Vog ist vulkanischer Smog: Schwefeldioxid aus den Schloten, das in der Atmosphäre zu einem Dunst feiner Sulfatpartikel reagiert. Das HVO gibt den Ausstoß am Gipfel in Pausen mit 1.000 bis 5.000 Tonnen SO₂ am Tag an; während einer Fontänen-Episode liegt er weit höher. Wohin der Vog zieht, entscheidet der Wind. Bei Passatwind aus Osten – so die Vorhersage für den 2. Oktober – wird das Gas über den gesperrten Südwestteil der Caldera Richtung Kaʻū und zur Kona-Seite der Insel gedrückt; lässt der Wind nach oder dreht er, kann es im Gipfelbereich stehen bleiben.
Der NPS zählt Säuglinge, Kinder, Schwangere und Menschen mit Herz- oder Atemwegserkrankungen zu den empfindlichen Gruppen und bittet alle Besucher, die Luftqualität vor und während des Besuchs zu prüfen und einen Bereich zu verlassen, wenn es nach Schwefel riecht oder Augen und Hals brennen. Zwei Lesezeichen genügen: das Vog-Dashboard des International Volcanic Health Hazard Network, das Vorhersagen mit den Messstationen des Gesundheitsministeriums von Hawaiʻi zusammenführt, und die Live-Karte zur Luftqualität des Hawaiʻi Department of Health. An Episodentagen kommen Tephra und Peles Haar dazu – Fäden aus Vulkanglas, die der Wind fortträgt und noch Tage danach aufwirbelt: lange Ärmel, Augenschutz, Staubmaske, und die Fäden nicht anfassen.