Der Krater ruht, aber er dampft. Drei Kameras des INGV sehen ihm dabei zu, eine davon in Wärme.
Foto: Benjamin Smith · CC BY-SA 4.0
Die LageWas der Krater gerade macht
Die amtliche Warnstufe des italienischen Zivilschutzes, jeden Morgen automatisch abgerufen. Ob der Weg zum Kraterrand offen ist, regelt zusätzlich die Ampel am Wegbeginn in Vulcano Porto – siehe Vulcano.
Alle Kameras gehören dem Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia, Sektion Catania. Sie sind Überwachungskameras, keine Panoramakameras: Sie zeigen den Kegel der Fossa mit dem Fumarolenfeld am Nordrand, weil dort die Gase austreten, die das INGV misst. Ein Kürzel auf V bedeutet sichtbares Licht, eines auf T ein Wärmebild.
Die Fossa über Porto di LevanteDer weite Blick: links unten die Halbinsel Vulcanello, in der Mitte die Häuser von Porto di Levante, dahinter der Kegel des Gran Cratere mit dem hellen Fumarolenfeld am Kraterrand. So sieht man den Berg auch vom Tragflügelboot aus, kurz vor dem Anlegen.Aufnahmezeit steht im Bild, in UTC · INGV Osservatorio Etneo (CC BY 4.0)Die Nordflanke aus der NäheDieselbe Richtung, enger gefasst: die gelb-weiß verfärbte Flanke unterhalb des Fumarolenfelds und die Bucht mit dem Felsen im Wasser. Weißer Dampf über dem Rand ist normal; ob mehr davon zu sehen ist als sonst, verrät der Vergleich mit dem Bild vom Vortag.Aufnahmezeit steht im Bild, in UTC · INGV Osservatorio Etneo (CC BY 4.0)Wärmebild der FossaDie Wärmebildkamera auf denselben Kegel. Farbe ist hier Temperatur, nicht Licht: kühles Blau ist der Normalzustand, hellere Flecken markieren die heißen Fumarolen. Bei Nacht und Nebel sieht diese Kamera mehr als jede andere.Aufnahmezeit steht im Bild, in UTC · INGV Osservatorio Etneo (CC BY 4.0)
Standbilder, keine Livestreams: Wir holen sie alle 30 Minuten selbst und speichern sie hier – so verlässt keine Anfrage deines Browsers diese Seite. Uhrzeiten in UTC, im Sommer zwei Stunden hinter der Zeit vor Ort.
Bilder lesenWas man sieht – und was nicht
Dampf ist kein Ausbruch
Die Fossa ist seit 1890 ruhig, aber sie entgast ständig. Die weiße Fahne über dem Kraterrand gehört zum Alltag; ihre Stärke hängt auch von Luftfeuchte und Wind ab. Was zählt, sind die Messwerte des INGV, nicht die Größe der Wolke.
Das Fumarolenfeld bleibt tabu
Die helle Zone am Nordrand des Kraters ist die Sperrzone: Dort tritt Kohlendioxid aus, das sich in Senken sammelt. Der erlaubte Weg führt am Feld vorbei, unabhängig davon, was die Kamera zeigt.
Alle 30 Minuten ein Bild
Wir holen die Standbilder alle 30 Minuten; die Uhrzeit steht im Bild in UTC, also eine Stunde hinter der Winterzeit und zwei hinter der Sommerzeit auf den Inseln.
Die Bilder stammen vom INGV Osservatorio Etneo und stehen unter Creative Commons Attribution 4.0 (Note Legali auf ingv.it). Wir holen sie alle 30 Minuten selbst und legen sie auf unserem Server ab, damit beim Betrachten keine Verbindung zu fremden Servern aufgebaut wird. Fällt eine Kamera aus, steht das an ihrer Stelle.