Die Eruption im Halemaʻumaʻu
WATCH / ORANGE, Meldung 2026/H445 vom 20.09.2026. Vorläufer zu Episode 55, keine Fontänen. Alle Lava bleibt im gesperrten Krater. Ein belegtes Prognosefenster gibt es heute nicht.
Bei Tag: eine graue Caldera, aus der es dampft.
Wenn das Licht geht, färbt sich der Dampf rot – an den meisten Abenden bleibt es dabei.
Und an wenigen Tagen schießt die Lava hunderte Meter hoch.
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es wird Nacht über dem Krater
Heute nicht. Das Hawaiian Volcano Observatory (HVO) meldet WATCH / ORANGE und führt die Eruption als pausiert. Seit dem 23. Dezember 2024 bricht der Kīlauea im Gipfelkrater Halemaʻumaʻu in Episoden aus – 54 bisher, die letzte am 25. August 2026. Fontänen und Lavaströme sieht man nur während einer solchen Episode: Stunden, manchmal ein, zwei Tage. Dazwischen liegen Pausen von Tagen bis Wochen mit Dampf und nachts höchstens einem schwachen Glühen.
Seit dem 7. September läuft Vorläufer-Aktivität zu Episode 55: träge Überläufe am Nordschlot, seit dem 14. September mehrere neue kleine Schlote an der Nordwestwand des Kraters. Wann die Fontänen einsetzen, können wir dir nicht sagen – die HVO-Meldung vom 20. September enthielt an der Stelle des Prognosefensters nur unausgefüllten Platzhaltertext. Was du am Reisetag prüfst: die Statusseite des HVO und die dort verlinkten USGS-Webcams. Steht dort «paused», gibt es keine Fontänen – egal, was ein Reiseblog verspricht.
WATCH / ORANGE, Meldung 2026/H445 vom 20.09.2026. Vorläufer zu Episode 55, keine Fontänen. Alle Lava bleibt im gesperrten Krater. Ein belegtes Prognosefenster gibt es heute nicht.
Der Park ist rund um die Uhr offen, ohne Reservierung und ohne Zeitfenster. Blick in den Krater vom Crater Rim Drive: Welcome Center, Kilauea Overlook und Uēkahuna im Westen, Kilauea Iki und Devastation im Osten.
Der Rand rund um den Halemaʻumaʻu ist seit Ende 2007 für die Öffentlichkeit geschlossen. Zur Lava hingehen kann man nicht, einen Meereseintritt gibt es derzeit nicht. Bei starkem Tephra-Fall räumen Ranger zusätzlich den ganzen Gipfel.
Seit 18.02.2025 wegen Komplettsanierung zu, Wiedereröffnung für Ende 2026 angekündigt. Ranger, Karten und Shop findest du im Welcome Center im Kilauea Military Camp, rund 2 km hinter der Einfahrt.

Foto: USGS / K. Lynn · Public domain
Du stehst auf 1.200 Metern am Geländer, vor dir die eingebrochene Caldera mit dem Krater Halemaʻumaʻu. In den Pausen steigt Dampf aus dem Boden, es riecht bei ungünstigem Wind nach Schwefel, und nach Sonnenuntergang färbt sich die Wolke über dem Schlot schwach orange. Das ist der Normalfall.
Während einer Episode ist es ein anderer Ort. Die Fontänen sind von den Aussichtspunkten am Crater Rim Drive aus zu sehen, nachts leuchtet die ganze Caldera. Bei Episode 43 am 10. März 2026 erreichten sie rund 400 Meter – damals regnete Tephra bis auf den Highway 11, und Ranger räumten den Gipfel. Peles Haar, feine Glasfäden, fliegt kilometerweit; nicht anfassen.
Für Hawaiianer ist der Halemaʻumaʻu ein heiliger Ort. Der National Park Service bittet ausdrücklich darum, die Eruption respektvoll zu beobachten.
Einen Führer brauchst du dafür nicht, eine Reservierung auch nicht. Eine Tour lohnt sich, wenn du in Kona oder Waikoloa wohnst und die zwei bis zweieinhalb Stunden je Richtung nicht selbst fahren willst – oder wenn du den Park in einem halben Tag mit jemandem sehen möchtest, der ihn kennt. Lava kann dir kein Anbieter zusagen.
Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 21.09.2026. Ob Lava zu sehen ist, entscheidet der Berg – keine dieser Touren kann es zusagen.
Der Kīlauea ist der unkomplizierteste aktive Vulkan, den wir kennen: kein Zeitfenster, kein Kontingent, keine Führerpflicht. Drei Dinge musst du trotzdem wissen, bevor du an der Schranke stehst.
Der Eintritt wird an der Parkeinfahrt bezahlt – ausschließlich mit Karte. Der Pass gilt sieben Tage; ein zweiter Besuch bei Nacht kostet also nichts extra.
Seit 01.01.2026 gilt der America-the-Beautiful-Pass für 80 USD nur noch für US-Residenten. Besucher aus dem Ausland zahlen 250 USD (ca. 216 €). Der 100-USD-Zuschlag für Nicht-Residenten betrifft elf Parks auf dem Festland – Hawaii nicht.
Hinter ihnen liegen Erdspalten und unterhöhlte Klippenkanten. 2017 erhielten 13 Touristen im Sperrgebiet Anzeigen über je 100 USD plus 30 USD Gebühr, ihrem Reiseleiter drohten bis zu 5.000 USD und sechs Monate Haft. Ob die Sätze 2026 unverändert gelten, ist nicht bestätigt. Drohnen sind im ganzen Park verboten.
| Privatfahrzeug (bis 15 Personen), 7 Tage gültig | 30 USD (ca. 26 €) |
| Motorrad, 7 Tage | 25 USD (ca. 22 €) |
| Fußgänger und Radfahrer ab 16 Jahren, 7 Tage · unter 16 frei | 15 USD (ca. 13 €) |
| Hawaiʻi Tri-Park Annual Pass: Hawaiʻi Volcanoes, Haleakalā, Puʻuhonua o Hōnaunau · 12 Monate | 55 USD (ca. 47 €) |
| America the Beautiful, Jahrespass für Nicht-US-Residenten (seit 01.01.2026) | 250 USD (ca. 216 €) |
| America the Beautiful, Jahrespass für US-Residenten | 80 USD (ca. 69 €) |
| Backcountry-Genehmigung je Platz (nur für Übernachtungen im Hinterland, Stand 11/2025) | 10 USD (ca. 9 €) |
Alles hier ist im Parkeintritt enthalten. Parkplätze am Gipfel sind laut NPS meist ab 10 Uhr voll – im Westen des Crater Rim Drive ist in der Regel mehr Platz.
| Crater Rim Drive West: Einfahrt → Welcome Center → Kilauea Overlook → Uēkahuna | Die Straße zu den Eruptions-Aussichtspunkten, ganzjährig und rund um die Uhr offen. Welcome Center etwa 1,2 Meilen (knapp 2 km) hinter der Einfahrt, Uēkahuna mit Plattform und Toiletten am Ende. Fahrzeuge über 25 Fuß Länge dürfen nicht nach Uēkahuna. Bei Tephra-Fall, Sturm oder hoher Gasbelastung kurzfristig gesperrt. |
| Chain of Craters Road: vom Crater Rim Drive bis zur Küste | 18,8 Meilen (30,3 km) je Richtung, am Ende erstarrte Lavafelder – Lavaströme haben fast 14,5 km der früheren Trasse begraben. Unterwegs weder Essen noch Wasser noch Treibstoff; Toiletten nur am Maunaulu-Parkplatz und am Straßenende. Wegen Hurrikan Lala ab 14.08.2026 gesperrt; seit 28.08. steht sie nicht mehr auf der Sperrliste des NPS, eine ausdrückliche Wiedereröffnungsmeldung haben wir aber nicht gefunden. |
| Kilauea Iki: Rundweg über den erstarrten Lavasee von 1959 | Je nach Variante 3,3–6 Meilen (5,3–9,7 km), 2–5 Stunden, 122 m Ab- und Wiederaufstieg. NPS stuft ihn als mittel bis anspruchsvoll ein: steil, steinig, auf dem Kraterboden Risse und scharfkantige Lava. Am Kilauea Iki Overlook gibt es sehr wenige Parkplätze, Alternative ist der Devastation Trailhead. |
| Crater Rim Drive: Kreuzung Chain of Craters Road → Keanakākoʻi | Für Autos dauerhaft gesperrt, als Wanderweg nutzbar. |
| Kahuku Unit: separater Parkteil am Highway 11 zwischen Meile 70 und 71 | Rund eine Stunde südwestlich des Gipfels, Wanderwege an der Südwestflanke des Mauna Loa. Nur Donnerstag bis Sonntag 8–16 Uhr. Seit 03.09.2026 wieder offen; oberhalb des Lower Palm Trailhead wird Allrad empfohlen, die obere Kahuku Road ist gesperrt. |

Foto: Navin Rajagopalan · CC BY-SA 2.0
Ohne Auto: Im Park gibt es weder Shuttle noch Linienverkehr. Der Hele-On Bus des County fährt den Park nur eingeschränkt an; Fahrpläne können sich ändern. Fahrdienste wie Uber sind wegen der abgelegenen Lage kaum verfügbar – realistisch ist der Mietwagen.
Mit dem Auto: Zufahrt über den Highway 11. Parkplätze am Gipfel sind meist ab 10 Uhr voll; im Westen des Crater Rim Drive (Welcome Center, Kilauea Overlook, Uēkahuna) gibt es in der Regel mehr Platz. Am Welcome Center parkt man am Sportplatz. Entlang der Chain of Craters Road kein Treibstoff.
Wer Lava sehen will, richtet sich nicht nach der Jahreszeit, sondern nach dem HVO-Status: Fontänen laufen nur Stunden bis Tage, dazwischen sieht man höchstens ein schwaches Glühen. Das Observatorium veröffentlicht Prognosefenster für die nächste Episode. Tageszeit: vor 10 Uhr oder nachts – dann sind Parkplätze frei und das Glühen am besten sichtbar; der Park ist rund um die Uhr offen. Hurrikansaison (2026: Lala im August) und Winterstürme (März 2026) können den Park tagelang schließen.
Vier Angebote für andere Ausgangslagen: Vulkan und Sternenhimmel an einem Tag, der Park mit Strand ab Hilo, der Blick aus dem Helikopter – und eine Tagestour für alle, die auf Oʻahu wohnen. Was genau enthalten ist, steht in der jeweiligen Beschreibung.
Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 21.09.2026. Ob Lava zu sehen ist, entscheidet der Berg.
Das weiß niemand auf den Tag. Das Hawaiian Volcano Observatory veröffentlicht vor den Episoden Prognosefenster; in der Meldung vom 20. September 2026 war diese Stelle nicht ausgefüllt. Seit dem 7. September läuft Vorläufer-Aktivität zu Episode 55. Den Stand von heute zeigt die USGS-Seite «Volcano Updates».
Von den Aussichtspunkten am Crater Rim Drive: Welcome Center (Kilauea Military Camp), Kilauea Overlook und Uēkahuna im Westen, Kilauea Iki, Devastation und der Beginn der Chain of Craters Road im Osten. Fontänen gibt es nur während einer Episode – in den Pausen bleibt meist nur ein schwacher Schein bei Nacht.
Ja, wenn du mit der richtigen Erwartung kommst: eine dampfende Caldera, der Weg über den erstarrten Lavasee im Kilauea Iki, die Chain of Craters Road hinunter zur Küste. Der Pass gilt sieben Tage – setzt in dieser Zeit eine Episode ein, fährst du einfach noch einmal hin.
Ja, aber es ist ein langer Tag: ab Kailua-Kona 95 Meilen (153 km), 2 bis 2,5 Stunden je Richtung. Ab Hilo sind es nur 30 Meilen (48 km), etwa 45 Minuten. Öffentliche Busse fahren nur eingeschränkt – realistisch sind Mietwagen oder Tour.
Nein. Es ist seit dem 18. Februar 2025 wegen Sanierung geschlossen, die Wiedereröffnung ist für Ende 2026 angekündigt. Ersatz ist das Welcome Center im Kilauea Military Camp, täglich 9 bis 16:45 Uhr.
Nein, der Hawaiʻi Volcanoes National Park nimmt nur Karten. 30 USD pro Auto, gültig für sieben Tage.
Ja. Seit dem 23. Dezember 2024 läuft eine episodische Eruption im Gipfelkrater Halemaʻumaʻu, bisher mit 54 Fontänen-Episoden. Am 21. September 2026 meldet das Hawaiian Volcano Observatory die Warnstufe WATCH / ORANGE und eine Pause; seit dem 7. September gibt es Vorläufer-Aktivität zur 55. Episode. Den aktuellen Stand zeigt die USGS-Seite zu den Volcano Updates.
Nur während einer Episode oder kurz davor und danach. Dann sind Fontänen und Lavaströme von den Aussichtspunkten am Crater Rim Drive zu sehen, nachts auch das Glühen. In den Pausen bleibt meist nur ein schwacher Schein. Zur Lava hingehen kann man nicht – sie liegt im Sperrgebiet.
30 USD (etwa 26 €) pro Auto, 25 USD pro Motorrad oder 15 USD pro Fußgänger oder Radfahrer ab 16 Jahren. Der Pass gilt sieben Tage. Bezahlt wird nur mit Karte, Bargeld nimmt der Park nicht an.
Nein. Es gibt weder Zeitfenster noch Kontingente, und der Park ist rund um die Uhr geöffnet. Nur wer im Hinterland übernachtet, braucht eine Genehmigung für 10 USD je Platz.
Nein, im gesamten Park besteht keine Führerpflicht. Alle Aussichtspunkte und Tageswanderwege darf man auf eigene Faust besuchen. Geführte Touren sind ein Komfort, keine Vorschrift.
Auf den geöffneten Wegen und Plattformen ist das Risiko überschaubar. Gefährlich sind vulkanische Gase, Tephra-Regen während hoher Fontänen, Erdspalten und unterhöhlte Klippenkanten. Bei starkem Tephra-Fall räumen Ranger den Gipfel, wie am 10. März 2026.
Der National Park Service zählt Säuglinge, Kinder, Schwangere sowie Menschen mit Herz- oder Atemwegserkrankungen zu den empfindlichen Gruppen für vulkanische Gase. Ein Besuch ist möglich, aber man sollte die Luftqualität laufend prüfen und bei Vog oder Schwefelgeruch den Bereich verlassen.
Ab Hilo sind es 30 Meilen (48 km) auf dem Highway 11, etwa 45 Minuten. Ab Kailua-Kona fährt man 95 Meilen (153 km) und braucht 2 bis 2,5 Stunden. Öffentliche Busse fahren nur eingeschränkt, im Park selbst gibt es keinen Shuttle.
Für die Aussichtspunkte am Crater Rim Drive reichen zwei bis drei Stunden. Mit der Chain of Craters Road (18,8 Meilen je Richtung) und einer Wanderung wie Kilauea Iki (2 bis 5 Stunden) wird daraus ein voller Tag. Weil der Pass sieben Tage gilt, lohnt ein zweiter Besuch bei Nacht.
Sie war wegen Hurrikan Lala ab dem 14. August 2026 gesperrt; laut NPS ist seit dem 28. August der größte Teil des Parks wieder geöffnet, und die Straße steht nicht mehr auf der Liste der gesperrten Bereiche. Verbindlich ist die Seite «Alerts & Conditions» des Parks. Unterwegs gibt es weder Wasser noch Treibstoff.
2017 erhielten 13 Touristen im Sperrgebiet am Halemaʻumaʻu Anzeigen über je 100 USD plus 30 USD Gebühr; ihrem Reiseleiter drohten bis zu 5.000 USD und sechs Monate Haft. Dazu kommt das reale Risiko durch Gas, Spalten und einstürzende Kraterwände.
Nein. Start, Landung und Betrieb unbemannter Fluggeräte sind im gesamten Hawaiʻi Volcanoes National Park verboten, sofern der Superintendent nicht schriftlich zugestimmt hat.
Quellen · abgerufen am 21.09.2026