hotelabholung, 1–1,5 Stunden Transfer je Richtung, dann derselbe Aufstieg mit einem Führer aus Chã; Montag bis Sonntag, wetterabhängig | ganzer Tag · 78–85 € pro Person |

Foto: Zinneke · CC BY-SA 3.0
Ohne Auto: Von São Filipe (Markt/Busbahnhof) fahren Sammeltaxis (aluguer, meist Hiace-Minibusse) nach Chã das Caldeiras, sobald sie voll sind – vormittags gegen 11–12 Uhr und nachmittags, 1,5–2 Stunden, 900–1.000 CVE. Rückfahrt ab Chã um 6 Uhr und mittags; sonntags fahren kaum Wagen. Privattaxi etwa 6.000 CVE (50–60 €) je Richtung. Die Straße von São Filipe über Santa Catarina in die Caldera ist asphaltiert bzw. gepflastert; in der Caldera fährt man über die Lava von 2014 auf einer neu angelegten Piste.
Mit dem Auto: Mietwagen in São Filipe sind rar (ein Reisebericht Dezember 2025: 7.000 CVE pro Tag, schwer zu bekommen); Geländewagen sinnvoll. Parken im Dorf an der Pension.
November bis Juni (Trockenzeit): klare Sicht, trockene Wege, tagsüber angenehme 20–25 °C im Dorf. Die kühlsten Monate sind Januar und Februar; von Dezember bis März kann die 'bruma seca' (Saharastaub im Passat) den Blick auf Santiago und Brava trüben. August bis Oktober ist Regenzeit – meist kurze Schauer, aber schwül und mit Gewitterrisiko. Tageszeit: Start um 6 Uhr, dann ist man vor der Mittagshitze oben und zum Mittagessen zurück; die Aussicht ist morgens am klarsten.

Foto: Martin Mergili · CC BY 3.0
Wer den Gipfel nicht will oder nicht kann, hat in der Caldera trotzdem einen vollen Tag – und der Wein ist eine eigene Reise wert.
Der Schlackenkegel von 1995 am Fuß des Pico, aus dem 1995 und 2014 die Lava kam; Krater rot, gelb und schwarz gefärbt. Mit Führer in etwa einer Stunde ab Portela.
Der Strom von 2014 begrub Schule, Hotel und rund 75 Prozent der Gebäude. Heute stehen Häuser aus Lavastein auf der Lava. Frei begehbar; die Führer zeigen einen Lavatunnel beim Pico Pequeno.
Die Weinkooperative mit 102 Mitgliedern keltert Weiß, Rot, Rosé, Passito und Schaumwein; seit 2021 mit geschützter Herkunftsbezeichnung. Laut Reisebericht nur vormittags offen – nicht bestätigt.
Über die bis 2.700 m hohe Caldera-Wand und den Nebelwald Monte Velha hinab zur Nordostküste, durch Kaffeeplantagen und über die Lava von 1951. 11 km, 5–7 Stunden, zurück mit Taxi.

Foto: imke.stahlmann · CC BY-SA 2.0

Foto: Zinneke · CC BY-SA 3.0
Anspruchsvoll, aber ohne Klettertechnik: gut 1.100 Höhenmeter am Stück auf losem Lapilli und Geröll mit rund 30 Grad Neigung, oben ein kurzes, seilgesichertes Stück am Kraterrand. Der Alpenverein stuft die Tour als T3 ein. Wer regelmäßig 1.000 Höhenmeter geht, kommt in drei bis vier Stunden hinauf.
Eintritt gibt es keinen. Der Führer kostet nach Reiseberichten von 2026 rund 6.000 CVE (ca. 54 €) für bis zu drei Personen, jede weitere Person 2.000 CVE. Dazu kommen Anreise (Sammeltaxi 900–1.000 CVE je Richtung) und eine Nacht im Dorf (Beispiel 3.500 CVE mit Frühstück). Tagestouren ab São Filipe mit Transfer kosten 78–85 € pro Person.
Ja, mit Veranstalter: Abholung am Hotel, 1 bis 1,5 Stunden Fahrt, 4 bis 6 Stunden Wanderung, zurück am Nachmittag. Auf eigene Faust nicht – die Sammeltaxis fahren erst vormittags, wenn sie voll sind, und die Führer starten um sechs Uhr.
Ja. Der Vulkan brach zuletzt vom 23. November 2014 bis 8. Februar 2015 aus, davor 1995 und 1951. Das INMG überwacht ihn seismisch; Stand September 2026 gibt es keine Anomalien und keine Sperrung.
Der knapp 2.000 Meter hohe Schlackenkegel am Fuß des Pico, der beim Ausbruch 1995 entstand. Aus seinen Spalten kam auch 2014 die Lava. Mit Führer ist er in etwa einer Stunde ab Portela zu erreichen – die Variante für kleinere Kinder oder als Abstieg auf der Rundtour.
Ja, Stand 22.09.2026 gibt es keine Sperrung. Das INMG sah nach dem Beben vom 12.07.2026 keine Anomalien am Vulkan Fogo und keinen Grund zur Sorge. Sperren würde im Ernstfall der Katastrophenschutz SNPC wie 2014.
Nichts. Der Park erhebt keinen Eintritt; lediglich am Forstposten Monte Velha auf dem Weg nach Mosteiros werden 200 CVE fällig. Die Gemeinde Santa Catarina diskutiert eine Zufahrtsgebühr nach Chã, beschlossen ist sie nicht.
Offiziell nein: Für den Gipfel gilt Führerpflicht mit einem Bergführer aus Chã das Caldeiras (AGTC). Eine Verordnung dazu wurde nicht gefunden, kontrolliert wird nicht immer – aber der Weg ist unmarkiert, und die Führer sind die Haupteinnahme des Dorfes.
Nach einem Reisebericht von 2026 rund 6.000 CVE (etwa 54 €) für eine Gruppe bis drei Personen, jede weitere Person 2.000 CVE. Ältere Angaben (25–35 €) sind veraltet. Tagestouren ab São Filipe mit Transfer kosten etwa 78–85 € pro Person.
Drei bis vier Stunden hinauf, eine knappe Stunde über die Aschehänge hinunter – insgesamt fünf bis sechs Stunden ab Chã das Caldeiras. Mit dem Abstieg über den Pico Pequeno oder mit Kindern sind es sechs bis sieben Stunden.
Rund 1.100–1.140 Höhenmeter: Chã das Caldeiras liegt auf etwa 1.700 m, der Gipfel auf 2.829 m. Der Weg ist etwa 8 km lang, mit Pico Pequeno 11–12 km.
Für trittsichere, sportliche Kinder ab etwa 9–10 Jahren ja – eine Familiengruppe war 2025 mit Kindern ab 9 Jahren in 6 Stunden oben und unten. Für jüngere Kinder bieten die Führer den Pico Pequeno in etwa einer Stunde an.
Knöchelhohe Wanderstiefel, lange Hose, Windjacke und Mütze für den Gipfel, Sonnenhut und Sonnencreme für den schattenlosen Aufstieg, mindestens 1,5 Liter Wasser, Proviant, Gamaschen gegen die Asche. In Chã sind die Nächte im Winter kühl.
Von São Filipe mit dem Sammeltaxi (900–1.000 CVE, 1,5–2 Stunden, Abfahrt vormittags und nachmittags, zurück ab 6 Uhr) oder Taxi (ca. 6.000 CVE). Nach São Filipe gelangt man ab Praia per Flug (Cabo Verde Airlines, 30 Minuten, ca. 75 €) oder Fähre CV Interilhas (ca. 4 Stunden, ab ca. 4.450 CVE, drei Abfahrten pro Woche).
Der Fogo ist aktiv und brach zuletzt 2014/15 aus, wird aber vom INMG seismisch überwacht; Ausbrüche kündigen sich an. Die alltäglichen Risiken sind Hitze, Sonne, loses Geröll und der seilgesicherte Kraterrand – deshalb früh starten, viel trinken und beim Führer bleiben.
Keine glühende Lava; die Eruption endete am 08.02.2015. Im Gipfelkrater dampfen kleine Fumarolen und es riecht nach Schwefel, in der Caldera läuft man über die schwarze Lava von 2014, die Portela begraben hat.
November bis Juni: trocken, klar, tagsüber mild. Januar/Februar sind am kühlsten, Dezember bis März bringt manchmal Saharastaub. August bis Oktober ist schwül mit Schauern. Immer um 6 Uhr starten.
Ja, in den wieder aufgebauten Pensionen von Portela und Bangaeira (2019 rund zehn Häuser mit etwa 100 Betten, Beispiel Casa do Alcindo: 3.500 CVE mit Frühstück, Abendessen 700 CVE). Die Wirte vermitteln auch den Führer für den frühen Start.
Nein. Es gibt weder Ticket noch Onlinebuchung noch Genehmigung; man bezahlt nur den Führer bar. Reservieren sollte man ihn am Vortag über die Unterkunft.

Foto: Ji-Elle · CC BY-SA 3.0
Quellen · abgerufen am 22.09.2026