Porta Marina (West)
Wenige Schritte vom Bahnhof Pompei Scavi – Villa dei Misteri. Von hier sind es nur Minuten bis Antiquarium, Apollotempel, Basilika und Forum. Die längste Schlange – deshalb Ticket vorher online und mit Namen.
66 Hektar Stadt, davon 44 ausgegraben. Wer ohne Plan hineingeht, sieht viel Straße und wenig Haus. Diese Karte zeigt, wo die Eingänge sind und welcher Weg sich lohnt.
Foto: Sarahhoa · CC BY-SA 2.0
Drei Eingänge, 18 Stationen, drei Rundgänge – von zwei Stunden bis zum ganzen Tag mit der Mysterienvilla. Die Wege folgen den antiken Straßen; die Nummern stehen unten in der Legende und führen zur Beschreibung jeder Station. Die gestrichelte Linie ist die Stadtmauer.
Pompeji hat drei Kassen, und die Wahl entscheidet über den ersten Kilometer. Wer mit der Circumvesuviana kommt, steht an Porta Marina; wer von Osten kommt oder die Stadt einmal ganz durchqueren will, startet am Amphitheater.
Wenige Schritte vom Bahnhof Pompei Scavi – Villa dei Misteri. Von hier sind es nur Minuten bis Antiquarium, Apollotempel, Basilika und Forum. Die längste Schlange – deshalb Ticket vorher online und mit Namen.
Unterhalb von Porta Marina an der Via Villa dei Misteri, eigene Kasse. Sinnvoll, wenn an Porta Marina die Schlange lang ist; der Weg führt am Antiquarium vorbei zur Basilika.
Direkt am Amphitheater, nächstgelegen zum Bahnhof Pompei Santuario und zum Trenitalia-Bahnhof. Der beste Start, wenn du die Stadt von Ost nach West durchqueren und bei der Mysterienvilla enden willst.
Die Ausgräber haben die Stadt in neun Regionen (Regio I–IX) geteilt, jede Region in Häuserblocks (Insulae), jeden Block in Eingänge. „VI 12, 2“ ist das Haus des Fauns: Region VI, Block 12, Tür 2. Diese Ziffern stehen auf Schildern an jeder Ecke und auf der offiziellen Karte – wer sie einmal verstanden hat, findet jedes Haus.
Forum, Basilika, Apollo- und Jupitertempel, Forumsthermen, Lupanar, Stabianer Thermen, Theater. Hier spielt der kurze Rundgang, alles zu Fuß in zwei Stunden.
Haus des Fauns, Haus der Vettier, Haus des tragischen Dichters. Enge Straßen, die berühmtesten Mosaiken und Fresken – und vor den Vettiern oft Wartezeit.
Via dell'Abbondanza mit dem Thermopolium, Garten der Flüchtenden, Große Palästra, Amphitheater. Weiter Weg, weniger Menschen. Die Mysterienvilla liegt außerhalb der Mauern im Nordwesten und braucht das Pompeii+-Ticket oder 8 € Aufpreis.
Die Gehzeiten sind unsere Schätzung, keine Parkangabe; Wartezeiten vor Lupanar und Haus der Vettier sind nicht eingerechnet. Der Öffnungsstand je Haus stammt aus der Liste „Open buildings“ des Parks (Sommerplan bis 14. Oktober) – der Park ändert sie kurzfristig.
Das Wichtigste in 2 Stunden. Für alle mit knapper Zeit, etwa als Zwischenstopp zwischen Neapel und Sorrent. Der Weg bleibt im Westteil der Stadt: von Porta Marina am Apollotempel und der Basilika vorbei aufs Forum, hinter dem Jupitertempel in die Forumsthermen, weiter zum Haus des Fauns, dann über Bäckerei und Lupanar hinunter zu den Stabianer Thermen an der Via dell'Abbondanza. Zurück geht es über die Via dell'Abbondanza und das Forum zu Porta Marina oder Piazza Esedra. Amphitheater und Mysterienvilla fehlen bewusst – beide liegen an den entgegengesetzten Enden des Geländes. Express-Ticket genügt.
Apollotempel → Basilika → Forum → Jupitertempel → Forumsthermen → Haus des Fauns → Bäckerei des Popidius Priscus → Lupanar → Stabianer Thermen
Halber Tag: einmal quer durch die Stadt. Für den klassischen Erstbesuch. Zuerst das Forum mit seinen Bauten, dann der Bogen nach Norden zu den drei großen Wohnhäusern (Tragischer Dichter, Faun, Vettier – das Haus der Vettier möglichst früh, bevor die Gruppen kommen). Über Bäckerei und Lupanar zu den Stabianer Thermen, Abstecher ins Theaterviertel, dann die Via dell'Abbondanza entlang nach Osten zum Thermopolium, zum Garten der Flüchtenden und über die Palästra zum Amphitheater. Man verlässt das Gelände an der Piazza Anfiteatro und spart sich so den Rückweg von gut einem Kilometer. Express-Ticket genügt.
Apollotempel → Basilika → Forum → Jupitertempel → Forumsthermen → Haus des tragischen Dichters → Haus des Fauns → Haus der Vettier → Bäckerei des Popidius Priscus → Lupanar → Stabianer Thermen → Großes Theater und Odeon → Via dell'Abbondanza und Thermopolium des Vetutius Placidus → Garten der Flüchtenden → Große Palästra → Amphitheater
Ganzer Tag mit Mysterienvilla. Für alle, die Pompeji vollständig sehen wollen – dafür braucht es das Ticket Pompeii+. Der Rundgang läuft von Ost nach West: morgens das Amphitheater und den ruhigen Ostteil, über die Via dell'Abbondanza ins Zentrum, mittags Forum und Antiquarium (dort gibt es Schatten), am Nachmittag die Wohnhäuser der Regio VI und zum Schluss durch die Porta Ercolano und die Gräberstraße zur Mysterienvilla. Wichtig ist die Uhr: Der letzte Durchgang an der Porta Ercolano ist im Sommer um 17:30 Uhr, die Villa schließt um 18:30 Uhr. Die Häuser mit Einlass ab 9:15 Uhr schließen bereits um 18:20 Uhr – deshalb liegen sie vor der Villa.
Amphitheater → Große Palästra → Garten der Flüchtenden → Via dell'Abbondanza und Thermopolium des Vetutius Placidus → Stabianer Thermen → Großes Theater und Odeon → Lupanar → Bäckerei des Popidius Priscus → Forum → Basilika → Apollotempel → Antiquarium → Jupitertempel → Forumsthermen → Haus des tragischen Dichters → Haus des Fauns → Haus der Vettier → Mysterienvilla
Das Museum des Parks liegt gleich oberhalb von Porta Marina, unter der Terrasse des Venustempels. Giuseppe Fiorelli ließ es 1873/74 bauen; gezeigt werden Funde aus dem Alltag der Stadt und Abgüsse von Opfern des Ausbruchs, geordnet als Gang durch die Stadtgeschichte von den Anfängen bis zum Jahr 79. Wer hier beginnt, versteht die Ruinen danach deutlich besser.
Eines der ältesten Heiligtümer der Stadt: Grabungen haben einen Vorgängerbau aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. nachgewiesen. Zu sehen ist ein Podiumstempel in einem Säulenhof mit Altar in der Mitte; die Bronzefiguren von Apollo und Diana sind Kopien, die Originale stehen im Archäologischen Nationalmuseum Neapel. Er liegt direkt am Weg von Porta Marina zum Forum und kostet kaum Zeit.
Mit rund 1.500 Quadratmetern das aufwendigste Gebäude am Forum: Hier wurden Geschäfte abgeschlossen und Recht gesprochen. Man betritt die dreischiffige Halle vom Forum aus durch fünf Eingänge und sieht am westlichen Ende das erhöhte Tribunal der Richter. Der Bau stammt aus den Jahren 130–120 v. Chr. und gehört damit zu den ältesten Basiliken der römischen Welt.
Der Hauptplatz der Stadt, um den sich Verwaltung, Gerichte, Markt und die wichtigsten Tempel gruppierten. Man steht auf einem langgestreckten, von Säulenhallen gefassten Platz, dessen Achse auf den Jupitertempel und dahinter auf den Vesuv zuläuft – das bekannteste Bild Pompejis. Ein Teil des kaiserzeitlichen Travertinpflasters liegt noch.
Der Tempel beherrscht die Nordseite des Forums, mit dem Vesuv genau dahinter. Nach der Gründung der römischen Kolonie im Jahr 80 v. Chr. wurde er zum Kapitol mit den Kultbildern von Jupiter, Juno und Minerva ausgebaut. Erhalten sind das hohe Podium mit Treppe und Säulenstümpfen; links und rechts standen einst Reiterstatuen.
Öffentliches Bad gleich hinter dem Jupitertempel, gebaut kurz nach 80 v. Chr., mit getrennten Trakten für Männer und Frauen. Im Männerbad sieht man die Raumfolge vom Umkleideraum über das Kaltbad zum Heißbad, dazu Stuckgewölbe, Nischen mit Trägerfiguren aus Terrakotta und ein großes Kohlebecken aus Bronze. Kompakter und meist weniger überlaufen als erwartet – der beste Ort, um ein römisches Bad zu begreifen.
Ein eher kleines Atriumhaus, berühmt für das Mosaik mit dem Kettenhund und der Warnung CAVE CANEM am Haupteingang, das heute unter Glas liegt. Besucher kommen über einen Seiteneingang direkt ins Peristyl mit dem Hausaltar; im Wohnraum ist noch das Wandbild der von Theseus verlassenen Ariadne zu sehen. Die übrigen Mosaiken und Bilder hängen im Museum in Neapel.
Mit etwa 3.000 Quadratmetern eines der größten Häuser Pompejis – es füllt einen ganzen Häuserblock und geht auf das 2. Jahrhundert v. Chr. zurück. Schon auf dem Gehweg grüßt die Inschrift HAVE; drinnen folgen zwei Atrien und zwei Säulengärten. Die tanzende Faunfigur im Wasserbecken und das Alexandermosaik sind Kopien, die Originale befinden sich in Neapel.
Das Haus zweier durch Handel reich gewordener Freigelassener, Aulus Vettius Restitutus und Aulus Vettius Conviva, und eines der am üppigsten ausgemalten der Stadt. Am Eingang steht der gemalte Priapus als Wohlstandssymbol; Mittelpunkt ist der Säulengarten mit Statuen und Wasserspielen, daneben der Saal mit dem Fries arbeitender Amoretten. Wegen des Andrangs ist hier am ehesten mit Wartezeit zu rechnen.
Mühle und Backstube in einem: Fünf gut erhaltene Mühlsteine aus Lavagestein – ein kegelförmiger Unterstein und ein sanduhrförmiger Läufer, den Sklaven oder Tiere drehten – stehen neben dem großen Backofen. Eine Verkaufstheke fehlt; das Brot wurde vermutlich auf Bestellung, im Großhandel oder über Straßenhändler verkauft. Ein kurzer Halt, der den Alltag der Stadt anschaulicher macht als manches Wohnhaus.
Das Bordell der Stadt, ein kleines zweigeschossiges Eckhaus: Im Erdgeschoss liegen fünf Kammern mit gemauerten Betten an einem Gang, über den Türen hängen kleine erotische Wandbilder. Man geht im Einbahnverkehr hindurch – Eingang am Vicolo del Lupanare, Ausgang am Vicolo del Balcone Pensile. Der Besuch dauert nur Minuten, die Schlange davor oft länger.
Die älteste Badeanlage Pompejis aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. und eine der ältesten der römischen Welt. Vom Eingang an der Via dell'Abbondanza gelangt man in einen großen Hof mit Schwimmbecken und Säulengang; im Männertrakt lässt sich an den Hohlböden und Wandröhren ablesen, wie die Heißluftheizung funktionierte. Die Frauen hatten einen eigenen, schlichteren Trakt mit separatem Eingang.
Das Große Theater aus der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. nutzt den natürlichen Hang für seine Ränge und war das erste große öffentliche Gebäude, das vollständig freigelegt wurde. Gleich daneben liegt das kleine, einst überdachte Odeon für Musik und Pantomime, dahinter der Säulenhof, der zuletzt als Gladiatorenkaserne diente. Vom oberen Rang reicht der Blick über die Bühne hinweg in die Ebene.
Die Via dell'Abbondanza ist die Hauptgeschäftsstraße und der natürliche Weg vom Forum zum Amphitheater, gesäumt von Läden, Garküchen und Wahlaufrufen an den Fassaden. Bestes Beispiel ist der Imbiss des Vetutius Placidus: eine gemauerte, bunt verkleidete Theke mit eingelassenen Vorratsgefäßen und an der Rückwand ein gemalter Hausaltar mit Merkur und Dionysos. In einem der Gefäße lagen fast drei Kilo Münzen – wohl die letzten Einnahmen.
Ein ehemaliges Wohnquartier, das vor dem Ausbruch in einen Weingarten mit Speiseplatz unter einer Pergola umgewandelt worden war. Hier fand man 13 Menschen, Erwachsene und Kinder, die über die bereits 3,5 Meter hohe Bimssteinschicht Richtung Porta Nocera flohen und vom pyroklastischen Strom eingeholt wurden. Ihre Gipsabgüsse liegen in einer Vitrine an der Rückwand des Gartens – der eindringlichste Ort des Geländes.
Ein riesiger, von Säulenhallen gefasster Sportplatz von rund 140 mal 140 Metern mit einem Schwimmbecken in der Mitte, angelegt zu Beginn des 1. Jahrhunderts n. Chr. für die Ausbildung der städtischen Jugend. Von den Platanen sind nur die Abdrücke der Wurzeln geblieben, an Wänden und Säulen finden sich viele Graffiti. In den Hallen zeigt der Park eine Dauerausstellung mit Abgüssen und organischen Funden.
Das älteste bekannte Amphitheater der römischen Welt, gebaut um 70 v. Chr. für bis zu 20.000 Zuschauer – deshalb am Stadtrand, wo die Menge Platz hatte. Außentreppen führen zu den oberen Rängen, ein abfallender Gang in die Arena. Im Jahr 59 n. Chr. endete hier ein Spiel in einer blutigen Schlägerei mit Besuchern aus Nuceria, worauf der Senat die Arena für zehn Jahre sperren ließ.
Vorstadtvilla vor der Porta Ercolano mit dem berühmtesten Wandbild Pompejis: Ein zusammenhängender Fries über drei Wände zeigt ein Ritual des Dionysos-Kults mit fast lebensgroßen Figuren vor leuchtend rotem Grund. Auch die übrigen Räume sind im zweiten Stil mit gemalter Scheinarchitektur ausgestattet, im Wirtschaftsteil steht eine rekonstruierte hölzerne Weinpresse. Der Weg führt durch die Gräberstraße an der Villa des Diomedes vorbei und lohnt den Umweg.
An jeder der drei Kassen gedruckt, als PDF beim Park (PompeiiMAP.pdf) – und hier oben als Karte mit Eingängen, Stationen und Rundgängen entlang der antiken Straßen.
Die antike Stadt umfasste rund 66 Hektar innerhalb der Mauern, etwa 44 Hektar davon sind ausgegraben. Von Porta Marina bis zum Amphitheater sind es etwa 1,5 Kilometer Luftlinie – zu Fuß über die Pflasterstraßen deutlich mehr.
Ganz im Osten (Regio II), direkt am Eingang Piazza Anfiteatro. Vom Forum sind es rund 20 Minuten zu Fuß über die Via dell'Abbondanza. Laut Parkliste ist es derzeit nur vom Südeingang aus zu sehen.
Im Zentrum in Regio VII, in einer Seitengasse zwischen Forum und Stabianer Thermen (Station 11). Vor dem Eingang bildet sich fast immer eine Schlange, weil nur wenige Menschen gleichzeitig hineindürfen.
Außerhalb der Stadtmauer im Nordwesten, gut zehn Minuten zu Fuß von Porta Ercolano (Station 18). Sie braucht das Pompeii+-Ticket oder 8 € Aufpreis; der lange Rundgang endet dort.
Porta Marina und Piazza Esedra liegen am Circumvesuviana-Bahnhof Pompei Scavi – Villa dei Misteri; Piazza Anfiteatro am Bahnhof Pompei Santuario und nahe dem Trenitalia-Bahnhof Pompei.
Nein. Sie ist aus OpenStreetMap-Daten gezeichnet, die Stationen und Rundgänge sind unsere Auswahl. Offiziell ist die PDF-Karte des Parks, die wir verlinken.
Quellen · abgerufen am 25.09.2026
pompeji-highlights.json: Koordinaten der Kassen und Stationen, Rundgänge (Gehzeiten geschätzt)