im August 2026
Stärkstes mit Magnitude 1,6, fast alle unter dem Krater im obersten Kilometer; 49 davon unter Magnitude 0. In den zwölf Monaten davor waren es 1.059.
So sah es 1822 aus, gemalt für Reisende als Souvenir. Der Vesuv brach damals fast ständig aus – bis 1944 der Schlot zufiel. Seither: Stille, Fumarolen, 112 winzige Beben im Monat.
Foto: Gianni, Girolamo, 1837-1895, artist · Public domain
Der letzte Ausbruch war im März 1944. Seitdem ist der Schlot verstopft, der Vesuv gilt als ruhend, nicht als erloschen: Fumarolen dampfen, das Osservatorio Vesuviano zählt Monat für Monat rund hundert winzige Beben. Die Warnstufe steht auf Grün, und das Monatsbulletin vom August 2026 sieht keine Anzeichen für eine bedeutende Entwicklung. Tagesstand, Beben und Öffnung des Kraterwegs: Vesuv aktuell.
Stärkstes mit Magnitude 1,6, fast alle unter dem Krater im obersten Kilometer; 49 davon unter Magnitude 0. In den zwölf Monaten davor waren es 1.059.
Rund 5 Grad über ihrem Mittel; die Wärmebildkamera im Krater misst seit Ende Juni örtlich steigende Oberflächentemperaturen. Das INGV wertet das nicht als bedeutende Entwicklung.
Keine Bodenverformung, die auf Magma zurückgeht. Der obere Kegel sinkt langsam durch Schwerkraft und Setzung, der Pegel in Torre del Greco zeigt minus 6 cm seit 2012.
Weniger als zwei Tage, rund vier Kubikkilometer Asche und Lapilli, keine Lava. Der Ausbruch von 79 ist der bekannteste der Geschichte, weil ein Augenzeuge ihn beschrieb und zwei Städte ihn konserviert haben. Sein genaues Datum ist bis heute nicht sicher.
Magma trifft auf Grundwasser, Explosionen öffnen den Schlot. Über dem Berg steht eine plinianische Säule – nach INGV rund 25 Kilometer hoch, nach Carey und Sigurdsson zeitweise 32; der Wind trägt sie nach Südosten.
Erst heller, dann grauer Bims, am Ende rund drei Meter. Dächer brechen unter dem Gewicht ein; etwa 38 Prozent der in Pompeji gefundenen Opfer starben in dieser Phase, meist in einstürzenden Häusern.
Die Stadt liegt westlich, außerhalb des Bimsregens. Hier kommt der Tod in der Nacht: Glutwolken von etwa 400 Grad mit über 80 km/h treffen die Menschen, die in den Bootshäusern am Strand auf Rettung warten. Herculaneum verschwindet unter rund 20 Metern.
Die Säule fällt vollständig in sich zusammen. Pyroklastische Ströme bis 15 Kilometer weit zerstören Herculaneum, Pompeji und Stabiae endgültig – in Pompeji sterben auch viele, die in der Nacht zurückgekehrt waren. Die dunkle Wolke, die Plinius von Misenum aus sieht, gehört zu dieser Phase.
Ein großer Teil des alten Somma-Vulkans stürzt ein. In der Caldera wächst später der heutige Kegel – der Vesuv, wie man ihn kennt, ist jünger als Pompeji.
Der 24. August steht nur in der ältesten erhaltenen Handschrift der Plinius-Briefe aus dem 9. Jahrhundert; andere Abschriften nennen den 24. Oktober oder den 1. November. Für den Herbst sprechen herbstliche Früchte, verschlossene Weinfässer, schwere Kleidung der Opfer, Kohlebecken – und eine 2018 gefundene Kohle-Inschrift vom 17. Oktober. Das INGV nennt inzwischen den 24. Oktober 79, der Park Pompeji spricht von einer offenen Debatte.
Gefunden: 1.150 in Pompeji (Luongo u. a. 2003), rund 300 in den Bootshäusern von Herculaneum. Ein Drittel Pompejis ist nicht ausgegraben, für Stabiae und das Umland gibt es keine Zahlen. Seriös ist nur: mindestens rund 1.450 Tote sind belegt, die wahre Zahl ist höher und unbekannt. Die oft zitierten „3.360“ haben keine nachprüfbare Herleitung.
Zwei Briefe Plinius' des Jüngeren an Tacitus, Jahre später geschrieben. Sein Onkel Plinius der Ältere, Flottenkommandant in Misenum, fuhr mit Schiffen zur Rettung, konnte im Bimsregen nicht landen und starb am Strand von Stabiae. Nach ihm heißen Ausbrüche dieses Typs „plinianisch“.

Foto: Bernard Gagnon · CC BY 4.0
Der INGV-Katalog zählt Dutzende Ausbrüche. Drei prägen die Geschichte: 79, 1631 und 1944. Dazwischen liegen 1.500 Jahre mit seltenen, aber heftigen Ereignissen – und ab 1631 eine Phase, in der der Berg fast ständig tätig war. Hier die Ereignisse, für die es belastbare Angaben gibt.
Am 6. November 472 begann der stärkste Ausbruch nach dem Jahr 79, ein subplinianisches Ereignis. Die Säule erreichte nach Ablagerungsstudien zeitweise 22 km, pyroklastische Ströme liefen vor allem nach Nordwesten und Südosten. Zeitgenössische Quellen melden Aschefall bis Konstantinopel; das INGV nennt eine dort gemessene Ascheschicht von etwa 8 cm. Die Bimsablagerungen reichen nach Nordosten bis etwa 30 km weit; Zahlen zu Toten sind nicht überliefert. Der Ausbruch hat nach Sci Rep 2025 einen VEI von 4.
Die Chronik von Montecassino (Leo Marsicanus) berichtet von einem ungewöhnlich großen Feuer, das bis ans Meer reichte. Es ist der erste Ausbruch nach 79, für den Lava eindeutig belegt ist.
Nach Monaten mit spürbaren Erdstößen und sich hebendem Kraterboden begann der Ausbruch am Morgen des 16. Dezember 1631 (INGV: gegen 7 Uhr) mit einer subplinianischen Säule von 13 bis 19 km Höhe. Am Vormittag des 17. Dezember (gegen 10 Uhr) brach der Gipfel ein; pyroklastische Ströme rasten die Flanken hinab und erreichten bei Torre del Greco und Torre Annunziata das Meer, womit sie den Menschen an der Küste den Fluchtweg abschnitten. Starkregen löste danach Schlammströme aus, die bis 10 km weit reichten.
Die Opferzahl ist unsicher: Der Zivilschutz nennt über 5.000, der INGV-Katalog 6.000 oder 10.000. Der Kegel verlor rund 450 Meter an Höhe. Mit diesem Ausbruch begann eine fast ununterbrochene Tätigkeit bis 1944 – und er ist das Vorbild für das Referenzszenario des heutigen Notfallplans.
Vom 15. bis 24. Juni 1794 öffneten sich Schlote an der Westflanke zwischen 320 und 480 m Höhe. Ein Lavastrom lief durch Torre del Greco und schob sich rund 100 m ins Meer, ein zweiter floss nach Nordosten; am Krater Lavafontänen und Aschewolken. Torre del Greco wurde völlig zerstört, rund 15.000 Einwohner flohen; Schaden 5 Mio. Dukaten. Der Glockenturm der Basilika steht bis heute nur so hoch wie die über der Lava neu gebaute Kirche. Eine amtliche Opferzahl nennt das INGV nicht.
Vom 21. Oktober bis 10. November 1822 Lavafontänen bis etwa 2.000 m, eine rund 4.000 m hohe Säule und Lava Richtung Boscotrecase. Am Morgen des 24. Oktober lag Neapel durch rötliche Asche im Dunkeln; wochenlanger Regen mit Asche löste Schlammströme aus.
Vom 24. April bis 2. Mai 1872 öffnete sich eine Spalte an der Nordwestflanke; Lava floss Richtung Massa di Somma und San Sebastiano. Eine Gruppe von Schaulustigen, die zur Lava hinaufgestiegen war, wurde plötzlich von Lavafetzen getroffen; einige von ihnen starben. Laut INGV-Katalog 9 Tote und 11 Verletzte durch die strombolianische Tätigkeit, Zerstörungen in Massa di Somma und San Sebastiano. Palmieri blieb im von Lava umschlossenen Observatorium und beobachtete weiter.
Am 4. April 1906 trat an der Südflanke Lava aus, Giuseppe Mercalli beobachtete den Beginn am Gipfel. Weitere Schlote öffneten sich, Lava zerstörte den Ortsteil Oratorio von Boscotrecase und lief bis zum Friedhof von Torre Annunziata. In der Nacht vom 7. auf den 8. April erreichte die Explosivität ihren Höhepunkt, der Gipfel brach ein; Asche und Lapilli gingen im Osten nieder, vor allem auf Ottaviano und San Giuseppe Vesuviano, und erreichten sogar Apulien. 216 Tote, 112 Schwerverletzte, 34.232 Geflüchtete (INGV nach Nazzaro 1997). Allein in Ottaviano und San Giuseppe starben 197 Menschen, in San Giuseppe stürzte das Dach einer Kirche mit über 150 Menschen darin ein; in Neapel tötete der Einsturz des Marktdachs von Monteoliveto 11 Menschen. Die Standseilbahn wurde zerstört. Der Kegel sank von 1.335 m auf etwa 1.100 m (Ost) bzw. 1.200 m (West). Italien gab danach die Olympischen Spiele 1908 ab, die London übernahm – offiziell wegen der Kosten des Ausbruchs, tatsächlich war der Verzicht schon vorher beschlossen (Olympedia).
Am 18. März 1944 um 16:30 Uhr begann der Ausbruch mit einer Explosion im Krater; zwei Lavaströme flossen nach Südosten und Norden. Der nördliche wurde vom Monte Somma nach Westen abgelenkt und erreichte am 21. März San Sebastiano und Massa di Somma; die alliierten Truppen hatten zuvor rund 7.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Vom 21. auf den 22. März folgten acht Lavafontänen, danach eine Aschesäule von über 5 km (nach neuen Modellen eher 10 km), die Lockermaterial nach Südosten trug. Am 29. März endeten die Explosionen; am 7. April war der Schlot verstopft. Opfer: laut Zivilschutz 21, laut INGV 23 durch einstürzende Dächer; der INGV-Katalog nennt 21 bis 45 und betont, dass es keine endgültige Zahl gibt. San Sebastiano und Massa di Somma wurden großteils zerstört, rund 10.000–12.000 Menschen evakuiert; Terzigno, Pompei, Scafati, Angri, Nocera, Poggiomarino und Cava litten unter dem Aschefall, Asche wurde bis 400 km weit getragen. Auf dem Flugfeld „Pompeii“ bei Terzigno/Poggiomarino zerstörte der Lapilli- und Ascheregen die B-25-Bomber der 340th Bombardment Group der USAAF – nach dem Tagebuch eines Staffelangehörigen 88 Maschinen; Tote gab es dort nicht. Danach kamen noch monatelang CO₂-Austritte (Mofetten).

Foto: Domenico Gargiulo · Public domain
| 203 · 512 · 685 · 787 | Der Historiker Cassius Dio, der in Capua ein Landhaus hatte, berichtet, auf dem Vesuv sei ein gewaltiges Feuer aufgelodert, das Dröhnen sei bis Capua zu hören gewesen · 512: Steuererlass durch Theoderich für die betroffenen Gebiete · 685 und 787: starke Ausbrüche mit Lavafontänen und langen Strömen. |
| 1036/1037 · 1139 | Sechs Tage Lava, dann 1139 der letzte Ausbruch vor einer rund 500 Jahre langen Ruhe – die 1631 mit dem größten Ausbruch seit 79 endete. |
| 1660 bis 1779 | Fast ständig tätig: 1660 schwarze Asche, 1694 erstmals wieder Lava auf den Außenhängen, 1698 Lava fast bis ans Meer, 1707 Asche über Neapel, 1737 Torre del Greco getroffen und der erste wissenschaftliche Bericht, 1760 fünfzehn kleine Kegel über Torre Annunziata, 1767 Lava Richtung Portici, 1779 kilometerhohe Lavafontänen. |
| 1834 bis 1861 | 1834 der längste Lavastrom, 1850 neun Kilometer bis Terzigno, 1855 eine Lavakaskade ins Fosso della Vetrana, 1861 hebt sich der Boden in Torre del Greco. |
| 1913 bis 1944 | Der Krater fast ununterbrochen aktiv, 1929 Lava Richtung Terzigno. Das INGV gliedert die Zeit 1631–1944 in 18 Zyklen, jeder mit einem heftigeren Schlussausbruch. |
Mit 1944 endete eine Phase mit offenem Schlot, die 1631 begonnen hatte: Solange der Schlot offen war, entwich Magma laufend in kleinen Ausbrüchen. Seit dem 7. April 1944 ist er durch Gestein aus der Kraterwand verstopft. In solchen Ruhephasen sammelt sich nach Zivilschutz Magma in der Tiefe – und die Ruhephasen der Vergangenheit endeten mit energiereichen Ausbrüchen, 472 und 1631. Das ist der Grund, warum der Vesuv als gefährlich gilt, obwohl nichts zu sehen ist.
Der wahrscheinlichste Fall, wenn es zu einem Ausbruch kommt: Lavafontänen, Lavaströme, Asche auf die nächsten Orte – etwa wie 1944.
Wie 1631: Säule bis 19 Kilometer, pyroklastische Ströme bis ans Meer. Mit diesem Fall plant der Zivilschutz, weil er häufig genug ist und die Gebiete des kleineren Falls mit abdeckt.
Wie 79. Eine flache Magmakammer, groß genug dafür, ist geophysikalisch nicht nachgewiesen. Welcher Typ kommt, ließe sich aus den Vorläufern nach heutigem Wissen nicht ablesen.
Ein Datum nennt keine Behörde. Das INGV schreibt, langfristig lasse sich der nächste Ausbruch nicht vorhersagen – die Überwachung könne aber die Vorläufer „mit großem Vorlauf“ erkennen: Bebenschwärme, langperiodische Beben, Tremor, Bodenverformung, veränderte Gase. Der Zivilschutz stellt fest, dass es derzeit keine Vorläufer gibt. Wie lang der Vorlauf sein kann, zeigt die Geschichte: 1631 spürten die Menschen ab Juni leichte Erdstöße, im Dezember hob sich der Kraterboden bis an den Rand; 1906 nahm die Tätigkeit ab Mitte März deutlich zu. Eine lange Ruhe allein sagt nach einer Studie von 2025 nichts Sicheres über die Stärke des nächsten Ausbruchs. Und „überfällig“ ist ein Wort aus Schlagzeilen, nicht aus Bulletins.

Foto: Carlo Raso from Naples, Italy · Public domain
Die einzige Schutzmaßnahme für die Rote Zone ist die Räumung vor dem Ausbruch. Der nationale Plan (Direktive vom 14. Februar 2014) sieht vor, alle Einwohner binnen 72 Stunden hinauszubringen – gleichzeitig und gestaffelt aus allen Gemeinden, mit Bussen zu Sammelstellen und weiter per Zug, Bus oder Schiff in Partnerregionen in ganz Italien.
Boscoreale, Boscotrecase, Cercola, Ercolano, Massa di Somma, Ottaviano, Pollena Trocchia, Pompei, Portici, Sant'Anastasia, San Giorgio a Cremano, San Sebastiano al Vesuvio, San Giuseppe Vesuviano, Somma Vesuviana, Terzigno, Torre Annunziata, Torre del Greco, Trecase – seit 2014 dazu Palma Campania, Poggiomarino, San Gennaro Vesuviano, Scafati, Teile von Nola sowie die Neapler Stadtbezirke Barra, Ponticelli und San Giovanni a Teduccio. Zona rossa 1 ist den pyroklastischen Strömen ausgesetzt, Zona rossa 2 dem Einsturz der Dächer unter Asche. Rund 700.000 Menschen an den Hängen, 670.000 im Evakuierungsplan.
Gebiete, die je nach Wind mit Aschefall rechnen müssen – hier wird eine Räumung erst während des Ausbruchs entschieden. Neapel liegt nur mit seinen östlichen Bezirken in der Roten Zone; das Zentrum gehört zur Gelben.
| Grün | Basis: nichts Auffälliges gegenüber der gewohnten Tätigkeit der letzten Jahrzehnte. Aktueller Stand. |
| Gelb (Attenzione) | Überwachung wird verstärkt, die Notfallpläne werden überprüft. Schon in dieser Phase können Erdbeben auftreten. |
| Orange (Preallarme) | Die aufwendigsten Schritte beginnen: Verlegung von Krankenhäusern und Gefängnissen, Nutztiere und wichtige Kulturgüter werden in Sicherheit gebracht. Wer freiwillig geht, erhält einen staatlichen Zuschuss; der Zugang zur Roten Zone wird reguliert. |
| Rot (Allarme) | IT-alert-Nachricht an alle Handys in Kampanien, Räumung der gesamten Roten Zone binnen 72 Stunden. Ein Alarm bedeutet nicht zwingend, dass ein Ausbruch folgt; die Zone bleibt trotzdem gesperrt, möglicherweise lange. |
Am Kraterrand sieht man Dampf aus Fumarolen in der Kraterwand, sonst keine vulkanische Tätigkeit. Der Krater ist rund 450 Meter breit und 300 Meter tief; unten liegt das Gestein, das 1944 den Schlot verschloss. Wer den Ausbruch von 79 sehen will, geht nicht auf den Berg, sondern in die Städte darunter: nach Pompeji mit den Abgüssen der Opfer im Antiquarium und in den Garten der Flüchtenden, nach Herculaneum zu den Bootshäusern am Strand. Wie man hinaufkommt: Vesuv besuchen.
Laut INGV; 1906 sank der Kegel von 1.335 auf 1.100 bis 1.200 Meter, 1631 verlor er rund 450 Meter. Jeder große Ausbruch nimmt dem Berg Höhe.
Bei 300 Metern Tiefe. Der Kraterweg führt am Rand entlang; Betreten des Kraters ist verboten.
18. März bis Anfang April. Seither 82 Jahre Ruhe – die längste seit 1631, aber kurz gegen die 500 Jahre davor.
Im März 1944, mitten im Zweiten Weltkrieg: Er begann am 18. März, die Explosionen endeten am 29. März, Anfang April war der Schlot verstopft. Lava zerstörte großteils San Sebastiano al Vesuvio und Massa di Somma, einstürzende Dächer töteten nach Zivilschutz 21, nach INGV 23 Menschen.
Ja. Er ist seit 1944 ruhend, aber nicht erloschen: Fumarolen und schwache Beben zeigen, dass das System lebt. Im August 2026 registrierte das INGV 112 Beben, das stärkste mit Magnitude 1,6; die Warnstufe ist Grün.
Das kann niemand sagen – weder INGV noch Zivilschutz nennen ein Datum oder eine Wahrscheinlichkeit für einen Zeitraum. Sicher ist nur, dass es derzeit keine Vorläufer gibt und dass die Überwachung Beben, Bodenhebung und Gasänderungen vor einem Ausbruch mit Vorlauf erkennen soll.
Gefunden wurden in Pompeji 1.150 Tote, in Herculaneum rund 300 in den Bootshäusern am Strand. Eine verlässliche Gesamtzahl gibt es nicht, weil ein Drittel Pompejis nicht ausgegraben ist und viele auf der Flucht im Umland starben.
Je nach Quelle 14 bis 32 km: Das INGV nennt rund 25 km, die klassische Rekonstruktion von Carey und Sigurdsson (1987) zeitweise 32 km, die Parkverwaltung Herculaneum 14 km. In weniger als zwei Tagen wurden rund 4 km³ Asche und Bims ausgeworfen.
Lange galt der 24. August, doch dieses Datum stammt aus einer mittelalterlichen Abschrift. Eine 2018 in Pompeji gefundene Kohle-Inschrift vom 17. Oktober und herbstliche Funde sprechen für den Herbst; das INGV nennt inzwischen den 24. Oktober 79.
In Pompeji zeigen Gipsabgüsse von Opfern und der Garten der Flüchtenden die Folgen, in Herculaneum die Skelette in den Bootshäusern und die meterhohe Wand aus verfestigtem Material über der Stadt. Am Kraterrand selbst sieht man den Kegel, der erst nach 79 in der Caldera des alten Monte Somma gewachsen ist.
Vorher: Die Warnstufe steigt über Gelb und Orange auf Rot, bei Rot geht eine IT-alert-Nachricht an alle Handys in Kampanien, und die Rote Zone wird binnen 72 Stunden geräumt. Beim Ausbruch selbst rechnet der Plan mit einer mehrere Kilometer hohen Säule, Asche bis in Dutzende Kilometer Entfernung und pyroklastischen Strömen an den Hängen.
Das Stadtzentrum liegt außerhalb der Roten Zone; nur Teile der östlichen Bezirke Barra, Ponticelli und San Giovanni a Teduccio gehören dazu, drei Bezirke liegen in der Gelben Zone für Aschefall. Derzeit gilt Grün. Die spürbare Unruhe in der Region kommt von den Campi Flegrei westlich der Stadt.
Der Zivilschutz nennt rund 700.000 Menschen an den Hängen des Vesuv, der Evakuierungsplan rechnet mit 670.000 Einwohnern der Roten Zone. Sie umfasst 25 Gemeinden, darunter Pompei, Ercolano und Torre del Greco.
Der von 79 ist der berühmteste und war einer der stärksten. Gemessen an überlieferten Opfern war 1631 der verheerendste der Neuzeit mit mehreren tausend Toten – der Zivilschutz nennt über 5.000. Im 20. Jahrhundert forderte 1906 mit 216 Toten die meisten Opfer.
Seit 79 mehrere Dutzend Mal. Zwischen 1631 und 1944 war er fast ständig tätig; das INGV teilt diese Zeit in 18 Zyklen, jeder mit einem kräftigeren Schlussausbruch. Vor 1631 lag eine lange, aber wohl nicht völlig stille Pause seit 1139.
Nach dem Ausbruch von 1944 verstopfte Gestein aus der Kraterwand den Schlot. Seitdem kann Magma nicht mehr in kleinen Ausbrüchen entweichen; in solchen Ruhephasen sammelt es sich nach Angaben des Zivilschutzes in der Tiefe. Ruhe ist also kein Zeichen, dass der Vulkan erloschen wäre.
Nein. Schon lange vor einem Ausbruch würde die Rote Zone, in der der Krater liegt, reguliert und bei Rot geräumt und gesperrt. Ab welcher Stufe genau der Kraterweg schließt, ist in keiner offiziellen Regel festgelegt; heute schließt der Park nur bei Unwetterwarnung.
Ja. Der Ascheregen traf das Flugfeld der 340th Bombardment Group der US Army Air Forces bei Terzigno; nach dem Tagebuch eines Soldaten waren 88 B-25-Bomber Totalverluste. Tote gab es dort nicht, die Einheit war am 22. März evakuiert worden.
Quellen · abgerufen am 25.09.2026