Volcano·Guide
Blick vom Kraterrand des Quilotoa auf den türkisen Kratersee, umschlossen von steilen braunen Wänden Der sandige Zickzackweg hinunter zur Laguna Quilotoa, der See grün-grau unter Wolken Der hölzerne Anleger am Ufer der Laguna Quilotoa, das Wasser türkis, dahinter die Kraterwand

Quilotoa

Ein Dorf am Rand eines Lochs, drei Kilometer weit. Unten Wasser, das die Farbe wechselt.

Der Weg hinunter ist Vulkansand, 30 Minuten, jeder Schritt sinkt ein.

Am Ufer ist es still. 250 Meter Wasser unter dir, 400 Meter Wand über dir – und der Rückweg wartet.

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hinunter zum See

Stand 22. September 2026Quilotoa heute: offen, 2 US-$, kein Führer nötig

Kraterrand, Abstieg zum See, Kajak und Rundweg sind offen. Die Comunidad Quilotoa verlangt am Dorfeingang 2 US-$ pro Person – das ist kein Nationalpark-Eintritt, sondern der Beitrag für Parkplatz, Toiletten und Wege. Ein Führer ist nirgends Pflicht. Der Felssturz vom 12. März 2026 hatte laut IG-EPN keine vulkanische Ursache.

Offen, ohne Führer
2US-$

Kraterrand, Abstieg, Rundweg

Beitrag der Comunidad Quilotoa an der Schranke am Dorfeingang, nur bar. Darin enthalten: Parkplatz, Toiletten, Info-Punkt, Zugang zu Aussichtspunkten, Abstiegsweg und Rundweg.

Zufahrt Mirador Shalalá gesondert1 US-$
Wetterabhängig
3US-$

Kajak auf der Lagune

Kajaks am Anleger, pro Person. Nach dem Felssturz vom 12.03.2026 war der Bootsbetrieb vorübergehend eingestellt; im August 2026 zählte die Comunidad wieder Kajakpersonal zu den Beschäftigten. Bei Wind und Wellengang ruht der Betrieb.

Maultier für den Rückweg nach oben10 US-$
Keine Unruhe
24.03.2026

IG-EPN: Sonderbericht zum Felssturz

Rund 20.000 m³ Fels rutschten am 12.03.2026 von der Südostwand in den See und lösten Wellen bis 0,5 m am Anleger aus. Ursache: Starkregen. Keine Deformation, keine thermischen Anomalien, der CO₂-Fluss sogar der niedrigste seit Messbeginn.

Der Quilotoa gilt als potenziell aktiv – ohne aktuelle Aktivitätsstufe
Quellen: Administrator des Centro de Turismo Comunitario Quilotoa gegenüber La Gaceta, August 2026 (Preise, Betrieb) · IG-EPN, Sonderbericht Nr. 2026-001 vom 24.03.2026 · Vulkanseite igepn.edu.ec/quilotoa. Die Regeln setzt die Comunidad, nicht der Staat; eine amtliche Verordnung gibt es nicht.
Die Laguna Quilotoa vom Mirador Cristal aus: der ganze Kratersee unter Wolken, die Kraterwände ringsum
Vom Mirador im Dorf siehst du den ganzen See. Wer nur das will, ist nach zehn Minuten fertig – und hat das Beste verpasst.

Foto: Ymblanter · CC BY-SA 4.0

Das ErlebnisHinunter zum Wasser – und der Weg zurück

Der Quilotoa ist kein Berg, den man besteigt. Man steht am Rand und geht hinunter: 400 Höhenmeter auf sandigem Zickzackweg zum Ufer auf rund 3.500 m. Der Abstieg ist leicht. Der Wiederaufstieg auf fast 3.900 m ist der Teil, den alle unterschätzen.

Oben im Dorf ist es meist windig und kalt, 11 bis 14 Grad tagsüber. Nach den ersten Kehren wird es ruhiger, und der See kommt näher: türkis bei Sonne, smaragdgrün bei Wolken, mit gelblichen Flecken dort, wo Gas aus dem Grund aufsteigt. Nach 30 bis 45 Minuten stehst du am Anleger. Baden ist keine Option – das Wasser ist stark mineralisiert und gast CO₂ und Schwefelwasserstoff aus.

Für 3 US-$ gibt es ein Kajak. Vom Wasser aus sieht man erst, wie steil die Kraterwände wirklich sind – 400 Meter, teils senkrecht. Nach dem Felssturz vom März 2026 ist klar, warum man bei Starkregen Abstand vom Ufer hält.

Der Rückweg: eine bis anderthalb Stunden bergauf in dünner Luft, oder 10 US-$ für ein Maultier. Wer noch Kraft hat, nimmt den Rundweg um den Kraterrand: 10 Kilometer, 4 bis 5 Stunden, drei Lavadome bis 3.915 m, stellenweise ausgesetzt, kein Wasser unterwegs. Morgens starten – nachmittags kommen Nebel und Regen fast jeden Tag.

Ein geschwungener Holzsteg mit Geländer an einem Aussichtspunkt am Quilotoa-Kraterrand, unten die Lagune
Aussichtssteg am Kraterrand: Die Comunidad hat in Wege und Plattformen investiert – dafür sind die 2 US-$.

Foto: DIOHER_PAVAL · CC BY 3.0

Zwei Menschen in Schwimmwesten paddeln in einem Kajak über die grüne Laguna Quilotoa, dahinter die Kraterwand
3 US-$ pro Person, nur bar. Vom Wasser aus wird der Krater zur Schüssel – und man versteht, warum hier niemand badet.

Foto: TupakAmaruIshkay · CC BY-SA 4.0

Die RegelWas der Besuch kostet – und was nicht

Der Quilotoa liegt in keinem Nationalpark. Die Lagune und der Kraterrand werden von der indigenen Comunidad Quilotoa betrieben; rund 500 Menschen leben davon. Die Tarife setzt die Gemeinde, Stand August 2026.

1

2 US-$ an der Schranke

Pro Person, bar, am Dorfeingang. Deckt Parkplatz, Toiletten, Info-Punkt und die Kunsthandwerksgalerie. Keine Zeitfenster, keine Online-Buchung, kein Kontingent. Im Dorf gibt es keinen Geldautomaten.

2

Abstieg und Rundweg: frei

Beides ist im Beitrag enthalten und ohne Führer erlaubt. Comunidad-Führer kann man für Höhlen, Cañón oder den Loop dazubuchen – das ist ein Angebot, keine Pflicht.

3

Kajak 3 US-$, Maultier 10 US-$

Kajak pro Person laut Comunidad (Portale nennen 3 US-$ je 30 Minuten). Maultier oder Pferd für den Weg vom See zurück zum Kraterrand 10 US-$. Beides nur tagsüber.

4

Übernachten und essen

Übernachtung in der Comunidad mit Frühstück und Abendessen rund 25 US-$ pro Person, Mahlzeiten 5 bis 18 US-$. Zelten am Kraterrand nach Absprache. Der Mirador Shalalá der Nachbargemeinde kostet 1 US-$ Zufahrt.

Tarife der Comunidad · Stand 08/2026
Eintritt Comunidad Quilotoa pro Person (Parkplatz, Toiletten, Info, Kunsthandwerk)2 US-$
Kajak pro Person3 US-$
Maultier oder Pferd vom See hinauf zum Kraterrand10 US-$
Übernachtung in der Comunidad mit Frühstück und Abendessen (Angabe Administrator)25 US-$ pro Person
Mahlzeiten in den Comunidad-Restaurants5–18 US-$
Zufahrt Mirador Shalalá (Comuna Shalalá) · Stand 20251 US-$
Quelle: Administrator des Centro de Turismo Comunitario Quilotoa gegenüber La Gaceta (Latacunga), August 2026. Ob Fußgänger, die mit dem Bus kommen, ebenfalls zahlen, regelt keine veröffentlichte Ordnung – Reiseführer nennen sie frei, Blogs berichten Gegenteiliges. Ecuador rechnet in US-Dollar; 2 US-$ sind rund 1,70 €.
Gesattelte Maultiere und Pferde warten am sandigen Ufer der Laguna Quilotoa auf Fahrgäste
Die Maultiere am Ufer sind kein Touristenkitsch, sondern die Rettung für alle, die den Aufstieg auf 3.900 m unterschätzt haben.

Foto: TupakAmaruIshkay · CC BY-SA 4.0

WegeAbstieg, Kajak, Rundweg, Quilotoa Loop

Die vier Arten, den Quilotoa zu erleben · Stand 09/2026
Abstieg vom Mirador (ca. 3.900 m) zum Seeufer (ca. 3.500 m)30–45 Minuten hinunter auf sandigem Zickzackweg (1,7–2 km), 1–1,5 Stunden hinauf. Im Eintritt enthalten; Maultier für den Aufstieg 10 US-$. Bei Regen rutschig.
Kajak auf der Lagune30–60 Minuten, 3 US-$ pro Person. Wasser nicht trinkbar, nicht zum Baden. Bei Wind, Wellengang oder nach Hangrutsch wird der Betrieb eingestellt.
Rundweg um den KraterrandCa. 10 km, 4–5 Stunden, mehrere Auf- und Abstiege über drei Lavadome (3.810, 3.894, 3.915 m); Abzweig nach Shalalá und Chugchilán. Kein Wasser unterwegs, Grat stellenweise ausgesetzt, bei Nebel schwierig. Im Eintritt enthalten.
Quilotoa Loop (Dorf-zu-Dorf-Wanderung)2–4 Tage: meist Sigchos – Isinliví (4–5 h) – Chugchilán (5–6 h) – Quilotoa (5–6 h). Busse ab Latacunga 1,50–3 US-$ je Etappe, Hostels mit Halbpension ab ca. 15–25 US-$. Regenzeit Februar–Mai schlammig.
Den Loop lieber in Richtung Quilotoa gehen: So endet die Tour am Höhepunkt, und der letzte Anstieg zum Kraterrand hat ein Ziel. Die Hostels in Isinliví und Chugchilán geben Wegbeschreibungen mit.

Was im März 2026 passiert istDer Felssturz – und warum er kein Ausbruch war

Im März 2026 gingen Videos von Wellen auf der Lagune viral, und die Frage kam sofort: Wacht der Vulkan auf? Das IG-EPN hat gemessen. Die Antwort ist eindeutig – und sie erklärt, wie der Quilotoa überwacht wird.

  1. 12.03.2026Felssturz an der Südostwand

    Rund 20.000 m³ Fels und Erde (150 × 50 m) rutschen in den See. Die Welle (Seiche) erreicht den Anleger mit bis zu 0,5 m Höhe; Boote und Kanus werden vorübergehend eingestellt.

  2. 17.03.2026CO₂-Messung am See

    Der CO₂-Fluss liegt bei 248 Tonnen pro Tag – der niedrigste Wert seit Messbeginn 2024. Keine Deformation, keine thermischen Anomalien.

  3. 24.03.2026IG-EPN-Sonderbericht 2026-001

    Ursache: Starkregen und Wassersättigung der steilen Kraterwand. Keine Verbindung zur Vulkanaktivität. Zwei zusätzliche Seismometer in Guayama und Shalalá.

  4. 10.08.2026Rekordfeiertag

    Rund 5.000 Besucher an drei Tagen, 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Die 2 US-$ pro Kopf finanzieren 40 Beschäftigte der Comunidad.

Quellen: IG-EPN, Informe Volcánico Especial Quilotoa Nr. 2026-001 vom 24.03.2026 · Teleamazonas, 03/2026 · La Gaceta, 08/2026. Reale Risiken am Quilotoa sind Höhe, Wetter, rutschige Wege und die steilen Kraterwände – nicht der Vulkan.
Die steile, zerfurchte Kraterwand des Quilotoa fällt zum grünen See ab, darüber graue Wolken
400 Meter Wand, wassergesättigt nach Starkregen – der Felssturz vom März 2026 kam von einer Flanke wie dieser.

Foto: Ymblanter · CC BY-SA 4.0

Gut zu wissenAnreise, beste Zeit, Höhe, Tipps

Anreise

Ohne Auto: Ab Quito (Terminal Quitumbe) Bus nach Latacunga (ca. 2 Stunden, ca. 2 US-$, alle 30 Minuten). Ab Terminal Latacunga direkte Busse der Cooperativas Vivero und Iliniza über Tigua und Zumbahua nach Quilotoa: werktags ab 06:00, 07:30, 08:00, 10:00, 11:00, 12:00, 13:30, 14:30, 15:00/15:15, 15:30, 18:30, 19:30 Uhr (Fahrplan quilotoaloop.com, Stand 2019 – vor Ort prüfen), Fahrzeit ca. 2 Stunden, ca. 2–2,50 US-$. Rückfahrt etwa stündlich bis ca. 17 Uhr. Alternativ Bus bis Zumbahua (63 km, ca. 1 Stunde, ca. 1,50 US-$) und Camioneta/Pick-up nach Quilotoa (14 km, 2–3 US-$ p. P.). Tagestouren ab Quito werden vielfach angeboten.

Mit dem Auto: Ab Latacunga auf der E30 Richtung La Maná über Pujilí und Tigua nach Zumbahua (63 km), dort rechts ab nach Norden 14 km nach Quilotoa; asphaltiert, viele Kurven, Nebel möglich. Parkplatz am Dorfeingang, im Eintritt von 2 US-$ enthalten. Ab Quito ca. 3 Stunden.

  • Ab Latacunga · ca. 2 Stunden Bus, 1,5 Stunden Auto
    E30 über Pujilí, Tigua, Zumbahua; Direktbus Vivero/Iliniza
  • Ab Quito · ca. 3–3,5 Stunden Auto, 4 Stunden mit Umsteigen in Latacunga
    Panamericana bis Latacunga, dann E30 nach Zumbahua und Quilotoa; oder Tagestour
  • Ab Zumbahua · 20–45 Minuten
    Camioneta/Pick-up oder Bus; Samstags Markt in Zumbahua

Beste Zeit

Trockenere Monate Juni bis September und Dezember/Januar; Vormittag zwischen 9 und 12 Uhr für klare Sicht auf den See, nachmittags ziehen Nebel und Regen auf. Die Farbe des Sees wechselt mit Licht und Jahreszeit von Smaragdgrün zu Türkis; gelbliche Flecken stammen von Gasaustritten. Feiertage (10. August, Karneval, Karwoche, Allerheiligen) sind mit bis zu 5.000 Besuchern an drei Tagen sehr voll.

Für wen es passt

Kinder
Gut: kurzer Abstieg, Kajak, Maultiere für müde Beine. Auf die Höhe (3.900 m) achten und den Rundweg mit Kindern nur bei gutem Wetter und mit Erfahrung – der Grat ist stellenweise ausgesetzt.
Mindestalter
keines
Kondition
Abstieg leicht, Wiederaufstieg in dünner Luft anstrengend (300–400 Höhenmeter). Rundweg: mittlere Kondition, 4–5 Stunden mit Gegenanstiegen. Loop: mehrtägige Wandererfahrung.
Höhe
Relevant: Dorf auf ca. 3.900 m, viele kommen direkt aus Quito oder von der Küste. Langsam gehen, viel trinken; der Wiederaufstieg vom See ist der kritische Teil. Vorab eine Nacht in Latacunga (2.850 m) hilft.
Herz und Atemwege
Bei Herz- und Lungenerkrankungen den Wiederaufstieg per Maultier einplanen. Das Seewasser gast CO₂ und Schwefelwasserstoff aus – nicht trinken, nicht baden; Windstille direkt am Ufer meiden (IG-EPN weist auf die limnische Gasfreisetzung von 1797 hin).
Rollstuhl
Mirador im Dorf über Straße erreichbar; Abstieg und Rundweg nicht.
Hunde
Keine Regel der Comunidad bekannt; Straßenhunde im Dorf üblich.
Kleidung
Warm und winddicht: Der Administrator der Comunidad empfiehlt ausdrücklich warme Kleidung wegen niedriger Temperaturen (11–14 °C tags, nachts unter 0 °C) und starkem Wind am Kraterrand. Sonnenschutz und Regenjacke, Mütze.
Schuhe
Feste Schuhe mit Profil – der Abstiegsweg ist tiefer, rutschiger Vulkansand.

Tipps, die man vor Ort braucht

  • Vormittags ankommen: Klare Sicht ist fast nur bis Mittag garantiert, danach Nebel.
  • 2 US-$ Eintritt, 3 US-$ Kajak, 10 US-$ Maultier – alles nur bar; im Dorf gibt es keinen Geldautomaten.
  • Den Wiederaufstieg vom See nicht unterschätzen: 300–400 Höhenmeter auf 3.900 m dauern gut eine Stunde. Wer Zweifel hat, nimmt das Maultier.
  • Für den Rundweg im Uhrzeigersinn starten und drei Liter Wasser mitnehmen – unterwegs gibt es nichts.
  • Eine Nacht im Dorf lohnt: Sonnenaufgang über dem See ohne Tagesausflügler, Hostels mit Holzofen ab 15–25 US-$ mit Halbpension.
  • Den Loop lieber ab Sigchos/Isinliví in Richtung Quilotoa gehen – so endet die Tour am Höhepunkt und der letzte Anstieg zum Kraterrand hat Ziel.
  • Bilder aus Tigua und Strickwaren direkt in der Galerie der Comunidad kaufen – 40 % stammen aus dem Ort.
  • Nach Starkregen Abstand zu den steilen Kraterwänden und zum Ufer halten; der Felssturz vom März 2026 zeigte, wie schnell Wellen entstehen.

Kurze Geschichte

  • Der Quilotoa ist ein dazitischer Vulkan der Westkordillere; in den letzten 200.000 Jahren gab es mindestens acht Eruptionszyklen im Abstand von 10.000–15.000 Jahren (IG-EPN).
  • Um 1280 folgte nach rund 14.000 Jahren Ruhe eine plinianische Eruption (VEI 5–6) – die jüngste große Eruption Ecuadors vor der spanischen Zeit; pyroklastische Ströme und Lahare erreichten den Pazifik.
  • 1797: Das Erdbeben von Riobamba versetzte den See in heftige Bewegung; freigesetztes Gas erstickte Vieh im Krater – ein früh dokumentierter Fall einer limnischen Gasfreisetzung.
  • Seit den 1990er Jahren entwickelte die Comunidad Quilotoa den Kraterrand zum gemeindebasierten Tourismusziel; rund 500 Menschen leben heute davon (Führer, Kunsthandwerk, Hotels, Restaurants, Parkplatz, Sicherheit).
  • 2013/14: Bau des Mirador Shalalá der Nachbargemeinde (Architekten Jorge Andrade, Javier Mera, Daniel Moreno), 2014 als zweitbeste Architektur des Jahres ausgezeichnet.
  • 12.03.2026: Felssturz von 20.000 m³ in den See mit Seiche-Wellen; IG-EPN installiert zwei zusätzliche Seismometer in Guayama und Shalalá.
  • Feiertag 10.08.2026: rund 5.000 Besucher an drei Tagen, 50 % mehr als im Vorjahr; die Comunidad-Einnahmen von 2 US-$ pro Kopf finanzieren 40 Beschäftigte.
Das Andendorf Zumbahua in einem Hochtal, Häuser und Felder, dahinter braune Berghänge
Zumbahua, 14 Kilometer vor Quilotoa: Umsteigepunkt der Busse, samstags Markt mit Vieh, Kartoffeln und Textilien.

Foto: Jen · CC BY-SA 3.0

Zwei Ziele, ein TagQuilotoa und Cotopaxi an einem Tag

Die meistgebuchten Touren ab Quito verbinden den Kratersee mit dem Cotopaxi: morgens Nationalpark und Limpiopungo, nachmittags der Blick in die Lagune. Zehn bis elf Stunden – und am Quilotoa bleibt meist Zeit für den Abstieg, aber nicht für den Rundweg.

Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 22.09.2026. Wer den Rundweg oder den Loop will, braucht eine Nacht im Dorf – keine Tagestour.

Hochlandlandschaft bei Tigua: gewellte Hügel mit Feldern und Wegen, über die der Quilotoa Loop führt
Das Hochland zwischen Tigua und Zumbahua: Durch solche Täler läuft der Quilotoa Loop, drei Tagesetappen von Dorf zu Dorf.

Foto: Ymblanter · CC BY-SA 4.0

Veraltet im NetzWas anderswo falsch steht

„Quilotoa liegt in einem Nationalpark und kostet Nationalpark-Eintritt.“
Es gibt keinen staatlichen Eintritt. Die 2 US-$ sind eine Abgabe der Comunidad Quilotoa für Parkplatz, Toiletten und Infrastruktur (Administrator des Centro de Turismo Comunitario, August 2026).
„Eintritt 10 US-$ für Ausländer.“
Die Comunidad nennt 2 US-$ pro Person unabhängig von der Nationalität; 1 US-$ zusätzlich nur für die Zufahrt zum Mirador Shalalá.
„Der Kratersee liegt auf 3.914 m.“
3.914 m ist die höchste Erhebung des Kraterrands. Der Seespiegel liegt rund 400 m tiefer bei etwa 3.500 m.
„Der Quilotoa ist erloschen.“
Das IG-EPN führt ihn als potenziell aktiv mit hydrothermaler Aktivität und misst seit 2024 die CO₂-Entgasung. Die Wellen vom März 2026 waren aber ein Felssturz, keine Eruption.
„Ein Führer ist für den Abstieg Pflicht.“
Nein. Abstieg, Kajak und Rundweg sind frei; Comunidad-Führer sind ein optionales Angebot.

Kurz gefragtVor der Fahrt zum Kratersee

Kann man den Quilotoa auf eigene Faust besuchen?

Ja, und es ist einfach: Bus ab Latacunga (ca. 2 Stunden, 2–2,50 US-$), 2 US-$ an der Schranke, dann Abstieg, Kajak oder Rundweg ohne Führer. Wer ab Quito kommt, steigt in Latacunga um oder nimmt eine Tagestour.

Wie tief ist der Quilotoa-See und warum ist er grün?

Rund 250 m tief, etwa 3 km breit. Die Farbe kommt von gelösten Mineralien und wechselt mit dem Licht von Türkis zu Smaragdgrün; gelbliche Flecken sind Gasaustritte am Seegrund. Deshalb: nicht trinken, nicht baden.

Ist der Quilotoa nach dem Felssturz sicher?

Der Felssturz vom 12.03.2026 hatte laut IG-EPN keine vulkanische Ursache, sondern Starkregen. Abstieg und Wege sind offen; nach Starkregen Abstand zu den steilen Wänden und zum Ufer halten, weil Wellen entstehen können.

Schafft man Abstieg und Rundweg an einem Tag?

Nur mit frühem Start und guter Kondition: Abstieg und Aufstieg zusammen 2 bis 2,5 Stunden, der Rundweg 4 bis 5 Stunden. Auf 3.900 m ist das viel. Besser: eine Nacht im Dorf, Rundweg am Morgen, Abstieg am Nachmittag oder umgekehrt.

Wie lange braucht man ab Quito?

Mit dem Auto etwa 3 bis 3,5 Stunden über die Panamericana und die E30, mit Bus und Umsteigen in Latacunga rund 4 Stunden. Tagestouren ab Quito dauern 10 bis 14 Stunden.

Ist die Laguna Quilotoa aktuell offen?

Ja. Stand 22.09.2026 gibt es keine Sperrung; nach dem Felssturz vom 12.03.2026 stellte das IG-EPN keine vulkanische Ursache fest, und die Comunidad meldete für den Augustfeiertag 2026 Rekordbesuch. Bei Starkregen kann der Bootsbetrieb kurzfristig ruhen.

Was kostet der Eintritt am Quilotoa?

2 US-$ pro Person an der Schranke der Comunidad Quilotoa, darin sind Parkplatz, Toiletten und Info-Punkt enthalten. Der Mirador Shalalá auf der anderen Kraterseite kostet 1 US-$. Kajak 3 US-$, Maultier zurück nach oben 10 US-$ – alles bar.

Braucht man einen Führer?

Nein. Abstieg zum See, Kajak und Rundweg um den Krater sind ohne Führer erlaubt. Comunidad-Führer kann man für Höhlen, Cañón oder den Loop dazubuchen.

Wie lange dauert der Abstieg zur Lagune?

30 bis 45 Minuten hinunter auf sandigem Zickzackweg, 1 bis 1,5 Stunden wieder hinauf – auf fast 3.900 m ist der Rückweg das Anstrengende. Wer nicht mehr mag, reitet für 10 US-$ auf dem Maultier hoch.

Wie lange dauert der Rundweg um den Kraterrand?

Rund 10 km mit mehreren Gegenanstiegen bis 3.915 m, 4 bis 5 Stunden. Morgens starten, Wasser und Windjacke mitnehmen, bei Nebel lieber verzichten.

Ist der Quilotoa für Kinder geeignet?

Ja, Aussichtspunkt, Abstieg und Kajak sind familientauglich, Maultiere helfen beim Aufstieg. Die Höhe von 3.900 m kann Kindern Kopfweh bereiten – langsam machen und viel trinken. Der Rundweg ist für kleine Kinder zu lang und stellenweise ausgesetzt.

Was soll man anziehen?

Warm und winddicht: Am Kraterrand sind 11–14 °C tagsüber und Frost nachts normal, der Wind ist stark. Mütze, Handschuhe, Regenjacke, Sonnenschutz und feste Schuhe mit Profil für den Sandweg.

Wie kommt man von Latacunga oder Quito zum Quilotoa?

Ab Terminal Latacunga fahren die Busse Vivero und Iliniza direkt über Zumbahua nach Quilotoa, ca. 2 Stunden für 2–2,50 US-$, mehrmals täglich ab 6 Uhr. Ab Quito erst Bus nach Latacunga (2 Stunden) und umsteigen, oder Tagestour bzw. Mietwagen (ca. 3 Stunden über die E30).

Ist der Quilotoa gefährlich?

Vulkanisch derzeit nicht – der letzte Ausbruch war um 1280, das IG-EPN misst keine Unruhe. Reale Risiken sind Höhe, Wetterumschwünge, rutschige Wege und die steilen Kraterwände: Im März 2026 löste ein Felssturz Wellen im See aus. Nicht im See baden, das Wasser enthält Gase.

Was ist der Quilotoa Loop?

Eine 2- bis 4-tägige Dorf-zu-Dorf-Wanderung durch das Hochland westlich von Latacunga, meist Sigchos – Isinliví – Chugchilán – Quilotoa mit Tagesetappen von 4 bis 6 Stunden und Übernachtung in Gemeinde-Hostels. Busse verbinden alle Dörfer mit Latacunga.

Wie hoch liegt die Laguna Quilotoa?

Der Kraterrand mit dem Dorf liegt auf rund 3.900 m (höchster Punkt 3.914 m), der Seespiegel etwa 400 m tiefer bei rund 3.500 m. Der See ist 250 m tief und rund 3 km breit.

Kann man am Quilotoa übernachten?

Ja, die Comunidad und Nachbargemeinden betreiben Hostels und Cabañas; Übernachtung mit Frühstück und Abendessen kostet laut Comunidad rund 25 US-$ pro Person. Zelten am Kraterrand ist nach Absprache möglich.

Quellen · abgerufen am 22.09.2026