Volcano·Guide
Der Snæfellsjökull als weißer Kegel jenseits der Faxaflói-Bucht, davor ein Ausflugsboot – der Blick von Reykjavík Die schwarze Kirche von Búðir vor dem verschneiten Snæfellsjökull, isländische Flagge im Wind Blick vom Gipfel des Snæfellsjökull zur Mitternachtssonne am Sommersolstitium, rötliches Licht über dem Eis

Snæfellsjökull

Von Reykjavík aus liegt er 120 Kilometer weit weg – und ist an klaren Tagen trotzdem zu sehen.

Am Fuß des Berges stehen Lava, schwarze Strände und eine schwarze Kirche.

Ganz oben: der Ort, an dem Jules Verne seine Reise zum Mittelpunkt der Erde beginnen ließ. Nur mit Tour.

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hinauf aufs Eis

Stand 22. September 2026Nationalpark Snæfellsjökull: offen, aber seit August mit Gebühr

Der Park ist rund um die Uhr und ganzjährig frei zugänglich – der Eintritt kostet nichts. Seit dem 6. August 2026 erhebt die Naturschutzbehörde aber eine Servicegebühr, und zwar über das Parken: 1.100 ISK je Pkw, gültig bis Mitternacht für alle Parkplätze des Parks. Der Vulkan selbst steht beim Wetterdienst auf Grün; der letzte Ausbruch liegt rund 1.750 Jahre zurück. Was Besucher einschränkt, sind nicht Warnstufen, sondern Wetter, Gletscherspalten, eine Sommerstraße und eine verschlossene Höhle.

Offen
183km²

Der Park: Küste, Krater, Wege

Rund 35 markierte Wanderwege, die Strände Djúpalónssandur und Skarðsvík, die Krater Saxhóll und Rauðhóll, die Basaltnadeln Lóndrangar. Keine Öffnungszeiten, keine Reservierung.

Servicegebühr je Pkw, bis Mitternacht · seit 08/20261.100 ISK
Nur mit Führung
45min

Lavahöhle Vatnshellir

Der Eingang ist verschlossen; hinein kommt man nur mit Summit Guides, im Auftrag des Parks. Täglich, ganzjährig, ab 5 Jahren. Oft ausgebucht – online vorbuchen.

Erwachsene · Kinder 5–11 frei5.900 ISK
Nur mit Tour
1.446m

Der Gletscher

Verboten ist der Aufstieg nicht, aber der Park rät ausdrücklich zu Touren: Spalten, Nebel, Sturm. Am einfachsten mit der Pistenraupe ab Arnarstapi, solange die Straße 570 offen ist – in der Regel Juli bis Ende September.

Pistenraupe ab Arnarstapi, 2,5–3 Stunden18.000 ISK
Quellen: Þjóðgarðurinn Snæfellsjökull, Mitteilung zur Servicegebühr vom 06.08.2026 und Park-FAQ · Náttúruverndarstofnun, Gebührenordnung Nr. 290/2026 nach Naturschutzgesetz 60/2013 Art. 92 · Summit Guides (Vatnshellir), Glacier Paradise (Pistenraupe), Stand 09/2026 · IMO Volcanoes-API (Colour Code Grün, VALS 0). Zahlung per Parka-App, QR-Code am Parkplatz oder Automat im Besucherzentrum Malarrif.
Grün
SnæfellsjökullAviation Colour Code (Flugverkehr) · abgerufen am 22.09.2026 · Icelandic Meteorological Office (CC BY 4.0)
Luftaufnahme des Snæfellsjökull: der verschneite Vulkankegel über grünem Küstenland, eine Straße windet sich am Hang entlang
Der einzige große Zentralvulkan im Westen Islands, 700.000 Jahre alt. Die Straße unten ist die 574, die den ganzen Park umrundet.

Foto: Steinninn · CC BY 4.0

Das ErlebnisIsland im Kleinen: Lava, Brandung, Eis

Der Park reicht vom Gipfel bis ans Meer – als erster in Island. Man fährt die 574 an der Küste entlang, und alle paar Kilometer wechselt die Landschaft: das moosige Lavafeld Búðahraun, die Basaltklippen von Arnarstapi mit Tausenden Seevögeln, der schwarze Kieselstrand Djúpalónssandur mit den rostigen Resten eines Trawlers von 1948, die 40 Meter hohe Stahltreppe auf den Krater Saxhóll. Über allem, wenn die Wolken es zulassen, die weiße Kappe. Sie ist seit Jahrzehnten am Schrumpfen: 16 km² Eis 1946, 10 bis 11 km² 2008, im August 2012 war der Gipfel erstmals eisfrei.

Brandung am schwarzen Kieselstrand Djúpalónssandur, dahinter zerklüftete Lavafelsen unter grauem Himmel
Djúpalónssandur: Vier Hebesteine für die Ruderer von einst – und eine Brandung, der man nie den Rücken zudreht.

Foto: Rob Oo from NL · CC BY 2.0

Die RegelParkticket, Höhlenführung, Gletschertour: so funktioniert es

Drei Dinge kosten oder brauchen eine Buchung. Alles andere – Wege, Strände, Krater, beide Besucherzentren – ist mit dem Parkticket abgegolten.

1

Einmal zahlen, überall parken

1.100 ISK je Pkw (bis 5 Sitze), 1.400 ISK für 6–9 Sitze, 450 ISK Motorrad, Busse 2.700 bis 9.400 ISK. Gilt bis Mitternacht für den ganzen Park: Djúpalónssandur, Saxhóll, Lóndrangar, Malarrif, Hellissandur, Skarðsvík, Öndverðarnes.

2

Per App, QR-Code oder Automat

Parka-App oder -Website mit dem Kennzeichen, QR-Code an den Parkplätzen, Zahlautomat im Besucherzentrum Malarrif (ein Automat an Djúpalónssandur ist geplant). Bezahlen, bevor man weiterfährt – das erspart Nachfragen beim Mietwagenverleiher.

3

Vatnshellir online buchen

Touren täglich, im Winter weniger; laut Betreiber oft ausverkauft. Check-in am Höhleneingang bei Gufuskálar an der 574, drei Autominuten vom Besucherzentrum Malarrif, 10 Minuten vorher. Kostenlose Stornierung bis 4 Stunden vor Beginn, 8 % Rabatt auf frühe Abfahrten.

4

Gletscher: Pistenraupe oder Führer

Glacier Paradise fährt ab Arnarstapi (Arnarstapavegur 2) um 10 Uhr, Bus zum Gletscherfuß, dann Pistenraupe so weit hinauf wie möglich, 2,5–3 Stunden, 18.000 ISK. Zu Fuß 3–5 Stunden, vom Park als „schwer“ eingestuft – nur mit Führer und Seil oder eigener Spaltenausrüstung.

Offizielle Preise · Stand 08–09/2026
Servicegebühr Nationalpark, Pkw bis 5 Sitze, gültig bis Mitternacht (rund 7,50 €) · 6–9 Sitze 1.400 ISK · Motorrad 450 ISK1.100 ISK
Servicegebühr Busse 10–21 / 22–32 / ab 33 Sitze2.700 / 5.200 / 9.400 ISK
Vatnshellir-Führung, Erwachsene (rund 40 €) · Senioren 65+ und Studenten 4.600 ISK5.900 ISK
Vatnshellir, Jugendliche 12–17 · Kinder 5–11 frei · unter 5 kein Zutritt2.600 ISK
Pistenraupe auf den Gletscher ab Arnarstapi (Glacier Paradise), Erwachsene (rund 120 €) · Mitternachtssonnen-Tour 25.000 ISK18.000 ISK
Besucherzentren Hellissandur und Malarrif, Wanderwege, Strändefrei
Quellen: Parkmitteilung vom 06.08.2026 (Suchtreffer nennen auch den 10.08.2026 als Beginn) · summitguides.is · glacierparadise.is. Ob der Parka-Zuschlag von 1.960 ISK nach 24 Stunden auch für die Parkplätze des Parks gilt, ist nicht bestätigt. Parkzentrum Hellissandur täglich 9:30–17 Uhr, Besucherzentrum Malarrif täglich 10:30–16:30 Uhr (im Winter 11–16 Uhr), Toiletten an beiden rund um die Uhr.
Die Stahltreppe hinab in die Lavahöhle Vatnshellir, rötliches Lavagestein, ein Geländer führt in die Dunkelheit
Vatnshellir: 200 Meter Lavaröhre, 30 Meter unter der Oberfläche, zwei Wendeltreppen – und knapp über null Grad.

Foto: David Jones from Isle of Wight, United Kingdom · CC BY 2.0

Wege hinauf und hineinAuf den Gletscher, in die Höhle, an die Küste

Der Gipfel ist nicht der Grund, warum die meisten kommen – der Park ist es. Trotzdem: Wer hinauf will, hat zwei Möglichkeiten, und beide hängen an der Straße 570.

Nur im Sommer

Pistenraupe ab Arnarstapi

Abfahrt 10 Uhr, Transfer im Bus zum Gletscherfuß (ein eigenes 4×4 darf folgen), dann mit der Raupe zum Gipfelplateau oder so nah wie möglich. Wetterabhängig; die Sicht kann jederzeit wegfallen. Wiederverkäufer nennen Mai bis Juli als Saison, der Betreiber keine.

2,5–3 Stunden · 0 → 1.446 m18.000 ISK
Nur mit Führer

Gletscherwanderung zum Gipfel

Ab der Straße 570 am Jökulháls oder ab Arnarstapi mit Führer: 3–5 Stunden, rund 750 Höhenmeter, vom Park als „schwer“ eingestuft. Am besten im späten Frühjahr, wenn die Spalten noch verschneit sind; im Spätsommer liegen sie offen. Ein aktueller Anbieterpreis ist nicht belegt – Go West in Arnarstapi meldet „derzeit nicht in Betrieb“.

700 → 1.446 m · Felsnadeln Þríhyrningar am Gipfelkein Preis belegt
Sommer, 4×4

Straße 570 über den Jökulháls

Ólafsvík – Pass am Gletscherrand – Arnarstapi, 30 bis 45 Minuten, Schotter, steil, keine Furten. Die Vegagerðin öffnet sie je nach Schnee, üblicherweise Anfang Juli bis Ende September, und schließt sie wieder. Status auf umferdin.is prüfen; die F575 durch den Eysteinsdalur ebenso.

keine Maut · Servicegebühr über das Parkticketfrei
Ganzjährig

Küstenwege

Arnarstapi – Hellnar 2,5 km / 1 Stunde mit Basaltbögen und der Höhle Baðstofa. Svalþúfa – Lóndrangar – Malarrif 2,6 km / 1,5 Stunden. Djúpalónssandur – Dritvík 1 km / 20 Minuten, vom oberen Parkplatz erst 2 km durch die Lava zum Strand. Wind ist der übliche Grund, warum der Park Wege als „anspruchsvoll“ einstuft.

Plattformen an Djúpalónssandur und Svalþúfa barrierefreiParkticket
Die Basaltnadeln Lóndrangar ragen aus der Brandung, davor dunkle Klippen und Gischt
Lóndrangar: zwei Vulkanschlote, von denen das Meer den Rest weggeräumt hat. Der Rundweg ab Malarrif dauert anderthalb Stunden.

Foto: Jakub Hałun · CC BY 4.0

Vor Ort buchbarHöhle und Quad im Nationalpark

Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, braucht keine Tagestour ab Reykjavík. Zwei Angebote starten direkt im Park – die Höhlenführung ist dieselbe, die auch der Betreiber verkauft.

Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 22.09.2026.

Der rotbraune Schlackenkegel Saxhóll mit der Stahltreppe zum Kraterrand, davor eine Schotterstraße durch Lavafeld
Saxhóll: 40 Meter Krater, eine Treppe, zehn Minuten – der Vulkan für alle, die nicht auf den Gletscher wollen.

Foto: Diego Delso · CC BY-SA 4.0

Gut zu wissenAnreise, beste Zeit, Tipps

Anreise

Ohne Auto: Strætó ab Reykjavík (Mjódd) mit Linie 57 nach Borgarnes, 58 Borgarnes–Vatnaleið–Stykkishólmur und 82 Vatnaleið–Grundarfjörður–Ólafsvík–Hellissandur; seit 01.01.2026 zweimal täglich, nicht dienstags und donnerstags (Ankunft Hellissandur 11:21 und 19:11 Uhr). Die Südseite (Arnarstapi, Malarrif, Djúpalónssandur) hat keinen Bus – dorthin nur Auto oder Tour.

Mit dem Auto: Ab Reykjavík Straße 1 bis Borgarnes, dann 54 (Snæfellsnesvegur) und 574 (Útnesvegur) rund um die Halbinsel; Parkplätze mit Parka-Zahlung an Djúpalónssandur (2024 asphaltiert, Bus- und Pkw-Stellplätze), Saxhóll, Svalþúfa/Lóndrangar, Malarrif, Hellissandur, Skarðsvík, Öndverðarnes. 570 und F575 nur mit 4×4 und nur im Sommer.

  • Ab Reykjavík · ca. 2,5–3 Stunden
    Straßen 1, 54, 574 über Borgarnes nach Hellissandur/Arnarstapi
  • Ab Borgarnes · ca. 1,5–2 Stunden
    Straße 54, dann 574
  • Ab Stykkishólmur · ca. 1,5 Stunden
    Straße 54/574 über Grundarfjörður und Ólafsvík

Beste Zeit

Juni bis Anfang September: Straße 570 offen (Pistenraupe, Gletscherpass), langes Tageslicht, Toiletten an Djúpalónssandur. Für die Gletscherbesteigung zu Fuß ist das späte Frühjahr (Mai/Juni) besser, weil die Spalten noch verschneit sind. Vatnshellir und Küstenwege gehen ganzjährig; im Winter ist der Park leer, aber Sturm und Dunkelheit schränken ein. Der Gipfel steckt oft in Wolken – Pistenraupentour am Morgen bei klarer Prognose buchen.

Für wen es passt

Kinder
Sehr gut: kurze Küstenwege, Saxhóll mit Treppe (40 m hoher Krater), Djúpalónssandur mit Hebesteinen. Vatnshellir ab 5 Jahren (Kinder bis 11 frei). Pistenraupe für alle Altersstufen, Gletscherwanderung nur für geübte Jugendliche.
Mindestalter
Vatnshellir 5 Jahre; sonst keines belegt
Kondition
Küstenwege leicht bis 'anspruchsvoll' (Parkeinstufung, meist wegen Lava und Wind), Gletscher 'schwer' (3–5 h). Vatnshellir: unebener Boden, zwei Wendeltreppen.
Herz und Atemwege
Keine vulkanischen Gase; Kälte in der Höhle (um 0 °C) und Wind am Gletscher beachten.
Rollstuhl
Aussichtsplattformen Djúpalónssandur und Svalþúfa barrierefrei (Rampe 2024 verbreitert); Parkzentrum Hellissandur barrierefrei; Vatnshellir und Gletscher nicht.
Hunde
keine Regel auf den Parkseiten gefunden – siehe `unsicher`
Kleidung
Wind- und wasserdichte Schichten auch im Sommer; für Vatnshellir warme Jacke und Handschuhe (knapp über 0 °C); für die Pistenraupe Sonnenbrille und Mütze.
Schuhe
Feste Wanderschuhe; Vatnshellir: Wanderschuhe oder Turnschuhe, keine Sandalen, keine glatten Sohlen (Betreiber).

Tipps, die man vor Ort braucht

  • Ein Parkticket (1.100 ISK) gilt bis Mitternacht für den ganzen Park – einmal per Parka zahlen, dann alle Parkplätze nutzen.
  • Vatnshellir online vorbuchen (oft ausverkauft); Treffpunkt ist der Höhleneingang bei Gufuskálar, die nächsten Toiletten sind in Malarrif.
  • Auf den Gletscher nur mit Tour: Pistenraupe ab Arnarstapi 10 Uhr (18.000 ISK), zu Fuß nur mit Führer und Seil – die Spalten öffnen im Spätsommer.
  • Straße 570 vorher auf umferdin.is prüfen; sie ist meist nur Juli bis September offen und nichts für Zweiradantrieb.
  • Drohnen bleiben von 15. April bis 15. September an der Küste im Koffer – Verbot zum Schutz der Brutvögel; sonst Genehmigung nötig.
  • Zelten ist im Park verboten (Ausnahme: Wanderer und Radler eine Nacht am ausgewiesenen Platz); Campingplätze gibt es in Hellissandur, Ólafsvík und Arnarstapi.
  • An Djúpalónssandur die Wellen ernst nehmen und die Hebesteine nur mit geradem Rücken versuchen – der 'Amlóði' (23 kg) reicht für die Legende.
  • Ohne Auto: Strætó 82 endet in Hellissandur am Parkzentrum; für die Südseite braucht es Tour oder Mietwagen.

Kurze Geschichte

  • Der Stratovulkan ist rund 700.000 Jahre alt und der einzige große Zentralvulkan im Westen Islands; im Holozän mindestens 20 Ausbrüche, darunter drei plinianische vor etwa 8.500, 4.000 und 1.800 Jahren.
  • Letzter Ausbruch um 200 n. Chr. – vor der Besiedlung; die Lavahöhle Vatnshellir entstand vor 5.000–8.000 Jahren bei einem Ausbruch am Purkhólar-Kraterfeld.
  • 16.–19. Jahrhundert: Dritvík ist Islands größte Frühjahrs-Fischstation; die Hebesteine an Djúpalónssandur dienten der Auswahl der Ruderer.
  • 1864: Jules Verne lässt Professor Lidenbrock im 'Sneffels' zum Mittelpunkt der Erde hinabsteigen.
  • März 1948: Der englische Trawler Epine GY-7 strandet an Djúpalónssandur; die Eisenteile liegen bis heute am Strand.
  • 28.06.2001: Gründung des Nationalparks (183 km²), erster Park Islands vom Gipfel bis ans Meer; Schutzverordnung 2021 neu gefasst.
  • 1946–2008 schrumpft die Eiskappe von 16 auf 10–11 km²; im August 2012 ist der Gipfel erstmals eisfrei.
  • 24.03.2023: Eröffnung des BREEAM-zertifizierten Parkzentrums in Hellissandur (710 m²); 2024 neue Plattformen an Saxhóll und Svalþúfa, Parkplatz Djúpalónssandur asphaltiert.
  • 06./10.08.2026: Einführung der Servicegebühr über das Parkticket; 12.08.2026 totale Sonnenfinsternis mit Verkehrslenkung im Park.
Luftaufnahme von Arnarstapi: das Fischerdorf an der Küste, dahinter der Berg Stapafell und der verschneite Snæfellsjökull
Arnarstapi mit Stapafell und Gletscher: Hier startet die Pistenraupe – und hier endet die 570, wenn sie offen ist.

Foto: Steinninn · CC BY 4.0

Was der Park verbietetDrohnen, Zelte, Sperrungen

Verboten 15.04.–15.09.

Drohnen

An der Küste und unterhalb des Útnesvegur vom 15. April bis 15. September komplett verboten – Brutzeit der Seevögel. Sonst nur mit Genehmigung des Parks über das Serviceportal der Naturschutzbehörde, auch für Freizeitflüge.

Verboten

Zelten

Im Park nicht erlaubt. Einzige Ausnahme: Wanderer und Radfahrer eine Nacht am ausgewiesenen Platz. Campingplätze gibt es in Hellissandur, Ólafsvík und Arnarstapi.

Zeitweise

Sperrungen

Die Verwaltung sperrt empfindliche Bereiche bei Bedarf. 2026 belegt: Saxhóll und Öndverðarnesvegur im Juni/Juli wegen Bauarbeiten; zur Sonnenfinsternis am 12.08.2026 Einbahnregelung auf der 570 und Shuttle nach Öndverðarnes. Stand 22.09.2026: keine Sperrung bekannt.

Quellen: Park – Travel and safety advice, Licensing, Park-News 2026 · Gemeinde Snæfellsbær, Verkehrslenkung 12.08.2026. Bußgeldbeträge sind nicht veröffentlicht. Zu Hunden im Park wurde keine Regel gefunden.
Der Snæfellsjökull mit einer Wolkenschicht am Hang und Wolken über dem Gipfel, blaugraues Abendlicht
Wolken über und unter dem Gipfel: der Normalfall. Die Pistenraupe bucht man am Morgen mit klarer Prognose.

Foto: joiseyshowaa from Freehold, NJ, USA · CC BY-SA 2.0

Veraltet im NetzWas anderswo falsch steht

„Der Nationalpark ist kostenlos.“
Seit August 2026 wird eine Servicegebühr über das Parkticket erhoben, 1.100 ISK je Pkw bis Mitternacht. Der Eintritt bleibt frei – aber ohne bezahltes Parken kommt niemand hin.
„Vatnshellir kann man auf eigene Faust erkunden.“
Der Zugang ist verschlossen. Die Höhle wird nur mit Führung betreten – Summit Guides, 45 Minuten, ab 5 Jahren.
„Die F570 ist eine harte Hochlandpiste mit Furten.“
Die Straßenverwaltung führt sie als 570 ohne F-Status, Furten gibt es keine. Sie ist aber steil, geschottert, oft schneebedeckt und nur im Sommer offen; 4×4 empfohlen.
„Snæfellsjökull ist ein erloschener Vulkan.“
Der Wetterdienst führt ihn als aktives System auf Grün und Alarmstufe 0. Der letzte Ausbruch liegt rund 1.750 Jahre zurück; im Holozän gab es drei große plinianische.
„Der Park hat Öffnungszeiten.“
Hat er nicht. Öffnungszeiten gelten nur für die beiden Zentren: Hellissandur 9:30–17 Uhr, Malarrif 10:30–16:30 Uhr.

Kurz gefragtVor der Fahrt auf die Halbinsel

Kostet der Nationalpark Snæfellsjökull Eintritt?

Nein, aber seit August 2026 eine Servicegebühr über das Parken: 1.100 ISK je Pkw, gültig bis Mitternacht für alle Parkplätze des Parks. Zahlung per Parka-App, QR-Code oder Automat in Malarrif.

Kann man den Snæfellsjökull besteigen?

Ja, aber der Park empfiehlt ausdrücklich Touren: 3–5 Stunden, als „schwer“ eingestuft, Spalten und Nebel. Am einfachsten geht es mit der Pistenraupe ab Arnarstapi (2,5–3 Stunden, 18.000 ISK), solange die Straße 570 offen ist.

Wie kommt man in die Höhle Vatnshellir?

Nur mit der 45-minütigen Führung von Summit Guides, täglich und ganzjährig, ab 5 Jahren. Erwachsene 5.900 ISK, Kinder 5–11 frei. Online buchen – die Touren sind oft ausverkauft.

Ist die Straße 570 im September noch offen?

In der Regel ja, bis Ende September – aber die Straßenverwaltung schließt sie, sobald Schnee liegt. Den Stand für den Tag zeigt umferdin.is. Am 22.09.2026 ließ sich der Status dort nicht auslesen.

Lohnt sich Snæfellsnes als Tagestour ab Reykjavík?

Für die Halbinsel ja: 11 bis 12 Stunden, rund um den Park mit Kirkjufell, Arnarstapi und Djúpalónssandur. Auf den Gletscher oder in die Höhle kommt man mit den Bustouren meist nicht – dafür braucht es Mietwagen oder die Angebote vor Ort.

Ist der Snæfellsjökull der Vulkan aus „Reise zum Mittelpunkt der Erde“?

Ja. Jules Verne ließ 1864 Professor Lidenbrock im „Sneffels“ hinabsteigen. Einen Weg ins Erdinnere gibt es nicht – aber die Lavahöhle Vatnshellir führt immerhin 30 Meter hinunter.

Ist der Snæfellsjökull aktiv?

Er gilt als aktiver, aber seit rund 1.750 Jahren ruhender Vulkan. Der isländische Wetterdienst führt ihn Stand 22.09.2026 auf Aviation Colour Code Grün und Alarmstufe 0. Die Beben auf Snæfellsnes seit 2024 gehören zum Nachbarsystem Ljósufjöll.

Was kostet Vatnshellir und wie lange dauert es?

Die Führung dauert 45 Minuten und kostet 5.900 ISK für Erwachsene, 2.600 ISK für 12- bis 17-Jährige; Kinder von 5 bis 11 sind frei, jüngere dürfen nicht mit. Helm und Lampe werden gestellt, es ist knapp über 0 °C.

Ist der Park für Kinder geeignet?

Ja: kurze Wege, der Kraterkegel Saxhóll mit Treppe, die Hebesteine am Strand Djúpalónssandur, die Höhle ab 5 Jahren und die Pistenraupe ohne Altersgrenze. Nur die Gletscherwanderung ist nichts für Kinder.

Was muss man anziehen?

Wind- und wasserdichte Schichten auch im Sommer, feste Schuhe. Für Vatnshellir zusätzlich warme Jacke und Handschuhe, keine Sandalen oder glatten Sohlen; auf dem Gletscher Sonnenbrille und Mütze.

Wie kommt man von Reykjavík zum Snæfellsjökull?

Mit dem Auto rund 190 km über Straße 1, 54 und 574 (2,5–3 Stunden). Mit Strætó: 57 nach Borgarnes, 58 bis Vatnaleið, 82 nach Ólafsvík und Hellissandur – zweimal täglich, nicht dienstags und donnerstags; die Südseite mit Arnarstapi hat keinen Bus.

Wann ist die Straße 570 über den Jökulháls offen?

In der Regel von Anfang Juli bis Ende September, je nach Schnee; die Vegagerðin meldet Öffnung und Schließung auf umferdin.is. Sie ist geschottert und steil, 4×4 empfohlen; F575 durch den Eysteinsdalur ebenso.

Darf man im Park zelten oder Drohnen fliegen?

Zelten ist verboten, nur Wanderer und Radler dürfen eine Nacht am ausgewiesenen Platz übernachten. Drohnen sind vom 15. April bis 15. September an der Küste ganz verboten, sonst nur mit Genehmigung des Parks.

Ist Djúpalónssandur gefährlich?

Der Strand ist frei zugänglich, aber die Brandung des Atlantiks ist unberechenbar – Abstand zum Wasser halten, Kinder an der Hand. Der Weg vom Parkplatz führt etwa 2 km durch Lava; Toiletten gibt es im Sommer am oberen Parkplatz.

Wo sind die Besucherzentren und was kosten sie?

Kostenlos: das Parkzentrum in Hellissandur (täglich 9:30–17 Uhr, mit Restaurant und Shop) und das Besucherzentrum Malarrif an der Südküste (täglich 10:30–16:30 Uhr, Ausstellung, Spielplatz). Toiletten an beiden rund um die Uhr.

Wann ist die beste Reisezeit?

Juni bis Anfang September für Gletscherpass und Pistenraupe; Mai/Juni für Gletscherwanderungen mit geschlossener Schneedecke. Höhle und Küste gehen ganzjährig, im Winter mit kurzen Tagen und Sturmrisiko.

Quellen · abgerufen am 22.09.2026

Der weiße Leuchtturm von Malarrif auf schwarzen Lavaklippen über dem Meer, Wolkenhimmel
Malarrif: Leuchtturm, Besucherzentrum, Zahlautomat – der Ort, an dem man das Parkticket auch ohne App bekommt.

Foto: Richard Bartz · CC BY-SA 3.0