Ist der Aso-Krater aktuell offen?
Nein. Stand 23. September 2026 gilt Warnstufe 2 mit rund einem Kilometer Sperrzone um den Nakadake: Parkstraße und Shuttle stehen still, Kratersicht und Sunasenri sind tabu. Offen sind Aso-Sanjō, Kusasenri und das Vulkanmuseum. Ein Termin für die Rückstufung ist nicht bekannt.
Welche Warnstufe hat der Aso gerade?
Stufe 2 von 5 («Kraterumgebung nicht betreten»), seit dem 1. September 2026, 16 Uhr. Vom 14. August bis 1. September galt Stufe 3 mit 2 km Sperrzone. Die JMA meldet weiter erhöhte Schwefeldioxid-Werte – 1.800 Tonnen am Tag am 14. September – und Magma-Zufluss in ein tiefes Reservoir unter der Kusasenri.
Lohnt sich der Aso, obwohl der Krater zu ist?
Als halber Tag ja: Caldera-Blick vom Daikanbō, Grasland Kusasenri mit Pferden, Komezuka, der Aso-Schrein und das Vulkanmuseum mit der Live-Kamera aus dem Krater. Wer nur wegen des Kratersees anreist, wartet besser auf die Rückstufung auf Stufe 1.
Was kostet der Besuch am Aso-Krater?
Im Normalbetrieb: Parkstraße 1.000 Yen je Pkw oder Shuttle 800 Yen einfach ab Sanjō-Terminal, Kinder 400 Yen; der Kraterrand selbst kostet nichts. Das Vulkanmuseum nimmt 1.300 Yen, der Bergbus ab der JR-Station Aso rund 1.000 Yen einfach.
Darf ich mit Asthma oder Herzproblemen zum Krater?
Nein. Der Vulkanschutzrat verbietet den Kraterbesuch für Menschen mit Asthma, Bronchial- oder Herzerkrankungen und für alle, die sich unwohl fühlen – das Schwefeldioxid kann tödlich sein. Kusasenri und das Museum sind davon nicht betroffen.
Wie kommt man von Kumamoto oder Fukuoka zum Aso?
Ab Kumamoto mit der JR Hōhi-Linie nach Aso, regulär rund 1,5 Stunden, weiter mit dem Sankō-Bergbus zum Sanjō-Terminal (35–40 Minuten, 1.000 Yen). Ab Fukuoka erst Shinkansen nach Kumamoto, insgesamt etwa drei Stunden. Mit dem Auto ab Kumamoto IC rund 80 Minuten über die Route 57. Nach dem Beben vom 28. Juli 2026 den Bahnstand prüfen.
Gibt es die Seilbahn zum Aso-Krater noch?
Nein. Sie fuhr zuletzt 2014, wurde 2016 durch Erdbeben und Eruption beschädigt und bis 2019 abgebaut. Heute fährt ein Shuttlebus von Sankō Bus in fünf Minuten vom Sanjō-Terminal zum Krater – wenn die Parkstraße offen ist.
Kann man den Aso ohne Führer besuchen?
Ja, es gibt keine Führerpflicht. Am Kraterrand geben Kraterwächter Anweisungen, und bei Gasalarm muss jeder sofort in die Schutzräume oder absteigen. Für Gipfeltouren auf Nakadake und Takadake braucht es keinen Führer, aber Warnstufe 1.
Wie lange braucht man am Aso?
Für Kusasenri, Museum und Kraterrand (wenn offen) einen halben Tag; mit Anreise ab Kumamoto ein Tagesausflug. Der Fußweg vom Sanjō-Terminal zum Krater dauert 30–40 Minuten, die Gipfelrunde Nakadake/Takadake 3–4 Stunden.
Ist der Aso für Kinder geeignet?
Im Normalbetrieb ja: Auto oder Shuttle bringen alle ohne Anstrengung an den Rand, es gibt Kindertarife. Kleinkinder reagieren aber empfindlich auf Gas, deshalb bei Geruch oder Reizung sofort weg. Derzeit sind Pferde auf Kusasenri und die Live-Kamera im Museum das Kinderprogramm.
Was muss man anziehen?
Winddichte Jacke auch im Sommer, feste Schuhe, Tuch oder Maske gegen Gas und Asche. Im Winter warme Kleidung und Winterreifen für die Bergstraße; die Öffnungszeiten sind dann kürzer (9–17 Uhr).
Ist der Aso gefährlich?
Im freigegebenen Bereich gering, solange man Sperrzonen, Gasdurchsagen und Kraterwächter beachtet. Die Gefahren sind real: Todesopfer 1958 und 1979 durch Auswurf, in den 1990ern durch Gas, und 2026 der Hubschrauberabsturz im Krater. Deshalb Warnstufe und Regulierungsstufe vor jedem Besuch prüfen.
Was war 2016 am Aso los?
Am 14. und 16. April 2016 erschütterten zwei Beben (Mw 6,2 und 7,0) die Region: Die Große Aso-Brücke stürzte ein, der Aso-Schrein wurde zerstört, Bahnlinien unterbrochen. Am 8. Oktober 2016 folgte eine explosive Eruption des Nakadake mit einer Aschesäule bis 11.000 m. Die Seilbahn überlebte beides nicht.
Was ist mit dem Hubschrauber im Krater?
Am 20. Januar 2026 stürzte ein Rundflug-Hubschrauber in den Nakadake-Krater; Pilot und zwei Passagiere aus Taiwan gelten als vermisst, Drohnen sichteten im Februar mutmaßlich die Leichen. Die Bergung wurde wegen der Warnstufe 3 im August eingestellt, das Wrack liegt weiter im Krater.