Volcano·Guide
Blick vom Alto de Guajara über die Caldera von Las Cañadas auf Teide und Pico Viejo

Vulkane

Vulkane auf Teneriffa

Vom Guajara aus sieht man, was der Teide ist: der jüngste Kegel in einer Caldera voller Vulkane. Der letzte Ausbruch der Insel war 1909 – und lag nicht hier.

Foto: Christoph Strässler · CC BY-SA 4.0

Stand 25. September 2026Vulkan Teneriffa: was frei ist, was Reservierung braucht

Teneriffa hat mehr als einen Vulkan, und fast alle davon darf man ohne Ticket besuchen. Der Nationalpark Teide ist laut Nutzungsplan kostenlos, er hat keine Tore, und von seinen 41 Wegen brauchen nur fünf eine Reservierung – die am Stratovulkan. Die Vulkan-Ampel der Kanaren steht für Teneriffa auf Grün, trotz der Erdbebenschwärme, die 2026 so häufig waren wie nie seit 2016.

frei

Las Cañadas: Roques de García, Guajara, Siete Cañadas

Ohne Reservierung, ohne Gebühr, rund um die Uhr. Der Rundweg an den Roques de García (3,6 km, 2 Stunden), der Alto de Guajara (2.715 m, höchster Punkt des Calderarands) und die 16,6 km der Siete Cañadas gehören dazu – wie 36 weitere Wege des Parks.

kostenlose Reservierung

Pico Viejo zu Fuß

Der Krater mit 800 Metern Durchmesser liegt an drei Wegen, die alle eine Reservierung über Tenerife ON brauchen: PNT 09 ab der Seilbahn, PNT 23 ab den Roques de García, PNT 28 ab Boca Tauce. Sie kostet nichts, die Plätze erscheinen montags um 7 Uhr für die folgenden drei Wochen. Nur den Blick in den Krater vom Mirador de Pico Viejo (PNT 12, 730 m ab Seilbahn-Bergstation) gibt es ohne Reservierung.

Reservierung mit Gebühr

Montaña Blanca und Gipfel

Zwei Wege kosten: PNT 07 über die Montaña Blanca (Nicht-Residenten 6 € werktags, 10 € am Wochenende) und PNT 10 zum Teide-Gipfel (15 €). Der Kontrollposten für PNT 07 steht schon am Abzweig 07.1, rund 4,6 km nach dem Start an der TF-21 – nicht erst an der alten Altavista-Hütte. Alles dazu auf der Genehmigungsseite.

frei, außerhalb des Parks

Chinyero, Garachico, Güímar

Der Chinyero mit dem Lavafeld von 1909 (PR-TF 43), die Naturbecken El Caletón in der Lava von 1706 und der Malpaís de Güímar sind frei zugänglich. Am Chinyero sperrt das Cabildo nur bei Waldbrandstufe 2 alle Waldwege – seit dem 23. September gilt wieder Stufe 1, Wandern ist erlaubt.

Quellen: Resolución des Cabildo de Tenerife vom 17.04.2026 (reservierungspflichtige Wege PNT 07, 09, 10, 23, 28; Gebühren nur PNT 07 und 10) · Nutzungsplan PRUG, Decreto 182/2025 (kostenloser Zugang) · Wegseiten des Nationalparks · Turismo de Tenerife (PR-TF 43) · Waldbrandstufe laut Cabildo, 23.09.2026 · Vulkan-Ampel PEVOLCA. Parkmeldungen: am 25.09.2026 keine aktiven Alarme.
geschlossen
Seilbahn TeideBetriebsstatus · seit 25.09.2026 · abgerufen am 25.09.2026 · Teleférico del Teide

Die InselWarum Teneriffa aus Vulkanen besteht

Der Teide ist der jüngste Kegel in einer Caldera von 16 mal 10 Kilometern – dem Rest eines älteren, bis zu 4.000 Meter hohen Vulkangebäudes, das in sich zusammenfiel. Daneben wuchs der Pico Viejo, 3.134 Meter hoch, mit dem größten Krater des Archipels. Und alle Ausbrüche, die Menschen auf Teneriffa erlebt haben, kamen nicht vom Teide-Gipfel, sondern aus Spalten an seinen Flanken und aus den Riftzonen der Insel.

1704 bis 1706

Drei Ausbrüche im Osten (Siete Fuentes, Fasnia, Arafo) und am 5. Mai 1706 die Montaña Negra oberhalb von Garachico: Lava verschüttete Teile der Stadt und den wichtigsten Hafen der Insel. In dieser erstarrten Küste liegen heute die Becken von El Caletón.

1798: Narices del Teide

An der Südwestflanke des Pico Viejo riss eine Spalte auf – die „Nasenlöcher des Teide“. Laut Nationalpark der letzte Ausbruch innerhalb des Parks. Wer ihn schreibt, meint oft fälschlich den Teide-Gipfel.

1909: Chinyero

Am 18. November 1909 begann im Kiefernwald des Nordwestens der bislang letzte Ausbruch Teneriffas, nach etwa zehn Tagen war er vorbei. Erstmals planten die Behörden eine Evakuierung. Seither ist die Insel ruhig – überwacht vom IGN mit über 100 Stationen und von INVOLCAN.

Der Krater des Pico Viejo auf Teneriffa mit Schneeresten am Boden, im Hintergrund der Kraterrand
800 Meter Durchmesser: Der Krater des Pico Viejo ist der größte der Kanaren. Zu Fuß nur mit kostenloser Reservierung, von oben für jeden mit Seilbahnticket.

Foto: Chmee2 · CC BY-SA 3.0

Die ErdbebenWird der Teide bald ausbrechen?

Seit Oktober 2016 registrieren IGN und INVOLCAN unter dem Westteil von Las Cañadas wiederkehrende Schwärme sehr schwacher Beben in 8 bis 15 Kilometern Tiefe. 2026 war das aktivste Jahr: 16 Episoden zählt INVOLCAN seit Beginn, die meisten davon in diesem Jahr, zuletzt am 27. August. Das IGN schreibt dazu, diese Aktivität erhöhe die Ausbruchsgefahr weder kurz- noch mittelfristig; das Wissenschaftskomitee des Zivilschutzplans PEVOLCA schloss am 6. August 2026 ein kurzfristiges Risiko aus und tagt seither vierteljährlich. Die Ampel steht auf Grün: keine Einschränkungen für Besucher. Wer den Stand prüfen will, liest die Monatsberichte des IGN.

IGN, Monatsberichte Vulkanüberwachung Kanaren 2026 · PEVOLCA-Sitzung vom 06.08.2026 (Presse) · INVOLCAN-Chronologie der Schwärme (Presse, 13.09.2026). Grün bedeutet: Notfallplan nicht aktiviert.

Zu FußVulkanwanderungen auf Teneriffa

Sieben Wege, vom Familienrundweg bis zur Achtstundentour über den Pico Viejo. Länge, Dauer und Schwierigkeit laut Nationalpark und Turismo de Tenerife; die Caldera liegt auf 2.000 bis 2.400 Metern, Schatten und Wasser gibt es unterwegs nicht.

Wege und was sie brauchen (Stand 09/2026)
Roques de García · PNT 03Rundweg 3,6 km, 2 h, 202 Höhenmeter, mittel. Frei. Am Ende ein steiler Zickzackanstieg von 200 m.
Alto de Guajara · PNT 05 + 15Ab Siete Cañadas 1,2 km steil hinauf (1 h, 216 m), dann 3,7 km über den Gipfel auf 2.715 m. Schwer, frei. Der beste Blick auf Teide und Pico Viejo ohne Reservierung.
Siete Cañadas · PNT 0416,6 km einfach, 4–5 h, 412 m Anstieg, leicht. Staubpiste ohne Schatten von El Portillo zum Parador. Frei.
Montaña Blanca · PNT 07 + 07.14,6 km Piste bis zum Abzweig, dort der Kontrollposten; der Abzweig 07.1 auf den Gipfel (2.739 m) ist frei, der Zustieg formal reservierungspflichtig (6/10 € für Nicht-Residenten).
Pico Viejo · PNT 09Ab Seilbahn-Bergstation 9,6 km, 8 h, 1.600 m Abstieg zur TF-38. Schwer bis extrem. Kostenlose Reservierung, dazu die Seilbahn bergauf. Bei Eis nur Alpinisten.
Mirador de Pico Viejo · PNT 12730 m ab La Rambleta, 30 min, mittel. Ohne Reservierung, nur Seilbahnticket – lange Hose, Fleece und Bergschuhe sind auch hier Pflicht.
Chinyero · PR-TF 43Ab Garachico 17,7 km, 7 h, 1.680 m Anstieg; kürzer über die Zustiege ab Santiago del Teide oder San José de Los Llanos. Frei, Hunde mit Leine und Maulkorb.
Malpaís de GüímarRundweg ab El Puertito de Güímar 6,1 km, 3 h, mittel. Frei, kaum Schatten.
Der rotbraune Schlackenkegel des Chinyero zwischen kanarischen Kiefern
Chinyero, 1909: der letzte Ausbruch der Insel, keine zehn Tage lang. Heute ein Rundweg zwischen Kiefern und schwarzer Lava – ohne Genehmigung.

Foto: El Grafo · CC BY-SA 4.0

Mit AbholungTouren zu den Vulkanen Teneriffas

Die Tagestouren fahren durch die Caldera und weiter nach Garachico an die Lava von 1706 – für alle, die keinen Mietwagen haben oder den einen Bus am Tag nicht wollen. Wer den Teide selbst besteigen will, bucht eine geführte Wanderung: Der Anbieter bringt das Gipfelkontingent mit.

Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 25.09.2026. Diese Touren halten an den Roques de García und in Garachico; Chinyero, Güímar und der Pico Viejo stehen bei keinem Anbieter im Programm – dorthin geht es nur mit Mietwagen.

Werbelinks zu GetYourGuide: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt gleich. Preise und Bewertungen vom 25.09.2026. Geführte Wanderungen zum Pico Viejo oder Chinyero gibt es nicht zu buchen. Beide Gipfeltouren nutzen die Führerkontingente des Nationalparks – Details auf der Teide-Seite.

Die Naturbecken El Caletón in den schwarzen Lavafelsen von Garachico bei blauem Himmel
El Caletón, Garachico: Die Lava von 1706 nahm der Stadt den Hafen und gab ihr Schwimmbecken. Frei zugänglich, bei rauer See gesperrt.

Foto: Diego Delso · CC BY-SA 3.0

Die RegelnWas im Nationalpark verboten ist – und was es kostet

Der Nutzungsplan von Dezember 2025 ist deutlich: keine Hunde (außer Führ- und Diensthunden), keine Drohnen, keine Steine mitnehmen, keine Steinmännchen, kein Übernachten im Auto, keine Wanderstöcke mit Metallspitze außer bei Schnee. Die Bußgelder stehen im kanarischen Gesetz 4/2017.

Bußgelder in den Schutzgebieten (Ley 4/2017, Art. 392)
Drohne, Steine mitnehmen, Wege verlassen, wildes Campen, Feuer150–600 €
Reservierungspflichtiger Weg ohne Reservierungbis 600 €
Fahren oder Parken außerhalb der zugelassenen Flächen600–6.000 €
Schwere Schäden am Schutzgebiet6.000–600.000 €

AngekündigtEco-Tasa: Was das Cabildo plant – und was schon gilt

Seit Anfang 2026 kursiert die Schlagzeile, der Teide-Nationalpark koste Eintritt. Das stimmt nicht. In Kraft sind seit dem 19. Januar 2026 nur die Gebühren für zwei Wege, PNT 07 und PNT 10. Alles Weitere hat das Cabildo im Mai 2026 angekündigt, ohne Rechtsakt und ohne Tarife: eine Zufahrtskontrolle an den Parkeinfahrten ab Ende 2026, 500 reservierungspflichtige Parkplätze (für Residenten gratis, für Besucher kostenpflichtig), eine Gebühr für Mietwagen, deren Höhe noch geprüft wird, und Shuttlebusse ab 2027 für 7 €. Ob die für Sommer 2026 angekündigte Reservierung an den Roques de García kam, ist nicht belegt. Einmal, am 12. und 13. August 2026, ließ das Cabildo abends keine Privatwagen in den Park. Wir aktualisieren, sobald ein Beschluss vorliegt.

Cabildo de Tenerife, Mitteilung Mai 2026 (Ziel: Besucherdruck halbieren) · Presse 08.05.2026 · PRUG zu Parkgebühren. Stand 25.09.2026: keine Zugangskontrolle, keine Parkgebühr in Kraft.
Die Straße TF-21 durch die Caldera von Las Cañadas, links die Roques de García, rechts die Wand des Guajara
Die TF-21 durch die Caldera: heute frei befahrbar, ab Ende 2026 laut Cabildo mit Kontrolle an den Einfahrten. Bis dahin gilt nur: nicht abseits parken.

Foto: Thomas Wolf, www.foto-tw.de · CC BY-SA 3.0 de

PlanenEin Vulkantag auf Teneriffa

Anreise

Ohne Auto: TITSA 342 Costa Adeje – Los Cristianos – Vilaflor – Parador – Teleférico – El Portillo: täglich eine Fahrt, ab Estación Costa Adeje 9:25 Uhr, ab Los Cristianos 9:40 Uhr (Fahrzeit laut TITSA 2 h 15 min); zurück ab El Portillo 15:15, Teleférico 15:40, Parador 16:00 Uhr. TITSA 348 Puerto de la Cruz – La Orotava – Aguamansa – El Portillo – Teleférico – Parador: täglich ab Puerto de la Cruz 9:30, La Orotava 9:45 Uhr (1 h 40 min); zurück ab Parador 16:00, Teleférico 16:05, El Portillo 16:30 Uhr. Bezahlung laut TITSA-Aushang in bar zum vollen Tarif, keine Bonus-/Abo-Karten; aktuelle Fahrpreise siehe unsicher. Innerhalb des Parks pendelt Linie 341 (Parador – Teleférico – El Portillo – Besucherzentrum – Portillo Bajo). Chinyero, Garachico, Güímar und La Rasca liegen außerhalb dieser Linien.

Mit dem Auto: Zufahrt zum Park über TF-21 (La Orotava – El Portillo, 31 km; Süden über Vilaflor bis Boca Tauce), TF-24 (La Laguna – La Esperanza – El Portillo, 30 km) und TF-38 (Chío – Boca Tauce). Die Durchfahrt ist Stand 25.09.2026 frei; parken nur auf ausgewiesenen Flächen, Übernachten im Fahrzeug und Wohnmobil-Stellplätze sind laut PRUG verboten. Der PRUG erlaubt künftig Gebühren für geordnete Parkplätze (La Ruleta, Cañada Blanca, Juan Évora, Seilbahn, ggf. Minas de San José); das Cabildo kündigt für Ende 2026 Zugangskontrollen an den Parkeinfahrten und 500 reservierungspflichtige Plätze an (für Residenten gratis, für Besucher kostenpflichtig), ab 2027 Shuttlebusse (7 € für Besucher). Einmalig am 12. und 13.08.2026 (Perseiden/Sonnenfinsternis, je 17–5 Uhr) ließ das Cabildo an den vier Zufahrten keine Privatwagen hinein.

  • Ab Costa Adeje / Los Cristianos · 2 h 15 min bis El Portillo (Bus)
    TITSA 342 (eine Fahrt täglich) oder Mietwagen über Vilaflor (TF-21)
  • Ab Puerto de la Cruz · 1 h 40 min bis Parador (Bus)
    TITSA 348 (eine Fahrt täglich) oder Mietwagen über La Orotava (TF-21)
  • Ab La Orotava
    TF-21 bis Portillo de la Villa
  • Ab La Laguna
    TF-24 über La Esperanza bis Portillo de la Villa

Beste Zeit

Ganzjährig möglich, mit zwei belegten Einschränkungen: Im Winter sperrt das Cabildo bei Schnee und Glatteis die Zufahrten TF-21, TF-24 und TF-38 (zuletzt Februar und März 2026), und die Wege am Stratovulkan werden gesperrt oder nur für Alpinisten mit Steigeisen freigegeben. Im Hochsommer kann die Waldbrandvorsorge (Stufe 2, zuletzt ab 1.8.2026) alle Wege und Pisten in den Bergen schließen – das trifft den Chinyero im Kiefernwald; ob auch die Caldera-Wege betroffen waren, nennt der Bericht nicht. Wer mit dem Bus kommt, hat wegen der einzigen Verbindung pro Tag nur rund vier Stunden im Park (Ankunft gegen 11:10–11:40 Uhr, Rückfahrt 15:15–16:30 Uhr). Die Besucherzentren schließen um 16:00 bzw. 16:15 Uhr. Für Pico Viejo über PNT 09 montags um 7 Uhr kanarischer Zeit buchen, wenn die Plätze der folgenden drei Wochen erscheinen.

Für wen es passt

Kinder
Roques de García (2 h, mittel) und die Ebenen von Las Cañadas eignen sich für Familien; der Park hat sieben barrierearme Wege (SA PMR), zwei davon an den Roques de García. Cueva del Viento erst ab 5 Jahren. PNT 09, 23 und 28 sind lange Hochgebirgstouren und für Kinder ungeeignet.
Mindestalter
Cueva del Viento: 5 Jahre. Seilbahn und Gipfelweg: 3 Jahre (siehe Teide-Blatt). Für die Wege in Las Cañadas kein Mindestalter.
Kondition
Die Caldera liegt auf 2.000–2.400 m: Roques de García 2.022–2.186 m, Siete Cañadas 2.045–2.212 m, Guajara bis 2.715 m, Montaña Blanca bis 2.739 m, Pico Viejo-Route bis 3.498 m. Der Park stuft PNT 05, 07, 15, 23, 28 als schwer und PNT 09 als schwer bzw. extrem ein.
Höhe
Ab La Rambleta (3.555 m) wird die Luft spürbar dünn; der Park empfiehlt schon auf dem kurzen PNT 12 langsames Gehen und Pausen.
Herz und Atemwege
Keine eigenen Vorgaben für die Wege in Las Cañadas gefunden; für Seilbahn und Gipfelweg gelten die Ausschlüsse im Teide-Blatt. Cueva del Viento: nicht für Menschen mit Klaustrophobie oder Knie-/Knöchelproblemen.
Rollstuhl
Sieben barrierearme Wege im Nationalpark (u. a. Mirador de La Ruleta – Tagorores de los Roques de García, Botanischer Garten El Portillo zur Hälfte zugänglich). Cueva del Viento nicht zugänglich für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.
Hunde
Im Nationalpark verboten: Der PRUG untersagt das Einbringen nicht heimischer Tiere, ausgenommen Blindenführhunde sowie Hunde von Rettung, Aufsicht und Wildtiermanagement. Im Naturschutzgebiet Chinyero erlaubt, aber mit Leine und Maulkorb.
Kleidung
Auf PNT 07, 09, 23, 28 Pflicht: lange Hose, Fleece, Bergschuhe, geladenes Handy, Rettungsdecke, Wasser, Mütze und Handschuhe, Stirn- oder Taschenlampe; auf PNT 11 und 12 lange Hose, Fleece und Bergschuhe. Für die übrigen Wege Sonnen- und Windschutz; Siete Cañadas ohne Schatten und Wasser. Cueva del Viento: lange Hose, warme Schicht (14 °C, 80 % Luftfeuchte), im Winter Regenjacke.
Schuhe
Bergschuhe bzw. geschlossene Trekkingschuhe mit Profil sind auf allen Stratovulkan-Wegen Pflicht. Stöcke mit Metallspitze (auch mit Gummikappe) sind im Nationalpark laut PRUG verboten, außer bei Schnee oder Eis. Cueva del Viento: geschlossene Sport- oder Wanderschuhe Pflicht.

Tipps, die man vor Ort braucht

  • Pico Viejo ohne Reservierung sehen: Mit der Seilbahn nach La Rambleta und die 730 m auf PNT 12 zum Mirador de Pico Viejo gehen – lange Hose, Fleece und Bergschuhe sind auch dort Pflicht.
  • Den Guajara-Gipfel (2.715 m) als Alternative zum Teide wählen: Blick auf Teide, Pico Viejo und Montaña Blanca, keine Reservierung, keine Gebühr.
  • Für Montaña Blanca den Standort des Kontrollpostens kennen: Er steht am Abzweig 07.1 – wer weiter Richtung Altavista will, braucht die PNT-07-Reservierung, und formal gilt sie für den ganzen Weg ab der TF-21.
  • Mit dem Bus nur eine Hin- und eine Rückfahrt pro Tag: Rückfahrzeiten fotografieren und Bargeld mitnehmen, denn die Teide-Linien 342 und 348 akzeptieren laut TITSA keine Bonuskarten.
  • Vor der Fahrt die Incidencias-Seite des Parks und die Straßenlage (cic.tenerife.es) prüfen – im Winter sind die Zufahrten nach Schnee oft stundenweise zu.
  • Keine Steine mitnehmen, keine Steinmännchen bauen, keine Drohne starten: Alle drei Verbote stehen ausdrücklich im PRUG, Verstöße kosten 150–600 €.
  • Den Hund zu Hause lassen, wenn es in den Nationalpark geht; am Chinyero ist er mit Leine und Maulkorb erlaubt.
  • Cueva del Viento rechtzeitig online buchen – Tickets sind nicht umbuchbar, Kinder unter 5 Jahren nicht zugelassen.
Lavafeld des Malpaís de Güímar mit Wolfsmilchbüschen, dahinter das Meer
Malpaís de Güímar: junge Lava an der Ostküste, Wolfsmilch statt Kiefern, ein Rundweg von drei Stunden. Kein Ticket, kein Schatten.

Foto: Kikuyo · CC BY-SA 4.0

Im SchattenCueva del Viento, Narices del Teide, La Rasca

Cueva del Viento

Nach eigener Angabe die größte Lavaröhre Europas, entstanden vor rund 27.000 Jahren in Lava des Pico Viejo. Nur geführt, 2,5 Stunden, höchstens 15 Personen, ab 5 Jahren; 25 € für Erwachsene laut offizieller Website, Tickets nicht umbuchbar. Ausführlich im Unterwelt-Atlas.

Icod de los Vinos25 €

Narices del Teide

Die Schlote des Ausbruchs von 1798 an der Flanke des Pico Viejo. Vom Mirador an der TF-38 (km 3,2) sieht man die schwarzen Lavaströme über dem hellen Calderaboden; hier endet auch der Weg PNT 09.

TF-38frei

Malpaís de la Rasca

Lavafeld mit drei Kegeln an der Südspitze zwischen Palm-Mar und El Fraile, mit dem Leuchtturm von Rasca. Wandern nur auf den Wegen – zum Erreichen der Küste darf man sie verlassen.

Aronafrei
Der Krater der Narices del Teide mit schwarzer und roter Schlacke, dahinter der Hang des Pico Viejo
Narices del Teide, 1798: Hier fand der letzte Ausbruch im Nationalpark statt – nicht am Gipfel. Wer „Teide 1798“ schreibt, meint diese Spalte.

Foto: Ingo Mehling · CC BY-SA 4.0

Veraltet im NetzWas anderswo falsch steht

„Der Teide ist der einzige Vulkan Teneriffas.“
Das IGN beschreibt neben dem Teide den eigenständigen Stratovulkan Pico Viejo, die Reste der Cañadas-Vulkane und drei Riftzonen voller Schlackenkegel. Alle historischen Ausbrüche (1704–1706, 1798, 1909) lagen abseits des Teide-Gipfels.
„Der letzte Ausbruch des Teide war 1798.“
1798 brach eine Spalte am Pico Viejo aus, und das war nur der letzte Ausbruch im heutigen Nationalpark. Der jüngste der Insel ist der Chinyero vom November 1909 – manche Wanderseite nennt dafür 1906.
„Für den Teide-Nationalpark braucht man eine Genehmigung.“
Nur für fünf Wege am Stratovulkan. Die anderen 36 offiziellen Wege und alle Aussichtspunkte an der Straße sind frei.
„Seit 2026 kostet der Nationalpark Eintritt.“
Der Nutzungsplan garantiert den kostenlosen Zugang. Bezahlt wird seit 19.01.2026 nur für die Wege PNT 07 und PNT 10; die Reservierung für die Pico-Viejo-Wege ist gratis. Parkgebühren und Shuttles sind angekündigt, nicht in Kraft.
„Der Chinyero ist gesperrt.“
Nicht dauerhaft. Der Weg PR-TF 43 braucht keine Genehmigung; gesperrt wird der Wald nur bei Waldbrandstufe 2, zuletzt im August 2026. Die Sperrungen nach dem Brand von 2023 betreffen Wege im Norden, nicht den Nationalpark.
„Die Genehmigung für Montaña Blanca braucht man erst ab Altavista.“
Kontrolliert wird schon am Abzweig PNT 07.1, rund 4,6 km nach dem Start an der TF-21.

Kurz gefragtDie häufigsten Fragen zu Teneriffas Vulkanen

Kann man den Pico Viejo ohne Genehmigung sehen?

Ja, von oben: Mit der Seilbahn nach La Rambleta und 730 Meter auf dem Weg PNT 12 zum Mirador de Pico Viejo. Zu Fuß in oder um den Krater braucht es die kostenlose Reservierung über Tenerife ON.

Welcher Vulkan auf Teneriffa geht ohne Reservierung und ohne Seilbahn?

Der Alto de Guajara: 2.715 Meter, höchster Punkt des Calderarands, ab den Siete Cañadas in gut zwei Stunden hinauf – mit Blick auf Teide, Pico Viejo und Montaña Blanca. Kein Ticket, keine Gebühr.

Welche Vulkane gibt es auf Teneriffa außer dem Teide?

Direkt neben dem Teide liegt der Pico Viejo mit einem Krater von rund 800 m Durchmesser, dazu Montaña Blanca, die Narices del Teide von 1798 und die Caldera von Las Cañadas mit dem Alto de Guajara. Außerhalb des Nationalparks sind der Chinyero (Ausbruch 1909), die Montaña Negra oberhalb von Garachico (1706) sowie die Lavafelder von Güímar und La Rasca die bekanntesten Ziele.

Wann war der letzte Vulkanausbruch auf Teneriffa?

Im November 1909 am Chinyero im Nordwesten der Insel. Der Ausbruch begann am 18. November und dauerte etwa zehn Tage. 1798 war nur der letzte Ausbruch innerhalb des heutigen Nationalparks.

Ist der Teide-Nationalpark kostenlos?

Ja, der allgemeine Zugang bleibt laut Nutzungsplan kostenlos, es gibt keine Tore und keinen Eintritt. Gebühren zahlen Urlauber nur für die Reservierung von zwei Wegen: PNT 10 zum Gipfel und PNT 07 über Montaña Blanca.

Brauche ich eine Genehmigung für den Pico Viejo?

Für die Wanderung über den Pico Viejo (PNT 09) sowie für PNT 23 und PNT 28 ja, sie ist aber kostenlos und wird über Tenerife ON gebucht. Ohne Reservierung kommt man nur mit der Seilbahn und dem kurzen Weg PNT 12 zum Mirador de Pico Viejo.

Welche Wanderwege im Teide-Nationalpark sind ohne Genehmigung?

Bis auf fünf Wege am Stratovulkan (PNT 07, 09, 10, 23, 28) alle 41 offiziellen Wege. Beliebt sind Roques de García (3,6 km, 2 h), Siete Cañadas (16,6 km), Alto de Guajara (2.715 m) und Arenas Negras.

Kann man auf die Montaña Blanca ohne Genehmigung?

Der kurze Abzweig PNT 07.1 zum Gipfel ist frei, der Zustieg läuft aber über den reservierungspflichtigen PNT 07. Der Kontrollposten steht genau am Abzweig. Frei sind die Wege PNT 39 A und B am Fuß der Montaña Blanca zwischen Seilbahn und Minas de San José.

Ist der Chinyero-Wanderweg offen?

Ja, der Weg PR-TF 43 im Naturschutzgebiet Chinyero braucht keine Genehmigung. Nur bei Waldbrandstufe 2 sperrt das Cabildo alle Waldwege der Insel; seit dem 23.09.2026 gilt Stufe 1, bei der Wandern erlaubt ist.

Wird der Teide bald ausbrechen?

Die Behörden sehen dafür keine Anzeichen. Die Vulkan-Ampel für Teneriffa steht auf Grün, das Wissenschaftskomitee von PEVOLCA schloss im August 2026 ein kurzfristiges Ausbruchsrisiko aus. Das IGN wertet die Erdbebenschwärme unter Las Cañadas als Bewegung von Fluiden in der Tiefe, die die Gefahr nicht erhöht.

Was bedeuten die Erdbeben am Teide für Urlauber?

Praktisch nichts: Die Beben sind so schwach, dass die Bevölkerung sie nicht spürt, und bei Grün gibt es keine Einschränkungen. Wer den Stand prüfen will, findet die Monatsberichte beim IGN.

Wie komme ich ohne Auto in den Teide-Nationalpark?

Mit TITSA-Linie 342 ab Costa Adeje/Los Cristianos (9:25/9:40 Uhr) oder 348 ab Puerto de la Cruz (9:30 Uhr), beide nur einmal täglich. Zurück geht es am Nachmittag zwischen 15:15 und 16:30 Uhr, bezahlt wird bar.

Darf ich meinen Hund in den Teide-Nationalpark mitnehmen?

Nein. Der Nutzungsplan erlaubt nur Blindenführhunde sowie Hunde von Rettungs- und Aufsichtsdiensten. Im Naturschutzgebiet Chinyero sind Hunde an Leine und mit Maulkorb erlaubt.

Darf ich im Nationalpark eine Drohne fliegen oder Steine mitnehmen?

Beides ist verboten. Der PRUG untersagt Flüge unterhalb von 22.000 Fuß ohne Genehmigung ausdrücklich auch für Drohnen, ebenso das Sammeln von Steinen und das Aufschichten von Steinmännchen. Verstöße gegen die Schutzvorschriften kosten 150 bis 600 €.

Was kostet die Cueva del Viento?

Die offizielle Website nennt 25 € für Erwachsene, 15 € für kanarische Residenten und 8,50 € für Kinder von 5 bis 12 Jahren. Besuche gibt es nur geführt und mit Onlinebuchung, jüngere Kinder dürfen nicht mit.

Kann man in Garachico in der Lava baden?

Ja, die Naturbecken El Caletón liegen in den Lavafelsen des Ausbruchs von 1706 und sind frei zugänglich. Die See kann dort rau werden, und bei schlechter Wasserqualität sperrt die Gemeinde das Baden, wie im August 2025 – vor Ort auf die Beschilderung achten.

Ist der Teide im Winter zugänglich?

Meist ja, aber nach Schneefall sperrt das Cabildo die Zufahrtsstraßen oft für Stunden oder Tage, zuletzt im Februar und März 2026. Die Hochwege am Vulkan sind bei Eis nur für Alpinisten mit Steigeisen freigegeben.

Quellen · abgerufen am 25.09.2026