Volcano·Guide
Der Südostkrater des Ätna mit Dampffahne

VulkaneÄtna

Ätna Webcam

Sieben Kameras schauen rund um die Uhr auf den Berg. Drei davon sehen auch nachts etwas.

Foto: The Cosmonaut · CC BY-SA 2.5 ca

Die LageWas der Berg gerade macht

Bevor du die Bilder liest: Das ist die amtliche Einstufung des italienischen Zivilschutzes, die wir jeden Morgen automatisch abrufen. Sie sagt dir, wie die Bilder einzuordnen sind.

Gelb
Warnstufe ÄtnaWarnstufe Zivilschutz (grün/gelb/orange/rot) · abgerufen am 23.09.2026 · Dipartimento della Protezione Civile – Presidenza del Consiglio dei Ministri (CC BY 4.0)

Die KamerasSieben Blickwinkel auf einen Berg

Alle Kameras gehören dem Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia, Sektion Catania. Sie stehen nicht für die Aussicht, sondern für die Überwachung – deshalb zeigen sie den Berg aus Richtungen, die kein Reiseprospekt hat. Ein Kürzel auf V steht für eine Kamera im sichtbaren Licht, eines auf T für eine Wärmebildkamera; das lässt sich an den Bildern ablesen, denn die Wärmebilder tragen eine Temperaturskala.

Von Catania auf den Berg
Von Catania auf den BergDie weiteste Sicht: Die Kamera am Sitz des INGV in Catania zeigt den ganzen Kegel aus rund 30 Kilometern. Steht hier eine Aschefahne, sieht man sie von hier am deutlichsten – und weiß, wohin der Wind sie trägt.Aufnahmezeit steht im Bild, in UTC · INGV Osservatorio Etneo (CC BY 4.0)
Aus der Montagnola auf die Gipfelkrater
Aus der Montagnola auf die GipfelkraterDie Kamera sitzt auf 2.600 Metern, also schon im Gipfelbereich. Sie zeigt die Krater aus kurzer Entfernung. Wenn der Berg dampft, ist das hier zu sehen, bevor es unten in Catania ankommt.Aufnahmezeit steht im Bild, in UTC · INGV Osservatorio Etneo (CC BY 4.0)
Wärmebild aus der Montagnola
Wärmebild aus der MontagnolaDasselbe Blickfeld als Wärmebild. Die Skala am Rand läuft in Grad Celsius: Frische Lava und heiße Gase leuchten hell, kalter Fels bleibt dunkel. Nachts und im Nebel sieht diese Kamera mehr als jede normale.Aufnahmezeit steht im Bild, in UTC · INGV Osservatorio Etneo (CC BY 4.0)
Von Nicolosi, der Südseite
Von Nicolosi, der SüdseiteNicolosi liegt am Südhang, von dort führt die Straße zur Seilbahn. Dieses Bild zeigt, was Besucher an einem Tag erwartet: ob der Gipfel frei steht oder ob die Wolke, in der man später fährt, schon auf halber Höhe hängt.Aufnahmezeit steht im Bild, in UTC · INGV Osservatorio Etneo (CC BY 4.0)
Wärmebild von Nicolosi
Wärmebild von NicolosiDie Wärmebildkamera an derselben Station. Sie ist der Grund, warum das INGV nachts und bei Bewölkung trotzdem weiß, ob am Gipfel etwas passiert.Aufnahmezeit steht im Bild, in UTC · INGV Osservatorio Etneo (CC BY 4.0)
Pizzi Deneri, die Nordseite
Pizzi Deneri, die NordseiteVom vulkanologischen Observatorium auf 2.800 Metern an der Nordflanke. Diese Seite sehen Besucher selten, weil die Zufahrten von Süden kommen.Aufnahmezeit steht im Bild, in UTC · INGV Osservatorio Etneo (CC BY 4.0)
Bronte, die WestseiteBlick von Westen auf den Berg.Diese Kamera liefert gerade kein Bild.

Standbilder, keine Livestreams: Wir holen sie alle 30 Minuten selbst und speichern sie hier – so verlässt keine Anfrage deines Browsers diese Seite. Uhrzeiten in UTC, im Sommer zwei Stunden hinter der Zeit vor Ort.

Bilder lesenWas man sieht – und was nicht

Wolke ist nicht Asche

Der Ätna liegt oft in normaler Bewölkung. Eine Aschefahne ist grau bis braun, hat eine scharfe Kante am Krater und zieht mit dem Wind in eine Richtung. Eine Wolke hat keine Quelle im Bild.

Nachts helfen nur die Wärmebilder

Zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang sind die normalen Kameras schwarz. Die Wärmebilder laufen weiter: Was heiß ist, leuchtet, egal ob es hell ist.

Die Uhrzeit ist UTC

Auf den Bildern steht die koordinierte Weltzeit. In Italien ist es im Sommer zwei Stunden später, im Winter eine.

Die Bilder stammen vom INGV Osservatorio Etneo und stehen unter Creative Commons Attribution 4.0 (Note Legali auf ingv.it). Wir holen sie alle 30 Minuten selbst und legen sie auf unserem Server ab, damit beim Betrachten keine Verbindung zu fremden Servern aufgebaut wird. Fällt eine Kamera aus, steht das an ihrer Stelle – beim INGV ist das normal, die Stationen stehen im Hochgebirge.

Quellen · abgerufen am 23.09.2026