Der Park: Küste, Krater, Wege
Rund 35 markierte Wanderwege, die Strände Djúpalónssandur und Skarðsvík, die Krater Saxhóll und Rauðhóll, die Basaltnadeln Lóndrangar. Keine Öffnungszeiten, keine Reservierung.
Von Reykjavík aus liegt er 120 Kilometer weit weg – und ist an klaren Tagen trotzdem zu sehen.
Am Fuß des Berges stehen Lava, schwarze Strände und eine schwarze Kirche.
Ganz oben: der Ort, an dem Jules Verne seine Reise zum Mittelpunkt der Erde beginnen ließ. Nur mit Tour.
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hinauf aufs Eis
Der Park ist rund um die Uhr und ganzjährig frei zugänglich – der Eintritt kostet nichts. Seit dem 6. August 2026 erhebt die Naturschutzbehörde aber eine Servicegebühr, und zwar über das Parken: 1.100 ISK je Pkw, gültig bis Mitternacht für alle Parkplätze des Parks. Der Vulkan selbst steht beim Wetterdienst auf Grün; der letzte Ausbruch liegt rund 1.750 Jahre zurück. Was Besucher einschränkt, sind nicht Warnstufen, sondern Wetter, Gletscherspalten, eine Sommerstraße und eine verschlossene Höhle.
Rund 35 markierte Wanderwege, die Strände Djúpalónssandur und Skarðsvík, die Krater Saxhóll und Rauðhóll, die Basaltnadeln Lóndrangar. Keine Öffnungszeiten, keine Reservierung.
Der Eingang ist verschlossen; hinein kommt man nur mit Summit Guides, im Auftrag des Parks. Täglich, ganzjährig, ab 5 Jahren. Oft ausgebucht – online vorbuchen.
Verboten ist der Aufstieg nicht, aber der Park rät ausdrücklich zu Touren: Spalten, Nebel, Sturm. Am einfachsten mit der Pistenraupe ab Arnarstapi, solange die Straße 570 offen ist – in der Regel Juli bis Ende September.

Foto: Steinninn · CC BY 4.0
Der Park reicht vom Gipfel bis ans Meer – als erster in Island. Man fährt die 574 an der Küste entlang, und alle paar Kilometer wechselt die Landschaft: das moosige Lavafeld Búðahraun, die Basaltklippen von Arnarstapi mit Tausenden Seevögeln, der schwarze Kieselstrand Djúpalónssandur mit den rostigen Resten eines Trawlers von 1948, die 40 Meter hohe Stahltreppe auf den Krater Saxhóll. Über allem, wenn die Wolken es zulassen, die weiße Kappe. Sie ist seit Jahrzehnten am Schrumpfen: 16 km² Eis 1946, 10 bis 11 km² 2008, im August 2012 war der Gipfel erstmals eisfrei.

Foto: Rob Oo from NL · CC BY 2.0
Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 22.09.2026. Die Tagestouren umrunden die Halbinsel – ob die Parkgebühr im Preis steckt, sagt der Anbieter.
Drei Dinge kosten oder brauchen eine Buchung. Alles andere – Wege, Strände, Krater, beide Besucherzentren – ist mit dem Parkticket abgegolten.
1.100 ISK je Pkw (bis 5 Sitze), 1.400 ISK für 6–9 Sitze, 450 ISK Motorrad, Busse 2.700 bis 9.400 ISK. Gilt bis Mitternacht für den ganzen Park: Djúpalónssandur, Saxhóll, Lóndrangar, Malarrif, Hellissandur, Skarðsvík, Öndverðarnes.
Parka-App oder -Website mit dem Kennzeichen, QR-Code an den Parkplätzen, Zahlautomat im Besucherzentrum Malarrif (ein Automat an Djúpalónssandur ist geplant). Bezahlen, bevor man weiterfährt – das erspart Nachfragen beim Mietwagenverleiher.
Touren täglich, im Winter weniger; laut Betreiber oft ausverkauft. Check-in am Höhleneingang bei Gufuskálar an der 574, drei Autominuten vom Besucherzentrum Malarrif, 10 Minuten vorher. Kostenlose Stornierung bis 4 Stunden vor Beginn, 8 % Rabatt auf frühe Abfahrten.
Glacier Paradise fährt ab Arnarstapi (Arnarstapavegur 2) um 10 Uhr, Bus zum Gletscherfuß, dann Pistenraupe so weit hinauf wie möglich, 2,5–3 Stunden, 18.000 ISK. Zu Fuß 3–5 Stunden, vom Park als „schwer“ eingestuft – nur mit Führer und Seil oder eigener Spaltenausrüstung.
| Servicegebühr Nationalpark, Pkw bis 5 Sitze, gültig bis Mitternacht (rund 7,50 €) · 6–9 Sitze 1.400 ISK · Motorrad 450 ISK | 1.100 ISK |
| Servicegebühr Busse 10–21 / 22–32 / ab 33 Sitze | 2.700 / 5.200 / 9.400 ISK |
| Vatnshellir-Führung, Erwachsene (rund 40 €) · Senioren 65+ und Studenten 4.600 ISK | 5.900 ISK |
| Vatnshellir, Jugendliche 12–17 · Kinder 5–11 frei · unter 5 kein Zutritt | 2.600 ISK |
| Pistenraupe auf den Gletscher ab Arnarstapi (Glacier Paradise), Erwachsene (rund 120 €) · Mitternachtssonnen-Tour 25.000 ISK | 18.000 ISK |
| Besucherzentren Hellissandur und Malarrif, Wanderwege, Strände | frei |

Foto: David Jones from Isle of Wight, United Kingdom · CC BY 2.0
Der Gipfel ist nicht der Grund, warum die meisten kommen – der Park ist es. Trotzdem: Wer hinauf will, hat zwei Möglichkeiten, und beide hängen an der Straße 570.
Abfahrt 10 Uhr, Transfer im Bus zum Gletscherfuß (ein eigenes 4×4 darf folgen), dann mit der Raupe zum Gipfelplateau oder so nah wie möglich. Wetterabhängig; die Sicht kann jederzeit wegfallen. Wiederverkäufer nennen Mai bis Juli als Saison, der Betreiber keine.
Ab der Straße 570 am Jökulháls oder ab Arnarstapi mit Führer: 3–5 Stunden, rund 750 Höhenmeter, vom Park als „schwer“ eingestuft. Am besten im späten Frühjahr, wenn die Spalten noch verschneit sind; im Spätsommer liegen sie offen. Ein aktueller Anbieterpreis ist nicht belegt – Go West in Arnarstapi meldet „derzeit nicht in Betrieb“.
Ólafsvík – Pass am Gletscherrand – Arnarstapi, 30 bis 45 Minuten, Schotter, steil, keine Furten. Die Vegagerðin öffnet sie je nach Schnee, üblicherweise Anfang Juli bis Ende September, und schließt sie wieder. Status auf umferdin.is prüfen; die F575 durch den Eysteinsdalur ebenso.
Arnarstapi – Hellnar 2,5 km / 1 Stunde mit Basaltbögen und der Höhle Baðstofa. Svalþúfa – Lóndrangar – Malarrif 2,6 km / 1,5 Stunden. Djúpalónssandur – Dritvík 1 km / 20 Minuten, vom oberen Parkplatz erst 2 km durch die Lava zum Strand. Wind ist der übliche Grund, warum der Park Wege als „anspruchsvoll“ einstuft.

Foto: Jakub Hałun · CC BY 4.0
Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, braucht keine Tagestour ab Reykjavík. Zwei Angebote starten direkt im Park – die Höhlenführung ist dieselbe, die auch der Betreiber verkauft.
Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 22.09.2026.

Foto: Diego Delso · CC BY-SA 4.0
Ohne Auto: Strætó ab Reykjavík (Mjódd) mit Linie 57 nach Borgarnes, 58 Borgarnes–Vatnaleið–Stykkishólmur und 82 Vatnaleið–Grundarfjörður–Ólafsvík–Hellissandur; seit 01.01.2026 zweimal täglich, nicht dienstags und donnerstags (Ankunft Hellissandur 11:21 und 19:11 Uhr). Die Südseite (Arnarstapi, Malarrif, Djúpalónssandur) hat keinen Bus – dorthin nur Auto oder Tour.
Mit dem Auto: Ab Reykjavík Straße 1 bis Borgarnes, dann 54 (Snæfellsnesvegur) und 574 (Útnesvegur) rund um die Halbinsel; Parkplätze mit Parka-Zahlung an Djúpalónssandur (2024 asphaltiert, Bus- und Pkw-Stellplätze), Saxhóll, Svalþúfa/Lóndrangar, Malarrif, Hellissandur, Skarðsvík, Öndverðarnes. 570 und F575 nur mit 4×4 und nur im Sommer.
Juni bis Anfang September: Straße 570 offen (Pistenraupe, Gletscherpass), langes Tageslicht, Toiletten an Djúpalónssandur. Für die Gletscherbesteigung zu Fuß ist das späte Frühjahr (Mai/Juni) besser, weil die Spalten noch verschneit sind. Vatnshellir und Küstenwege gehen ganzjährig; im Winter ist der Park leer, aber Sturm und Dunkelheit schränken ein. Der Gipfel steckt oft in Wolken – Pistenraupentour am Morgen bei klarer Prognose buchen.

Foto: Steinninn · CC BY 4.0
An der Küste und unterhalb des Útnesvegur vom 15. April bis 15. September komplett verboten – Brutzeit der Seevögel. Sonst nur mit Genehmigung des Parks über das Serviceportal der Naturschutzbehörde, auch für Freizeitflüge.
Im Park nicht erlaubt. Einzige Ausnahme: Wanderer und Radfahrer eine Nacht am ausgewiesenen Platz. Campingplätze gibt es in Hellissandur, Ólafsvík und Arnarstapi.
Die Verwaltung sperrt empfindliche Bereiche bei Bedarf. 2026 belegt: Saxhóll und Öndverðarnesvegur im Juni/Juli wegen Bauarbeiten; zur Sonnenfinsternis am 12.08.2026 Einbahnregelung auf der 570 und Shuttle nach Öndverðarnes. Stand 22.09.2026: keine Sperrung bekannt.

Foto: joiseyshowaa from Freehold, NJ, USA · CC BY-SA 2.0
Nein, aber seit August 2026 eine Servicegebühr über das Parken: 1.100 ISK je Pkw, gültig bis Mitternacht für alle Parkplätze des Parks. Zahlung per Parka-App, QR-Code oder Automat in Malarrif.
Ja, aber der Park empfiehlt ausdrücklich Touren: 3–5 Stunden, als „schwer“ eingestuft, Spalten und Nebel. Am einfachsten geht es mit der Pistenraupe ab Arnarstapi (2,5–3 Stunden, 18.000 ISK), solange die Straße 570 offen ist.
Nur mit der 45-minütigen Führung von Summit Guides, täglich und ganzjährig, ab 5 Jahren. Erwachsene 5.900 ISK, Kinder 5–11 frei. Online buchen – die Touren sind oft ausverkauft.
In der Regel ja, bis Ende September – aber die Straßenverwaltung schließt sie, sobald Schnee liegt. Den Stand für den Tag zeigt umferdin.is. Am 22.09.2026 ließ sich der Status dort nicht auslesen.
Für die Halbinsel ja: 11 bis 12 Stunden, rund um den Park mit Kirkjufell, Arnarstapi und Djúpalónssandur. Auf den Gletscher oder in die Höhle kommt man mit den Bustouren meist nicht – dafür braucht es Mietwagen oder die Angebote vor Ort.
Ja. Jules Verne ließ 1864 Professor Lidenbrock im „Sneffels“ hinabsteigen. Einen Weg ins Erdinnere gibt es nicht – aber die Lavahöhle Vatnshellir führt immerhin 30 Meter hinunter.
Er gilt als aktiver, aber seit rund 1.750 Jahren ruhender Vulkan. Der isländische Wetterdienst führt ihn Stand 22.09.2026 auf Aviation Colour Code Grün und Alarmstufe 0. Die Beben auf Snæfellsnes seit 2024 gehören zum Nachbarsystem Ljósufjöll.
Die Führung dauert 45 Minuten und kostet 5.900 ISK für Erwachsene, 2.600 ISK für 12- bis 17-Jährige; Kinder von 5 bis 11 sind frei, jüngere dürfen nicht mit. Helm und Lampe werden gestellt, es ist knapp über 0 °C.
Ja: kurze Wege, der Kraterkegel Saxhóll mit Treppe, die Hebesteine am Strand Djúpalónssandur, die Höhle ab 5 Jahren und die Pistenraupe ohne Altersgrenze. Nur die Gletscherwanderung ist nichts für Kinder.
Wind- und wasserdichte Schichten auch im Sommer, feste Schuhe. Für Vatnshellir zusätzlich warme Jacke und Handschuhe, keine Sandalen oder glatten Sohlen; auf dem Gletscher Sonnenbrille und Mütze.
Mit dem Auto rund 190 km über Straße 1, 54 und 574 (2,5–3 Stunden). Mit Strætó: 57 nach Borgarnes, 58 bis Vatnaleið, 82 nach Ólafsvík und Hellissandur – zweimal täglich, nicht dienstags und donnerstags; die Südseite mit Arnarstapi hat keinen Bus.
In der Regel von Anfang Juli bis Ende September, je nach Schnee; die Vegagerðin meldet Öffnung und Schließung auf umferdin.is. Sie ist geschottert und steil, 4×4 empfohlen; F575 durch den Eysteinsdalur ebenso.
Zelten ist verboten, nur Wanderer und Radler dürfen eine Nacht am ausgewiesenen Platz übernachten. Drohnen sind vom 15. April bis 15. September an der Küste ganz verboten, sonst nur mit Genehmigung des Parks.
Der Strand ist frei zugänglich, aber die Brandung des Atlantiks ist unberechenbar – Abstand zum Wasser halten, Kinder an der Hand. Der Weg vom Parkplatz führt etwa 2 km durch Lava; Toiletten gibt es im Sommer am oberen Parkplatz.
Kostenlos: das Parkzentrum in Hellissandur (täglich 9:30–17 Uhr, mit Restaurant und Shop) und das Besucherzentrum Malarrif an der Südküste (täglich 10:30–16:30 Uhr, Ausstellung, Spielplatz). Toiletten an beiden rund um die Uhr.
Juni bis Anfang September für Gletscherpass und Pistenraupe; Mai/Juni für Gletscherwanderungen mit geschlossener Schneedecke. Höhle und Küste gehen ganzjährig, im Winter mit kurzen Tagen und Sturmrisiko.
Quellen · abgerufen am 22.09.2026

Foto: Richard Bartz · CC BY-SA 3.0