Volcano·Guide
Blick vom Miradouro da Boca do Inferno auf Sete Cidades: die Lagoa de Santiago im kleinen Krater, dahinter die Zwillingsseen und das Dorf Wanderer auf dem schmalen Kraterrandweg zur Boca do Inferno, links und rechts fällt der grüne Hang zu den Seen ab Die Lagoa Verde in Sete Cidades unter tiefhängenden Wolken, die Kraterwände verschwinden im Nebel

Sete Cidades

Morgens liegt der Kessel offen da: zwei Seen, einer blau, einer grün.

Oben läuft man auf der Kante zwischen den Kratern.

Gegen Mittag kommt die Wolke – und alles ist weg.

Scrollen –
der Nebel kommt

Stand 22. September 2026Alles offen, alles frei – nur das Hotel nicht

Sete Cidades ist die 5 Kilometer weite Caldera am Westende von São Miguel, mit den Zwillingsseen Lagoa Azul und Lagoa Verde auf 260 Metern. Es gibt kein Ticket, keine Führerpflicht, keine Öffnungszeiten. CIVISA führt den Vulkan am 22.09.2026 ohne Alarm (V0). Die praktischen Hürden heißen Nebel, Parkplatz und eine Hotelruine, die man nicht betreten darf.

Offen
656m

Vista do Rei und Boca do Inferno

Beide Aussichtspunkte sind rund um die Uhr zugänglich, kostenlos, mit Parkplatz. Vista do Rei ist barrierefrei und hat ein WC. Zur Boca do Inferno läuft man 15–20 Minuten von der Parkbucht an der EN9-1A.

Miradouros dos Açoresfrei
Offen
11,7km

Wanderwege PR3SMI und PR4SMI

Beide Wege sind markiert und offen, beide enden unten im Dorf. PR3SMI ab Vista do Rei 7,5 km und 2 Stunden, PR4SMI über den Kraterrand 11,7 km und 3 Stunden. Sperrungen nur bei Unwetterwarnung, Stand auf trails.visitazores.com.

Trilhos dos Açoresfrei
Gesperrt
1990zu

Hotelruine Monte Palace

Privatgrund, Haupteingang zugemauert, Betreten verboten. Drinnen offene Aufzugsschächte und fehlende Geländer. Dass Besucher 2025/2026 trotzdem hineinkamen, ändert daran nichts.

Constellation Version, S.A.tabu
Quellen: CIVISA-Alarmseite (22.09.2026), Miradouros dos Açores (Vista do Rei, 656 m), Trilhos dos Açores (PR03SMI, PR04SMI), Açoriano Oriental vom 29.08.2024 zum Monte Palace. Ein amtliches Bußgeld für das Betreten der Ruine ist nicht veröffentlicht – belegt sind Privateigentum, Mauer und Warnschilder.
Blick von oben auf das Dorf Sete Cidades am Ufer der Lagoa Azul, die Straße zieht sich am Kraterrand entlang
Von der Kraterkante aus wirkt das Dorf wie hingelegt – und der Weg hinunter ist länger, als er aussieht.

Foto: José Luís Ávila Silveira/Pedro Noronha e Costa · Public domain

Das ErlebnisDer Blick in den Kessel

Man kommt über die ER9-2ª von Ponta Delgada herauf, 25 Minuten durch Weiden und Hortensienhecken, und plötzlich fehlt die Straße vor einem: Der Boden bricht 400 Meter tief weg in einen Kessel, in dem zwei Seen liegen. Der eine spiegelt den Himmel, der andere die Wände.

An der Vista do Rei stehst du neben dem grauen Klotz des Monte Palace und schaust auf beide Seen und die Brücke, die sie trennt. Vier Kilometer weiter östlich, an der Boca do Inferno, kommt noch ein dritter See dazu: die Lagoa de Santiago in ihrem eigenen kleinen Krater, tief unter der Felsnase, auf der du stehst.

Unten im Dorf ist der See ein Ufer mit Picknickplatz. Du kannst ein Kajak mieten und unter der Brücke hindurch von der blauen in die grüne Lagune paddeln. Oben auf dem Kraterrand ist es windig, ohne Schatten, und der Blick wechselt alle paar Minuten – Sonne, Wolke, Sonne.

Das ist die Sache mit Sete Cidades: Die Caldera macht ihr eigenes Wetter. Was um neun Uhr eine Postkarte ist, ist um elf eine weiße Wand. Deshalb steht der erste Tipp auf dieser Seite nicht beim Parken, sondern bei der Webcam.

Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 22.09.2026. Ob die Seen zu sehen sind, entscheidet die Wolke – Touren fahren auch bei Nebel.

Die verfallene Hotelruine Monte Palace an der Vista do Rei in Sete Cidades, mit Zaun und Warnschild vor dem Eingang
Das Monte Palace war 18 Monate lang das beste Hotel Portugals. Seit 1990 steht es leer – und seit 2024 gibt es wieder Pläne, aber keinen Bagger.

Foto: Jan Helebrant · CC0

Die RegelVier Dinge, die man vorher wissen muss

Es gibt keine Reservierung und keine Gebühr. Was es gibt: einen Parkplatz mit Zeitlimit, ein Gebäude mit Betretungsverbot, einen Bus, der nicht dorthin fährt, wo alle hinwollen – und Nebel.

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Parkplatz: 20 Minuten an der Vista do Rei

Direkt am Aussichtspunkt vor der Ruine steht ein kleiner Kurzparkplatz mit 20-Minuten-Limit – zum Fotografieren. Wer länger bleibt oder den PR3SMI geht, parkt am größeren Platz an der Kreuzung dahinter. Vormittags kommen die Tourbusse, also früh da sein.

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Monte Palace: nur von außen

Das Hotel ist Privatgrund. Der Haupteingang wurde zugemauert, drinnen fehlen Geländer, Aufzugsschächte stehen offen. Betreten ist verboten und lebensgefährlich. Der beste Blick auf die Ruine ist ohnehin von der Vista do Rei.

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Der Bus fährt ins Dorf, nicht zum Aussichtspunkt

Die Linien 205–208 der Auto Viação Micaelense brauchen ab Ponta Delgada rund eine Stunde und enden im Dorf Sete Cidades auf 260 m. Zur Vista do Rei gibt es keinen Linienhalt: von unten 2 Stunden den PR3SMI hinauf oder Taxi.

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Erst die Webcam, dann losfahren

Die Caldera zieht im Laufe des Vormittags zu. Vor der Fahrt die Webcam „Sete Cidades Cumeeiras“ auf spotazores.com prüfen und vor 10 Uhr oben sein. Ist es oben weiß, zuerst ins Dorf oder ans Ufer – unten scheint oft die Sonne.

Was es kostet · Stand 09/2026
Aussichtspunkte Vista do Rei und Boca do Inferno, Wege PR3SMI und PR4SMI, Parkplätze, Seeuferfrei
Zweierkajak für eine Stunde bei Futurismo im Dorf, mit Schwimmweste und Versicherung, ab 5 Jahren15 €
Linienbus Ponta Delgada – Sete Cidades (Linien 205–208), etwa eine Stunde ins DorfPreis nicht veröffentlicht
Quellen: Miradouros dos Açores (Parkplatz, Barrierefreiheit), Futurismo (Kurzparkplatz 20 Minuten, Kajakpreis), Fahrplanauszüge Dritter für die Linien 205–208 – der Betreiber veröffentlicht online keinen Fahrpreis, Auskunft unter +351 296 301 350. Die Schrankenzeiten der Forstzufahrt zur Boca do Inferno stehen nur auf dem Schild vor Ort.

Wege hinauf – und hinunterZwei Aussichtspunkte, zwei Wanderwege, ein See

Beide Wanderwege sind linear und führen bergab ins Dorf. Wer zum Auto zurück will, muss den Weg wieder hinauf oder ein Taxi nehmen – das vorher klären.

Die fünf Möglichkeiten · Stand 09/2026
Miradouro da Vista do Rei (656 m) – an der ER9-2ª, Plattform mit Blick auf beide Seen und das Dorf, barrierefrei, WC15–30 Minuten · frei
Miradouro da Boca do Inferno (ca. 850 m) – von der Parkbucht „Lagoa do Canário“ an der EN9-1A durch den Wald zur Felsnase über der Lagoa de Santiago15–20 Minuten je Richtung · frei
PR3SMI Vista do Rei – Sete Cidades – 7,5 km über die Südwestflanke ins Dorf, leicht, linear, steiler und rutschiger Schlussabstieg2 Stunden · frei
PR4SMI Mata do Canário – Sete Cidades – 11,7 km über den Kraterrand, Aquädukt Muro das Nove Janelas, Pico da Cruz, Boca do Inferno, dann hinunter ins Dorf; mittel, ohne Schatten, oft Wind3 Stunden · frei
Kajak, Kanu oder SUP auf der Lagoa Azul – ab dem Seeufer im Dorf, unter der Brücke hindurch in die Lagoa Verde; Saison etwa Mai bis Oktober1 Stunde · 15 € je Zweierkajak
Der Kraterrandweg PR4SMI in Sete Cidades: ein schmaler Grasgrat, links der Kessel mit den Seen, rechts der Abhang zum Meer
Der PR4SMI läuft auf der Kante: links die Seen, rechts der Atlantik, oben kein Schatten. Elf Kilometer, die man vor dem Nebel hinter sich haben will.

Foto: Chris · CC BY-SA 2.0

Die alte Steinbrücke mit Bögen über den Kanal zwischen Lagoa Azul und Lagoa Verde in Sete Cidades, dahinter der bewaldete Kraterhang
Die Brücke trennt Blau von Grün. Unter ihr hindurch passt ein Kajak.

Foto: Sergey Ashmarin · CC BY-SA 3.0

Gut zu wissenAnreise, beste Zeit, Tipps

Anreise

Ohne Auto: Auto Viação Micaelense, Linien 205–208 ab Ponta Delgada (Haltestelle 'Turismo' an der Uferstraße) nach Sete Cidades, ca. 1 Stunde, werktags laut Fahrplanauszügen fünf Fahrten (08:25, 10:40, 15:00, 17:30, 18:50), am Wochenende weniger, teils mit Umstieg in Várzea oder Ramal dos Mosteiros. Die Busse fahren ins Dorf, nicht zur Vista do Rei – von dort 2 Stunden zu Fuß den PR3SMI hinauf oder Taxi.

Mit dem Auto: Von Ponta Delgada auf der ER9-2ª über Relva und Feteiras hinauf zur Vista do Rei, ca. 20 km, 25–30 Minuten. Vista do Rei: kleiner Kurzparkplatz (20 Minuten) direkt am Aussichtspunkt, größerer Parkplatz an der Kreuzung dahinter; früh kommen, vormittags Busverkehr. Boca do Inferno: Schotterbucht an der EN9-1A ('Lagoa do Canário'). Dorf: kostenloser Parkplatz am Picknickplatz am Seeufer. Nichts Sichtbares im Wagen lassen.

  • Ab Ponta Delgada · 25–30 Minuten Auto, ca. 1 Stunde Bus
    Auto über ER9-2ª zur Vista do Rei; Bus 205–208 ins Dorf
  • Ab Flughafen Ponta Delgada (PDL) · ca. 25 Minuten
    Mietwagen über Relva
  • Ab Mosteiros · ca. 15 Minuten
    Auto über die Nordwestflanke ins Dorf Sete Cidades

Beste Zeit

Vor 10 Uhr morgens: Die Caldera hat ein eigenes Mikroklima und füllt sich im Laufe des Vormittags mit Wolken; klare Tage folgen oft auf Fronten mit Nordostwind. April bis Juni sind statistisch die verlässlichsten Monate (dazu Hortensienblüte ab Juni), September/Oktober die ruhigsten. Vor der Fahrt die Webcam 'Sete Cidades Cumeeiras' auf SpotAzores prüfen – bei Nebel oben lieber zuerst ins Dorf oder ans Ufer.

Für wen es passt

Kinder
Sehr gut: Aussichtspunkte ohne Anstrengung, flaches Seeufer, Picknickplatz im Dorf, Kajak ab 5 Jahren mit Weste. Am Kraterrand (PR4SMI) und an der Boca do Inferno auf Absturzkanten achten; die Hotelruine ist für Kinder tabu.
Mindestalter
keines; Kajak ab 5 Jahren (Futurismo)
Kondition
Aussichtspunkte: keine. PR3SMI leicht (7,5 km, bergab), PR4SMI mittel (11,7 km, exponiert, wenig Schatten). Kombination beider Wege ergibt eine Halbtagestour.
Höhe
irrelevant (260–860 m)
Herz und Atemwege
keine vulkanischen Gase im Kessel; bei Wind am Kraterrand Kälte einplanen
Rollstuhl
Vista do Rei ist offiziell barrierefrei mit WC und Parkplatz; Seeufer im Dorf flach; Boca do Inferno und Wanderwege nicht geeignet
Hunde
keine veröffentlichte Regel; auf den Wanderwegen üblich an der Leine
Kleidung
Schichten und Regenjacke ganzjährig – der Kraterrand liegt oft im Nebel und Wind, auch wenn unten Sonne ist; im Sommer Sonnenschutz (kein Schatten auf PR4SMI)
Schuhe
Aussichtspunkte: beliebig. Wanderwege: feste Schuhe, die Abstiege ins Dorf sind nach Regen rutschig (offizielle Warnung).

Tipps, die man vor Ort braucht

  • Erst die Webcam 'Sete Cidades Cumeeiras' (spotazores.com) prüfen, dann losfahren – und vor 10 Uhr oben sein.
  • An der Vista do Rei den 20-Minuten-Kurzparkplatz nur zum Fotografieren nutzen; für den PR3SMI oder längeres Bleiben auf den Parkplatz an der Kreuzung dahinter.
  • Boca do Inferno ist der schönere Blick: von der Parkbucht 'Lagoa do Canário' an der EN9-1A 15–20 Minuten zu Fuß. Vorher das Schild am Schrankentor lesen – wer nach Torschluss drinnen parkt, sitzt fest.
  • Monte Palace nur von außen fotografieren. Das Gebäude ist Privatgrund, eingezäunt bzw. zugemauert, mit offenen Aufzugsschächten und ohne Geländer; Zutritt ist verboten.
  • Bus fährt ins Dorf, nicht zum Aussichtspunkt: Wer ohne Auto kommt, plant den PR3SMI von unten nach oben oder ein Taxi ein.
  • Kajak am Seeufer im Dorf mieten (ca. 15 € je Zweierkajak und Stunde) und unter der Brücke von der blauen in die grüne Lagune paddeln.
  • Beide Wanderwege enden im Dorf und sind linear – Rückweg (Taxi, zweites Auto, Bus) vorher klären.
  • Kraterrand heißt Wind und Wetterwechsel: Jacke auch im Sommer, feste Schuhe für die rutschigen Abstiege.

Kurze Geschichte

  • Die Caldera entstand nach dem Geoparque Açores vor rund 36.000 Jahren durch Einsturz; die englische Wikipedia beschreibt drei Kollapsphasen vor 35.700, 28.750 und 15.740 Jahren. Durchmesser ca. 5,3 km, Rand bis 630 m über dem Kesselboden.
  • In den letzten 5.000 Jahren mindestens 17 explosive Eruptionen aus der Caldera – Sete Cidades gilt als das in dieser Zeit aktivste Vulkansystem der Azoren.
  • 1439: Letzte Eruption im Kessel, der Bimskegel Caldeira Seca entsteht (Datierung nach Geoparque Açores; andere Quellen nennen 'um 1440, unsicher').
  • Dezember 1713: Nach Wochen mit Beben treten am Pico das Camarinhas heißer Schlamm und Gase aus – eine abgebrochene Flankeneruption.
  • 1811: Submarine Eruption vor Ponta da Ferraria schafft die Insel Sabrina, die ein britischer Fregattenkapitän für die Krone beansprucht; sie verschwindet nach Monaten wieder.
  • 1901: Besuch von König D. Carlos und Königin D. Amélia – daher der Name Vista do Rei ('Aussicht des Königs').
  • 1830: Wiederaufbau des Aquädukts Muro das Nove Janelas am Ostrand, heute Station des PR4SMI.
  • 15.04.1989–26.11.1990: Betrieb des Monte Palace, 1990 als bestes Hotel Portugals ausgezeichnet, nach 18 Monaten geschlossen; Wachdienst bis etwa 2010, seither geplündert.
  • 11.09.2010: Lagoa das Sete Cidades wird zu einem der sieben Naturwunder Portugals gewählt.
  • 29.08.2024: Die Azoren-Regierung erkennt das Sanierungs- und Erweiterungsprojekt von Constellation Version, S.A. für den Monte Palace als relevantes öffentliches Interesse an.
Die Lagoa Azul in Sete Cidades von oben: das Dorf mit weißen Häusern am Ufer, dahinter die grünen Kraterwände
Das Dorf liegt auf 260 Metern am Ufer der Lagoa Azul – hier endet der Bus, hier starten die Kajaks, hier enden beide Wanderwege.

Foto: Diego Delso · CC BY-SA 4.0

Mit Buggy, Quad oder RadSete Cidades auf eigenen Rädern

Die Kraterrandstraße und die Forstwege um die Caldera sind das Revier der Buggy- und Quad-Anbieter. Wer lieber selbst tritt: E-Bikes gibt es im Dorf, mit GPS-Track.

Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 22.09.2026.

Veraltet im NetzWas anderswo falsch steht

„Die Vista do Rei liegt auf 544 Metern.“
Die offizielle Seite der Regionalregierung nennt 656 Meter.
„Das Monte Palace ist ein Instagram-Spot – einfach reingehen.“
Privatgrund, Haupteingang zugemauert, Betreten verboten und wegen offener Aufzugsschächte lebensgefährlich. Dass es Leute trotzdem tun, macht es nicht legal.
„Das Hotel wird 2021 wiedereröffnet.“
Der Investor hat seit 2017 nie gebaut. Erst am 29.08.2024 wurde das Projekt als öffentliches Interesse anerkannt; ein Baubeginn ist Stand 09/2026 nicht erfolgt.
„Der PR3 ist ein Rundweg zurück zur Vista do Rei.“
Der PR3SMI ist linear: 7,5 km bergab ins Dorf. Zurück zum Auto geht es denselben Weg hinauf oder mit dem Taxi.
„Der Bus hält an der Vista do Rei.“
Die Linien 205–208 fahren ins Dorf. Zum Aussichtspunkt gibt es keinen Linienhalt.
Die Lagoa de Santiago in ihrem kleinen Krater, dahinter die Lagoa Azul – Blick von der Boca do Inferno in Sete Cidades
Boca do Inferno, der Höllenschlund: drei Seen in einem Bild, und kein Ticket dafür.

Foto: JopkeB · CC BY-SA 4.0

Kurz gefragtVor der Fahrt hinauf

Wo ist der beste Aussichtspunkt in Sete Cidades?

Die Vista do Rei ist der bekannte, die Boca do Inferno der schönere: Von der Parkbucht „Lagoa do Canário“ an der EN9-1A läuft man 15–20 Minuten zur Felsnase und sieht drei Seen auf einmal. Beide sind frei.

Wie lange darf man an der Vista do Rei parken?

Auf dem kleinen Platz direkt am Aussichtspunkt 20 Minuten. Für länger – etwa den PR3SMI – gibt es den größeren Parkplatz an der Kreuzung dahinter. Beide kostenlos.

Kann man Sete Cidades ohne Auto besuchen?

Ja, mit den Linien 205–208 ab Ponta Delgada in etwa einer Stunde – aber nur ins Dorf. Zur Vista do Rei führt von dort der PR3SMI zwei Stunden bergauf, oder man nimmt ein Taxi. Ohne Auto ist eine Tour meist die einfachere Lösung.

Ist Sete Cidades noch aktiv?

Ja, CIVISA überwacht Sete Cidades als aktives System – in der Caldera brach es zuletzt 1439 aus, an den Flanken 1713 und 1811. Am 22.09.2026 steht kein Alarm an (V0), es gibt keine Fumarolen im Kessel und keine Einschränkungen.

Was tun, wenn oben Nebel ist?

Zuerst ins Dorf oder ans Seeufer, dort scheint oft die Sonne, wenn der Rand in der Wolke hängt. Und später noch einmal hinauf – die Wolke kommt und geht. Die Webcam „Sete Cidades Cumeeiras“ zeigt vorher, wie es aussieht.

Ist Sete Cidades aktuell offen und ist der Vulkan gefährlich?

Ja, alles ist offen, es gibt keine Sperrungen. CIVISA führt Sete Cidades am 22.09.2026 auf der niedrigsten Stufe (kein Alarm, V0). Gefährlich sind nur Absturzkanten am Kraterrand, rutschige Abstiege und die Hotelruine.

Kostet Sete Cidades Eintritt?

Nein. Aussichtspunkte, Straßen, Wanderwege, Parkplätze und Seeufer sind frei. Geld ausgeben kann man nur für Kajak, SUP oder Fahrrad im Dorf (ca. 15 € je Zweierkajak und Stunde) und für Touren.

Braucht man einen Führer oder eine Tour?

Nein. Mit Mietwagen erreicht man beide Aussichtspunkte in 30 Minuten ab Ponta Delgada, die Wege PR3SMI und PR4SMI sind rot-gelb markiert. Touren lohnen sich nur, wenn man kein Auto hat oder mehrere Ziele der Insel an einem Tag sehen will.

Wie kommt man von Ponta Delgada nach Sete Cidades?

Mit dem Auto etwa 20 km über die ER9-2ª zur Vista do Rei, 25–30 Minuten. Der Bus (Auto Viação Micaelense, Linien 205–208) braucht rund eine Stunde und fährt ins Dorf, nicht zum Aussichtspunkt.

Wo parkt man an der Vista do Rei?

Direkt am Aussichtspunkt vor der Hotelruine gibt es einen kleinen Kurzparkplatz (20 Minuten); ein größerer liegt an der Kreuzung dahinter am Start des PR3SMI. Vormittags kommen Tourbusse – früh da sein. Parken ist kostenlos, WC vorhanden.

Darf man in die Hotelruine Monte Palace?

Nein. Das Gebäude ist Privatgrund, der Zugang wurde zugemauert, das Betreten ist verboten und wegen offener Aufzugsschächte und fehlender Geländer lebensgefährlich. Der beste Blick auf die Ruine ist ohnehin von der Vista do Rei.

Wie kommt man zur Boca do Inferno?

Von der Vista do Rei etwa 4 km auf der Kraterrandstraße (EN9-1A) bis zur Parkbucht 'Lagoa do Canário / Boca do Inferno', dann 15–20 Minuten zu Fuß durch den Wald zur Felsnase. Kostenlos; Schild mit Schrankenzeiten an der Forstzufahrt beachten.

Wie lange dauern die Wanderungen?

PR3SMI von der Vista do Rei ins Dorf: 7,5 km, 2 Stunden, leicht. PR4SMI von der Mata do Canário über den Kraterrand ins Dorf: 11,7 km, 3 Stunden, mittel. Beide linear, beide mit steilem, rutschigem Schlussabstieg.

Kann man auf den Seen Kajak fahren oder baden?

Kajak, Kanu und SUP mietet man am Seeufer im Dorf in der Saison (Futurismo 15 € je Zweierkajak/Stunde, ab 5 Jahren, Weste Pflicht). Das Ufer im Dorf ist flach; ein offizielles Badeverbot wurde nicht gefunden, eine Badeaufsicht gibt es aber nicht.

Ist Sete Cidades für Kinder geeignet?

Ja: Aussicht ohne Anstrengung, Picknickplatz und flaches Ufer im Dorf, Kajak ab 5 Jahren. Am Kraterrand und an der Boca do Inferno Kinder an der Hand halten.

Wann sieht man die Seen ohne Nebel?

Am ehesten früh morgens vor 10 Uhr; die Caldera zieht im Laufe des Vormittags oft zu. April bis Juni gelten als verlässlichste Monate. Vorher Webcam 'Sete Cidades Cumeeiras' auf SpotAzores prüfen.

Was soll man anziehen?

Schichten und Regenjacke, auch im Sommer – oben ist es windig und deutlich kühler als in Ponta Delgada. Für die Wanderwege feste Schuhe, für den Kraterrand Sonnenschutz, da es dort keinen Schatten gibt.

Quellen · abgerufen am 22.09.2026